Beiträge von Imker Lorenz

    Andere Tiere (Hühner, Rinder, Schweine ....), die auch der Lebensmittelproduktion dienen haben auch Ektoparasiten (Läuse, Flöhe, Milben, Haarlinge, Zecken usw). Sind die Mittel, die dagegen angewandt werden alles zugelassene Tierarzneimittel oder gibt es da auch Mittel, die gebräuchlich sind, von den Veterinären nicht beanstandet werden und nicht als Arzneimittel angesehen werden (Pflegemittel, Reinigungsmittel ...)


    Im Forum gibt's ja auch Landwirte. Ich bitte, dass uns da mal einer informiert.


    Vielen Dank im Voraus!

    Mir als gelernter Landwirt sind soweit keine Mittel bekannt, die anstelle von Arzneimitteln für Parasiten verwendet werden. Das wäre allein schon von der Dokumentation schwierig. Der Tierarzt kommt vorbei und stellt die Diagnose, druckt dir das aus und du heftest das in deinen Ordner und der Amts-Veterinär der ein halbes Jahr später zur Kontrolle kommt, sieht die Aufzeichnungen fragt aber wie das behandelt worden ist, da ja kein Abgabebeleg über ein entsprechendes Behandlungsmittel vorhanden ist.


    Dann kommt es zu dem Punkt:

    Landwirte in der Tierproduktion haben einen Tierarzt, der den Bestand betreut, und der würde seine Approbation verlieren, wenn der Behandlungen durchführt, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

    Ob der Tierarzt sofort seine Zulassung verliert bezweifle ich, allerdings muss er mit einer Geldbuße rechnen.


    Zusätzlich dazu, wird dem Landwirt auch eine Strafe auferlegt. Sofern er Fördergelder von der EU bezieht, werden diese gekürzt. So eine Sache kann schon mal zu 25% Kürzung führen, was für viele der Betriebe schon eine Summe ist die weh tut. (Kam bei uns In der Gegend schon paar mal vor). Wenn er keine Prämien bezieht, dann werden Strafen entsprechend der verstoßenen Gesetze fällig.

    Den Boden gibt es nur in Dadant Blatt. Aber frag doch mal den Profi, der hat ne Quelle wo es auch Langstroth gibt. Ganz sicher!

    Ich hab die Nicot Böden seit dieser Saison im Einsatz.

    Meine haben die Größe 540x430x42 mm.

    Bei Langstroth steht bei mir hinten die Beutenwand über, was aber nicht tragisch ist. Wen es stört kann einfach eine Holzleiste ans Plastik schrauben.

    Wäre mir das (ich würds ja nu nich dämlicherweise öffentlich vorführen) passiert, ich würd die 100€ Buße stillschweigend vielleicht noch schamvoll zahlen

    Ich glaube kaum, dass das nur ne Strafe im 3 Stelligen Bereich gibt. Eher im hohen 4 Stelligen bis 5 stelligen Bereich. Letztendlich ist es ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz. Auch wenn es nur um Veterinär-Medikamente geht.

    Bisher habe ich immer nach der Sommerhonigernte die Hälfte meine Völker per TBE brutfrei gemacht, die andere Hälfte per Scalvini-Käfig. Dann nach Auslaufen der Brut Oxalsäure gesprüht, bei den TBE-Völkern aus den Brutsammlern neue Völker gemacht, alles gut.

    Wieviele neue Völker hast du denn dann aus einem Brutsammler erstellt ?

    Letztendlich musst du deine eigenen Erfahrungen sammeln um zu lernen. Zumindest war das bei mir so. Habe letztes Jahr mehr oder weniger aus Schwarmlust meiner Völker 6 Einwaben Ableger nach dem Vorbild Pia Aumeier gemacht. 4 Stück sind davon was geworden. Eingewintert habe ich letztendlich nur 3, da einer meiner Ansichten nach für den Herbst zu schwach war. Zum Zeitpunkt: Angefangen habe ich damit nachdem der Raps durch geblüht ist, d.h. bei mir nach dem ersten Schleudern. Mein ehemaliger "Lehrer" hat damit schon 3 Wochen vor ende der Rapsblüte begonnen, was sich bei ihm letztendlich im Ertrag der Honigausbeute widergespiegelt hat. Denn während der ersten Wochen der Blüte war es wie dieses Jahr sehr trocken, weshalb der Raps nicht besonders gut gehonigt hatte. Dies geschah erst ca. 2-3 Wochen vor ende der Blüte.

    Auch habe ich gelernt, dass es in den letzten Jahren schwer ist, gewisse Arbeiten nach einem genauen Zeitplan im Jahr durchzuführen. So habe ich dieses Jahr bereits heute morgen die ersten 2 Ableger bilden müssen, um 2 Völker am schwärmen zu hintern. Zur Lage: waren Völker auf 12 Rähmchen DNM mit jeweils 2 weiteren BR Langstroth. (Umstellung von DNM auf Langstroth...). Dazu habe ich bereits gestern alle Bienen von der DNM Zarge in die anderen Zargen gejagt und anschließend die DNM Zarge durch ein ASG aufgesetzt. Heute morgen ordentlich Rauch durch das Flugloch, den oberen Kasten auf einen anderen Boden gesetzt und anschließend zu meinem ehemaligen "Lehrer" gebracht.


    Lange Rede kurzer Sinn: Mach nicht auf teufel komm raus Ableger, investiere auch mal etwas in eine neue Königin mit anderem Zuchtmaterial für einen Ableger. Und wenn du Angst hast, die Bienenmasse könne für einen Ableger am selben Stand nicht ausreichen, dann trau dich ruhig und geh auf andere Imker zu, schildere ihnen die Lage und dann bin ich mir Sicher, dass sie dich deine Ableger bei sich aufstellen lassen.


    Grüße aus dem schönen Unterfranken

    In Bayern gelten ab 0 Uhr heute Nacht Ausgangsbeschränkungen.


    Die gute Nachricht mir wurde vom AELF versichert, dass die Betreuung und Pflege der Bienen als triftiger Grund gelte das Haus zu verlassen. Allerdings konnten sie keine Auskunft darüber geben wie es mit dem Wandern in andere Bundesländer aussieht.

    Du als Tierhalter hast eine Pflicht dich um deine Tiere zu kümmern. Ausgangssperre hin oder her. Die Landwirte mit Kühen können auch nicht einfach sagen: Oh Ausgangssperre- dann kümmere ich mich die nächsten 2 Wochen mal nicht darum. Und wenn nur du Quarantäne angeordnet bekommen hast dann obliegt es deiner Pflicht als Tierhalter jmd. zu beauftragen sich um die Tiere zu kümmern.