Beiträge von Imker Lorenz

    Ganz sicher nicht. Bist Du erst mal nach einem Stich in der Notaufnahme, kommst Du ganz sicher nicht nach 3 Stunden wieder raus

    war jetzt erst einmal als Patient und einmal als Begleitung bei starken Schwellungen am Auge in der lokalen ZNA. Hatten beide male Glück und kamen schnell dran. Arzt hat Cordison und nen Schmerzmittel und nen Mittel gegen Juckreiz zusammen mit 2 Infusionen verabreicht und nach maximal 3h Beobachtung waren wir beide male wieder daheim. Betten wären genug frei gewesen. Wir sind aber beide male selber hingefahren. Wenn man natürlich mit NA und RTW eingeliefert wird, wird ja mit Schlimmeren gerechnet und vll. haben sie deshalb gesagt das du länger bleiben musst.

    Wenn man erst einmal in der Notaufnahme ist, wird auf jeden Fall das volle Programm abgefahren, inklusive Cortison-Spritze und 24h Beobachtungszeit. Auch dann, wenn es nur eine leichte lokale Reaktion ist. Aufpassen: nach einer Stationären Aufnahme kann man 10 Jahre lang NICHT mehr im Versicherungsantrag "keine KRankheiten bekannt" ankreuzen!

    Naja 24h Beobachtungszeitraum (für nicht mal Verdacht auf) ist schon was überzogen. Normalerweise bleibt man dann ca.2-3h drinnen, damit festgestellt wird, dass die Medikamente keine Neben/Wechsel-Wirkungen haben und dann kannst du gehen.


    Bei Sachen im Augenbereich geh ich wenn's wirklich schlimm ist zum Arzt, aber ruf doch nicht den Notarzt.

    Also meine Erfahrungen haben gezeigt, dass selber machen ja ganz nett ist, aber nicht zielführend ist. Zuallerallererst ist es ein Aufwand Böden und Zargen zu bauen. Und dann musst du noch ganz genau arbeiten. Die Zargen sollen ja später auch übereinander passen ohne Zwischenräume. Vergiss das Leimholz und nehm anständiges. Ansonsten kann es sein, dass du in 5 Jahren nochmal neu bauen darfst.

    In Bayern liegt der durchschnittliche Ertrag der letzten Jahre bei 487dt/ha Anbaufläche. Im Konventionellen dagegen bei 746dt/ha im Vergleich.

    mögl. Gründe für die Unterschiede:

    -Fehlende N-Gaben (Gaben mit Mist oder Gülle vor Saat sind möglich, allerdings muss der darin enthaltene Stickstoff erst umgewandelt werden. Das ist je nach Klima problematisch da der Stickstoff erst dann freigesetzt wird, wenn er eig nicht mehr gebraucht wird )

    -Kein Einsatz von Fungiziden, Herbiziden, Insektiziden


    Wie man ohne den Einsatz von Herbiziden die Beikräuter und Ungräser in den Griff bekommt ?

    -"Blind"-Striegeln vor Auflauf

    -Hacken mit Hackgerät

    -Hacken mit Hand (auch in der Reihe)

    Das hacken mit der Hand ist das aufwändigste daran. Die lfl Bayern beanschlagt pro ha 130 Arbeitskraftstunden zum Hacken mit der Hand.


    Ernte verläuft genau so wie im konventionellen Bereich mit Selbstfahr-Roder und ablegen als Miete am Feldrand. Die Anlieferung erfolgt meines Wissens nach vor dem Start der Verarbeitung der "Konventionellen" Rüben. Dies ist meistens Schon Anfang bis Mitte September. Die frühe Rodung führt zu Verlusten, die durch den sog. Frühlieferausgleich ausgeglichen wird.

    Nordzucker hat 2017 das erste Mal eine Charge Biozucker mit deutschen Betrieben hergestellt soweit ich weiß.

    Hab da allerdings nur von Problemen gehört (auf Landwirtseite) keine Ahnung ob das weiter verfolgt wird.

    Südzucker macht das auch schon ein paar Jahre. Jedes Jahr mit mehr Fläche. Die haben erkannt das die Nachfrage nach Bio Zucker immer größer wird. (Nicht nur in Imkereien).

    Probleme im Anbau von Bio-Zuckerrüben sind mir keine Bekannt.

    Schau mal unter „aufwändig Unkrautregulierung“ https://www.oekolandbau.de/lan…t-sich-zuckerruebenanbau/

    Das das Beikraut-Management passen muss ist aber nicht nur bei den Zuckerrüben der Fall. Klar dadurch das keine Herbizide erlaubt sind ist die Bekämpfung aufwendiger. Aber z.B. das Striegeln nach der Saat anstatt Bodenherbizid ist ja schon ein guter Ansatz(in Fachkreisen heißt es bis zu 90% des Beikrautes erwischt man so). Hacken ist aber auch im konventionellen Anbau gang und gebe. Auch das Hacken mit Hand machen wir noch.

    Nordzucker hat 2017 das erste Mal eine Charge Biozucker mit deutschen Betrieben hergestellt soweit ich weiß.

    Hab da allerdings nur von Problemen gehört (auf Landwirtseite) keine Ahnung ob das weiter verfolgt wird.

    Südzucker macht das auch schon ein paar Jahre. Jedes Jahr mit mehr Fläche. Die haben erkannt das die Nachfrage nach Bio Zucker immer größer wird. (Nicht nur in Imkereien).

    Probleme im Anbau von Bio-Zuckerrüben sind mir keine Bekannt.

    Naja. Das Biosiegel ist ein Verbraucherschutzsiegel. Erzählen, dass man z.B. nur mit organischen Säuren behandelt kann jeder. Das Siegel gibt eine gewisse Garantie, dass die Vorschriften auch eingehalten werden. Der Verbraucher ist nicht in der Lage so genau zu Kontrollieren wie die Kontrollstelle.

    Genau. Sicherheit in den Produktionsbereichen der Lebensmittel, speziell auf die Vermeidung von Rückständen ist heute wichtiger denn je. Der Verbraucher erhält ja auch kaum noch Einblick in die Prozesse der Erzeugung.


    Bio-Futtermittel werden die wenigsten Einsätzen. Allein aus Kostengründen.

    Da meiner Meinung nach das Produkt Honig eines Klein/Hobbyimkers nicht schlechter ist als das vom Bio-Zertifizierten "Imker".

    Das sagt ja auch keiner. Das habe ich den Personen auch gesagt. Wenn jmd. aber unbedingt Bio Produkte kaufen will, dann greift er bestimmt nicht zu Konventionellen Produkten.

    Also erstmal danke für eure Antworten.

    Die Kosten die dabei auf mich zukommen sind mir bewusst.

    Bio Zertifizierung mit ner Handvoll Völker? Darf ich fragen wozu?

    Warum sollte man imkern wie ein zertifizierter Bio-Imker, darf aber nicht damit werben ?

    Absatzwege sind kein Problem. Sind genügend Vorhanden wo bereit sind dafür entsprechend mehr zu zahlen.

    Teuerer wird es nur, wenn man die Beuten austauschen muss, weil man mit Kunststoffmagazinen imkert.

    Das ist bei mir Gott sei Dank nicht der Fall. Das war mir von Anfang an wichtig sowenig Plastik wie möglich einzusetzen.


    Ich stelle es mir einfacher vor mit "nur" 10 Völkern umzustellen und dann die nächsten Jahre auf ein gesundes Maß zu wachsen. Der Zukauf von bereits umgestellten Völkern ziehe ich nicht in Betracht, da ich gerne meine jetzigen Völker behalten möchte.