Beiträge von Georgie

    So, habe mir jetzt zwei Ligustica zu Mitte April bestellt (Herkunft Rumänien). Werde dann meine Miniplus (4 Zarger) teilen und dem Teil, der nach der Kö sucht die Ligustica zusetzen. Mitte Mai werden diese dann wieder geteilt, so dass ich F1 Kö bekomme. Bis zur Heide müssten das ertragsfähige Einheiten werden. Dann kann ich sie mit Buckfast und Carnica vergleichen. VG Jörg

    Optimal für Wildvölker? Für betreute Völker (Varroabekämpfung) oder Wirtschaftsvölker zur Honiggewinnung? Für welches Klima? Für welche Bienen? Bei welchen Trachtverhältnissen? Und, und, ...,,? Anders gefragt, kann es die optimale Bienenwohnung überhaupt geben? VG Jörg

    Bienen Ede , die Kreuzung aus Dunkler Biene und Ligusta habe ich selbst bei Imkern so Ende der 60er Jahre kennengelernt. Mein Vater züchtete bereits in den 30er Jahren Carnica in Magdeburg. Von ihm habe ich die Information. Die Ligusta wurde wegen des längeren Rüssels eingeführt, sie selbst soll auch damals sanftmütig gewesen sein. Ich habe den Unterschied Carnica und den damaligen „Promenadenmischungen“ leidvoll kennengelernt. Man erkannte sie an schmalen Filzbinden und gelben Ringen. Diese Völker wurden bei uns baldmöglichst umgeweiselt. Sie waren meist Brut- Schwarmfreudig. VG Jörg

    Die Einfuhr der Ligusta vor über 100 Jahren hat Kreuzungen mit den hier üblichen Dunklen Bienen hervorgebracht, die in ihrer Aggressivität den so genannten Killer Bienen nur wenig nachstanden. Mit Einführung der Carnica wurden deshalb alle Biene mit gelben Ring ausgemerzt. Das hat sich ins kollektive Gedächtnis der Imker tief eingegraben. Möglicherweise sieht das heute anders aus, da sich die Eigenschaften beider Rassen zwischenzeitlich durch Zucht verändert haben.

    Persönlich würde ich die Ligusta auch gern mal testen, insbesondere ihre Leistungen in der Heide. Hat da jemand Erfahrungen oder Hinweise? VG

    Also ich bemüht mich hier so zu äußern, als würden wir alle an einem Tisch sitzen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich es im Berufsleben oft mit verärgerten und frustrierten Bürgern zu tun hatte. In diesem Forum gibt es dagegen wenige, die mal etwas deutlicher werden. Kritik bleibt fast immer im Rahmen. Einen habe trotzdem blockieren müssen, um nicht selbst zu entgleisen. Bei manchen habe ich das Gefühl, dass sie gern widersprechen obwohl sie mehr glauben als wissen. Man muss dann ja nicht darauf eingehen. Wer heutzutage mit der Bienenhaltung beginnt, muss viel mehr können als zu Zeiten, als die Varroa noch nicht hier war. Der Wissensaustausch ist hier im Forum in einer Geschwindigkeit und Umfang möglich, wie es vor dem www nicht möglich war. Das möchte ich nicht missen. VG Jörg

    „Wer frei von Sünde, werfe den ersten Stein“ und wer noch nie ein Volk an Varroa verloren hat, darf andere kritisieren. Von mir wird man keine Besserwisserei hören, denn ich bin immer noch am Lernen. Wie oft lese ich in diesem Zusammenhang von schlechter Genetik, ein sehr komfortabeles Argument. Mehr Demut täte uns allen gut. VG Jörg

    Jeder Betroffene ist aktivlegitimiert eine Klage einzureichen. Die Frage ist auch hier

    „Wer will was, von wem, woraus“. Das heißt gegen wen klage ich auf welcher Rechts- bzw. Anspruchsgrundlage (Rechtsnorm)? Da muss man im Vorfeld genau prüfen. Das wird einer allein nicht stemmen können. Schließen wir uns zu einer IG zusammen. VG Jörg

    Rainfarn , da gebe ich Dir recht aber ist nicht der Naturschutz und der Schutz des Bodens also unserer aller Lebensgrundlage ein so hohes Gut, das anderes, wie zum Beispiel die Produktivität der Landwirtschaft, dahinter zurückzutreten hat? Und wenn Du Dir das Bodenschutzgesetz mal durchliest, dann steht genau das dort drin. Hier sind zwar Ausnahmen zugelassen, diese dürfen aber nicht soweit gehen, dass das Kernfleisch des Gesetzes soweit ausgehöhlte wird, dass es seine beabsichtigte Wirkung verliert. Ob das bei dem derzeit praktizierten Einsatz von Glyphosat bereits der Fall ist, muss gerichtlich geprüft werden. Vieles spricht dafür, denn es ist bald nicht mehr zugelassen. Hier wäre aber mal grundsätzlich zu klären, wie weit durch Peztizide in den Naturhaushalt eingegriffen werden darf. Das gilt natürlich erst recht für Genmanipulationen jeglicher Art. Wir laufen Gefahr, dass das Markenzeichen „Deutscher Bienenhonig“ sonst stark beschädigt wird. Dagegen muss juristisch vorgegangen werden bevor es zu spät ist. Je länger ich darüber nachdenke, um so sicherer werde ich, dass dieser Weg zu bestreiten ist. VG Jörg

    Globalisierung bedeutet, unsere Landwirtschaft steht im Internationalen Wettbewerb, deshalb braucht sie annähernd gleiche Bedingungen wie die Wettbewerber. Die Änderungen im Kaufverhalten wäre deshalb effektiver und nicht mit Handelskrieg verbunden. Ich frage mich gerade und hab da mal nachgelesen ob und inwieweit der massive Einsatz von Glyphosat und ähnlich wirkenden Pestiziden mit den Bodenschutzgesetzen des Bundes und der Länder überhaupt zulässig ist, weil davon wie am Beispiel des Imkers in Biesenthal geschehen, erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen. Vielleicht ein Ansatzpunkt für eine Verbandsklage. VG

    keinimker , im Gegensatz zu anderen Honigbienen die an Felswänden oder Bäumen frei bauen hat sich unsere Biene darauf eingestellt in möglichst geschlossenen Räumen (Höhlen) ihre Waben zu bauen und ist hier sehr anpassungsfähig. Deshalb halte ich die Diskussion welches die idealen Wabenabmessungen sind für relativ nachrangig. Zahlreiche Untersuchungen und vor allem die Erfahrungen haben gezeigt, dass die üblichen Wabenmaße und Beuten den Ansprüchen unserer Honigbiene genügen. VG