Beiträge von Georgie

    Meine habe ich nach dem Auswintern auf eine Brutraum-Zarge 10er DNM gesetzt und danach nie wieder unten nachgesehen, nur die Honigräume gewechselt (4 Ernten). Am 15.09. habe ich die Völker aus der Heide geholt und alle bis auf einen mit einem Brutraum aufgefüttert, da ich im Frühjahr die WV umweiseln möchte. So finde ich die Alte Königin leichter und setzte dann die Neue im Miniplus auf. Kein WV hat in diesem Jahr geschwärmt. Drohnenbrut habe ich nicht geschnitten und auch keine Sommerbehandlung gemacht. Erst vor dem Einfüttern mit Varromed behandelt, der Milbenfall danach war unter hundert. Fazit: Ein Brutraum mit 9 Zander geht bedenkenlos. VG Jörg

    Die Erfahrung hier am Stadtrand von MD und meinem Kollegen der einen Stand in MD und mehre „auf dem Land“ hat ist: Die Stadt schlägt das Land! Bei mir hat in diesem Jahr der Heimatstand pro Volk genau soviel gebracht wie der Wanderstand (Robinie, Linde, Sonnenblume und Heide). Allerdings ernte ich zu Hause keine Sortenhonige und das ist für mich das Entscheidene.

    Die Heideimker haben früher Ende September „nackte Völker“ verkauft. Diese dienten meist zur Verstärkung. Es ist kein Problem um diese Zeit Kunstschwärme auf ausgebaute, am besten volle Futterwaben zu setzen. Von Mittelwänden und Einfüttern rate ich ab, dass verschleißt die Winterbienen. Ich selbst Überwintere die Miniplus und weisele die WV damit erst im Frühjahr um.

    Rudi_W, wenn Deine Fragen an mich gerichtet sind, folgende Antworten: Habe gestern die vollen Honigwaben entnommen und die Absperrgitter entfernt, auf dem Brutraum eine leere Flachzarge und darauf eine Ganzzarge mit den unverdeckelten viertelvollen Waben, in der Hoffnung das wird umgetragen. Am Wochenende gibt es die erste Behandlung mit Varromed. Die Völker hole ich in ein paar Tagen auf den Heimatstand und behandle dort weiter je nach Milbenlast. Die Völker werden in diesem Jahr einzargig eingewintert. Umgeweiselt wird im Frühjahr durch Entnahme der „Alten“ und aufsetzen der Neuen, die in Miniplus überwintern. Eine Sommerbehandlung habe ich nicht gemacht, da kein Milbenfall sichtbar und die Völker immer in der Tracht standen (Obst, Raps, Robinie, Linde, Sonnenblume und Heide). Ende April hatte ich auf einen Brutraum reduziert in Kombination mit Zwischenbodenableger. Danach habe ich nicht mehr in die Bruträume geschaut, auch jetzt nicht, nur schräg von oben in die Wabengassen ob Brut vorhanden. Wenn ein Volk nicht in Ordnung ist, merke ich das schon bei der Honigentnahme oder am Flugloch. Habe aber auch zu jedem WV ein starkes Jungvolk in Ablegermagazin stehen, das im Frühjahr als Ersatz oder Verkauf bereit steht. Vermehrung mach ich über Miniplus, davon stehen auch wieder genug zur Verfügung. Der Heidehonig wird irgendwann im November geschleudert, wenn wir mit der Lösemaschine an der Reihe sind. Die jetzt angefallenen Leerwaben kommen in die Tiefkühltruhe bis zum Frühjahr. Die Heidewaben nach der Schleuderung nicht, die kommen wieder in die Transportboxen und überwintern im Schleuderraum. VG Jörg

    Ende gut alles gut! Gestern war ein herrlicher Spätsommertag, da bin ich also nach dem Mittag los in die Heide um zu sehen, was die Bienen noch bringen. Es war zwar Trachtflug aber auch Bienen auf der Tränke, ein Zeichen das wenig Nektar reinkommt aus dem der Wasserbedarf gedeckt werden könnte. Somit habe ich überall die Kästen abgekippt um deren Gewicht zu schätzen. Das war nicht einheitlich mit Luft nach Oben. Aber nach meiner Einschätzung kommt jetzt nichts mehr dazu. Einige Honigräume haben ich mir näher angesehen und komme auf Erträge vorsichtig geschätzt der Ableger von ca. 10 kg und der WV von ca. 15 kg im Durchschnitt. Wenigstens eine Zarge ist jetzt verdeckelt wir beigefügtes Foto zeigt. Es ist ungefähr die Hälfte des Jahres 2019. Trotzdem bin ich zufrieden, die Völker sehen noch gut aus, Milben muss ich auf den Einschüben suchen. Also ab Montag werden die HR abgeräumt und dann geht es nach Hause. VG Jörg


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    Rudi_W, danke für die schöne Aufnahme, ja jetzt blüht die Heide richtig, so spät wie in diesem Jahrtausend selten. Das Wetter brachte bisher zu wenig Flugstunden, das ist selbst an sonnigen Tagen kaum noch aufzuholen, da die Nächte schon kühl und die Tage merklich kürzer werden. Trotzdem es honigt und ein paar Kilo sind schon in den Kästen. Wenn ich noch nicht zufrieden bin, liegt es daran, dass ich durch die letzten Jahre etwas verwöhnt wurde, da war um diese Zeit fast alles verdeckelt. Mittwoch fahr ich wieder hin, da soll es Sonne satt bei 26 °C geben. VG Jörg

    Einige Kilo Heidehonig die im Brutraum verbleiben sind nach meinen Erfahrungen kein Problem, zumal dann, wenn der Winter milde verläuft und Reinigungsflüge schon im Februar stattfinden. Das Erwärmen der Heidehonigwaben vor dem Schleudern sollte man nicht übertreiben, eine Raumtemperatur von 25 °C genügt. Neben dem Stippen mit Maschine ist eine richtig eingestellte Selbstwendeschleuder sehr hilfreich. Gesunde Völker schadet die Heide nicht, im vorigen Jahr hatten sie am Ende bis zu 8 Brutwaben und haben sich im Frühjahr gut entwickelt. VG Jörg

    HaroldBerlin, würde ich die Waben einfrieren und im August auftauchen und in die Völker hängen könnte man den Honig sicherlich ohne Probleme schleudern, die Waben gehen ja vorher durch die Stippmaschine. Aber ganz erst gemeint ist das nicht, war nur mal so ein Idee. Es ist auch noch der Sonnenblumenhonig in der ersten und teilweise in der zweiten unteren Flachzarge, es gebe eine interessante Mischung aber eben keinen Heidehonig, der Aufwand mit Stippen und Warmhalten bleibt. Wenn sich das ganze nicht lohnt, werden die Honigräume untergesetzt und gut ist es. Wie häufig wird operativ entschieden, es bleibt spannend. VG Jörg

    Meine Euphorie von vor zwei Wochen ist dahin. Das ganze Jahr über habe ich auf mehr Regen gewartet, wir sind aktuell bei ca. 330 Liter pro Quadratmeter Jahresniederschlag. Nun endlich regnet es fast jeden Tag bei Temperaturen unter 20 °C, gut für das Wachstum der Waldpilze aber kein „Heidewetter“. Am Freitag auf dem Sommerfest des Imkervereins MD traf ich einen Kollegen der seine Völker auf dem Truppenübungsplatz stehen hat und über eine Funkstockwaage verfüg, er hat bisher keine Zunahme registriert. Das deckte sich nicht ganz mit meinen Beobachtungen, also bin ich gestern Mittag in einer Regenpause mit sonnigen Abschnitten hin, ist ja nicht weit. Die Bienen kamen schwer an, bei 18,5 C hatte die Flugintensität aber noch Luft nach oben. Die Stichprobe in den Honigräumen zeigte, dass die Waben zwar mit frischem Nektar angetragen sind aber noch nichts verdeckelte wurde. Eines fiel mir wieder deutlich auf, je dunkler die Waben um so eher werden sie im Honigraum angenommen. Nach meiner Einschätzung wurden bisher zwischen 3kg bei den Ablegern und 5kg bei den WV in die HR eingelagert. Da die Heide noch lange blühen wird, könnte noch ordentlich was reinkommen, wenn denn nur das Wetter bald bessert wird. Die Tage werden jedoch jetzt merklich kürzer und die Nächte kühler, da fürchte ich, wird es einfach an ausreichend Flugstunden fehlen, wenn sich das kühle Wetter noch länger hin zieht. Da nützt es auch nichts, dass ich in diesem Jahr einige Ableger mehr dort stehen habe, wenn die Waben nicht richtig voll sind, lohnt sich die Mühe mit dem Heidehonig Schleudern nicht. Soll ich die halbvollen Honigwaben dann so überwintern und im Frühjahr habe ich dann Frühtracht mit Heide? Oder gleich bis August einfrieren? Letzteres macht eher Sinn. Aber vielleicht wird’s nach was, mal schauen. VG Jörg

    Alles was jetzt eine Zarge vollständig belagert ist ein Vollvolk. Das kann einzargig oder zweizargig überwintern. Ich überwintere lieber zweizargig, da die Frühjahrsentwicklung besser ist wenn sich das Brutnest nach oben entwickelt als zu Seite.

    Was die Heide anbetrifft, ich war vor zwei Tagen in der Heide auf der Suche nach meinen Bienen. Im Umreis von 50m eine, 100m 2, 500m 3. Hummeln und Wildbienen waren in der Überzahl aber auch die nicht in Massen. Und dort wo die „richtige“ Heide steht sieht es bestimmt nicht anders aus.