Beiträge von tobeekeeping

    weißt du zufällig ob es solche Beispiele in Deutschland bereits gibt?

    Bzw. wo man diese beziehen kann?

    Hallo, du hast also einen Traktor mit einem Sportwagen auf der Straße verglichen ? Der Traktor kommt auch überall hin, wo der Sportwagen hinfährt, nur halt eben anders.......ich selbst habe keine Carnica, aber nehmt doch bitte Carnica auch von serösen Züchtern und ....

    Jo aber hab ich ja auch so gesagt und das ist für mich der Vergleich der für mich zählt. Ich will ja sehen ob es sinnhaft ist die Carnica/Landrasse zu ersetzen auf meinem Stand. Hatte zuvor auch mal Carnica Königinnen zugekauft aber nach 2-3 Jahren sind davon bestenfalls noch ein paar Nachkommen übrig und die waren eher schlechter als meine vor Ort. Wenn ich rein Carnica mit rein Buckfast vergleiche hab ich vllt den schöneren und exakteren Vergleich aber es bringt mir in der Praxis halt null.

    Ich wollte rausfinden ob die Vorteile der zugekauften Buckfast die Vorteile meiner heimischen Gene überwiegen und ob ich diese austauschen soll. Ziel war nicht jedes Jahr meine Königinnen beim Züchter neu einzukaufen sondern die best mögliche Anpassung an meine Region und meine Betriebsweise - was nach meiner Ansicht die langfristig nachhaltigste Betriebsweise ist.

    Genauso find ich die denke nicht unbedinkt sinnhaft die Vorteile der Buckfast generell hier immer zu promoten wenn man diese nicht durch die eigene Betriebsweise und Region voll ausschöpfen kann.

    Ist vllt "wissenschaftlicher", aber für deine Alltagsprobleme taugt das nichts, weil Anfänger wie ich vor ein paar Jahren auf die Idee kommen, dass es ja viel cleverer ist Buckfast einzusetzen ohne aber in den Kontext zu setzen ob deine eigene Betriebsweise und Region zu den Eigenschaften passen - nur weil der Sportwagen 450 PS hat und der Traktor vllt auch 450 PS - kommt es ja drauf an für welchen Zweck ich sie nutze. Wenn ich nur Landstraße und über Acker fahren will bringt mir der schönste Sportwagen nix. Da macht der Traktor halt einfach mehr Sinn manchmal. Aber das war mir persönlich so vorher nicht klar. Ich dachte der Sportwagen ist immer besser.


    Deshalb denke ich dass das wichtig ist zu erwähnen, weil jemand der diesen Blick oder Erfahrung nicht so hat, tatsächlich nen riesen Aufwand unternnimmt und so überzeugt von seiner Idee und mit Imkerkollegen vor Ort aneckt für einen wenn überhaupt minimalen Mehrwert bzw. Vorteile die für ihn eher Nachteile sind. Also ich kenn keinen Jungimker der seine Königinnen ausschließlich vom Züchter bezieht. Meistens startet man doch mit nem Ableger vom Imker um die Ecke (mit eben der Gen-Mischung vor Ort).


    Eine andere berechtigte Vorgehensweise wäre doch: erstmal eine regionale Zucht-Carnica am Stand zu versuchen

    Bei mir gings am besten im Spätsommer. vorher nen Schluck Schnapps drauf und alte Königin entsorgen und paar Tage später die neue Königin rein.

    Zum Frühjahr oder mitten in der Saison hat bei mir zu Verlusten geführt.


    hatte beide (Carnica/Landrasse vs. Buckfast) nebeneinander für mich getestet. teilweise auch in unterschiedlichen Betriebsweisen (DNM 2 zargig vs. DNM 1,5 ähnlich wie Dadant).


    Muss Wolfgang zustimmen. ich hab keinen wesentlichen Unterschied entdecken können. einige kleine feine. Die aber beim abstellen auf die gleiche Betriebsweise (1,5 DNM) quasi verschwunden sind. Mein Gefühl war eher dass die meisten Äpfel mit Birnen vergleichen, da man Buckfast häufig im großen Brutraum nutzt (Dadant, 1,5 DNM, Zadant) und Carnica klassisch in 2 Zargen (DNM, Zander). Dadurch fand ich einen größeren Unterschied im Wechsel des Verhaltens in der Betriebsweise als rein durch die Rasse.

    Andrerseits war mein Versuch relativ klein und nicht immer ganz scharf abgetrennt und ich hatte wohl keine reine Carnica.


    Auch wenn der Buckfast immer eine gewisse Schwarmträgheit nachgesagt wird, konnte ich das nur bedingt feststellen. Sondern eher durch die Bienenvolknahe/sensible Betriebsweise mit Schied und entsprechend frühem Raum geben. Laut Hören und Sagen soll es ja mittlerweile auch ganz gute schwarmträge Carnica geben. Außerdem hab ich das Gefühl wenn sie Schwarmträge sind dann eben nur aus der Zucht und es schien mir fast unmöglich diese Eigenschaft vor Ort durch Durchmischung aufrecht zu erhalten. Man müsste also um die Eigenschaft aufrecht zu erhalten selbst gezielt züchten oder eben jedes Jahr welche zukaufen (ist mir aktuell zu viel Aufwand). Dem sollte man sich bewusst sein.


    Der wesentliche Unterschied den ich festgestellt hab, lag in einem anderen Sammelverhalten. Hatte hierzu auch mehrere Herkünfte der Buckfast getestet. So waren die Buckfast nicht immer in der Lage mit Läppertrachten umzugehen. Die Carnica dagegen hat immer was gefunden und war eher auf die regionalen Gegebenheiten zugeschnitten (lag vllt auch der Mischung die man vor Ort nutzt und die Jahre/jahrzehntelange Anpassung?). Die Buckfast haben dagegen bei Massentrachten die Nase vorn gehabt und schlagartig den Honigraum vollgeballert - aber eben nur wenn offenbar alle Bedingungen gestimmt haben - was selten der Fall war. Zudem hat die Buckfast "sauberer" den Honig da abgelagert wo er aus Imkersicht hin soll, nämlich in den Honigraum. Die Carnica hat ihn oft auch Brutnah eingelagert und dort wo es ihr am besten passt (dadurch wird der Carnica auch nachgesagt, dass sie Fehler eher verzeiht bzw. pflegeleichter ist - gerade im Winter und Frühjahr). Dieser Unterschied hat aber abgenommen, als ich auch die Carnica auf DNM 1,5 geführt hab.

    Von daher machts für mich auch Sinn wenn die Berufsimker regelmäßig Buckfast nutzen. Die Hobbyimker allerdings oft noch Carnica/Landrasse die besser an die regionalen Gegenheiten angepasst ist und Imker-Fehler eher wegsteckt.

    Also wenn der Umstieg beschlossen ist und du im Optimalfall auch Massentrachten hast, vllt auch mal drüber nachdenken wo genau die Buckfast denn eigentlich herkommt. Eine Züchtung vor Ort bzw. in der Nähe würde ich auf jeden Fall vorziehen.

    Hab hier in der Eifel ähnliche Probleme..

    Werde die Tage wohl abschleudern da die Bienen schon anfangen den Honig wieder aufzufuttern.


    Ich denke man kann zwar vieles optimieren... aber die Natur kann man leider nicht so zurechtlegen wie es einem am besten passt.

    Daher werde ich vesuchen die Zeit zu nutzen und meine Völker für das nächste Jahr zu stärken.

    Sprich früh und ordentlich behandeln. Auffüttern.. Ruhe.. ggf. nochmal behandeln, dass genug fitte Winterbienen den Grundstein für das kommende Jahr legen.


    Zum Glück bin ich Hobbyimker und muss nicht davon leben ;)

    In der Eifel wirst du je nach Höhenlage vermutlich nicht oft riesen Massentrachten haben.

    Blatthonig in Waldnähe, wo es warm ist wird eher Wein angebaut, geh ich da richtig in der Annahme? Ahrweiler oder Ramersbach werden bienentechnisch zwei Welten sein.

    Aber die Eifel ist ja groß...

    Ja bis auf Raps.

    Wohne am südlichen Rand. ist hier schon sehr gemäßigt. Aber die Bauern und Kommunen haben noch nicht wirklich verstanden was Artenschutz wirklich heißt. Ein Aufkleber auf dem Auto reicht da nicht.. Monokultur und grüner Rasen dominieren auch wenn die Leute etwas sensibler werden.


    Hatte immer wieder mal verschiedene Königinnen eingekauft um verschieden Sammeleigenschaften zu testen und zu kombinieren. Aber merke mehr, dass meine Mischlinge mit angepasstem Sammeleifer wohl am besten auf die örtlichen Bedingungen reagieren. zu reinrassige Königinnen tun sich bisher schwer mit Läppertracht, so ist mein Eindruck.

    Aktuell ziehe ich von meinen vitalsten und besten Sammlern nach. Mal sehen wie sich das die nächsten Jahre äußert.

    hab den von Logar und bin zufrieden.

    Ist zwar rund.. und hab auch lange überlegt ob ich so viel Geld ausgeb... aber das Ding ist schon durchdacht und von guter Qualität. Kleinigkeiten die auf den ersten Blick nicht so wichtig scheinen waren für mich ausschlaggebend.. schräger Boden für den Abfluss.. und Lochblechgitter mit Griffen zum herausheben. Dazu der Stopfen den ich bereits mehrfach zum reinigen mit Natronlauge benutzt habe (verstehe die Kommentare nicht so ganz bzgl. Teufelszeug... klar man muss aufpassen, aber mit der passenden Ausrüstung und der richtigen Dosierung sollte da nicht viel passieren).

    Arbeitet sich wesentlich besser als das gefriemel sonst.


    Denke aber wie hier schon einige sagen.. es ist billiger so ein Ding selbst zu bauen.. wenn man die Muße hat ...

    Und wenn man 100-300 EUR mehr ausgeben will hollt man sich halt direkt einen Eckigen.

    bin auch etwas überrascht von den verschiedenen Meldungen hier. bei mir ist das Jahr sehr durchwachsen, obwohl die Völker super dastehen.

    Wetter war bei uns nicht stabil genug und offenbar zu wenig im Flugradius. von den Linden um die Ecke merke ich aktuell nicht viel. Fast alles was reinkommt wird in den Regentagen wieder aufgebraucht..und sieht auch so aus als wäre in 1-2 Wochen alles verblüht. Werde zwar eine Sommernte einfahren.. aber auch nur dank meines zweiten Standorts.

    Werde aber weniger haben als im letzten Jahr. Und letztes Jahr war auch nicht so dolle.


    Frage mich hier aktuell schon was ich falsch mache oder ob es doch am Standort liegt... die Völker sehen aus meiner Sicht top aus - bis auf zwei geschwärmte Völker.

    hi. stehe vor der selben Frage für kommendes Jahr.

    Bin hauptsächlich zwischen Logar und Nisala im schwanken. 6-Waben Selbstwendeschleuder.

    Weiß jemand ob das mit dem Boden behoben ist? Laut Nisala ist der Boden geneigt und der Auslaufhahn an der tiefsten Stelle. Zudem gibts wie bei Logar 2 Hähne, was aus meiner Sicht Sinn macht.

    Weiß jemand wo aktuell Messen sind zur aktuellen Corona Lage?

    Grüße,

    Ich habe zugegeben genauso angefangen.

    Ein WV von einem Imker vor Ort gekauft und zuvor nur über Bücher informiert.

    Das war nicht optimal...aber meine Völker haben es überlebt. Sogar sehr gut.

    Bei mir hing bis zum 3. Jahr übrigens kein Schwarm im Baum.


    Denke das kommt auf die einzelnen Personen an und dessen "Hingabe".

    Sehe ich den Bien als Lebewesen oder will ich nur ein neues Hobby..

    Zweiteres würde ich ablehnen und bin voll bei dir.

    Wenn mir jemand ernsthaftes Interesse zeigt, würde ich ihm genauso wie du den Vorteil mit dem Start mit einem Ableger vorstellen. Und dann kommt es auf die Argumentation an.. Wenn mir ein Jungimker schlüssig erklären kann warum er unbedingt ein WV brauch ok... aber nur um des Honigs Willen oder weil er keine Ahnung von den Unterschieden, sind für mich keine Gründe ihm ein WV zu verkaufen.

    Man lässt ja auch keinen 18Jährigen einen Formel1 Boliden fahren..

    Wenn der 18Jährige aber mir zeigt, dass er fahren kann und genau weiß was er tut...ok...


    Aber auf jeden Fall hast du Recht: ein Kurs und ein Pate verringern das Risiko, dass das Volk vor die Hunde geht - aber auch mit Kurs und Pate ist das Risiko noch relativ hoch und ist wesentlich vom Einsatz und Hingabe des Jungimkers abhänig.


    Fazit: es ist deine Entscheidung, aber ich würde die Kombination von Jungimker und WV nicht kategorisch ablehnen. Kommt auf die Argumentation und die Motive an.

    Ob dir das ausreicht, hast praktisch allein du als Besitzer der Bienen zu verantworten.

    Wenn ihr aktuell wirklich solche Probleme habt in normal gemäßigten Zonen, würde ich mir aber auch überlegen ob ich die richtige Rasse/Gene hab. Bzw. Wenn ich meine Königinnen kaufe, ob diese evtl. gar nicht mit meiner Region klarkommt.

    Wie schon in einem anderen Post von mir erwähnt, hab ich das starke Gefühl, dass nicht jede Biene mit jeder Region und Wetter/Trachverhältnis klarkommt.

    Du kannst die geilsten Gene haben, aber wenn sie nicht an deine Region angepasst ist bringts halt auch nix.

    Da ich jetzt im 5. Jahr bin, bin ich wohl kaum der allwissende Imker - aber denke das deckt sich so halbwegs was ich bisher auf Veranstaltungen und wissenschaftlichen Beiträgen mitgenommen habe.


    Ich musste zwar auch bis vor 2 Wochen extrem aufpassen, aber nur bei zwei Völker hatte ich wirkliche Probleme und das waren auch wieder die zugekauften Königinnen von weit her.

    Ich sag nicht das die schlecht sind, aber die kommen je nach Herkunft und Genen eben nicht mit jeder Situation klar.

    Interessanter Randnotiz:

    Ich hab letztes Jahr 2 Buckfast Zuchtköniginnen bestellt und im Bestand.

    Der Rest ist Buckfast-Carnica-Landrasse-Mischmasch.


    Der Mischmasch kommt aktuell sehr gut klar und sammelt fleißig.


    Die beiden reinen Buckfast Völker sind mir fast verhungert.. habs grad noch so gesehen und beigefüttert. Dachte ich hätte noch genug drin, weils den Mischmasch Völkern vergleichsweise gut ging - hatte aber nicht alle kontrolliert.

    Hatte das bereits vor 2 Jahres festgestellt, dass meine Mischmasch Völker offenbar besser an solche Bedingungen angepasst sind als so manche Reinzucht. Also die 2-3 wo ich Buckfast Königinnen gekauft hab, haben diese vorallem performed wenns warm war und die Bedingungen gestimmt haben, sprich auch die Tracht da war. Bei Läppertracht und Kack Wetter haben die total abgeschießen..


    Kann sein, dass das jetzt eine punktuelle Beobachtung von mir ist.. oder an der Region hängt aber vllt gehts ja wem ähnlich...

    ich wunder mich bisl über die Fragen nach dem richtig und falsch.


    So einfach ist das ja oft nicht..

    Und deshalb gibts ja auch zisch Meinungen..

    Auch ein sehr guter, erfahrener Imker kann dir falsche Ratschläge geben - vllt aber auch auch weil er nicht alle Umstände kennt... es gibt ja genügend Umstände die grobe Handlungsempfehlungen auf einmal falsch erscheinen lassen.. so muss der Imker vor Ort eben abwägen.

    Und ein guter Imker ist nach meiner Definition ein Imker der die Völker "führt" und unterstützt und keine Bienen auf den letzten Metern verhungert lässt. Und nicht der Imker der in einem spez. Jahr für ein spez. Volk das Maximum an Honig produziert - während er andere Völker über die Wupper gehen lässt.


    Was tatsächlich "richtig" oder "falsch" war entscheidet die Natur bzw. der Bien.

    und es gibt meiner Meinung nach selten nur 0 und 1.


    fast schon philosophisch hier.