Beiträge von Wes

    Hi, ich habe auch wieder mal eine Frage. Ausgangssituation:

    Mehrere Völker in Schwarmstimmung. Eines davon ist eine Reinzuchtkönigin mit bereits verdeckelten Zellen auf mehreren Waben. Ich würde die Brutwaben mit den Zellen der Reinzuchtkönigin nun gerne auf die anderen schwarmlustigen Völker verteilen. Wie bekomme ich das am sichersten hin. Die anderen schwarmlustigen Völker vorher entweiseln? Falls ja, wie lange vor dem zusetzen der Zellen? Oder die alten Königinnen eventuell noch gekäfigt im Volk lassen?

    Moin,


    Ich kann aktuell bei einem meiner Völker ein signifikant anderes Verdeckelungsverhalten als bei allen anderen Völkern beobachten.


    Es verdeckelt viel zielgerichteter und schneller als alle anderen Völker. Letztes Jahr konnte ich das gleiche Verhalten bei dem Muttervolk beobachten. Es scheint sich also vererbt zu haben.


    Bei mir am Stand konnten alle Völker die letzten zwei Märztage reichlich Weide eintragen. Die Stockwaage zeigte tatsächlich 12 kg.


    Durch die Folie kann man in den Honigräumen deshalb auch schon so einiges an Nektar erkennen.

    Bis auf dieses eine Volk denkt aber kein anderes (mehr als 10) daran mit der Verdeckelung zu beginnen. In diesem Volk sieht man in ein paar Gassen allerdings schon flächig Verdeckelung.


    Ich werde den Wassergehalt später wohl separat kontrollieren weil mich im letzten Jahr schon das Muttervolk entsprechend irritiert hat.


    Wie ist Eure Meinung dazu? Ist frühzeitige Verdeckelung eher positiv oder negativ zu sehen? Bekommen Bienen den Honig bei den aktuellen Temperaturen überhaupt trocken?


    Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Wassergehalt und der Verdeckelungsgeschwindigkeit?

    Gibt es Völker / Gene die dazu neigen schon zu verdeckeln auch wenn eigentlich noch zu viel Wasser im Honig ist?


    Kurzum: ist das Verhalten eher positiv oder negativ zu sehen... oder gibt es ohne Bestimmung des Wassergehalts nicht einmal eine Tendenz dazu?


    Gruß

    Ich denke Streuobstwiesenimker war da eher an ein paar mehr Details interessiert wie so ein "Regelmechanismus" über die Außentemperatur überhaupt funktionieren könnte.

    So ganz von der Hand zu weisen ist sein Hinweis ja nicht...

    Gester erster Tag mit 700 Gramm Zunahme. Die Salweide beginnt bei mir im Garten ebenfalls mit der Blüte. Honigräume sind seit wenigen Tagen drauf und wurden auch gut angenommen.


    Mal sehen ob die Stockwaage die Zunahme die nächsten Tag bestätigt.

    Ist zwar OT aber als Meeresspiegeleinwohner frage ich mich gerade wie hoch Bienen eigentlich anzutreffen sind... Gibt es da eine Grenze oder hängt das nur von der Temperatur ab?

    Moin,


    So, ich habe mir Euren Ratschläge zu Herzen genommen und der Raum ist nun größer und ca. 20 qm groß geworden. Ich denke da sollte ich alle Arbeiten bequem drinn ausführen können. Als Lagerraum muss er auch nicht dienen.


    Was noch fehlt ist ein neuer Boden. Die Frage ist nicht unbedingt etwas für ein Imkerforum aber eventuell gibt es ja auch hier Fachleute für so etwas.


    Aktuell befindet sich ein unebener Betonboden in der Scheune auf den ich aufbauen möchte. Er ist nicht isoliert und schwitzt dementsprechend bei entsprechenden Wetterlagen.


    Ich würde gerne eine Sperrschicht und auch Isolation in den Bodenaufbau bringen. Bei der Höhe des Aufbaus habe ich noch Spielraum. Fliesen stelle ich mir aktuell als Belag vor, ist aber kein "Muß".


    Was wäre Eure Empfehlung?

    Normaler Estrichboden mit z. B. Styrodur drunter?

    Trockenestrich auf Balkenlage?

    Gussasphalt?

    Oder einfach eine neue ausgleichende Betonschicht mit Folie darunter?


    Ich wäre für jeden Gedankengang und Hinweis dankbar :)


    Gruß Wes

    Moin,


    Vielen Dank für die Tips.


    Bin nochmal ein paar Stunden in mich gegangen und habe über den sinnvollen nächsten Schritt (auf meine spezielle Ausgangssituation hin bezogen) nachgedacht.


    Nach dem ersten Schreck hatte mich wohl der Anfängerehrgeiz überkommen jedes Volk retten zu wollen. Es wäre/ist dann mein erster Völkerverlust überhaupt im 3. Imkerjahr.


    Tatsächlich plane ich eigentlich ohnehin ein paar Völker im Frühjahr abzugeben. Mit 14 WV und 6 M+ habe ich aktuell mehr als gewollt.


    Eine Rettung des Volkes hätte für mich wohl nur den Vorteil ein M+ weniger zu haben gehabt.


    Ansonsten wird es mir viel Arbeit und trotzdem wohl keine Frühtracht mehr bringen. Spättracht bekam ich letztes Jahr einfacher von Schwärmen oder Königinnenablegern.

    Tatsächlich sehe ich gerade die Nachteile Reservevölker nicht im Standmaß zu haben... und einen anderen Schwächling sehe ich momentan auch nicht zur Vereinigung. Das betroffene Volk ist dem Anschein nach mit Abstand am schwächsten aus dem Winter gekommen.


    Es ist das Mittelvolk einer 3er Aufstellung. Ich denke, ich werde es den äußeren 2 Völkern vors Flugloch kehren. Vor die Fluglöcher stelle ich aufgrund der Prinzessinnen Abstellgitter.

    So sollten mir die beiden Völker mehr Frühtracht bringen und auch die Bienen sind in Vollvölkern wohl besser aufgehoben.


    Ist das nun eigentlich ein Völkerverlust oder zählt das unter nach Winter aufgelöst / vereinigt? 😀


    Kann ich irgendetwas tun um das Risiko einer Beisserei an den Fluglöchern zu minimieren oder gibt es die zu dieser Jahreszeit eh nicht?


    Gruß Wes

    Ich hätte der Prinzessin im Februar keine Chancen zugerechnet. Drohnen habe ich keine gesehen und die nächsten Tage wird es ja auch wieder kälter.

    Hätte sie tatsächlich eine realistische Chance würde ich mich eventuell auf ein Experiment einlassen, auch wenn sie nicht sonderlich wertvoll ist und ich noch 2 Schwestern von ihr habe.


    Die Königinnen in M+ sind nicht wertvoll... einfach standbegattete Reserveköniginnen.

    Moin,


    Ich brauche etwas Rat bei einem soeben festgestellten Königinnenverlust.


    Ein Volk ist etwas schwächer durch den Winter gekommen und verhält sich seit 2-3 Wochen auffällig.

    Bei einer Fluglochreinigung vor 2-3 Wochen wurde ich wütend attackiert und das Volk war deutlich unruhiger als die anderen.

    Nun die letzten Tage war es zwar ruhig aber produzierte praktisch keine Brutwärme im Vergleich zu den anderen. Zudem fliegt es zwar aber bringt nur minimal Pollen ein.


    Daher habe ich heute reingeschaut um gegebenenfalls noch während der warmen Tage reagieren zu können.


    Es ist keinerlei Brut vorhanden und mir lief eine Prinzessin entgegen.

    Im Herbst hatte ich eine Belegstellenkönigin eingeweiselt :(

    Auf einer handtellergroßen Fläche etliche offene und ausgebissene Weiselzellen.


    Ich vermute die neue Königin ist eventuell erst die letzten Wochen oder Tage geschlüpft.


    Das Volk ist stark genug um die Durchlenzung zu schaffen... Schätze min. ca. 4 Wabengassen wenn es sich zur Traube zusammen ziehen würde.

    6 Völker habe ich zudem noch auf M+.... ggf. auch zur Verstärkung der Bienenmasse.


    Einfach einen M+ Brutraum mit Königin und allen Bienen in Leerzarge aufsetzen?


    Ist es wichtig die gegebenfalls mehreren Prinzessinnen vorher rauszusuchen?


    Oder kann man einfach eine Königin zusetzen und die Bienen kapieren von alleine welche besser für sie ist?


    Wie bewege ich die neue
    Königin dazu ihre Brut in der M+ zu verlassen und in die große Kiste das Brüten zu beginnen wenn ich in Leerzarge aufsetze?


    Gruß

    Wes

    Hmm... Müsste mir nun wohl besser auf die Zunge beißen aber dein Argument bezüglich Kosten und Lagerraum erschließt sich mir nicht.


    In der Saison braucht ein 1.0 Imker vermutlich im Schnitt 4 Zargen 1.0 pro Volk. Ich 1 Zarge 1.5 und 3 Flachzargen... Also auch 4 Zargen.

    Im Winter werden wohl sowohl 1.5 als auch 1.0 Imker die Honigräume lagern... Warum siehst Du bei DN 1.5 mehr Kosten und mehr Bedarf an Lagerraum?

    Ich wollte keine Diskussion über "besser oder schlechter" führen... Da gehen die Meinungen zurecht auseinander. Dafür ist die Fragestellung ja auch eine andere gewesen.

    Nur nochmal hinterfragen ob 1.0 wirklich "einfacher" ist.

    Auch lebe ich in einer althergebrachten 1.0 Region und mir wurde nicht von 1.0 abgeraten. Mir wurde davon abgeraten bei 1.0 als Anfänger einzargig zu überwintern da dort das Risiko einer Überfütterung zu groß sei.


    Bei mir war z. B. bisher jedes Volk in der Saison in Schwarmstimmung. Letzten Sommer sogar 2 Schwärme später noch ein zweites Mal... Denke das wird nicht nur mir als Anfänger so gehen.

    Ich bin und war z. B. heilfroh über nur ca. 7 zu kontrollierende Rähmchen pro Volk. Bei 22 Rähmchen in 2 Schichten und 8 Völkern hätte ich nicht nur zeitlich resigniert.

    Suche als Anfänger mal eine Königin auf 7 Rähmchen oder auf 22... Was ist da wohl einfacher.

    Es ging mir nicht um besser / schlechter... Es ging mir um den Begriff einfach...

    Hmm... Ich habe mich vor 2 Jahren für 1.5 entschieden da ich es für deutlich einfacher hielt und mir auch von einem Berufsimker als einfacher genannt wurde. Habe es bisher nicht bereut...

    Im Verein beginnen aus diesem Grunde auch die meisten andere Anfänger mit einem einräumigen großen Brutraum und nicht mehr mit 1.0....

    Zum Schieden ist man ja nicht gezwungen und Kippkontrolle sowie Durchsicht von 22 Rähmchen Brutraum hat mich abgeschreckt.

    Von nur einem Brutraum 1.0 wurde mir als Anfänger u. a. aufgrund der schwierigeren Einfütterung abgeraten.


    Falls Du einen Paten hast solltest Du sein System übernehmen da er Dir nur dann mit seiner Erfahrung richtig helfen kann.

    Ansonsten gibt es Ratschläge die sich dann natürlich nicht so richtig im anderen System umsetzen lassen.

    Kommt darauf an von wo man kommt denke ich.


    Ich habe keine 1.0 Zargen, da gleich mit 1.5er Brutraum angefangen.

    Dann spricht eigentlich nichts wirklich viel für 0.5... Die meisten 0.5 Vorteile gelten so ja auch für Flachzargen. 0.5 ist halt noch etwas leichter... dafür aber auch merklich mehr Material erforderlich.

    Auch die Schleuder habe ich gleich für 2 Flachrähmchen nebeneinander ausgewählt.


    Bei bereits vorhandener 1.0 Ausstattung wäre 0.5 eventuell attraktiver gewesen...