Beiträge von Honigkopf

    Der September, Oktober ist an und für sich die beste Zeit um Völker einfach und sicher umzuweiseln, da kaum Brut und Drohnen mehr vorhanden sind. Alte K raus und neue im Futterteigverschluss rein. Klappt eigentlich super!

    Es ist natürlich schwierig zu sagen, wo in deinem Fall die Ursachen für den Ausfall liegen, aber die Qualität und Reife der zugesetzten Königinnen könnte eine entscheidende Rolle spielen.


    Wenn das Volk bzw. die Bienenmasse ok ist, kannst du neue Königinnen einweiseln... ansonsten vereinigen.

    Auf die Träufelung im Dezember würde ich nicht verzichten, um mit möglichst wenig Milbenbelastung ins neue Jahr zu starten.

    Man lernt dadurch ganz wichtiges Imkerlatein: wie entsteht der Organismus Bienenvolk, wie entwickelt sich ein Bienenvolk.... sich in Geduld zu üben und vieles, vieles mehr.

    Viele Neuimker wissen doch gar nicht dass Bienen aus offener Brut eine Königin ziehen können.

    Ich finde, das sind wichtige Erfahrungen... das Bienenvolk zu verstehen lernen.

    Was macht der Anfänger dann, wenn die nachzuziehende Königin nicht vom Begattungsflug zurückkommt, fehlbegattet ist oder sonstige Probleme verursacht?

    Ich weiss dass ich hier in ein Wespennest steche.

    Nachzuchtköniginnen sind auf jeden Fall weitaus besser als ihr Ruf, vorausgesetzt der Ableger hat die nötige Bienenmasse und Futtervorrat.

    Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass die Einweiselung selbst bzw. die eingeweiselte Königin Probleme macht als eine Nachschaffungskönigin.

    Ich kaufe Königinnen von Züchtern, ich züchte selbst und lasse auch nachschaffen und das nicht erst seit gestern.

    Mein Fazit: die Nachschaffung ist die sicherste und einfachste Methode um ohne grossen Aufwand eine intakte Königin zu erhalten.

    Dadurch dass man etwas ständig nachäfft und schlechtredet (ohne es vielleicht jemals selbst probiert zu haben), wird etwas Unwahres nicht wahrer.

    So und jetzt könnt ihr über mich herziehen!

    Ich gebe jedem Neuimker den Ratschlag, mit einem Ableger desselben Jahres im Mai/Juni zu starten.

    Dies hat den Vorteil, dass sich die Anschaffungskosten einiger weniger Brutwaben im Vergleich zu einem "Vollvolk" sehr in Grenzen halten (meistens gebe ich diese Starthilfe unentgeltlich) und der Neuimker den Werdegang eines Bienenvolkes von 0 auf begleiten kann (Lerneffekt ist viel größer).

    Außerdem rate ich jedem Anfänger, den Ableger eine eigene Königin nachziehen zu lassen... Hände weg von Einweiselungen von Königinnen in der Startphase.... das geht in die Hose!.

    Leider wird der gut gemeinte Ratschlag selten angenommen, weil es gleich ein trachtfähiges Bienenvolk sein sollte, der Neuimker damit aber leider überfordert ist!

    Bei allem Verständnis, aber an voraus gegangenen Aussagen und Praktiken wie beispielsweise "in den Honigraum gehören nur Mittelwände" oder "Honigzargen mit Frischhaltefolie einpacken" wird mir Angst und Bange!

    Alljährlich stelle ich auch fest, dass Völker welche im Hochsommer keinen nennenswerten Varroadruck hatten, plötzlich im Spätsommer (September) vereinzelt eine starke Zunahme der Varroa aufweisen.

    Sind das dann Völker die kein Thymovar bekommen hatten oder wurde bei denen die im Sommer wegen mangelndem Befall generell auf eine Behandlung verzichtet? Oder von beiden etwas?

    Nein, mit Thymovar werden alle Völker eines Standes gleichzeitig behandelt.

    Wie kommst Du darauf ? Wie würde den ein "Eintrag" durch die etherischen Öle verhindert werden ? - Können sie sich folgend nicht mehr vermehren oder laufen sie dann weg ?;)


    Die sog. Re-Invasion kommt meist von innen, also aus der verdeckelten Brut, denke ich. Der äußere Eintrag - Räuberei mal ausgeschlossen - durch Verfliegen wird immer wieder bemüht. Meine Beobachtung seit Jahren: Völker stehen direkt nebeneinander - das Eine hat viele, das Andere wenig Milben - dauerhaft bis zur Winterbehandlung. Ich schließe daraus, dass der Befallspegel eine intrinsiche Eigenschaft eines Volkes ist.

    Ich kann es dir auch bildlich erklären: ich bin die Milbe und du bist das ätherische Öl... ich würde das Weite suchen oder mich erst gar nicht sehen lassen;)


    Spass bei Seite: so wie ich klar und deutlich geschrieben habe, ist es "mein Eindruck" den ich bei der langjährigen Verwendung von Thymovar gewonnen habe. Ob ich richtig oder falsch liege, kann ich nicht behaupten und tu ich auch nicht... es ist mein persönlicher Eindruck!

    Dein Eindruck, der auch nur auf "denke ich" beruht, aus welchem du aber eine wissenschaftliche Schlussfolgerung zu machen scheinst, ist ein anderer. Passt!

    Ich kann nur so viel sagen, dass ich nie einen nennenswerten Varroaabfall durch den Einsatz von Thmovar erkennen konnte, trotzdem habe ich mit Varroa keine größeren Probleme.

    Alljährlich stelle ich auch fest, dass Völker welche im Hochsommer keinen nennenswerten Varroadruck hatten, plötzlich im Spätsommer (September) vereinzelt eine starke Zunahme der Varroa aufweisen.

    Ich mache die Sommerbehandlung bereits seit Jahren mit Thymovar.... mit Erfolg.

    Ich muss allerdings dazu sagen, dass Thymovar nur bei einem niedrigen Varroabefall ausreichend ist... darauf wird auch vom Hersteller hingewiesen.

    Die Verwendung von Thymovar bei Brutfreiheit ergibt für mich keinen Sinn und wird auch vom Hersteller nicht für diesen Zweck beworben... hierfür ist doch eine OS-Behandlung (auch Träufelung) zielführender.

    Wenn mein Eindruck mich nicht täuscht, so verhindert Thymovar vielmehr den Eintrag von Varroa (Reinvasion) als es direkten Tod der Milben.

    Auch ich imkere mit 10er DD in Holz.

    Gleichzeitig benutze ich jedoch auch 6er Ablegerkisten in Holz und Styro.

    In erster Linie ist es ein Platz- und Transportkriterium, da eben kleiner, handlicher und leichter (v.a. die Styros). Da die Styros auch hinsichtlich Wärmehaushalt und Preis überzeugen, arbeite ich bevorzugt mit 6er-Styros. Da ich mitunter auch Jungvölker verkaufe, sind die 6er auch hier rundum von Vorteil.

    Was am Rande vielleicht ein weiterer kleiner Vorteil der 6er ist: da sie kleiner und kompakter sind und von Haus aus über ein kleines Flugloch verfügen, sind sie meiner Meinung nach auch hinsichtlich Räuberei von Vorteil.

    Natürlich kannst du auch allein mit den 10er imkern... ich persönlich würde jedoch nur ungern auf die Ablegerkisten verzichten.