Beiträge von Georgie

    Die meiste Zeit verbringe ich mit dem Besuch des 1,5 km entfernten Standes ohne dort außer der Fluglochkontrolle wirklich was zu machen. Das könnte ich erheblich reduzieren, denn ob es honigt sehe ich auch am Gartenvolk. Es ist aber mein Hobby und es ist immer wieder ein Erlebnis, schon aus einiger Entfernung zu sehen, wie sich die Bienen vor dem Himmel als Hintergrund bewegen. So unterscheidet sich schon vom Weiten der Trachtflug deutlich vom Einfliegen der Jungbienen. Ansonsten wurde hier viel Richtiges vorgeschlagen. Schon aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen mache ich nicht mehr an den Völkern wie ein Berufsimker mit hunderten von Völkern, keine Schwarmkontrollen, kein suchen der Königin, kein Drohnenschneiden, keine TBE (seit diesem Jahr). Meine Paten wundern sich, wie einfach man Völker führen kann und wieviel Honig ein Bienenvolk sammeln kann. Viele Neuimker machen einfach oft viel zu viel, doch wenig ist hier mehr und verschafft der Königin ein längeres Leben. VG Jörg

    Habe dafür einen großen Edelstahltopf (gebraucht, mal günstig bekommen), darin erwärme ich den Eimer im Wasserbad auf einer Heizplatte. Die Temperaturüberwachung erfolgt per InfrarotMesspistole. Wenn der Außenbereich flüssig ist, nehme ich einen „Edelstahlstapfer“ und bearbeitete den noch harten Kern bis ich eine breiige Masse habe. Diese wird weiter erwärmt, bis alle Kristalle aufgelöst sind, dauert ein paar Stunden. Dann muss der Honig schnell gekühlt werden (Kaltwasser). Danach impfen, rühren und abfüllen. VG Jörg

    Auch für mich ist der Einsatz von Drohnenrahmen unnötig, da im Frühjahr die Varro keine signifikante Schädigung verursacht. Das Drohnenschneiden ersetzt die Sommerbehandlung nicht. Seit dem ich mit einem Brutraum arbeite mache ich eine Schwarmkontrolle nur bei Auffälligkeiten am Flugloch (zurückgehender Flugbetrieb und geringer Polleneintrag). Die Mehrzahl der Völker lasse ich so in Ruhe ihre Arbeit machen. Schon die „Alten“ sagten Drohnen sind für das Wohlbefinden des Volkes notwendig. Das deckt sich mit den Beobachtungen von Bernhard. VG Jörg

    Schwarmkontrolle erfolgt bei mir am Flugloch. Bei 5 Witschaftsvölkern und als Ruheständler, schau ich fast jeden Tag zum Stannd. Solange kein Volk „aus der Reihe tanzt“ schau ich nicht im Brutraum nach. Mein Eindruck täuscht mich selten. In diesem Jahr hatte ich trotzdem einen Schwarm. Der kommt dann auf Mittelwände und eine offene BW wider zurück in die Beute und die Brutwaben auf Zwischenboden obenauf. Eine Zelle bleibt stehen. So hat man keinen Ertragsverlust. Klappt es mit der Begattung nicht, wird zurückvereinigt. Ist die Neue in Eiablage kommt die Zarge auf einen Boden an einem neuen Standort. Seit dem ich mit einem Brutraum (10 DNM) mit immer genügend HR-Zargen imkere, mache ich keine anderen Schwarmkontrollen mehr. VG Jörg

    Leider hatte ich nicht die Zeit alles zu lesen und vielleicht hat es schon jemand vorgeschlagen, mein Vorschlag heißt „Brutdistanzierung“ im April. Es kommt dann nach meiner Erfahrung nicht zur Schwarmstimmung und die Völker werden nicht geschröpft. Hier ist darauf zu achten, dass keine Königinnenzellen auf der distanzierten Brut angezogen werden. Allerdings geht das nur, wenn Brut- und Honigraumwaben das gleiche Maß haben. VG Jörg

    Derzeit kostet mir das Honigglas ca. 1€ mit Etikett. Die Autokosten und alle anderen Kosten steigen auch. Die Inflation trifft auch meine Kundschaft. Imkerhonig ist ein hochwertiges Lebensmittel, aber kann sich das eine normal verdienende Familie noch leisten? Mehr als einen Euro kann und will ich meinen Preis für 500g nicht erhöhen. Der Honigpreis in meinem Edekamarkt ist noch nicht gestiegen. Letztendlich bestimmt die Nachfrage den Preis und nicht die Herstellungskosten. Rechne ich meine Arbeitsstunden als Hobby, komme ich mit 6€ pro 500g auch dank guter Erträge zurecht. Es macht sich auch gut, mir Honig immer ein gutes Geschenk zur Hand zu haben. VG Jörg

    Wenn der Sinn des Ganzen darin besteh, durch ständigen Futterstrom Tracht vorzutäuschen um die Bruttätigkeit anzuregen, gibt es doch andere Lösungen. Die Einfachste ist immer die Beste. Futterteig wurde schon vorgeschlagen, mache ich gerade. Es geht aber auch mit Sirup in Foliepackung oder in dünnen Kunststoffbeutel. Die Packung wird auf einen Gitterboden (falls vorhanden) oder einfach auf die Oberträger gelegt und mit einer Nadel angestochen. Die Lochgröße bzw. Anzahl bestimmt die Ausflussmenge. Bleibt ein Rest, wird an der Stelle nochmal durchgestochen. Hierzu findet man auch Videos bei YouTube. VG Jörg

    Allen danke für die Antworten. 2018 war schon extrem trocken aber dieses Jahr ist beängstigend. Nicht nur die Heide ist vertrocknet, immer mehr Bäume und Sträucher geben hier auch auf. Das Wasser fehlt also bis in die Tiefe und fast alle Gräben und Bäche sind trocken gefallen. Bis jetzt sind hier in diesem Jahr erst 170mm Niederschlag gefallen. Trotzdem gab es genug Honig, Raps gut, Robinie gut, Linde-Brombeere gut und Sonnenblume auch. Die Vermehrung lief wie von selbst. Werde wieder mehrere Ableger abgeben (müssen). Das kann mich aber nicht über die an Dürre leidende Natur hinwegtrösten. VG Jörg

    Steht jemand in der Heide oder beabsichtigt noch hin zu wandern? Hier ist alles derart vertrocknet, so dass ich die Saison abgeschrieben habe, was mir wirklich schwer fällt. VG Jörg

    War vor einer Woche in der Heide, sie sieht echt trostlos aus, nur ganz kurze Rispen der „Jungheide“, teilweise fehlen sie bei den alten Sträuchern fast völlig. So ein Elend habe ich noch nicht gesehen. In der Nähe steht noch blühende Sonnenblume, wegen der hatte ich im Vorjahr eine gute Spätsommerernte aber keine reinen Heidehonig geschleudert. Sollte es keinen ausgiebigen Regen mehr geben, war es das mit „Heide 2022“, leider. VG Jörg

    Habe in diesem Jahr erstmals Formic Pro eingesetzt. Da ich die Völker im einzaegigen Brutraum führe habe ich nach dem Abräumen der (vollen) Honigräume wie empfohlen je Volk zwei Streifen auf die Oberträger gelegt, daneben 2,5 kg Futterteig in einer aufgesetzten Leerzarge. Die Varroaschieber nur zu 2/3 eingeschoben, da 26 C. Am nächsten Tag hingen außen große Bärte bei 30 C, sofort alle Schieber entfernt. Nach 4 Tagen habe ich die AS-Streifen entfernt und den Miniplus aufgelegt, waren schon erheblich ausgegast. Die Varroaschieber sind wieder eingeschoben, Varro habe ich max 3 entdeckt. Die Formic Pro Streifen gasen am ersten Tag erheblich aus, das nächste mal werde ich nur einen einlegen wenn die Außentemperatur > 25 C ist. Hoffentlich ist alles gut gegangen, einen weisellosen Zustand konnte ich am Verhalten bei keinem Volk erkennen. Wenn doch, genügend Ersatz steht in Miniplus bereit. Den Erfolg der Behandlung sehe ich spätestens in 6 Wochen, nach der Heide.

    VG Jörg

    Hier ist der Wald und die Heide extrem trocken. Die Rispen sind nur halb so lang als in normalen Jahren. Kein Wunder bei nur 150 l seit Jahresanfang. Trotzdem werde ich wandern wenn die Waldbrandwarnstufe es zulässt. Es ist halt mein Hobby. VG aus dem Raum Magdeburg

    Entsprechende Rähmchen? Ein Anfangsstreifen (1 cm) geht auch oder Schiffsprofiloberträger mit oder ohne Wachsspur verwende ich gern. Einige ausgebaute Waben als Aufstiegshilfe befördern die Annahme der Leerrähmchen. Viel Erfolg!