Beiträge von ManfredT

    Die Altvorderen sagen 8.8. bis 9.9. honigt die Heide, vorausgesetzt das Wetter stimmt, nämlich Hitze und Schwüle. Nur kann man solche Völker abschreiben, oder man versucht sie in Mini+ zu überwintern, zumindest bei uns. Die einzige gute Möglichkeit wäre, für die Heide wirklich dicke Völker zu machen, aber dann kein langes Gesicht, wenn sie klein zurückkommen. Haben doch hier die Alteingesessenen fast alle Bienen gehabt - in Körben - und sie tüchtig schwärmen lassen, um möglichst viele Völker für die Heide verbrauchen zu lassen; denn sie wurden bis auf die dicksten Völker alle abgetötet, geschlachtet sagte man, um dann den Heidehonig herauszuschneiden, auch aus schwarzen Waben.

    Heute, nach dem 9.9. noch rechtzeitig auffüttern zu können, wäre das nächste Risiko, wenn man nur wenig Bienen hat; denn schnell reduziert sich die Völkerzahl jedes Jahr um die Hälfte - und dann kommt noch die Varroa.

    Sollte ich einmal zu viele Bienen haben, dann packe ich die Kästen oder nur einige proppevoll mit Bienen und stelle sie in die Heide und presse danach die schwarzen Waben aus - Heidehonig schmeckt gut und einfach mal anders.

    Aber in 2-5 km Entfernung kann nichts passieren, die paar Tröpfchen mischen sich unter das Winterfutter.

    PS: Ich habe im Frühjahr die überschüssigen Winterfutterwaben ausgepresst und... es war Honig, goldgelb, mit Sicherheit aber verpanscht. Das kann nur von den allgegenwärtigen Senffeldern gekommen sein.

    Ich bin auch mit meinen Bienen 2 km von der nächsten Heide/Moorfläche entfernt. Selbst wenn man sie direkt in die Heide stellt, kommt nur dabei heraus, dass die Völker schrumpfen und das schrumpfende Brutnest Heidehonigkränze hinterlässt. Wenn ich überflüssige Bienen loswerden möchte, werde ich sie in die Heide bringen, damit sie dort in den Spinnweben hängenbleiben. Das andere Problem wäre dann die späte anschließende Einfütterung und damit die Abarbeitung der Winterbienen.

    Als Rase-Sympathisant möchte ich auch noch folgendes erwähnen:

    Als ich 1980 anfing (mit 1 Volk im Blätterstock) kaufte ich mir im selben Jahr noch zehn weitere, auch im Blätterstock. Geimkert wurde so: War der Brutraum voll, wurden die Waben in den Honigraum gestellt, wo die Brut über dem fest eingebauten Absperrgitter schlüpfte und die Waben nur noch mit Honig gefüllt werden konnten. Mittelwände kamen im Brutraum dazu. Volle Honigwaben wurden entnommen und Brutwaben wieder nach oben gestellt. So versuchte man auch, dem Schwarmtrieb entgegenzuwirken. Will sagen: Honigwaben waren fast immer bebrütet gewesen. Bei Umstellung auf Magazine, wurde genauso weitergeimkert. Aus der Heide konnte man Honig nur aus dem schrumpfenden Brutnest beziehen und die hellen Waben hielten die Behandlung mit der Nagelstanze oder -rolle gar nicht aus.

    ribes

    Warum benutzt du dann immer das Wort AFB-Sporen? Das machen wohl mehrere, was mich, obwohl ich mich schon früher über AFB informiert hatte, auf die falsche Fährte brachte, dass AFB eine Pilzerkrankung sei (wg. AFB-Sporen); denn Bakterien bilden keine Sporen!

    Zitat


    zu a) AFB-Sporen sind für die menschliche Ernährung völlig ungefährlich. Deswegen dürfen wir auch den mehrheitlich AFB-versporten Auslandshonig ohne jede Einschränkung essen, nicht nur in AT, auch in D und in den anderen EU-Staaten, ja weltweit.

    zu b) Sogar erwachsenen Bienen können AFB-Sporen nichts anhaben. AFB-Sporen keimen nur in Bienenbrut zu ihrer Lebendform aus, vermehren sich rasant und töten diese dadurch. Die Sporen sind sehr robust, überdauern Jahrzehnte, kochendes Wasser/-dampf etc. und sind hoch ansteckend. Sie können sich selbstverständlich auch hinter der bienischen Propolistapete verstecken.

    Wenn man Kinder in Watte packt, werden sie krankheitsanfällig. Könnte doch mit Bienen genauso sein, oder?

    Wenn man auf Reinzucht setzt, verarmt der Genpool, was auch zu Krankheitsanfälligkeit führt, oder nicht?

    Bei Menschen sind die Schmuddelkinder gesünder als die behüteten Stadtkinder und schneiden bei Epidemien besser ab.

    Ich finde, der Hygienewahn kann nicht gesund sein, genauso wie eine Verarmung des Genpools.

    Ein bisschen Schwund gibt's immer; von 14 sind 9 gelungen (bisher). Ich hatte auch ein komplett leeres Miniplus darunter, dafür ein anderes merkwürdig voll gewordenes. 2 andere in einer Dadant-Beute, gedacht als künftiges Doppelvolk, haben sich vereinigt; vielleicht war die Kö über's Flugloch zu Fuß übergewechselt, wer weiß. Und wer weiß schon, was die Bienen so treiben, wenn man nicht dabei ist? Ein weiterer Doppel-Ableger wurde komplett ausgeräubert - kommt auch mal vor. Und dann habe ich gesehen, dass eine frisch legende Königin in einem Ableger in ein Spielnäpfchen ein Ei gelegt hat - nanu! Und die Moral von der Geschicht: Man mache genügend Ableger, dann bleiben auch genug übrig.

    Zitat

    Zuerst schau bei den Beuten nach der Flugrichtung und dann suchst du in der Richtung nach den Pflanzen,

    Versuche ich jeden Tag; die kommen wohl scheinbar aus einer Richtung angeschossen, aber sie schrauben sich nach dem Ausfliegen erst einmal spiralig in die Höhe, bis ich nicht mehr sehe, wohin sie fliegen.

    Ich habe heute den ersten Honig ausgequetscht, der ziemlich orangefarbig dahergeflossen kommt, kaum Aroma hat und sehr süß schmeckt. Könnte das vielleicht der Ross-Kastagnettenhonig sein, oder zumindest anteilig?

    Seit heute ist wohl Trachtende, es ist wenig Flugverkehr vor den Beuten und überall schnüffeln Bienen herum.

    Gestern Abend fiel mir auf, dass der Zwetschgenbaum voller Hummeln summte. Vielleicht gibt's ja auch Blatthonig - Wald haben wir hier nicht.

    Bei uns alles unproblematisch, freundliche Personen am Telefon. Gesundheitszeugnis wurde nur erbeten, weil ich ein Volk aus weiter Ferne (2 Landkreise weiter) gekauft hatte. Für die Einrichtung eines weiteren Bienenstands, brauchte ich ein Gesundheitszeugnis der Bienen, die dorthin verfrachtet werden sollten, weil ich mit wenigen Kilometern entfernt, die Kreisgrenze überschritt. Meine Bienen leben jetzt also in 2 Landkreisen mit einem Abstand von 6-8 km.

    Die Ämter wollen nur im Falle eines Falles nachvollziehen können, wo die Völker sind und woher sie kommen.

    Aahh, Kastanien sind doch diese rotbraunen Dinger, die man im Tierpark verfüttern kann und aus denen man kleine Igel usw. basteln kann, für uns Kinder ganz klar. Und dann gibt es auch welche, die man essen kann, die heißen bei uns Maronen und die gibt es hier auch fast gar nicht. Wer hat denn bloß diese Wörter erfunden? Ts, ts, ts...

    Also, was wollen wir sein, Menschen oder Wissenschaftler. Letztere kamen aber erst später, nachdem die Namen schon vom Volk geprägt waren.

    Also, wenn man hier im Norden unter dem Volk von Kastanien spricht, meint man zu 99 % die "Rosskastanien". Das andere Südländische sind die Maronen oder Esskastanien, die man hier kaum kennt.

    Ähnliches ist mir auch passiert. Eine Mini+ von vier war restlos leer, Futter war auch weg. Weiselzelle lag einsam eine Etage tiefer, wohl während der Autofahrt heruntergefallen und Königin gestorben. Der Verdacht kam auf, dass die Bienen bei der Nachbar-Mini+ untergekommen waren, wo mir der Flug recht rege erschien.

    Vielleicht auch mit ein Grund, warum ich noch kein richtiges Schwarmproblem habe. Weil ich Mittelwände meiden möchte, lasse ich die Bienen frei bauen, vielleicht mit Anfangsstreifen oder Wabenstückchen, um ihnen den Weg zu zeigen. Da ich nur Dadant-Honigleerrähmchen habe, lasse ich die Bienen im Brutraum unter den Rähmchen weiterbauen. die gut gebauten wollte ich als Brutwaben weiter verwenden, die schief oder mit Drohnenzellen gebauten später abschneiden. Im Honigraum wird dann auch ein wenig modelliert, um die Waben zur Ernte (bei mir ist das Ausschneiden und Pressen) besser herauszubekommen - inzwischen habe ich in einigen Fällen die Wabenzahl reduziert und zu Dickwaben auseinandergezogen. Raps ist längst vorbei, ohne Honig zu bringen, aber es kommt wieder Honig rein, weiß der Kuckuck woher, und entsprechend wird weiter gebaut.