Beiträge von ManfredT

    Zitat

    Aber Was unterscheidet denn ne MW erstmal von nem dünnen Brett, ausser das die darauf bauen können wenn sie wollen? (UND einer Futterwabe zwischen But und MW:))

    Auf dem Schied können sie nicht bauen, auf der Mittelwand wohl. Sie sollen ja bei einer Schiedbetriebsweise (Dadant u. ä. Beuten) nicht unten bauen, weil sie dann unten sofort Honig einlagern und das Brutnest verkleistern; bauen sollen sie im Frühjahr nur im Honigraum. Es geht auch weniger um Wärme, sondern um Optimierung des künftigen Brutnestes. Wer das alles nicht versteht, soll das eben lassen, weil sonst eh nur Murks dabei herauskommt, es sei denn, er führt sich intensiv noch einmal Bernhard Heuvels Vortrag zur 2-Königinnen-Betriebsweise zu Gemüte, wo u. a. auch diese Sache ausführlich erklärt wird.

    Kraft der 2 Herzen

    Sieht doch alles wie Varroa-Schaden aus, zumindest ist es, wie bei mir gesehen, typisch, dass sich starke Völker um Silvester herum verabschieden. Wie Dr. Wolfgang Ritter schon sagte, haben starke Völker unverhältnismäßig viel mehr Milben - mitunter das Zehnfache gegenüber kleineren.

    30 Jahre Varroamilbe

    Finde ich interessant, dass ein Wissenschaftler, der praktisch von Anfang an in Oberursel dabei war, sagt, dass die Behandlung mit Chemie (Säuren eingeschlossen) in eine Sackgasse führt.

    Bei den ersten Gotland-Versuchen gingen 5 von 6 Nichtbehandelten ein. Das Eine schrumpfte ebenfalls extrem zusammen, aber überlebte als Mini-Völkchen und bekrabbelte sich dann. Ich will damit sagen, dass es sich eventuell lohnen könnte, ein vermeintlich sterbendes Volk nicht voreilig einzuschläfern; denn das könnte ein solches sein, mit Talent zur Resistenz und würdig zur Nachzucht. Von solchen Völkchen hätte ich gerne Zuchtstoff, wenn es sie in meiner Nähe gäbe.

    Ich habe alle DD-Rähmchen auf D-Blatt umgebaut, indem ich sie auseinander genommen, gekürzt (geht auch mit guter Rosenschere) und wieder zusammengeschraubt (!) habe. Ich würde dann an deiner Stelle die Mittelwände rausnehmen, indem du die Drähte einfach abschneidest, die Rähmchen neu drahtest und die Mittelwände wieder einlötest.

    Zum Beutentyp:

    Ich würde, nachdem ich schon einiges versucht und verworfen habe, endlich nur mit falzlosen Flachzargen (Dadant-Blatt) imkern, und zwar die 17cm hohe Variante.

    Falzlos, weil ich dann viel leichter selber Zubehör wie Mullerbrett etc. basteln kann.

    Flachzargen, weil ich besser an Volksgrößen anpassen, Ableger und kleine Völker mit Folie und Gitterzwischenboden übereinander überwintern kann, weil sie leichter sind, und ich kann jederzeit mit zwei Flachzargen übereinander zur Dadant(-Blatt)-Großwaben-Betriebsweise zurückkehren. Und ich kann leichter die Völker zwecks Schwarmverhinderung, Jungvolkbildung und Milbenreduzierung teilen.

    Zander-Flachzargen-Betriebsweise ginge auch, aber mich überzeugt das rundum durchdachte Thermoplast-Beutensystem mehr und mehr, was es zurzeit nur in Dadant-Blatt gibt, was gängiges Rähmchenmaß in Frankreich, Schweiz und Polen ist.

    Man kann Propolis gut bei kaltem Wetter von den Hoffmann-Seitenteilen mit einer Holzraspel auf einer sauberen Unterlage abraspeln. Dann erhält man ein Pulver. Ich würde in Zukunft sowieso die Rähmchen auf 33mm-Abstand reduzieren (runterraspeln), dann hat man auch mehr Spielraum in der Beute und es schadet den Bienen nicht, im Gegenteil.

    Was für ein Theater! Kann man den Leuten nicht beibringen, dass Honig fest sein muss und nicht flüssig wie der Langnese-Urwaldhonig, und zwar so fest, dass man ihn in Stücke schneiden und in Pergamentpapier einwickeln kann, wie das eben früher war, bevor es Fernsehwerbung gab. "Echter Deutscher Honig, naturbelassen, ungerührt", manipulieren soll der Kunde selber, wäre die Antwort; aber immer schön dem Kunden den Honig um den Bart schmieren.

    Geht das wirklich, den Oberträgerabstand um 5,5mm auf 4,05 cm Mittelwandabstand auseinanderzuziehen, und dann noch im Winter? Auch blieben am Ende der Oberträger, da sie direkt auf dem Kistenrand bis nach außen aufliegen, die Schlitze bds. um 5,5 x ca. 10mm nach außen offen; es sei denn, der Außendeckel schließt 100%ig luftdicht ab, oder man verschließt die Schlitze auf der Kistenkante mit irgendetwas.

    Ich fände es einfacher, wie ich es gemacht habe und wie oben schon erwähnt, direkt unter die Wintertraube ein Schälchen mit Futterteig zu schieben, so dass sie bei mildem Wetter 'rankönnen, und hin und wieder den Teig anzufeuchten.

    Bei einer TBH wohl kaum möglich, weil die Oberträger der Rähmchen den Innendeckel bilden. Selbst wenn man für eine OX-Behandlung durch schmalere Oberträger Spalten gelassen hat, die durch Stäbchen geschlossen werden, kämen die Bienen zur Futterteigabnahme doch nicht durch, oder quetscht sich der Teig durch die 2 cm Oberträger hinunter?

    Im letzten Jahr hatte wider Erwarten ein Kunstschwarm in einer Oberträgerbeute (TBH) wie deine den Winter überstanden und hatte sich im Frühjahr prächtig entwickelt. Mein Völkchen war aber kleiner als deines und hatte nur wenig und zögerlich Futter aufgenommen. Ich hatte es allerdings mit einem Schied eingeengt und aus Unsicherheit in einem Schälchen Futterteig zum Lutschen unterlegt und ab und zu mit Wasser besprüht, als der Teig verhärtet war.

    Das Schieden scheint für die meisten wohl ein Buch mit 7 Siegeln zu sein, für die es dann wohl auch besser ist, die Finger davon zu lassen; denn wer falsch schiedet, erntet wahrscheinlich das Gegenteil und redet dann das Schieden schlecht. Es geht nicht darum, wie viele meinen, um Warmhaltung, sondern um die Lenkung der Legewege der Königin, die, wenn sie zu viel Platz vorfindet (wie z. B. freie Randwaben), ihr Brutnest zu sehr auseinanderzieht und nicht rechtzeitig an den Anfang (wo die ersten Bienen geschlüpft sind) zurückkehrt. Die frei gewordenen Zellen, die nicht wieder sofort bestiftet werden, werden von den überfleißigen Bienen mit Pollen und Honig zugepackt, das Brutnest wird lückenhaft und lässt eher Schwarmstimmung aufkommen. Auch soll der freie Raum hinter dem Schied, wo keine Waben sein sollten, als Autobahn zum Honigraum und Aufhängeraum der Flugbienen dienen, damit das Brutnest nicht ständig beunruhigt wird.

    Das Schieden macht also nur Sinn in Dadant- oder ähnlich großen Beuten mit Absperrgitter zum Honigraum, und wenn es ums Honigernten geht.

    Das alles hat Bernhard Heuvel eindrucksvoll und genauer in seinem Vortrag von 2017 auf dem Weimarer Bienensymposium erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=gQCRhISukTE