Beiträge von ManfredT

    Seit ich die Türkei bereise (seit 1995) sehe ich dort immer nur einräumige Langstroth-Holzkästen in der Landschaft (zu Hunderten), nie Honigräume oder zwei Zargen übereinander. Ich konnte mal eine Imkerfamilie aus der Ferne bei der Ernte beobachten. Die entnahmen aus jeder Beute immer nur ein oder zwei Honigwaben, trotz ganzjähriger Tracht und Wanderung; die Masse macht's vielleicht, mit einem starken Jungvölkerumsatz- viele, viele kleine Völker. Dennoch sei die Türkei 3.stärkster Honigproduzent in der Welt.

    Wäre vielleicht ein Versuch wert, um chemiefrei zu imkern: Den Schwarmtrieb zur starken Vermehrung zu nutzen, und Völker, die die Varroa nicht überleben, in den Bienenhimmel gehen zu lassen, wo sie zur Rechten des Evolutionsgottes sitzen werden und die Milben erleben dann einen natürlichen und keinen grausamen Säuretod.

    Bin gerade in der Südtürkei und die Bienen stehen hier in der Tracht (irgendein gelb blühendes Brachlandkraut) und den ganzen Winter über blühen hier in Massen die Zitrusfrüchte, im Sommer geht es in die kühlen Berge zu den Küchenkräutern u. a., und ich frage mich: Wann haben die hier Brutfreiheit?

    Unter dem o. a. Link zu den Monatsbetrachtungen findet man alles, was man zu Mini+ wissen muss; sogar wie man darin Honig erntet und Vollvölker hält. Alles nicht so kompliziert, wie hier immer dargestellt. Ich habe 4 kleine Völker im Viererblock in Styropor-M+ eingewintert, Fluglöcher in alle 4 Himmelsrichtungen. Ich habe einen alten 12er-Dadant-Honigraum umgebastelt, so dass er vielleicht als gemeinsamer Honigraum und Adapter für evtl. weitere für die vier Völkchen dienen kann, falls sie überleben oder nicht als Ersatz benötigt werden. Ferner habe ich in den Mini+ Rähmchen, die ich zum Dadant-Blattmaß (Höhe 159mm) zusammenstecken kann, was das Umsiedeln/Umweiseln etc. hin und zurück in meine Dadant-Blatt-Beuten und meiner Flachzargen-Kleinimkerei sehr bequem macht.

    Zitat

    "Ich kenne rohe Schafswolle, auch wenn sie von groben Verschmutzungen gereinig ist, als sehr geruchsintensiv."


    Ich kenne Kleidung mit Wolleanteilen, die stinkt, wenn sie feucht wird.

    Ich bin schon ein paar Jahre älter und erinnere mich, dass es vor 35-40 Jahren auch Senffelder gab, die aber meistens nicht die Vollblüte erreichten, weil Fröste die Pflanzen vorher vernichteten. Mag sein, dass inzwischen Senf und Hederich früher als damals eingesät werden, oder eben Folgen der Klimaerwärmung, aber alles hieße, dass die Imker ihre Betriebsweisen darauf abstimmen müssten.

    Waben zermatschen und mit Saftpresse auspressen, dann den Honig durchs Doppelsieb rühren und nochmal durch eine Damenstrumpfhose oder ein entsprechend feines Sieb quetschen.

    Dazu fällt mir ein, dass Bernhard Heuvel in seinem 2-Königinnenbetriebs-Vortrag lehrte, dass man im Oktober nach der Auffütterung noch Ableger bilden kann, indem man 2 Brutwaben (Dadant allerdings u. natürlich mit Bienen) von starken Völkern nimmt, 2 Futterwaben dazu und eine Reservekönigin. Zwar schon später Oktober - das wäre vielleicht ein Experiment, um die Königin zu retten. Das wären über den Daumen 4 Zanderbrutwaben + 4 Zanderfutterwaben, und ich würde - so naiv wie ich bin - diese Einheit über einem Zwischenboden einem Vollvolk aufsetzen.

    Ich hätte ganz naiv bei schönem Wetter das Minivolk einem anderen zugefegt, die Wahl der Königin den Bienen überlassen und die Waben ausgeschnitten und in leere Rähmchen reingequetscht. Ansonsten empfehle ich den Königinnenquetschern und Großimkern hier, dir im Frühjahr ein Volk zu spenden.

    Wenn man die Bienen in Watte packt, schafft man damit nur Weicheier. Ich meine, wenn man als Helikopterimker die Bienen vor jeder Gefahr schützen möchte, zieht man Weichlinge mit durch und übersieht dabei, welche Völker wegen der Robustheit nachzüchtungswürdig sind und welche nicht.

    Ich hatte letzten Winter ein totes Volk, mein bestes und stärkstes, dachte ich. Die vielen Futterwaben habe ich später für Ableger verwendet - bis lang alles gut.