Beiträge von Georgie

    Hallo ManfredT,

    das habe ich schon gemacht, dazu einige Fotos im Anhang. Meine Erfahrungen daraus:

    - Meine Presse ist zu klein und schwach,

    -Waben vor dem Pressen in großem Kübel mit antikem Kartoffelstampfer aus der Landwirtschaft zu einem Brei stampfen,

    - Abtropfen lassen empfehle ich nicht, unnötiger Arbeitsgang, wenn größere Presse vorhanden, am besten Obstpresse mit Luftdruck (allerdings Höhe Anschaffungskosten).

    - Den gestampften Honig bis zum Pressen warm halten.

    - Trester auswaschen, das Auslecken in aufgesetzter Zarge ist für die Bienen und Imker mit zu viel Arbeit verbunden, mach ich nicht wieder.

    - Nur unbebrütete Honigwaben verwenden außer bei Heidehonig da klappt das nur in sehr guten Jahren.

    VG aus der Börde

    Hallo, habe nochmal Rescherchiert und nachgedacht, ich überwintere mit 22 mm Beutenwand und zweizargig. Derzeit sitz die Wintertraube zu 2/3 in der untereren Zarge, darüber sind ca. 12 bis 15 kg Futter. Diese Menge speichert Wärmenergie, besitzt aber schon aufgrund der Masse eine gewisse Trägheit und gleicht somit die Stocktemperatur bei Schwankungen der Außentempatur aus. Man könnte das berechnen, wobei die spezifische Wärmekapazität des Futters, deren Masse und die Temperaturdifferenzen, Bientraube zur Umgebung, Temperaturdifferen Innen zu Außen und die Wärmeleitfähigkeit von Außenwand und Deckel sowie der offene Boden einfließen. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass es der Bien nicht schafft, diese Futtermenge im Winter mit zu heizen. Wir haben doch Physiker unter uns, rechnet es doch mal nach.

    VG Jörg

    Hallo ich noch mal, habe 1973/74 einen Versuch gemacht, indem ich eine gut isolierte Trogbeute gebaut habe, darin links und rechts ein Volk eingewintert und in einem Mittelraum ab Anfang März mit einer 25 W

    Glühbirne geheizt habe. Zusätzlich 5 m davor eine Schutzdach mit Wasser und Sojamehl aufgestellt und beides mit Infrarot beheizt. Das Ergebnis war, kein Entwicklungsvorsprung gegenüber der Normbeute 52 in Blockaufstellung.

    VG aus der Börde

    Hallo Harald,

    bitte richtig lesen! Von keinem Unerschied war nicht die Rede, sondern was bei -20 C relevant ist. Und es war die Frage nach 20, 100 oder 400 mm Holz. Fakt ist, der Innenraum bleibt im Winter solange die Wintertraube kompakt ist kalt, sehr kalt. Habe das mit Infrarotthermometer gemessen. Probiere Sperrholz aus, ein Problem bekommst Du erst wenn die Völker in Brut gehen und die Wintertraube sich auflöst.

    VG Jörg

    Hallo Harald,

    eine dicke Beutenwand isoliert besser als eine dünne, es kommt außerdem auf das Material an (Wärmeleitfähigkeit). Aber auch Luft ist ein schlechter Wärmeleiter (Gase im allgemeinen), hier ist die ruhende Luft gemeint. Luft zirkuliert in einem geschlossenen Raum wenn sie unterschiedliche Temperaturbereich (Eärmequelle) aufweist (Entropie 1. HS der ThD). Warme Luft steigt nach Oben (geringere Dichte), da leichter. Ist die Beute oben nicht ganz dicht, entweicht die Wärme mit der Luft (Kaminwirkung). Ansonsten kühlt sie Oben ab und fällt nach Unten. Es kommt deshalb nicht so sehr auf die Seitenwände sondern auch die Abdeckung an. Entscheidend ist aber nicht die Beutenwand sondern das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen der Wintertraube! In einer idealen Wintertraube (Kugel) Wächst die Oberfläche mit steigendem Rafius in der 2. Potenz das Volumen aber zur 3. Potenz. Das heißt je größer die Kugel um so weniger Bienen sind verhältnismäßig im „Außendienst - Oberfläche) und um so mehr sitzen gerade im Warmen. Hieraus folgt, je mehr Bienen in der Wintertraube um so niedriger die Frequenz des Aufwärmprozesses. Daraus folgt geringerer Stoffwechsel = längere Lebenserwartung der Winterbienen. Die AußenwandDicke spielt im Winter nicht die maßgebliche Rolle.So die Theorie.

    Grüße aus der Börde

    Guten Abend Drobi, das liest sich wie „ wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass»! Wenn jemand medikamentenfrei Imkern möchte, muss er mit mehr Eingriffen arbeiten als jemand der sich auf die bewährten Medikamente verlässt. Im Übrigen sollte man Eingriffe kombinieren. Wenn ich eine Fegling mache ist die Völkervermehrung und Varoabekämpfung in Einem erledigt. Wenn Du das meinst, gebe ich Dir recht.

    VG aus der Börde

    Hallo ManfredT, auch ich habe 23 Jahre im Nebenerwerb bis 1992 geimkert und im März 2018 wieder mit 3 Ableger begonnen und 6 Völker und zwei Miniplus eingewintert. Auch ich habe nur mit Anfangsstreifen gearbeitet und den Frühjahrshonig und die Robinie gepresst. Dann nach der Linde mir doch eine Schleuder zugelegt, da ich Sorge hatte, nicht genug Waben für zweizargige Überwinterung zu haben. Habe mit 18 Waben begonnen und 110 bauen lassen, davon 20 verpresst. Bei mir steckt aber noch zusehr der Erwerbsimker drinn, Naturwabenbau und Wabenpressen vermindert die Honigleistung. Obwohl ich darauf nicht angewiesen bin, packt mich hier der Ehrgeiz. Ansonsten sehe ich in einer möglichst säurefreien Varoabekämpfung durch TBE und Fangwabe auch angesichts der neuesten Erkenntnisse zu dem Ernährungsverhalten der Varoa für mich die Zukunft. Aufgrund meiner Vita überzeugt mich Dr. Liebig in seiner Betriebsweise. Auch mich interessieren Deine weiteren Erfahrungen und ich wünsche Dir viel Erfolg.

    VG aus der Börde

    Hallo ELK, nehme an, Du meinst mich. Es ist eine Frage, es scheint mir so, dass die Völkerverluste im Winter mit Bienenleeren Beuten zu Beginn der Varoainvasion nach meiner Erinnerung nicht auffällig warenn und im Laufe der Jahre trotz effektiver Bekämpfungsmitteln zunehmen. Kann das in einer Veränderung der Varoa begründet sein, oder unterliege ich einer irrigen Wahrnehmung und Erinnerung? Ich persönlich behandle meine Völker in Abhängigkeit der regelmäßigen Kontrolle.

    VG