Beiträge von ManfredT

    Und ich dachte und meine gelesen zu haben, dass es bei den kleineren (und auch kürzeren [33 mm statt 35 mm] Mittelwandabstand) Zellen nicht um die Bienengröße geht, sondern u. a. um den geringeren Platz in den Zellen, den die Milben für ihre Vermehrung benötigen. Das, so hat sich das bei mir eingeprägt, würde die Milbenvermehrung in den eher unschädlichen Kältebereich abdrängen, wo die Drohnen entstehen.

    Das heißt jetzt nicht, das mir die künstliche Einschränkung durch Mittelwände - ganz gleich welcher Zellgröße - gefällt; ich für meinen Teil lasse die Bienen lieber selber bauen, wie es ihnen gefällt.

    Zitat

    Nur noch mal kurz zu meinem Milbenvolk, es fallen immer noch aller 2 Tage 50 Milben.

    Unserem Freund Rase wurde es übel genommen, wenn er kurz schrieb "Kreuz dranmachen". Aus einem Vortrag Wolfgang Ritters (30 Jahre Varroa-Milbe) lerne ich, dass selbst ein Behandlungserfolg mit einem guten Abgang von vielen Milben zu spät kommt, da der Übeltäter (das Virus) dann schon längst in den Bienen sein Unwesen getrieben hat, so dass das Volk nicht überleben wird. Sollte es trotzdem überleben, wäre es vielleicht ein Kandidat für die Nachzucht.

    Wolgang Ritters Vortrag

    Natürlich! Die beste würde ich ja zwecks Vermehrung stehen lassen. Die Frage war doch:

    1. Herr Schmidt sagt doch sinngemaß, dass man u. a. sofort eine Edelzelle zusetzen kann.

    2. Kann man dann auch eine Schwarmzelle oder gar mehrere stehen lassen?

    Eigentlich schon, denke ich, oder gibt es irgendwo einen Denkfehler.

    Eben, da würde ich gern weitergebildet werden. Reagiert ein Volk auf eine zugesetzte Kö-Zelle anders als auf eine eigene z. B. Schwarmzelle. Es ist ja hier durch das Drahtgitter keine wirkliche Trennung entstanden, zumindest können sich beide Volksteile riechen und spüren und ebenso die alte Königin, wenn die neue schlüpft. Das ist eben mein Anliegen in der Planung: Wie sicher ist die Trennung durch die beiden Drahtgitter, wenn ich eine der Schwarmzellen zum Schlupf kommen lasse. Mit einem normalen Zwischenboden kein Problem; aber klappt das auch mit doppeltem Drahtboden.

    Ich werde es wohl im nächsten Jahr darauf ankommen lassen und dann schlauer sein.

    Ok, ich gehe mal davon aus, dass es funktioniert, da Herr Schmid vom Zusetzen einer Edelzelle spricht, die dann ja ebenso die Altkönigin vertreiben müsste, oder nicht?

    Zitat

    Man kann damit sofort einen Brutableger mit einer Edelzelle bilden. Da die

    schlüpfende Königin bis zum Hochzeitsflug und zur Eilage ca. 10 Tage braucht,

    ist dieser Vorsprung ausreichend, dass alle Bienen aus der verdeckelten Brut

    schlüpfen, bevor die Milben wieder Brut in dieser Einheit finden. Dieses Volk soll

    20 Tage nach Erstellung auf einen Ablegerstand gebracht werden.

    Das war nicht meine Frage.

    Mich interessiert im Augenblick nur, ob ich so verfahren kann, ohne dass nach ca. 1 Woche Schwärme rausfliegen, weil ich die Schwarm- bzw. Nachschaffungszellen nicht entferne, ob das doppelte Drahtgeflecht über den Köpfen ausreicht, die Königin unter dem Mullerbrett nicht auf das Tüten der Jungweisel oben reagieren zu lassen, so dass der Flugling unten ausschwärmt.

    Ob dieses Brett gegen Milben ausreichend funktioniert, ist hier nicht die Frage, muss jetzt auch nicht diskutiert werden, es geht mir um eine einfache Schwarmvorwegnahme, Völkerverjüngung und Milbenreduzierung als evtl. Nebeneffekt.

    Das IF beantwortet mir nicht meine Kernfrage (zumindest kann ich dort oben nur Stichwörter eingeben, die nichts bringen, außer viel Lesen ohne Ergebnis), es sei denn hier und jetzt.

    Das FÜR und WIDER das "Mullerbrett" im IF und im gesamten googlebaren Internet ist mir bekannt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Brutverlust und der plötzlich Raum durch nur offene Brut und Leerrähmchen im unteren weiselrichtigen Teil ausreichen könnte, um eine Schwarmlust zu verhindern oder abklingen zu lassen, trotz schlüpfender Königinnen im oberen Teil mit verdeckelter Brut und ständig schlüpfenden Jungbienen.

    Bedankt.

    Mich interessiert halt, ob ich den "Brutling" ohne Gefahr und ohne weiteren Eingriff als Ableger bis zur Begattung weiterlaufen lassen kann. Dann könnte ich pauschal alle Völker, falls nötig, noch während der Frühtracht so behandeln, vom Schwarmtrieb erlösen, Milben reduzieren und Jungvölker bilden.

    Vielleicht wäre es am sichersten, das gesamte Volk in einen Kübel abzufegen und unten auf ein Tuch vor die Tür der Zarge mit der offenen Brut zu schütten. In den oberen Raum würde ich die Honigraumbienen hineinfegen.

    Nach dem Teilen des Volkes (Königin mit offener Brut unten, verdeckelte Brut oben über dem Mullerbrett ) befinden sich oben entweder bereits Schwarmzellen oder es entstehen Nachschaffungszellen. Was passiert nun, wenn die Jungköniginnen schlüpfen oder schlüpfen wollen, zieht die Altkönigin unten mit einem Vorschwarm aus und kommen eventuell Nachschwärme aus dem oberen Raum, oder passiert in der Hinsicht gar nichts, weil die Trennung durch das doppelte Drahtgitter ausreicht?

    Zitat

    Denn die Gesetze des Lebens und der Mathematik können auch die Milben nicht überwinden, gar überlisten.

    Da müsste man aber für jedes Volk, jede Herkunft, jeden Beutentyp und jede Raumgröße, für jeden Beutenboden, für jede Aufstellungsweise, für jede Betriebsweise und jeden Standort etc. etc. eine andere Formel anwenden.

    Selbst, wenn sich die Milben an mathematische Gesetze halten würden, so würde es nichts über die Fähigkeit der Bienen aussagen, mit ihnen umgehen zu können. Auch ist das Einbringen dieser Schadstoffe kaum berechenbar.

    Ich scheue mich, Säuren und andere Chemie in die Völker zu pumpen, weil es mir plausibel erscheint, dass nicht nur die Milben getötet werden, sondern auch das gesunde Mikrobiom und andere Abwehrmechanismen gegen Viren, Bakterien und Pilze.