Beiträge von ManfredT

    @Bee-geistert

    Verstehe ich auch so. Die Praxis wird es zeigen.

    Die Königin bestiftet im Honigraum ein paar Waben (in meinem Fall Dadant-Blatt 15,9 cm), die dann als Fangwaben dienen. Ich denke nun, dass der Honig bei der Entnahme der verdeckelten Fangwaben entnommen werden kann. Mit einem Obstmesser kann man, wenn man den Honig für sich retten möchte, wunderbar die Honigkränze wegschneiden, bevor man den Rest einschmilzt.

    Übrigens sind für mich flache Wabenrähmchen im Brutraum kein Problem. Die Bienen haben mir gezeigt, dass sie gern unter den Rähmchen weiterbauen, so dass ich eventuell sogar ganz auf Brutraumrähmchen verzichten könnte. Ich habe durch den Kauf von 2 Völkern zum einen DNM-Rähmchen mit Draht an Dadant-Oberträger befestigen müssen und zum anderen waren einige Zanderrähmchen dazwischenzuhängen. Die Zwischenräume wurden dann einfach ausgebaut. Der Schwarm hatte sich sein Nest direkt in Leerrähmchen mit Anfangsstreifen eingebaut. Nur der Kunstschwarm in der TBH hat mir was gehustet und strahlenförmig in Richtung Flugloch quer über die Oberträger gebaut.

    Ach ja, bevor das gefragt wird, ich habe alle Rähmchen gedrahtet, und man kann den Honig schön an den Drähten entlang ausschneiden.

    @Bee-geistert

    Betr.: 3x9-Methode

    Ob sie im Einzelnen so funktioniert, muss ich erst in der Praxis gesehen haben. Ich habe mir den Artikel immer wieder durchgelesen, um die Abläufe zu verstehen:

    Also, die Königin wird Ende Juli/Anfang August in den Honigraum gesperrt und legt dort ein kleines Brutnest an, während im Brutraum gleichzeitig sämtliche Brut verdeckelt wird.

    Nach 9 Tagen werden die Waben mit der verdeckelten Brut (in denen sich jetzt die meisten Varroen befinden) in eine leere Beute gepackt (Brutscheune, da aus mehreren bis zu 4-5 Völkern gesammelt) und die Waben mit Stiften und offener Brut aus den Honigräumen werden als Fangwaben hinzugegeben. Jetzt kommt die Königin wieder in den Brutraum mit Leerwaben und Mittelwänden (in meinem Fall mit Leerrähmchen) zurück und das Volk wird nach (!) dem Abschleudern für den Winter aufgefüttert.

    Nach weiteren 9 Tagen werden die Fangwaben aus der Brutscheune entfernt und eine neue Fangwabe wird hinzugegeben. Sämtliche Fangwaben, in denen sich jetzt die allermeisten Milben befinden werden, werden vernichtet.

    Nach weiteren 9 Tagen wird die Brutscheune aufgelöst, die Bienen werden den schwächeren Völkern zur Verstärkung vorgefegt und die Fangwabe mit den Restmilben wird vernichtet (d. h. eingeschmolzen). Ich würde mir noch überlegen, ob ich anfallende Weiselzellen noch nach neuseeländischer Methode für späte Begattung in die Doppelvölker zur Umweiselung reinquetsche, wie es den Bienen beliebt.

    Und wenn man das alles bei 30.000 Völkern durchgeführt hat, hat man ein erfülltes Leben gehabt und kann in Ruhe sterben.

    Ich denke mal, wenn Ameisensäure die Varroamilbe tötet, dann tötet sie sicher auch andere nützliche Mitbewohner im Bienenvolk.

    Und zum anderen bin ich mir sehr unsicher bezüglich der richtigen Dosierung und wie viele Völker unbemerkt durch Medikamenten-/Säurebehandlung geschwächt und im Nachhinein getötet werden, weiß eigentlich auch niemand genau. Das erinnert mich alles ein wenig an den übermäßigen/prophylaktischen Einsatz von Antibiotika in der Viehzucht oder die Spritz-und Beizmittel in der Landwirtschaft. Nee, nee, die 3x9-Methode erscheint mir sehr sympathisch und verspricht auch, kaum Bienenmasseverlust zu verursachen. Wie gefährlich Milchsäure für den Bien ist, weiß ich nicht, sonst würde ich sie vielleicht bei brutlosen Einheiten anwenden.

    Was das Honigpressen betrifft - es hat mir Spaß gemacht die Waben auszuschneiden, das geht fixer als das Entdeckeln, kann man vielleicht schon vor Ort am Volk machen, in ein großes Gefäß mit Deckel klatschen lassen und Leerrähmchen gleich wieder einhängen (Wabenrest als Anfangsstreifen stehen lassen) - muss ausprobiert werden. Die Waben hatte ich mit einer Obstpresse ausgepresst, aber nächstes Mal zerkleinere ich erst die Waben und lasse sie über Nacht abtropfen, bevor ich den Rest ausquetsche. Auf diese Weise kann ich verhindern, dass meine Völker nicht an Schadwachs zugrunde gehen.

    imkerforum.de/attachment/11420/

    Nachdem ich mir letztes Jahr nach fast 40 Jahren Bienenlosigkeit wieder ein Bienenvolk zugelegt hatte, mir noch ein guter Schwarm zugeflogen war und ich im August noch ein Volk zugekauft hatte, habe ich also 3 Völker, 3 Ableger und 1 kleinen Kunstschwarm eingewintert.

    Nach vielem Lesen und Videosgucken bin ich zu folgenden Ergebnissen gekommen:


    1. Ich werde keine Mittelwände mehr verwenden, sondern die Bienen ihre Waben nur selber bauen lassen. Das hat beim Schwarm geklappt, bei den Ablegern und beim Kunstschwarm in der TBH sowieso.

    2. Ich werde den Honig abtropfen lassen und auspressen und das Wachs verkaufen.

    3. Ich werde zur Varroabehandlung nur die 3x9-Methode anwenden.

    4. Ich werde im Februar damit beginnen, die Bruträume durch Schieden an die Legeleistung anzupassen. Schwächere Völker werde ich zu zweit in einer Beute führen, getrennt durch ein bienendichtes Schied. Lediglich die Honigräume sind gemeinsam und durch ein Absperrgitter getrennt, damit die Königinnen sich nicht begegnen können. (Ich bin beim Dadant-Blatt-Maß gelandet und werde aus praktischen Gründen nach und nach auf die Thermoplastbeuten von Nicot umsteigen.)

    5. Ich werde aus praktischen Gründen Standbegattung betreiben und ab und zu mit guten Buckfastköniginnen updaten.


    Empfehlungen (besonders für Anfänger):

    3x9 Methode

    https://www.bienenjournal.de/a…abnahme-der-volksstaerke/

    Summ mir das Lied vom Tod (Bienen und Pestizide) https://www.youtube.com/watch?v=n59BgcOzkI0

    2-Königinnen-Betriebsweise

    https://www.youtube.com/watch?v=gQCRhISukTE

    2. Teil

    https://www.youtube.com/watch?v=kdl7AmCHXzs

    Schadwachs

    https://www.youtube.com/watch?v=oTc_lJbCiIU