Beiträge von Lindenhonigimker

    Zur Größenordnung des amtlichen Monitorings zur Amerikanischen Faulbrut in Sachsen möchte ich auf die Zahlen der Sächsischen Tierseuchenkasse verweisen. Zum 31.12.2017 waren dort 6.573 Imker mit insgesamt 54.988 Bienenvölkern erfasst.

    Quelle: Seite 54 des Jahresberichtes 2017 der Sächsischen Tierseuchenkasse (Abruf von: https://www.tsk-sachsen.de/doc…18/Jahresbericht_2017.pdf )

    Auf dieser Seite sind auch interessante Zahlen zur Völkerdichte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgelistet.

    Wenn ein Bienenstand im Freistatt Sachsen zum amtlichen AFB-Monitoring ausgewählt wurde für den in der gleichen Saison ein Gesundheitszeugnis benötigt wird, sollte dies spätestens zur Probennahme bekannt sein. Die Sammelprobe (Gemüll- oder Futterkranzprobe) sollte - meines Wissens nach - dann von maximal 6, sonst von maximal 12 Völkern erstellt werden. Für das Gesundheitszeugnis wird - zumindest in meinem Kreis - dann an einem geeigneten Termin noch eine Untersuchung der Bienenvölker auf klinische Symptome der Amerikanischen Faulbrut notwendig.

    Ich möchte die IF-Leser aus dem Freistaat Sachsen auf das amtliche Monitoring zur Amerikanischen Faulbrut im Freistaat aufmerksam machen. Im Zeitraum vom 01.02.2019 bis 31.12.2022 sollen mit diesem Programm alle Bienenstände einmal auf Amerikanische Faulbrut beprobt werden. Je nach Saison können Gemüll- oder Futterkranzproben dafür genutzt werden. Mit der Probennahme werden Bienensachverständige beauftragt. Für die so durchgeführte Beprobung entstehen dem Imker/Bienenhalter keine Kosten.

    Die diesbezügliche Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen ist beispielsweise unter folgender Adresse veröffentlicht:

    lds.sachsen.de/bekanntmachung/?ID=14731&art_param=810

    Seuchenfreiheit bzw. frühzeitige Erkennung von Seuchenquellen ist im ureigensten Interesse von Imkern bzw. Bienenhaltern. Mich würden Erfahrungen von anderen Programmen interessieren.


    Steht die Imkerschaft geschlossen zum Faulbrut-Monitoring oder ist sie dazu gespalten?

    Dass im Beitrag 8 geäußerte stärkere Verkleben von langen Zanderohren kann ich nicht feststellen. Dabei setze ich allerdings voraus, dass die Zarge eine Metallauflageschiene/Rutschschiene mit ausreichend Abstand hat. Nach unten erfolgt nur schmal mit der Rutschschiene ein Verkitten. Ggf. erfolgt ein Verkitten zur Außenwand. Nach oben sehe ich in dem von mir genutzten System ein Verkitten mit der Auflageleiste des Absperrgitters, die auch gleichzeitig Verrutschsicherung ist. Damit ist hier die Breite der Auflageleiste des Absperrgitters (im Holzrahmen) maßgebend. Ansonsten ist der Beespace eingehalten. Für die Verklebungsfläche der Ohren auf guten Rutschleisten spielt somit die Länge der Ohren keine Rolle.

    Ein starkes Verkitten tritt an den Ohren in Nuten auf. Dieses Konstruktionsprinzip gibt es in vielen Hinterbehandlungsbeuten.
    Die größte Verklebungsfläche dürften aber durchgehende Hoffmann-Seiten bieten.
    Als Konsequenz der schön langen Ohren ergibt sich aber der Nachteil einer größeren Kältezone.

    Eine Wabe Zander 1,5 kann durch anrödeln einer Zanderwabe 0,5 an einer Zanderwabe 1,0 erstellt wird. Das sehe ich als Vorteil des Maßes Zander 1,5. Natürlich müssen an dem dazu verwendeten Zanderrähmchen 0,5 die Ohren abgeschnitten werden. Dem so zusammen gesetzten Rähmchen fehlen übrigens 7 mm in der Höhe, was aber unkritisch ist. So etwas macht man ohnehin nur in Einzelfällen.

    Leider muss ich von den vorangegangenen Beiträgen bestätigen, dass die Angebotsvielfalt von Zander 1,5 geringer als Zander-Dadant ist. Wagner Imkertechnik will beispielsweise keine Polystyrol-Wärmeschiede in Zander 1,5 bauen.
    Sollten Zander 1,5-Honigwaben entstanden sein, obwohl diese Größe nicht dafür gedacht ist, wird zum Ausschleudern ein sehr großer Schleuderkorb in einer sehr großen Schleuder benötigt.