Beiträge von Georgie

    Naffnaff , als ich Deinem Beitrag geleSen habe, dachte ich mir, dann doch lieber nicht in die Heide. Mein Vater war Imkermeister im Magdeburg und wanderte schon vor 90 Jahren in die Heide. Ich bin Jahrgang 1953 und kann mich noch gut erinnern wir wie den Heidehonig mit Handstipper und Vierwabenschlueder mit Handbetrieb in der Waschküche geschleudert haben. Das ging problemlos. Ich selbst habe ab meinem 16. Lebensjahr die Imkerei mit 60 Völker in HBB Normbeute 52 übernommen. Nach dem Abschluss meines Ingenieurstidiums 1976 habe ich noch 10 Völker als Hobby bis 1992 bewirtschaftet. Ich bin jedes Jahr in die Heide gewandert. Die Technik hatte sich in der Zeit von 1930 bis 1992 nicht geändert, außer das die Schleuder einen elektrischen Antrieb erhielt. Dann lies die berufliche Situation keine Nebenbeschäftigung mehr zu. Mit dem Eintritt in den Ruhestand vor 3 Jahren imkere ich wieder in der DNM Einfachbeute. Im Juli mache ich eine TBE mit Beginn der Winterlinde. Die Brutableger behandele ich mit AS, die Fluglinge nicht. Ich imkere mir einem BR. In die Heide nehme ich die Ableger mit 1BR 6 DNM und einem HR 6 DNM mit. Die WV erhalten je nach Volkstärke 1-2 HR 10 DNM. Nach Trachtende räume ich in der Heide die HR ab und verstaue die Honigwaben in Plastikboxen. Die Völker erhalten am Heimatstand verdeckelte Futterwaben die am Heimatstand vorproziert habe

    JaKi hat Recht, borge/Miete dir einen Entdeckelungswachsschmelzer, da erhälst du gleich das Wachs in sauberer Form. Zum Pressen benötigt man auch ein geeignetes Gerät, was nicht jeder hat.

    Wie angekündigt habe ich heute bei den WV die Bienenfluchten eingelegt und dabei schon mal den Ertrag geschätzt, zwischen 15 und 25kg. Die Ableger haben alle eine Zarge mit 6 DNM gefüllt und verdeckelt, also 10-12kg. Damit kann man mehr als zufrieden sein, gibt es nicht jedes Jahr, natürlich geht auch mehr. Auf den Windeln lagen keine Milben und Brut war überall vorhanden. Das freut mich noch mehr als der Honigertrag. Die Ableger sind mindestens genauso stark wie die Daheimgebliebenen. Da ich die ausgewinterten Einheiten in diesem Jahr verdreifacht habe, muss ich den Überschuss im Frühjahr abgeben, ist alles schon vorbestellt. Die hier im Forum mehrfach geäußerte Ansicht „Vermehrung geht zu Lasten des Ertrages“ teile ich nicht. Gedanklich bin ich nun schon bei der Vorbereitung der Völker auf den Winter und die Vermarktung der diesjährigen Ernte. Allen die noch in der Heide bleiben wünsche ich weiterhin gute Zunahmen und Erfolg beim Stippen und Schleudern. VG Jörg

    Die Heide blüht und honigt noch, nur auf der Waage bewegt sich nichts mehr, für mich heißt es nun Bienenfluchten einlegen und abräumen. Es wird eine durchschnittliche Ernte, kein Vergleich zum Vorjahr. Bin aber zufrieden, die Völker müssen nun winterfertig gemacht werden. VG Jörg

    Habe bei einigen WV die TBE zum Anfang der Witerlinde gemacht, dabei Schwarmzellen gefunden und in den Brutablegern verwendet, die ich mit Zwischenboden aufgesetzt habe. Alle Jungköniginnen wurden begattet. Die WV brachten in der Linde 25kg im Schnitt. Die Ableger hatten fette Honigkränze. Stehe jetzt mit WV und Ableger in der Heide. Die WV haben bis jetzt (und es honigt noch) mindestens eine Zarge 10 DNM 1.0 verdeckelt, die Ableger eine Zarge 10 DNM 2/3. Alle machen noch einen guten Eindruck, natürlichen Milbenfall konnte ich noch nicht feststellen. Habe jetzt dreimal soviel Einheiten wie ausgewintert. Hoffentlich finde ich im Frühjahr Abnehmer falls sie gut über den Winter kommen und ich in 4 Wochen nicht doch noch eine böse Überraschung erlebe. Das TBE den Ertrag mindert möchte ich nicht bestätigen, im Gegenteil aber das kommt wohl auch auf die Trachtverhältnisse an, da kann ich auch nicht klagen. VG Jörg

    Auch bei mir honigt es noch, die Zunahmen von Frank kann ich bestätigen. Habe gestern bei einem Volk mit nur einem HR (DNM 1.0) die mittleren Waben gezogen, diese waren zu 80-90% verdeckelt, nur die Randwaben sind noch nicht ganz voll. Einen zweiten HR wollte ich nicht mehr geben, sondern gleiche jetzt durch umhängen aus, denn ich habe lieber nur gut verdeckelte Waben, da die Schleuderung warten muss, bis die geeignete Technik zur Verfügung steht. So bleibt der Wassergehalt in Grenzen, im vorigen Jahr hatte ich 18%, obwohl die Waben 6 -8 Wochen eingelagert waren. VG Jörg

    Nachdem der Sturm gestern bei mir im Garten alle Blumenkübel umgeworfen hat, bin ich heute Vormittag in die Heide gefahren, um nach dem Rechten zu sehen. Zuerst die schlechten Nachrichten, der Waldweg zu meinen Bienen waren gleich zu Beginn durch eine vom Sturm umgeworfene Kiefer (Totholz) versperrt, musste also ein Stück durch den Wald laufen, dabei nach Pilze gesucht aber keine zu finden. Nun die gute Nachricht: Am Stand alles okay kein Sturmschaden. Bei immer noch starkem Wind und 18 C waren die Bienen um 10:00 Uhr fleißig am Fliegen und kamen beladen zurück. Für heute rechne ich mit 3000g Zunahme. Dann kommt der Waagstock auf insgesamt 10kg seit der Anwanderung. Wenn es jetzt noch eine Woche so weiter geht, lohnt es sich zu Schleudern. Hatte schon nicht mehr damit gerechnet. Auf den eingeschobenen Windeln sind auch noch keine Milben zu sehen. Somit besteht auch keine Eile zur Abwanderung. Die Winterfutterwaben liegen in der TKT bereit, leider aufgrund der gestiegenen Völkerzahl wohl nicht genug. VG Jörg

    Von mir heute keine guten Nachrichten, in den letzten zwei Tagen keine Zunahme mehr. Die Bienen haben den Flugbetrieb so gut wie eingestellt. Und das trotz guter Blüte und optimalen Wetter. Das beste Volk hat eine Zarge 10 DNM 1.0 gut gefüllt und beginnt mit dem Verdeckeln. Es hat hier nichtmal eine Woche gut gehonigt. Selten fängt die Heide nach Trachtabriss noch mal an. Hoffe woanders sieht es besser aus. VG Jörg

    In der Nacht hat es zu Hause leicht geregnet, da hab ich mich die 30km zur Heide auf den Weg gemacht um nachzuschauen, ob es nun endlich anfängt zu honigen. Das erste gute Zeichen, der Waldweg staubte nicht mehr, obwohl von Regen keine Spur zu lesen war, nur im Gras hingen einige Wassertropfen. Am Stand angekommen war schon bei öffnen der Tür ein Trachtflugsummen zu hören. Alle Völker gut am Fliegen, die Sammlerinnen sackten schwer beladen auf das Anflugbrett oder davor ins Moos. Ein Anblick den man gerne sieht! Wenn nun noch etwas Regen fällt, kann’s noch was werden. Angesagt sind für heute Abend schwere Gewitter, da kann die Heide „verblitzen“, das wäre es dann auch schon wieder gewesen aber lieber positiv denken. Den Ablegegern in geborgten Seegebergern werde ich nun 159er Honigräume geben, denn sie fliegen fast wie die „Alten“ und haben noch fette Honigkränze aus der Linde. VG Jörg

    Wer nur Frühtracht hat, sollte Völker mit 25.000 Bienen einwintern, wer aber das ganze Jahr Tracht hat, dem sollten 10.000 Bienen genügen, dann ist es mit dem Schwarmdruck Etwas entspannter. Wobei es auch hier Völker gibt, die früh ihren Höhepunkt erreichen. Am besten man hat gesunde Völker mit guten Königinnen, das ist wichtiger als die Einwinterungsstärke. VG Jörg

    Nachdem es gestern zu Hause ordentlich geregnet hat, bin ich heute Früh erwartungsvoll in die Heide gefahren. Aber wie fast immer, bleibt in diesem Jahr dort wo ich stehe der Regen aus, der Waldweg war staubtrocken. Dort angekommen, hörte ich zu mindestens ein leichtes Summen und viele Sammlerinnen kamen mit Heide Polen an, von richtigem Trachtflug kann jedoch keine Rede sein. Am Standort ist die Heide zu 40 % aufgeblüht trotzdem duften die Waben noch nicht nach Heide. An anderen Standorten wo mehr Regen gefallen ist mag es besser aussehen. Ohne Regen wird das bei mir wohl nichts mehr. Gut dass ich noch etwas von der letzten Ernte aufgehoben habe. VG Jörg