Beiträge von Honigkopf

    Alljährlich stelle ich auch fest, dass Völker welche im Hochsommer keinen nennenswerten Varroadruck hatten, plötzlich im Spätsommer (September) vereinzelt eine starke Zunahme der Varroa aufweisen.

    Sind das dann Völker die kein Thymovar bekommen hatten oder wurde bei denen die im Sommer wegen mangelndem Befall generell auf eine Behandlung verzichtet? Oder von beiden etwas?

    Nein, mit Thymovar werden alle Völker eines Standes gleichzeitig behandelt.

    Wie kommst Du darauf ? Wie würde den ein "Eintrag" durch die etherischen Öle verhindert werden ? - Können sie sich folgend nicht mehr vermehren oder laufen sie dann weg ?;)


    Die sog. Re-Invasion kommt meist von innen, also aus der verdeckelten Brut, denke ich. Der äußere Eintrag - Räuberei mal ausgeschlossen - durch Verfliegen wird immer wieder bemüht. Meine Beobachtung seit Jahren: Völker stehen direkt nebeneinander - das Eine hat viele, das Andere wenig Milben - dauerhaft bis zur Winterbehandlung. Ich schließe daraus, dass der Befallspegel eine intrinsiche Eigenschaft eines Volkes ist.

    Ich kann es dir auch bildlich erklären: ich bin die Milbe und du bist das ätherische Öl... ich würde das Weite suchen oder mich erst gar nicht sehen lassen;)


    Spass bei Seite: so wie ich klar und deutlich geschrieben habe, ist es "mein Eindruck" den ich bei der langjährigen Verwendung von Thymovar gewonnen habe. Ob ich richtig oder falsch liege, kann ich nicht behaupten und tu ich auch nicht... es ist mein persönlicher Eindruck!

    Dein Eindruck, der auch nur auf "denke ich" beruht, aus welchem du aber eine wissenschaftliche Schlussfolgerung zu machen scheinst, ist ein anderer. Passt!

    Ich kann nur so viel sagen, dass ich nie einen nennenswerten Varroaabfall durch den Einsatz von Thmovar erkennen konnte, trotzdem habe ich mit Varroa keine größeren Probleme.

    Alljährlich stelle ich auch fest, dass Völker welche im Hochsommer keinen nennenswerten Varroadruck hatten, plötzlich im Spätsommer (September) vereinzelt eine starke Zunahme der Varroa aufweisen.

    Ich mache die Sommerbehandlung bereits seit Jahren mit Thymovar.... mit Erfolg.

    Ich muss allerdings dazu sagen, dass Thymovar nur bei einem niedrigen Varroabefall ausreichend ist... darauf wird auch vom Hersteller hingewiesen.

    Die Verwendung von Thymovar bei Brutfreiheit ergibt für mich keinen Sinn und wird auch vom Hersteller nicht für diesen Zweck beworben... hierfür ist doch eine OS-Behandlung (auch Träufelung) zielführender.

    Wenn mein Eindruck mich nicht täuscht, so verhindert Thymovar vielmehr den Eintrag von Varroa (Reinvasion) als es direkten Tod der Milben.

    Auch ich imkere mit 10er DD in Holz.

    Gleichzeitig benutze ich jedoch auch 6er Ablegerkisten in Holz und Styro.

    In erster Linie ist es ein Platz- und Transportkriterium, da eben kleiner, handlicher und leichter (v.a. die Styros). Da die Styros auch hinsichtlich Wärmehaushalt und Preis überzeugen, arbeite ich bevorzugt mit 6er-Styros. Da ich mitunter auch Jungvölker verkaufe, sind die 6er auch hier rundum von Vorteil.

    Was am Rande vielleicht ein weiterer kleiner Vorteil der 6er ist: da sie kleiner und kompakter sind und von Haus aus über ein kleines Flugloch verfügen, sind sie meiner Meinung nach auch hinsichtlich Räuberei von Vorteil.

    Natürlich kannst du auch allein mit den 10er imkern... ich persönlich würde jedoch nur ungern auf die Ablegerkisten verzichten.

    :D
    Du bist doch auch Imker, oder?
    Du vergleichst Zuckerwasser (egal ob nun 3:2 oder 1:1) mit Futterteig? Überleg doch mal.
    Die Völker, die kein Futter annehmen oder zu Hunderten in der Futtertasche Rückenschwimmen üben sind die, die den nächsten Frühling nicht erleben. Nicht immer, aber fast... meistens.

    Schau dir Ubbos Frage und seine Bemerkungen zu den verschiedenen Einträgen an, dann solltest du erkennen dass meistens nicht immer ist.

    Hätte er von ertrunkenen Bienen im Futter berichtet, dann wäre die Diagnose sehr viel eindeutiger und das Volk nicht immer aber fast... meistens dem Tode geweiht.

    So kann es einfach daran liegen, dass das Volk einer anderen Trachtquelle den Vorzug gab.

    Sofern es eine natürliche Trachtquelle außerhalb des Bienenstocks gibt, ziehen die Bienen diese vor und kehren dem verabreichten Futter den Rücken.

    Ernsthaft? Hast Du das schon mal erlebt?

    Aber hallo! Ihr seid doch Imker oder?;)

    Woran liegt es dann, dass Bienen (zeitweise) den Futterteig verschmähen.... weil es Tracht gibt und da wird der Futterteig relativ uninteressant. Das Gleiche kann zeitweise auch im Sommer bei der Einfütterung passieren.... es muss nicht immer eine große Tracht sein; es kann auch eine Tracht sein, die der Imker gar nicht als solche wahrnimmt.

    Ob das im Fall von Ubbo der Grund dafür ist, dass das Futter nicht angenommen wird, ist damit natürlich nicht geklärt. Sollte das Volk aber später wieder (normal) Futter aufnehmen, ist diese These sogar sehr wahrscheinlich.

    Sofern es eine natürliche Trachtquelle außerhalb des Bienenstocks gibt, ziehen die Bienen diese vor und kehren dem verabreichten Futter den Rücken.

    Die Honigwaben lasse ich nach der Schleuderung nicht ausschlecken.... wäre mir zu viel an Arbeit, die sich vermeiden lässt! Die Honigzargen samt Waben werden kaminmäßig übereinander gestapelt... unten lege ich zur Sicherheit immer ein Metallgitter gegen evtl. Mäusefraß ein... oben bleibt der Zargenturm zwecks Durchzug offen (Zugluft hemmt angeblich die Mottenentwicklung). Die Zargentürme werden in einem unterirdischen, kühlen Raum angrenzend an den Schleuderraum gelagert. Bei nicht bebrüteten Waben habe ich überhaupt kein Mottenproblem.. bei bebrüteten Waben kein großes. In extremis habe ich höchstenfalls bei bebrüteten Waben einen leichten Mottenbefall.

    Im Frühjahr helfen mir die honigfeuchten Waben, die Bienen in den Honigraum zu locken... wenn ich die Emsigkeit der Bienen nicht total falsch einschätze, so ist das für die Bienen reinstes "Doping" für die Frühjahrsentwicklung.

    Völlig wertungsfreie Frage:

    Wie ist die Tatsache zu interpretieren, dass die Königin zum Stiften bebrütete Waben bevorzugt?

    Ab einem gewissen Punkt im Jahr sogar partout nicht mehr in unbebrütete Zellen legt?

    Und wieso bevorzugt das Bienenvolk die Überwinterung auf dunklem Wabenwerk.... wieso wird die erste Brut im Frühjahr auf dunklen Waben angelegt..... wieso ziehen alte Waben Schwärme an...

    Was unter dem wohlklingenden und zumindest gutgemeinten Begriff "Wabenhygiene" proklamiert und betrieben wird, hat mit Wabenhygiene aus der Sicht der Bienen nur bedingt etwas zu tun!

    Heller Wabenbau begeistert vielleicht den Imker.... nicht immer aber die Bienen!

    Hallo Luffi!


    Es lag mir fern, p.andi zu beleidigen. Sollte dies so rüber gekommen sein... sorry!

    Zu meinen Statements bzgl. Varroabekämpfung stehe ich aber nach wie vor.

    Eine erfolgreiche Sommerbehandlung ist ein Baustein eines erfolgreichen Varroakonzepts aber in der Regel ist die Sommerbehandlung als einzige Varroabekämpfungsmaßnahme völlig unzureichend! Ratschläge in diese Richtung sind keine guten Tipps!


    Übrigens: von einem guten Stil kann man aber auch deinerseits nicht sprechen, wenn man Geschriebenes aus dem Kontext reißt!


    Eine Notfütterung "schon" im Dezember hat insofern einen Sinn, wenn es im Jänner oder Februar mit größter Wahrscheinlichkeit bereits zu spät für das Überleben des Bienenvolks wäre. Man kann natürlich auch abwarten und den Bienen bei der 1. Frühjahrsdurchschau ihr Hinterteil begutachten und dabei mutmaßen, an was es wohl eingegangen ist.

    Eine Notfütterung ist und bleibt im wahrsten Sinne des Wortes eine Notfütterung!


    Bzgl. der Notfütterung mit Futterteig im Winter rate ich dir abseits der gängigen Lehrmeinungen Erkundigungen einzuholen. Ich kann nur so viel sagen, dass der Futterteig angenommen wird.




    Tut mir leid p.andi, deine Einschätzung klingt zwar gut und einfach, zeugt im Endeffekt aber nicht gerade von viel imkerlicher Erfahrung... sorry!

    In vielen Fällen führt gerade diese Fehleinschätzung zu eben diesen hohen Völkerverlusten:huh:.

    Eine (wenn auch erfolgreiche) Sommerbehandlung allein ist noch lange kein Überlebensgarant.

    Wie erklärst du dir beispielsweise, dass Völker im Hochsommer noch weitgehendst "milbenfrei" sind und wenige Wochen später die Milben Party feiern:/.

    Wie erklärst du dir, dass Imker trotz TBE im Herbst wieder vor total vermilbten Völkern stehen:/.

    Der Imker muss wissen was in seinen Völkern bzgl. Varroa vor sich geht. Dafür ist die periodische Kontrolle des natürlichen Varroaabfalls unerlässlich. Ich kann mir dabei stichprobenweise einen Überblick verschaffen, was jedoch mitunter keinen Rückschluss auf den Varroadruck in Einzelvölkern geben muss.

    Im Normalfall mache ich mir bereits vor dem letzten Abschleudern ein Bild der Lage und je nach dem folgt die entsprechende Varroabehandlung.

    Meines Erachtens machen sehr viele Imker den Fehler, dass sie zwischen Sommerbehandlung und Restentmilbung im Nov./Dez. die Varroasituation nicht überprüfen und somit bis zur Restentmilbung eigentlich oft schon alles zu spät ist.