Beiträge von Georgie

    Hallo Leute, man kann über Vieles diskutieren und ich lese es mit Interresse und oft mit Verwunderung. Auf meine Betriebsweise, die auf dem aufbaut was ich von meinem Vater gelernt habe und was sich sich bewährte, hat das wenig Einfluss. Es gibt für mich seit lagem 3 Hauptprobleme der Imkerei, die heißen Varoa, Varoa und Varoa. Raffinadezuckerlösung als Winterfutter ist so mit das Letzte was dem Bien schadet.

    Hallo Night Shadow,

    ein starkes Volk belagerte 12 Waben NM im Brutraum und Honigraum (in der HB). Wir haben Carnica in verschiedenen Linien nach Sanftmut und Ertrag gezüchtet. Da waren die Stärksten nicht immer die Besten. Es gab sogenannte “Hüngler“ die kamen nicht über 8 BW (mit dicken Honigkränzen) aber guten bis sehr guten Erträgen und kamen nie in Schwarmstimmung. Das waren mir die liebsten, weil sie auch Läppertrachten optimal nutzen. Zur Vermehrung braucht man deshalb aber auch „Fleischvölker“. Wir haben die Völker im Herbst auf 10 NM eingeengt, aufgefüttert und warm verpackt. Wäre nie auf die Idee gekommen im Winter ein Volk „aufzureißen“. Es war schon ein viel entspannteres Imkern, bis Ende der 70er plötzlich die Varo da war. Ab da wurde intensiv der Baurahmen ausgeschnitten, mit selbst hergestellten Räucherstreifen mit was weiß ich experimentiert bis sich dann die Ameisensäure als probates Mittel durchgesetzt hat. Heute ist die Restentmilbung im Dezember eine der wirksamsten Maßnahme. Junge Kollegen behaupten aber auch ganz ohne Einsatz von organischen Säuren Erfolg mit TBE und Fangwabenentnahme die Varoa im Griff zu haben. Ich traue der Sache nicht ganz. Hatte das ganze Jahr so gut wie keinen natürlichen Milbenfall auch bei der Puderzuckerprobe und bei der Restentmilbung dann doch bis zu 150 innerhalb der ersten Woche. Wenn Du mich fragst, haben wir in den letzten Jahrzehnten sehr leistungsfähige Bienen gezüchtet, sei es Carnika oder Buckfast, die meisten haben heute eine Mischung von beiden. Ich kenne noch Bastarde aus der Dunklen Biene und der Ligusta. Da gab es Mischungen die konntest Du nicht ohne Handschuhe und Schleier bearbeiten. Haben gestochen wie die Berserker. Honig haben die kaum gebracht. Die hatten wir selber nicht, seit den 30er Jahren immer nur Carnika.

    Hallo Axel, der Luftauslass ist serienmäßig schon eng, dass Gebläse ist zuschwach, es gibt Bessere, hab ich bei YouTube gesehen, gleich mit größerem bzw. zwei Akkus. Habe aber bei amazon den Typ nicht gefunden. Bei 6 Völker komm ich zurecht, wer mehr hat kann auch mal über eine Abkehreinrichtung nachdenken? VG Jörg

    Hallo WFLP, wenn Du alte Imker kennst, die nicht wissen wie eine Milbe aussieht aber schon 50 Jahre Bienen halten, dann können und wissen die mehr als alle anderen. Im Übrigen muss ich die Milben nicht ständig zählen, wenn ich die üblichen Maßnahmen das Jahr über mache, insbesondere im Juni/Juli TBE und im Winter träufele dann komme ich auch ohne Brille zurecht. VG vom einem Alten😎

    Hallo Axel, habe mir den Einhellblaser im vorigen Jahr angeschaft und die Restbienen bei Bienflucht Benutzung auszublasen. Die Leistung reicht bei Halbzargen NM aber nicht bei Ganzarzargen. Ohne Bienenflucht nicht zu empfehlen. VG Jörg

    Meine Aussage basiert auf eigenen Erfahrungen sowohl vor als auch mit Varo insbesondere mit Völkern die in der Heide standen und erst Ende September aufgefüttert wurden im Vergleich mit Völkern die zu Hause blieben. Leider war die Heide 2018 total vertrocknet. Mein Vater war Imkermeister der seit den 30er Jahren in die Heide wanderte, damals mit Freudenstein. Winterverluste signifikante Winterverluste kannten wir nicht, Nosema im Frühjahr schon. Es ist wohl nicht allein der Befallsgrat an Milben sondern die damit einhergehenden Infektionen, die dem Bien zu schaffen machen. Da ich Bisher keine unerklärlichen Verluste hatte, kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen woran es lag. Anfag der neunziger Jahre hatte ich Verluste im August September durch zu hohe Milbenzahl, die musste ich abschwefeln. Seither steht die Dezimierung der Varoen an erster Stelle mit den üblichen Maßnahmen. Alles andere ist Rutine.

    Gesunde Völker mit geringer Varoabelastung kommen auch nach späten Trachten und später Auffütterung oft erstaunlich gut durch den Winter. Es liegt m.E. in den allermeisten Fällen an der Varoa und den damit einhergehenden Infektionen wenn Völker plötzlich zusammenbrechen. Ich imkere seid 1969 und kann da Vergleiche ziehen. Habe allerdings mit unerklärlichen Völkerverlusten keine Erfahrungen.

    Hallo Leute,

    früher war wohl doch alles besser😊. Mein Vater hat 50 Jahre in Freundenstein, Kuntsch, Gerstung und zuletzt in NM HB geimkert, ich 50 Jahre in DM HB, 8 W Büttnermagazin und jetzt 10er Liebigkompakt. Schimmel war immer unser geringstes Problem. Aber die Philosophie der Imker über das, was dem Bien im Winter gut tut, hat sich seit dem Auftreten der Varoa, also in den letzten 30 Jahren wesentlich geändert. Es erstaunt mich immer wieder was der Bien alles aushält! Überwintere mit offenem hohen Boden. Die Mini+ Styropor kommen mit 3 Zargen aber auch gut durch. VG Jörg

    Diese Form der Völkerverluste gab es vor der Varo so gut wie nicht. Habe damals Völker die sich in der Heide abgeflogen hatten ab dem 20 September aufgefüttert, auf 8-10 Waben DNM eingeengt, verpackt und zu 95 v.H. Überwintert. Nosema zeigt sich meistens erst im Frühjahr. VG Jörg

    Hallo, bin hier neu, da erst im vorigen Jahr nach 25 Jahren Unterbrechung mit Eintritt in den Ruhestand wieder mit imkern begonnen. Habe aus drei Ablegern 3 Völker auf 20 DNM und 3 Völker auf 12 DNM eingewintert. OS Behandlung erst kurz vor Weihnachten durchgeführt, es fielen Nach 7 Tagen max. 150 und min. 40 Varoa. Vor der Behandlung lag der natürliche Fall zwischen 0 - 1pd. Es war wohl schon zu spät aber Frost hatten wir hier bisher nicht wirklich. Derzeit fallen noch 2-5 pd. Habe 3 Völker in 6W Ablegermagazin und 3 in10er Liebig zweizargig. Völker sind annäherd gleich stark mit 6WG, bin gespannt, wie die Frühjahrsentwicklung erläuft. Ich tippe die Ablegermagazine entwickeln sich ohne Eingriff, die 10er Liebieg mus Anfang März die untere Zarge raus.