Beiträge von tobeekeeping

    Ich habe zugegeben genauso angefangen.

    Ein WV von einem Imker vor Ort gekauft und zuvor nur über Bücher informiert.

    Das war nicht optimal...aber meine Völker haben es überlebt. Sogar sehr gut.

    Bei mir hing bis zum 3. Jahr übrigens kein Schwarm im Baum.


    Denke das kommt auf die einzelnen Personen an und dessen "Hingabe".

    Sehe ich den Bien als Lebewesen oder will ich nur ein neues Hobby..

    Zweiteres würde ich ablehnen und bin voll bei dir.

    Wenn mir jemand ernsthaftes Interesse zeigt, würde ich ihm genauso wie du den Vorteil mit dem Start mit einem Ableger vorstellen. Und dann kommt es auf die Argumentation an.. Wenn mir ein Jungimker schlüssig erklären kann warum er unbedingt ein WV brauch ok... aber nur um des Honigs Willen oder weil er keine Ahnung von den Unterschieden, sind für mich keine Gründe ihm ein WV zu verkaufen.

    Man lässt ja auch keinen 18Jährigen einen Formel1 Boliden fahren..

    Wenn der 18Jährige aber mir zeigt, dass er fahren kann und genau weiß was er tut...ok...


    Aber auf jeden Fall hast du Recht: ein Kurs und ein Pate verringern das Risiko, dass das Volk vor die Hunde geht - aber auch mit Kurs und Pate ist das Risiko noch relativ hoch und ist wesentlich vom Einsatz und Hingabe des Jungimkers abhänig.


    Fazit: es ist deine Entscheidung, aber ich würde die Kombination von Jungimker und WV nicht kategorisch ablehnen. Kommt auf die Argumentation und die Motive an.

    Ob dir das ausreicht, hast praktisch allein du als Besitzer der Bienen zu verantworten.

    Wenn ihr aktuell wirklich solche Probleme habt in normal gemäßigten Zonen, würde ich mir aber auch überlegen ob ich die richtige Rasse/Gene hab. Bzw. Wenn ich meine Königinnen kaufe, ob diese evtl. gar nicht mit meiner Region klarkommt.

    Wie schon in einem anderen Post von mir erwähnt, hab ich das starke Gefühl, dass nicht jede Biene mit jeder Region und Wetter/Trachverhältnis klarkommt.

    Du kannst die geilsten Gene haben, aber wenn sie nicht an deine Region angepasst ist bringts halt auch nix.

    Da ich jetzt im 5. Jahr bin, bin ich wohl kaum der allwissende Imker - aber denke das deckt sich so halbwegs was ich bisher auf Veranstaltungen und wissenschaftlichen Beiträgen mitgenommen habe.


    Ich musste zwar auch bis vor 2 Wochen extrem aufpassen, aber nur bei zwei Völker hatte ich wirkliche Probleme und das waren auch wieder die zugekauften Königinnen von weit her.

    Ich sag nicht das die schlecht sind, aber die kommen je nach Herkunft und Genen eben nicht mit jeder Situation klar.

    Interessanter Randnotiz:

    Ich hab letztes Jahr 2 Buckfast Zuchtköniginnen bestellt und im Bestand.

    Der Rest ist Buckfast-Carnica-Landrasse-Mischmasch.


    Der Mischmasch kommt aktuell sehr gut klar und sammelt fleißig.


    Die beiden reinen Buckfast Völker sind mir fast verhungert.. habs grad noch so gesehen und beigefüttert. Dachte ich hätte noch genug drin, weils den Mischmasch Völkern vergleichsweise gut ging - hatte aber nicht alle kontrolliert.

    Hatte das bereits vor 2 Jahres festgestellt, dass meine Mischmasch Völker offenbar besser an solche Bedingungen angepasst sind als so manche Reinzucht. Also die 2-3 wo ich Buckfast Königinnen gekauft hab, haben diese vorallem performed wenns warm war und die Bedingungen gestimmt haben, sprich auch die Tracht da war. Bei Läppertracht und Kack Wetter haben die total abgeschießen..


    Kann sein, dass das jetzt eine punktuelle Beobachtung von mir ist.. oder an der Region hängt aber vllt gehts ja wem ähnlich...

    ich wunder mich bisl über die Fragen nach dem richtig und falsch.


    So einfach ist das ja oft nicht..

    Und deshalb gibts ja auch zisch Meinungen..

    Auch ein sehr guter, erfahrener Imker kann dir falsche Ratschläge geben - vllt aber auch auch weil er nicht alle Umstände kennt... es gibt ja genügend Umstände die grobe Handlungsempfehlungen auf einmal falsch erscheinen lassen.. so muss der Imker vor Ort eben abwägen.

    Und ein guter Imker ist nach meiner Definition ein Imker der die Völker "führt" und unterstützt und keine Bienen auf den letzten Metern verhungert lässt. Und nicht der Imker der in einem spez. Jahr für ein spez. Volk das Maximum an Honig produziert - während er andere Völker über die Wupper gehen lässt.


    Was tatsächlich "richtig" oder "falsch" war entscheidet die Natur bzw. der Bien.

    und es gibt meiner Meinung nach selten nur 0 und 1.


    fast schon philosophisch hier.

    hab das Gefühl es macht auch einen Unterschied welche Rasse, oder genereller die Gene**, du hast beim Schieden.

    reine Backfast sind bei mir nicht so sensitiv auf das Wetter gewesen...heißt sie brüten eher durch..

    Carnica bzw. Landbiene dagegen hat sich bei mir sehr dem Wetter angepasst. da bringt auch das beste Schied nix wenn die Biene auf das Wetter eingeht und die Brut zurückdreht - was auch ein bisl Liebigs Aussage erklärt (Schied macht keinen Unterschied*).


    Hab aktuell nur 1 von 10 Völker was ein kleines Brutfeld hat.

    Ansonsten haben meine Ableger aus letztem Jahr 3-4 Waben auf 1,5 zu 2/3 mit Brut zugeballert.

    Ein Volk sitzt noch auf 1,0 ohne Schied und hat derzeit ein ausgedehntes Brutfeld von 6 Waben.

    Dadurch hab ich aber fast überall Probleme mit Futternachschub.


    *ich mach euch die Tage mal Fotos.

    Dieses Jahr hab ich meine Schiede mit Alufolie beklebt. Würde aber ungern behaupten, dass das tatsächlich einen großen Einfluss hat. Die 2 stärksten habe ich gar nicht erst geschiedet, weil es hier meiner Meinung nach keinen Einfluss hat und bisher entwickeln die sich auch weiterhin gut.


    **bzgl. der Gene kann ich mir auch vorstellen, dass es sowohl Buckfast, Carnica oder was auch immer gibt die sensibler auf die Umgebung reagieren.

    interessante Diskussion. und irgendwie ziemlich unnötig.

    Der Preis ist der Preis den du für das Volk bekommst.

    Wenn du einen findest der dir 400€ bezahlt..ist das der Preis..

    wenn du 100 bekommst.. ist das der Preis..


    Dh. man unterscheidet wie bei jedem anderen Vermögenswert auch zwischen Marktpreis und "Innerem" oder dem "fairen" Wert.

    Die Disukussion hier ist eine rein theoretische und dreht sich hauptsächlich um den Inneren Wert.


    Da wir alle wissen, da auch der Honig hierzulande mit den gegebenen Input Faktoren nicht fair bepreist ist (wegen Billig-Honig aus dem Ausland und zu hohen kalk. Kosten in Deutschland) - ist auch diese Diskussion um den Inneren Wert, zwar interessant, aber führt am Ende zu nix ;)

    ich bin von 1,0 auf 1,5 DNM gegangen und hab mir die gleiche Frage gestellt..

    abgesehen von dem bisher gesagten würde ich mich fragen:

    - will ich wandern bzw. auch mal selbstständig die Beuten umstellen?

    -> wenn ja, dann macht DNM 1.5 mehr Sinn.

    - wie ist die Ausgangslage in der Region? mehr DNM Imker oder mehr Dadant?

    -> wenn ich der einzige Dadant imker weit und breit bin, wird ein Verkauf und tausch relativ schwierig.

    Wäre halt doof wenn du nach 1-2 Jahren feststellst, dass du alleine deine Beuten kaum bewegt bekommst und deine überschüssigen Völker nicht verkauft bekommst.

    hab auch überlegt den zu holen.. hab mir dann den von Logar genommen.

    minimal kleiner. aber dafür meiner Meinung nach etwas durchdachter mit schrägem Boden und besser entnehmbaren Siebkorb.

    Muss Tobber aber recht geben. die eckigen sind wohl effizienter.. allerdings auch teurer.

    hatte letztes Jahr auch extrem aggressive vom Züchter.. hab mir ironischerweiser extra welche vom Züchter besorgt, weil ich dachte die sind garantiert harmloser als meine..^^

    denkste..

    kommt vor.

    Ich würd sie noch bis Ende März / Anfang April beobachten und dann austauschen.


    Hab auch heute reingeschaut und 2 von 10 waren kratzig. Aber das waren auch mit Abstand die stärksten.. ich nehm die beiden Stecher in Kauf für mehr Honig.

    hab mich bei gleicher Überlegung für 0.5 DNM entschieden.

    Kommt aber vermutlich auf die Größe der Imkerei an. bei meiner 7-15 Völker Imkerei will ich spielen, basteln experimentieren und hab kein Problem mit ein paar Rähmchen mehr (und ich hab bei ner 70-80 Stunden Arbeitswoche absolut keine Zeit).


    rall0r Aber warum denn Dadant? Bei der Betriebsweise hast du quasi Dadant.

    Hab mir das auch überlegt und die Kästen sogar schon da stehen gehabt, bis ich die Dinger dann doch verkauft habe, weil ich mir gedacht habe das wird dann nur noch chaotischer. Das System hab ich ja schon wenn ich halbe HR nutze. Und ich kann die Beuten noch alleine bewegen.

    Würd ich ganz neu anfangen würde ich vermutlich auch Dadant wählen. Aber ich hab ja eigentlich schon alles.

    Glaube dein Kopf will ausprobieren, austesten und experimentieren und du manipulierst dich gerade selbst, um Anschaffungen zu rechtfertigen, weil wir alle momentan im Lockdown Modus ständig im Internet hängen und uns damit beschäftigen was man alles machen könnte :P

    Das ist ok, wenn du dir dessen bewusst bist und und dir die Nachteile klarmachst. Dann ist die Zeitersparnis auf der andren Seite wieder futsch.


    Meine Argumentation bzgl. 0.5:

    Pro 0.5:

    - Flexbilität: in Verbindung mit einer 1.0 Zarge + 0.5 -> 1.5 Brutraum (vorallem wenn ich doch nochmal umschwenken will sinnvoll)

    - Schleudern: passen zu zweit nebeneinander in die Schleuder für 1.0

    - Honigqualität: ich hatte bei meinen Wagner DNM Beuten sehr oft den Eindruck 2x HR sind zu viel. 1 HR zu wenig und bei 2x HR wurde der Honig bei schwachen/mittelstarken Völkern meiner Meinung nach nur unzureichend getrocknet -> von den 0.5ern erwarte ich mir mehr Flexbilität um auf die Stärke der Völker und Trachtbedigungen reagieren zu können.

    - Wabenhonig: Ich denke die geringere Rähmchenhöhe macht es einfacher Wabenhonig zu produzieren ohne zusätzliche Hilfsmittel. (würde nur Mittelstreben einfügen) - hat da jemand Erfahrung ob das so funktioniert wie ich mir das vorstelle?

    - leichter zu tragen

    - effizientere AS Behandlung,

    - perfekt wenn man mal mehr Futterteig drauf packen will


    Contra 0.5:

    - mehr Rähmchen in den Händen im Verhältnis zum Honig / im Vergleich zu Flachzargen