Beiträge von Georgie

    In Sachsen-Anhalt sind die Ordnungsämter nur für den ruhenden Verkehr zuständig. Für Genehmigungen zum Befahren landwirtschaftlicher Wege müssten das Straßenverkehrsamt zuständig sein. Am besten dort einen Antrag stellen, im Falle der Nichtzuständigkeit muss der Antrag an die zuständige Behörde weitergeleitet werden. Wenn diese ablehnt steht der Rechtsweg offen (Widerspruch und Klage vor dem Verwaltungsgericht). Als Genehmigung haben der Schleier und Schmoker im Kofferraum bisher genügt. VG Jörg

    Man sollte seine Ziele den örtlichen Gegebenheiten anpassen, es macht einen Unterschied, ob ich (ohne Wanderung) mehre Trachten nutzen kann oder den Schwerpunkt auf die Frühtracht setzen muss. Bei einer Wanderimkerei muss der Aufwand den Mehrertrag rechtfertigen. Deshalb ist wie schon von anderen genannt der Aufwand pro kg Honig ein wichtiger betriebswirtschaftlicher Faktor der Imkerei. Weiterhin müssen die Arbeitsspitzen auch bewältigt werden können. Ein Beispiel: Ein Imker hat seine Wirtschaftsvölker an Standorten von max. 20 km Entfernung vom Betrieb so verteilt, dass unterschiedliche Trachten übers Jahr genutzt werden, die Frühjahrsentwicklung und Schleudertermin zeitlich nacheinander eintreten. Dadurch kaum Wanderaufwand und wenig Bedarf an externen Hilfskräften entsteht. So kann man auch mit Durchschnittlichen Erträgen von 60 kg/a wirtschaftlich imkern und mit 150 Völkern relativ entspannt 9 t Honig ernten. Gleichzeitig ist das Ausfallrisiko geringer. Hat man diese Standortbedingungen nicht, muss man Wandern und hier ist der Aufwand und Ertrag pro Volk anders zu bewerten. Um dann 100 kg pro Volk über Jahre zu erzielen bedeutet dies dass es Jahre geben muss, wo der Durchschnitt deutlich über 100 Kg liegt. Das ist ambitioniert und im Nebenerwerb wegen der Arbeitsspitzen schwer zu realisieren. Deshalb die Frage, 100 kg aus sportlichen Ergeiz oder wegen des höherem betriebswirtschaftlichen Gewinns? In der Betriebswirtschaft ist die Risikominimierung ein wichtiger Faktor, dieser hängt maßgeblich von territorialen Rahmenbedingungen ab. Deshalb können persönliche Erfahrungen einzelner nicht von anderen 1:1 genutzt werden. VG Jörg

    BaarImker, ja, ich habe vorher im Backofen bei 40 C aufgetaucht, das dauert zu lange, im Wasserbad habe ich dann die Honigtemperatur im Eimer mit Stabthermometer kontrolliert und die Wassertemperatur danach eingestellt. Wer es noch besser machen möchte muss ständig rühren. Neben der Temperatur ist auch die Verweilzeit bei dieser für die Beeinträchtigung maßgeblich. Die von mir beschriebene Methode bedarf der ständigen Kontrolle. Die Zeit nehme ich mir.

    Aufgrund meiner geringen Honigmengen in 12,5l-Eimern taue ich diese im Wasserbad auf dem Induktionsherd auf. Die Wassertemperatur prüfe ich per Infrarotmessgerät und halte sie über ca 6 h bei 45-50 C. Danach ist der Honig an der Außenwand des Eimers flüssig. Nun rühre ich den gesamten Eimerinhalt und erhalte einen grob kristallinen Brei. So stelle ich den Eimer wieder ins Wärmebad nach 3 h stelle ich die Heizung aus. Der Honig hat dann nie mehr als 40 C, Am nächsten Tag prüfe ich ob noch Kristalle sichtbar sind und koste ein wenig, Kristalle merkt man auf der Zunge. In der Regel kann der Honig dann abgeschäumt und abgefüllt werden. Da eine Nachfrage nach flüssigem Honig besteht und Sommerhonig sich längere Zeit so hält, wird er nicht geimpft und gerührt. Anders die Frühtracht, die wird grundsätzlich verflüssigt, geimpft und gerührt. Heidehonig wird bei einem befreundeten Berufsimker geschleudert und nachbehandelt, da dieser längere Zeit im Glas gelagert wird und nur nach und nach an Liebhaber dieses Honigs abgegeben wird. Es mag sein, dass bei meiner Methode eine geringe Menge an Honig am Eimerrand über 40 C erwärmt wird, dass aber nur kurzzeitig, und wird den Honig nicht schädigen. Im Wasserbad geht es schneller als im Wärmeschrank. VG Jörg

    Aus meiner Sicht muss ich keine Studien lesen um zu bestätigen, dass der Verlust an Insekten und Vögel dramatisch ist. Es ist nicht allein der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft in welcher Form auch immer, sondern sichtbare Ursache der Verlust an unbearbeiteten Flächen in unserer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Es wird heutzutage bis an den befestigten Wegrand gepflügt, Straßenbegleitgrün kurz gehalten, Grünflächen umgebrochen und mit ertragreichen Granssorten angeseht, Streuobstwiesen nur dort erhalten, wo sie vom Nabu gepflegt werden. Aber auch die privaten Gärten im Dorf werden in pflegeleichte Rasen- oder Schotterflächen umgewandelt. Das Hauptproblem sehe ich in der fehlenden Vernetzung von naturbelassen Flächen und den fehlenden Wildpflanzen in unserer „ausgeräumten“ „Agrarwüste“. Blühpflanzen und deren spezialisierte Bestäuber kommen nicht mehr zusammen. Damit finden die Vögel immer weniger Nahrung, Bodenbrüter keine Nistgelegenheiten usw. Es muss aber noch mehr Faktoren geben, da auch die Insekten in nicht landwirtschaftlichen Gebieten zurückgehen. Hier bei uns wurde festgestellt, dass es einen großen Unterschied in der Biodiversität gibt zwischen den Flächen die regelmäßig durch Schafe beweidet werden und denen die nur maschinell gemäht werden. Die Probleme sind vielfältig. VG Jörg

    Nach Jahren mit Futterüberschuss im Frühjahr habe ich in diesem Jahr etwas weniger eingefüttert. Offensichtlich ein Fehler, den die Völker sind bereits in der Brut, ab Februar werde ich Futterteig auflegen müssen. Die Haselnuss hat mit blühen angefangen und fast jeden Tag kommen einige mit Pollen heim, im Prinzip hat das Frühjahr begonnen. VG Jörg

    Komme gerade vom Stand und ha nach alter Väter Sitte Zeitungen zur Wärmedämmung aufgeleg. Alle 6 WV und 6 Ableger fliegen und bringen vereinzelt gelb-grünen Pollen und das am 2. Januar! Die Wintertraube hat sich aufgelöst und nun wieder alle Wabengassen besetzt. Kondeswasser war nicht zu sehen aber die Folien handwarm. Die Königinen werden jetzt loslege, mal sehen was das noch wird? Sowas hatte ich um diese Jahreszeit noch nicht. Allen ein frohes und gesundes Neues Jahr. VG Jörg

    Erst bei der Winterbehandlung ist mir der Unterschied in der Volksstärke am deutlichsten aufgefallen. Die Wirtschaftsvölker belagern zwischen 5 und 8 Wabengassen. Am Tag der Behandlung 14.12. war es richtig kalt, so dass sie dicht gedrängt saẞen. Da die Milbenlast sich als gering gezeigt hat erwarte ich, dass die Völker sich im Frühjahr gut entwickeln werden. Für mich ist es angenehm, während der Frühtracht über den Honigraumtausch Unterschiede in der Volksstärke ausgleichen zu können. So kann ich bei einer Betriebsweise mit einem Brutraum DNM weitgehend auf Schwarmkontrollen verzichten. Da ich nahezu ein Trachtfließband am Stand habe , benötige ich keine Supervölker zur Frühtracht.

    Nach meiner Erfahrung korreliert Wabenstetigkeit mit Saftmut und Wabenflucht mit Aggressivität. Erfahrungen mit der dunklen Biene habe ich nicht, nur mit ihren „Bastarden“ durch Vermischung mit der italienischen Biene und diese Völker waren aggressiv und ungemein vermehrungsfreudig. Das liegt aber 50 Jahre zurück. Wir hatten zu dieser Zeit nur Carnica, die sich dann bald allgemein durchgesetzt hat. Gruß Jörg

    Um diese Zeit kann und sollte man nicht mehr eingreifen. Manchmal wundert man sich dass Totgeglaubten im Frühjahr noch da sind und sich aus eigener Kraft entwickeln. Für die Frühtrachten fallen sich sie aus. Wenn die Königin i.O. Ist kann man sie verstärken und dann sogar noch einen Ertrag erzielen. Wenn das Volk es nicht schafft, sollte man im Frühjahr auf jeden Fall nach der Ursache forschen. VG Jörg

    Die meiste Zeit verbringe ich mit dem Besuch des 1,5 km entfernten Standes ohne dort außer der Fluglochkontrolle wirklich was zu machen. Das könnte ich erheblich reduzieren, denn ob es honigt sehe ich auch am Gartenvolk. Es ist aber mein Hobby und es ist immer wieder ein Erlebnis, schon aus einiger Entfernung zu sehen, wie sich die Bienen vor dem Himmel als Hintergrund bewegen. So unterscheidet sich schon vom Weiten der Trachtflug deutlich vom Einfliegen der Jungbienen. Ansonsten wurde hier viel Richtiges vorgeschlagen. Schon aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen mache ich nicht mehr an den Völkern wie ein Berufsimker mit hunderten von Völkern, keine Schwarmkontrollen, kein suchen der Königin, kein Drohnenschneiden, keine TBE (seit diesem Jahr). Meine Paten wundern sich, wie einfach man Völker führen kann und wieviel Honig ein Bienenvolk sammeln kann. Viele Neuimker machen einfach oft viel zu viel, doch wenig ist hier mehr und verschafft der Königin ein längeres Leben. VG Jörg

    Habe dafür einen großen Edelstahltopf (gebraucht, mal günstig bekommen), darin erwärme ich den Eimer im Wasserbad auf einer Heizplatte. Die Temperaturüberwachung erfolgt per InfrarotMesspistole. Wenn der Außenbereich flüssig ist, nehme ich einen „Edelstahlstapfer“ und bearbeitete den noch harten Kern bis ich eine breiige Masse habe. Diese wird weiter erwärmt, bis alle Kristalle aufgelöst sind, dauert ein paar Stunden. Dann muss der Honig schnell gekühlt werden (Kaltwasser). Danach impfen, rühren und abfüllen. VG Jörg

    Auch für mich ist der Einsatz von Drohnenrahmen unnötig, da im Frühjahr die Varro keine signifikante Schädigung verursacht. Das Drohnenschneiden ersetzt die Sommerbehandlung nicht. Seit dem ich mit einem Brutraum arbeite mache ich eine Schwarmkontrolle nur bei Auffälligkeiten am Flugloch (zurückgehender Flugbetrieb und geringer Polleneintrag). Die Mehrzahl der Völker lasse ich so in Ruhe ihre Arbeit machen. Schon die „Alten“ sagten Drohnen sind für das Wohlbefinden des Volkes notwendig. Das deckt sich mit den Beobachtungen von Bernhard. VG Jörg