Beiträge von Imker Lorenz

    So, gestern ist das Schleudermobil fertig geworden und kam heute zum ersten Einsatz.

    Ich bin ziemlich begeistert und meine Imkerlehrlinge waren es auch. Das liegt aber auch daran, dass ich bisher nicht mit so guter Technik gearbeitet habe.

    Wie sieht es jetzt knapp 5 Jahre später aus? Immer noch zufrieden? Und gibt es Dinge die man im Aufbau ändern/ anders machen sollte?

    Januar: 14%

    Februar: 11%

    März: 13%

    April: 5%

    Mai: 8%

    Juni: 6%

    Juli: 4%

    August: 0%

    September: 7%

    Oktober: 8%

    November: 13%

    Dezember: 11%

    Alle Angaben ohne Gewähr, Zahlenwerte sind gerundet.

    Bezug auf 600Kg

    Verkauf über Haustür, 3 Hofläden und Feinkostladen;


    Aber ich kann dir nur davon abraten diese Zahlen auf deinen Betrieb so anzuwenden, geschweige mit anderen Daten zu verrechnen und dann auf dich anzuwenden. Kein Betrieb ist gleich. Das ist doch auch das schöne am unternehmerischen Risiko, wenn es einfach wäre würde es ja jeder machen.


    Als ich das erste mal vor der Aufgabe stand, mehr als 150Kg Honig zu verkaufen, hab ich auch überlegt, einfach Eimerweise an die Honigerzeugergemeinschaft zu verkaufen. Aber bei den Preisen hätte man nicht lange Spaß am Hobby gehabt. Ich hab mich dann mit neuen Etiketten auf einem Weihnachtsmarkt positioniert und dabei Wert auf Werbung und nicht auf Verkauf gelegt. Kurze Zeit später kamen die Kunden wie von selbst. Und da war ich froh, dass ich vorher keine Eimer abgegeben habe.

    hat schon mal wer von euch den Verkauf über ein komplettes Jahr in Monaten gemessen und würde die Daten prozentual zur Verfügung stellen ? Da bei Imkern mit wenig Völkern oft Schwund durch Verschenken ist, bitte nur Imker mit mehr als 10 Völkern. Das soll bei der Planung helfen, wie viel Honig ich unabhängig von der Ernte 2023 zurück halten muss.

    Ja im Rahmen der Bio-Kontrolle. Kann dir aber gleich sagen, dass die Prozentzahlen in den einzelnen Monaten nichtmal annähernd gleich waren.


    Die Daten sind aber, wie meine Vorredner schon geschrieben haben, für dich sinnlos, da es sich dabei um betriebsspezifische Kennzahlen handelt.


    Da du mit deinen 25 Völkern jetzt ja nicht im 1. Jahr imkern wirst, solltest du ja Aufzeichnungen über Erntemengen haben und wissen was davon nach der Ernte des neuen Jahrs noch über ist. Darauf aufbauend kannst du, sofern der Kundenstamm sich nicht ändert, die ungefähre Menge abschätzen, die du ja im Jahr verkaufst.

    Ich würde das so interpretieren: Umfangreich ist aller Pollen und Nektar den die Bienen nach der letzten Ernte sammeln, und bleibt im Volk. - Zu den heutigen Bedingungen zählt auch die Magazinbeute. Der BR gehört den Bienen, und die Honigräume dem Imker. Wie eng der Brutraum geführt wird ist nicht weiter geregelt. - Also alles so wie immer.

    Gute fachliche Praxis halt.

    Wer nicht will, der findet immer Gründe.

    Das unterstreicht eigentlich alles was ich mir, seit dem Schritt der Zertifizierung anhören musste. Ich kann's jedem nur empfehlen, sprecht mit Bio-Imkern, die sind viel tiefer in der Materie als es eine eigens interpretierte Verordnung aus dem Internet hergibt. Und für mich wars ebenso klar, dass für 10 Völker, das ganze uninteressant war, aber mit 20 bis 25 Völkern oder gar mehr, reden wir über eine ganz andere Dimension. Auch wenns für mich, wie bei vielen anderen nen Hobby ist, setzt euch trotzdem mal hin und rechnet sowas mal durch. Und dann wisst ihr, ob es sich "lohnt" oder eben nicht. Aber pauschale Aussagen "das lohnt sich niemals" ohne sich ernsthaft damit auseinander gesetzt zu haben, führen nie an das gewünschte Ziel.

    Hallo Lorenz,


    sind Deine Fragen zur Umstellung jetzt eigentlich beantwortet?

    Hallo,

    ich hatte mittlerweile schon vergessen, dass ich 2019 diesen Thread gestartet habe.

    2021 war es dann aufgrund der Einbindung der Völker vom Großvater in die eigene Imkerei soweit, sich nochmals Intensiv mit dem ganzen Thema zu beschäftigen. Habe dann auch nach einigen Telefonaten mit Bio Verbänden und Bio-Betrieben, mich recht schnell dazu entschlossen in die Bio-Zertifizierung einzusteigen. Im April ist es dann soweit, dann ist der einjährige Umstellungszeitraum vorbei.

    Anfängliche Bedenken wie der Bezug von Wachs, Bio-Zucker bzw. Futtermittel, Völker, Königinnen, etc. haben sich recht schnell erledigt. Die Bezugsmöglichkeiten sind bei Verbandsmitgliedschaft doch recht einfach und auch ausreichend Verfügbar. Etwas mehr Nerven hat mich jedoch die ganze Dokumentation von Arbeiten an Völkern, Dokumentation von Honigernten, Verarbeitung und Vermarktung ... gekostet. Mittlerweile aber auch kein Problem mehr.


    Für alle nicht Bio-Imker, die sich für die Umstellung interessieren, kann ich nur empfehlen sich bei den Verbänden schlau zu machen, z.B. Bioland bietet auch im Rahmen der Bioland-Woche ein Seminar zur Imkerei / Umstellung auf Bio-Richtlinien an.

    Ein Schleuderraum im auch einfachsten Neubau kostet wieviel mindestens? Das auf den Honigpreis bei 25 Völkern aufzuschlagen zu können, ist schon ordentlich.

    Das ist mir vollkommen bewusst. Habe ich auch nicht vor.

    Neubau eines Gebäudes nur als Schleuderraum und Lager? Das lohnt nicht fürs Imkern mit der Völkerzahl, unabhängig von allem Anderen Faktoren wie Tracht und Vermarktung

    Neubau wäre in meinen Augen eine Möglichkeit, aber nicht die einzige.

    Versuche besser, mit den Gegebenheiten was zu machen. Oder woanders zu Schleudern oder eine alte Milchkammer dafür zu mieten. Oder ...

    Die jetzige Gegebenheit kann ich leider in keinster Weise vergrößern. Ich komm quasi aus der alten Milchkammer. Eben auf diese Oder... was es noch als Möglichkeiten gibt will ich hinaus. Welche Alternative hat man, wenn der vorhandene Platz zu klein ist?

    Es wäre doch ein Anfang, mal die notwendige Stellfläche für eine Schleuder und alles Drumherum zu beziffern. Das gibt es doch wohl recht häufig. Dann die Erfahrung mit der eigenen Situation. Zu klein (häufig), zu groß.

    Honiglager dann genauso. Natürlich wichtig, was gelagert wir, Gläser, Eimer, …

    Erst dann steht doch die Frage: Mieten, bauen,

    Quadratmeter, Logistik, Hygiene, …

    Bei gutem Willen wird das schon

    Das ist ein guter Ansatzpunkt. Ich merke schon ich denke viel zu kompliziert.

    Hallo an alle,

    Bei mir dreht sich seit Ende der letzten Honigernte alles um das Thema Schleuder und Lagerraum. Kurz zur aktuellen Situation meiner Imkerei: 25 Bienenvölker mit Bio-Zertifizierung und zu kleine Schleuder und Lagerräume für Honig. Für Beutenmaterial ist hingegen genügend Lagerkapazität vorhanden. Die Größe der Imkerei soll so die nächsten 5 Jahre beibehalten werden und danach ggf. neu angepasst werden.( jetzige Tendenz eher größer als kleiner). Es stellt sich nun die Frage wie man das Platzproblem entsprechend gut lösen könnte.

    -Welche Größe der Räumlichkeiten sollte man mindestens/maximal planen?

    -In welcher Form soll das Ganze gebaut werden (Neubau bei Wohnhaus, alleinstehendes Gebäude, Seecontainer/Gartenhaus….)

    -immer im Hinblick der Rentabilität, wie lassen sich dabei kosten sparen? Gerade wenn in Zukunft eine Erweiterung ansteht?


    Ein Anbau/Ausbau der aktuellen Räumlichkeiten ist nur sehr schwer umsetzbar und nicht in meinem eigentlichen Interesse.

    Später fallen mir bestimmt noch weitere Fragen ein. Fürs erste bin ich dankbar für alle Denkanstöße.


    Liebe Grüße

    Lorenz