Beiträge von ManfredT

    Ach ja, so ein Völkchen habe ich wohl auch. Brutnest wurde immer kleiner und schließlich Nachschaffungszellen. Bei der letzten Nachschau, ob genug Futter, alle Bienen friedlich und ruhig. Wenn sie so ruhig sind, ist das doch Indiz genug, dass alles o. k. ist. Warum also Theater drum machen? Irgendwann kommt die Neue begattet zurück und weiter geht`s; wenn nicht... c'est la vi! - irgendwo dazu schmeißen, bzw. wenn drohnen(mütterchen)brütig, in angemessener Entfernung abfegen.

    Rasen sie aber beim Öffnen nervös hin und her, ist etwas aus dem Ruder; dann Weiselprobe.

    Schwarmlustige Völker wissen schon vorher, wo sie hin wollen, d. h. sie haben Kundschafterbienen ausgeschickt, um eine Behausung zu finden. Das sieht man bei mir, wenn Tage vorher überall einzelne Bienen herumschnüffeln und in jedes Loch kriechen. Nach und nach werden sie mehr und melden zu Hause: "Ihr könnt kommen, wir haben eine Bude gefunden." Aber erst einmal hängt sich der Schwarm irgendwo vor dem Bienenstand auf, um nach einer Weile kilometerweit zur neuen Behausung zu fliegen und sich dort aufzuhängen, und dann beginnt der Einzug mit Pauken und Trompeten und es ist schwer sie davon abzubringen. Und ich dachte immer, eine Kellerhaft (ich glaube, 1 Nacht genügt) sollte dazu dienen, dass der Schwarm vergisst, wohin er eigentlich wollte, und leichter in der neuen Beute verbleibt. Sonst zieht der eventuell wieder aus und landet doch in der Hohlschicht oder im Schornstein.

    Junge Feldsperlinge. Wären wahrscheinlich von den Alten weiter gefüttert worden; ab einer bestimmten Größe verlassen Jungvögel oft das Nest (in diesem Fall die Höhle, z. B. unter den Dachpfannen). Würde ich wieder sichtbar auf den Balkon setzen und gucken, ob die Alten sie suchen und ihre Bettelrufe hören.

    Lass dich nicht verrückt machen! Bei 2 Völkern (ich hab's mit 10 gemacht und alle Rähmchen an die Oberträger getackert) spielt es keine Rolle. Kabelbinder geht gut (habe ich letztes Jahr mit 2 Völkern gemacht) Zange und spitzen Gegenstand mitnehmen, zum Vorlochen durch die Honigkränze und stramm Durchziehen, Enden abknipsen. Die Rähmchen kann man ruhig drinlassen, bis sie eines Tages wie z. B. bei einer TBE herausgenommen werden können oder sonst über die Jahre nach und nach.

    Sobald sich die Völker nach einer Nacht am Stand beruhigt haben, kannst du ans Werk gehen, volle Schutzkleidung vorausgesetzt.

    Wenn die Königin in Ordnung ist, aber nicht genug Zellen zur Verfügung hat, schmeißt sie schon mal mehrfach ihre Eier in schon bestiftete Zellen. Vielleicht steht die Königin unter Hochdruck und die Bienen kommen mit dem Anbau der Kinderzimmer nicht schnell genug voran, oder?

    Bei Naturbau ohne Mittelwand geht kein Abkratzen, weil die Bienen keine Mittelwand in der Dicke bauen, dass man das ohne Zerbröseln könnte. Ich schneide die Waben aus, lasse eventuell honigleere Bereiche stehen und mache die Rähmchen, besonders die Oberträger nicht ganz sauber. Das ausgeschnittene Wabenmaterial fällt auf das Lochgitter des Entdecklungsgeschirrs, das ich noch von früher habe, und darauf zermatsche ich die Waben zu Brei mit einem großen Messer und lasse das Ganze abtropfen. Über Nacht sind 90 % des Honigs abgetropft. Die restliche Wabenmatsche kommt in eine Obstpresse und bringt noch 10 %. Alles zusammen gesiebt und gefiltert hat man dann astreinen Honig, der dem Presshonig entspricht.

    Das alles geht am Anfang mit wenigen Völkern und weil es zeitaufwändig und ein ziemliches Geklebe und Gematsche ist (vor allem die Entnahme des Wachstresterkuchens aus der Presse), habe ich mir einen Entdecklungswachs-Schmelzer angeschafft, womit viele Honig/Wachsprobleme gelöst werde: Das Trennen von Honig und Wachs, das Verflüssigen von kristallisiertem Honig, Einschmelzen von Waben und Wachsabfällen usw.

    Die honigfeuchten Leerwaben und solche mit stehengebliebenen Leerzellen kommen wieder in die Honigräume für die nächste Tracht oder zur Einfütterung, und werden auch wieder nach Bedarf ausgebaut. Wie viel Honigverlust ich deswegen habe, weiß ich nicht, aber ich habe Wachs, das ich auch essen kann, und ich stehe ja nicht unter dem Druck, Ernterekorde zu erzielen.

    Gesundes Abwehrverhalten, so lange sie kein Menschenfleisch fressen. Zeitlupenbewegung hilft unerkannt zu bleiben. Was früher normal war, versetzt heute Menschen in Panik, stechfreudige Randvölker waren willkommen und hielten Neugierige und Diebe fern.

    Flachzargen (17cm Höhe) halte ich für die beste Möglichkeit. Da ist man als Anfänger flexibel und kann viele Betriebsweisen umsetzen, falls man sich wieder mal umentscheiden möchte. 2 Flachzargen ergeben, wenn man will, auch einen großen Brutraum für Großwaben. Auch braucht man für Ableger keine Extrakästen, eine Flachzarge mit Schied geht dann auch. Unbedingt auch falzlose Zargen, damit man sich nicht dauernd ärgern muss und es einfacher hat, Zubehör zu basteln. Zurzeit bin ich von den Thermoplast-Beuten von Nicot begeistert; alles gut durchdacht und stimmig, was den Nachteil bei weitem aufwiegt, dass man dann ein Wabenmaß (Dadant Blatt) hat, das kaum in Deutschland, aber in Frankreich, Schweiz und Polen gängig ist.

    Trotz falzlos kein verrutschen wegen Befestigungsclips, nie wieder gurten. Deckel hält durch integrierte Innenhaken, keine Steine mehr auf die Beuten. Futterzargen bleiben ständig unterm Deckel, als Innendeckel, mit verschiedenen Möglichkeiten der Fütterung.

    Beuten kosten etwas mehr, aber halten länger.

    7 + 27mm = 34mm; passt doch, einseitig angebracht oder jeweils gegenüber vom anderen Rähmchenschenkel. Bleibt sogar noch Platz für Propolis, Wachs und gequetschte Bienen.

    Imker mit 40 Völkern und mehr, viel mehr, benutzen oft auch nur die Gabel, ansonsten geht ein Messer bei Abstandshaltern auch; bist ja kein Großimker. Man braucht als Kleinimker noch nicht einmal eine Schleuder. Waben ausschneiden, zermatschen, über Nacht abtropfen lassen und den Rest noch ausquetschen, Honig sieben, filtern und Bienen Waben wieder neu bauen lassen.

    @roughriders

    Alles prima, lass es erst mal so. Mit der Zeit kommt Weisheit. Selbst wenn sich das bisschen Futter mit dem zu erwartenden Honig vermischt, wirst du dich, und deine Verwandten und Bekannten nicht damit vergiften, es sei denn, du gehst damit in die Öffentlichkeit. Besser so als dass den Bienen Hunger entsteht.

    Das Trennschied sollte ein Einengschied sein, also von den Bienen umlaufbar, sonst dient die Futtertasche auch als Schied, wenn die Bienen ringsherum vorbei können. Auf den Drohnenrahmen würde ich persönlich verzichten und das Pollenbrett, wenn es keine Brut enthält, gehört hinter das Schied - beim nächsten Mal.