Beiträge von ManfredT

    Zitat

    Zuerst schau bei den Beuten nach der Flugrichtung und dann suchst du in der Richtung nach den Pflanzen,

    Versuche ich jeden Tag; die kommen wohl scheinbar aus einer Richtung angeschossen, aber sie schrauben sich nach dem Ausfliegen erst einmal spiralig in die Höhe, bis ich nicht mehr sehe, wohin sie fliegen.

    Ich habe heute den ersten Honig ausgequetscht, der ziemlich orangefarbig dahergeflossen kommt, kaum Aroma hat und sehr süß schmeckt. Könnte das vielleicht der Ross-Kastagnettenhonig sein, oder zumindest anteilig?

    Seit heute ist wohl Trachtende, es ist wenig Flugverkehr vor den Beuten und überall schnüffeln Bienen herum.

    Gestern Abend fiel mir auf, dass der Zwetschgenbaum voller Hummeln summte. Vielleicht gibt's ja auch Blatthonig - Wald haben wir hier nicht.

    Bei uns alles unproblematisch, freundliche Personen am Telefon. Gesundheitszeugnis wurde nur erbeten, weil ich ein Volk aus weiter Ferne (2 Landkreise weiter) gekauft hatte. Für die Einrichtung eines weiteren Bienenstands, brauchte ich ein Gesundheitszeugnis der Bienen, die dorthin verfrachtet werden sollten, weil ich mit wenigen Kilometern entfernt, die Kreisgrenze überschritt. Meine Bienen leben jetzt also in 2 Landkreisen mit einem Abstand von 6-8 km.

    Die Ämter wollen nur im Falle eines Falles nachvollziehen können, wo die Völker sind und woher sie kommen.

    Aahh, Kastanien sind doch diese rotbraunen Dinger, die man im Tierpark verfüttern kann und aus denen man kleine Igel usw. basteln kann, für uns Kinder ganz klar. Und dann gibt es auch welche, die man essen kann, die heißen bei uns Maronen und die gibt es hier auch fast gar nicht. Wer hat denn bloß diese Wörter erfunden? Ts, ts, ts...

    Also, was wollen wir sein, Menschen oder Wissenschaftler. Letztere kamen aber erst später, nachdem die Namen schon vom Volk geprägt waren.

    Also, wenn man hier im Norden unter dem Volk von Kastanien spricht, meint man zu 99 % die "Rosskastanien". Das andere Südländische sind die Maronen oder Esskastanien, die man hier kaum kennt.

    Ähnliches ist mir auch passiert. Eine Mini+ von vier war restlos leer, Futter war auch weg. Weiselzelle lag einsam eine Etage tiefer, wohl während der Autofahrt heruntergefallen und Königin gestorben. Der Verdacht kam auf, dass die Bienen bei der Nachbar-Mini+ untergekommen waren, wo mir der Flug recht rege erschien.

    Vielleicht auch mit ein Grund, warum ich noch kein richtiges Schwarmproblem habe. Weil ich Mittelwände meiden möchte, lasse ich die Bienen frei bauen, vielleicht mit Anfangsstreifen oder Wabenstückchen, um ihnen den Weg zu zeigen. Da ich nur Dadant-Honigleerrähmchen habe, lasse ich die Bienen im Brutraum unter den Rähmchen weiterbauen. die gut gebauten wollte ich als Brutwaben weiter verwenden, die schief oder mit Drohnenzellen gebauten später abschneiden. Im Honigraum wird dann auch ein wenig modelliert, um die Waben zur Ernte (bei mir ist das Ausschneiden und Pressen) besser herauszubekommen - inzwischen habe ich in einigen Fällen die Wabenzahl reduziert und zu Dickwaben auseinandergezogen. Raps ist längst vorbei, ohne Honig zu bringen, aber es kommt wieder Honig rein, weiß der Kuckuck woher, und entsprechend wird weiter gebaut.

    Ableger machen und überwintern, um mit ihnen die besseren Völker vor der Frühtracht (zu Beginn der Löwenzahnblüte) mit Brutwaben zu verstärken. Vor Ende der Frühtracht (spätestens bei Erscheinen der ersten Schwarmzellen) wieder Brutwaben entnehmen und den anderen, gemolkenen zur Verstärkung für die anstehende Sommertracht zurückgeben. Überschüssige, schlechtere Völker durch Aufsetzen über Zeitungspapier auf andere, gute Völker auflösen.

    Hallo Schulle,

    Dadantbeute ist schon mal richtig. Vielleicht würde es dir am meisten helfen, zunächst nur mit Honigzargen zu arbeiten. Mir war im letzten Jahr ein Schwarm in einen Zweierstapel Flachzargen eingezogen. Der hatte auch gleich angefangen in der oberen Zarge an die Leerrähmchen kleine Herzchen zu bauen. Wenn man keine Ansprüche und Spaß an den kurvenreichen Waben hat, ist das o.k.. Ich konnte dann sogar noch einige Pfund Waben mit Lindenhonig ausschneiden und auspressen. Durch die kleineren, flachen Rähmchen bleiben mehr Rähmchen ohne Brut, und man kann, wenn man will, auch den Honig von angebrüteten Waben abschneiden.

    Ableger habe ich auch in Flachzargen gemacht und dann über Gitterböden auf Folie mit eigenem Flugloch übereinander überwintert.

    Aber... selbst das stärkste Volk wirkte am Ende des Winters in dem großen Raum von 2 Zargen (ein bischen größer als 1 Brutraum) ziemlich verloren, so dass ich das Schieden doch für notwendig hielt, und das ist mit 2 Zargen nicht so einfach. In der Natur ist ja auch keine Baumhöhle so breit wie eine Dadant-Beute. Also besser an das Volk anpassen und mit einer Dadant-Beute hast du Platz für eine Superkönigin, falls man eine solche jemals bekommt, aber auch für Schwächlinge, dann aber geschiedet.

    Auch Flachrähmchen im Brutraum geht gut. Wenn die Bienen Platz brauchen, bauen sie unter den Rähmchen weiter, und man bräuchte dann nur ein Rähmchenmaß. Den Wabenbau unter den Rähmchen kann man abschneiden und in ein leeres (gedrahtetes, damit die Wabenstücke nicht herausfallen) Rähmchen reindrücken, usw., usw.

    Ich träume dieser Tage von einer 4-Königinnen-Betriebsweise mit diesen M+-Beuten, um von schwachen Völkern noch Honig zu ernten (schwach hieße für mich 2-4 bebrütete Dadant-Brutwaben; das wären umgerechnet 8-16 Mini+-Waben, also 2-3 Zargen Brut). Stärkere Völker werden dann mit jeweils 2 zusammengesteckten Kunststoff-Rähmchen in Dadant-Blatt-Flachzargen umgesiedelt, falls sie über 3 Zargen den anderen 3 Völkchen hinausschießen. Oder man spart sich die Fummelei und packt den Brutüberschuss in die schwächeren Völkchen.

    Adapter für die 12er-Dadant-Zargen, die mittig auf die 4er-Mini+Pakete aufgesetzt werden, habe ich in meinem Kopf schon ausgearbeitet.

    Jedes Völkchen hat sein eigenes Absperrgitter.


    Sinn des Ganzen:

    1. Kleine handliche Beuten zum Umsiedeln, Wandern für gebrechlichere Menschen mit kleineren Autos.

    2. Honigernte von kleineren, schwachen Völkchen, die man nicht sofort auflösen müsste.

    3. Schöne kleine, handliche Rähmchen, die man ungedrahtet einfacher ausschneiden, vielleicht sogar schon vor Ort, um sich die Schlepperei zu ersparen, ausgeschnittene Rähmchen können gleich wieder in die Kästen, und dann in kleineren Transportkisten zum Auspressen nach Hause bringen kann. Wie schon gesagt, bilden zwei Kunststoff-Mini+-Rähmchen (gibt's auch in Holz) zusammengesteckt ein Dadant-Blatt-Honigraum-Rähmchen.

    4. Und wenn es wahr ist, dass 2 schwache Völker in einer Kiste so viel Honig bringen wie das beste Volk am Stand, dann könnten doch 4 2-3zargige Mini+-Einheiten gemeinsam doppelt so viel bringen;), Einheiten, die man sonst aufgelöst oder mit anderen vereinigt hätte.


    Ich kann es kaum abwarten, den Versuch zu starten, und zwar mit Kunstschwärmen (MS-behandelt) im Monat Mai nach der Frühtracht, die bei der ersten TBE des Jahres anfallen. Auf diese Weise wandern erstmal die Altköniginnen in die Minis.

    Die Rähmchen der guten Völker in den Brutscheunen werden gekennzeichnet, um deren Weiselzellen für Ableger nutzen zu können, die aus den Brutscheunen gebildet werden.

    Und noch eine Korrektur:

    Ich habe mir gestern eines der gelben Felder näher angeschaut. Es sind Felder, die im letzten Jahr auf Grund der Dürre gegrubbert worden sind. Aus mir unerfindlichen Gründen blüht dieser Raps, wenn auch an Blättern mager ausgebildet und sehr vereinzelt, viel früher, und zwar in voller Blüte.