Beiträge von ManfredT

    Bei meinen Bienen leben Tigerschnegel, manchmal in 2-stelliger Zahl, die quetschen sich sogar durchs Abspergitter und kleben dann unterm Deckel und im Randbereich, sogar zahlreiche Überwinterer. Ist das ein Zeichen für ein gesundes, feuchtwarmes Beutenklima oder Urwaldklima? Vielleicht auch ein Zeichen von säurefreier Luft, was ja auch dem Bücherskorpion und vielen anderen Mitbewohnern zugute kommt.

    Zitat

    Binder will im Frühjahr im Brutraum nicht bauen lassen. Neuhauser hängt doch ein Mittelwändle rein.

    Ich verstehe es nicht als Unterschied, sondern, dass Neuhauser lediglich mit der Zugabe einer Mittelwand hinter das Schied das Verlangen des Volks antesten will, sein Brutnest zu vergrößern. Erst wenn es die Mittelwand ausbaut, kommt sie vor das Schied ans Brutnest, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Aber sonst verstehe ich schon, was du sagen willst: Jeder muss selber wissen, was er bezwecken will in Anpassung an seine Umstände, Ziele und Wünsche. Ich selber knoble mit meinen paar Völkern an einer Betriebsweise, die möglichst viele meiner Wünsche unter einen Hut bringt: Viel Honig, wenig Milben und wenig Arbeit.

    Hier im Norden blühte der Apfel schon immer mit dem Raps zusammen, weshalb die Imker zum Ende der Kirschblüte zum Ärger der Apfelbauern das Alte Land verließen, um den Raps anzuwandern. Es ist immer noch so wie damals: Löwenzahn/Kirsch und Apfel/Raps.

    Früher vor 30/40 Jahren wurden die Waben aus dem Brutraum in den Honigraum gesteckt/gehängt. Der reinkommende Honig wurde dann in die freiwerdenden Brutzellen unter die Futterkränze eingetragen, während unten Leerwaben reinkamen oder die Mittelwände ausgebaut werden mussten. Aus dieser Zeit kommt wohl die Befürchtung des Honigverpanschens. Dieser Ich-glaub-der hieß-Demaree-Plan wurde dann auch in die Magazin-Imkerei übernommen, auch als Schwarmverhinderung.

    Ich glaube, dieser Mensch ist nicht richtig informiert oder er fühlt sich verpflichtet, die Sache kleinzureden.

    Sind denn die vielen Videos keine Beweise. Vielleicht denken solche Leute, wenn die Beweise nicht von Wissenschaftlern und Titelträgern gemacht wurden, gilt das nicht.

    Wenn 'zig V. velutina vor den Beuten patrouillieren und sich Bienen schnappen..., dann sind sie bestimmt ebenso harmlos, wie die ersten Varroen, als sie sich Anfang der 1980er bei uns ausbreiteten.

    Der Vorteil der 1-Waben-Ableger ist für einen Anfänger doch das geringere Risiko des Totalverlusts, weil ich mehrere machen kann und dann solche, deren Kö. nicht begattet oder verlorengegangen sind, mit den anderen vereinigen kann. Bei einem guten Riesenableger besteht immer das Risiko eines Totalverlusts und am Ende habe ich doch wieder nur ein Volk. Und das Gefummel mit Kö. zusetzen - gekauft oder nicht gekauft - ist nichts für einen Anfänger, für mich auch nicht, gerade wenn man auf Standbegattung setzen will.

    Früher wurden bei einer Vereinigungsbetriebsweise nach Schundau nebeneinander stehende Völker für den Raps bei der ersten Löwenzahnblüte vereinigt, d. h. das schwächere von beiden wurde verstellt, wodurch es die Flugbienen an das stärkere verlor, und seine Brutwaben dem stärkeren zugegeben. Ob und wieviele Brutwaben das Spendervolk behielt, weiß ich nicht mehr. Ich hab's mal so gemacht und als einziger Rapshonig geerntet, während die anderen Kollegen in die Röhre guckten. Ich versuche es, wieder oder so ähnlich und alles mit Vermehrung und Varroaschadens-Begrenzung in einem Guss hinzukriegen.

    Grasihuepfer

    Lass dich nicht entmutigen. Es gibt Leute, die meinen, dass man erst in allem 100% sicher sein muss, und andere, die gleich ins Wasser springen und auf diese Weise das Schwimmen lernen.

    Ich hatte 1980 mit einem Volk angefangen und war bald gelangweilt; also kaufte ich mir im selben Jahr noch 10 dazu. Dass war mir dann auch zu wenig, und im Jahr darauf hatte ich mir bald 10 Buckfast-Kunstschwärme aus den USA dazu bestellt. Natürlich macht man viele Fehler, aber aus Fehlern lernt man, heißt es, auf jeden Fall besser als wenn man Vorgesagtes nachäfft.

    Im Übrigen finde ich die Pia-Aumeier-Methode gerade auch für Anfänger gut. Sie hat bei mir funktioniert. Allerdings habe ich drei Ablegervölkchen übereinander überwintert, über Folie und Gitterböden, das kleinste nach oben, das stärkste unten, gute Sache.