Beiträge von Lindenhonigimker

    Wenn das Gesundheitszeugnis im Oktober ausgestellt wird, läuft es im Juli aus. Um mit einem Gesundheitszeugnis durch die Saison zu kommen, will man es lieber zeitig im neuen Jahr erstellt bekommen.

    Der Beitrag #14 hat mich veranlasst meine modifizierten Rähmchen nachzumessen. Sie sind – wie von Bienenweber ausgewiesen – oben und an den Seiten 28,5 mm breit. Mit den 7,5 mm Pilzkopfnägeln komme ich auf den 35 mm Abstand zwischen den Mittelwänden. Bei 10 dieser Zander-Rähmchen verbleibt in die Hohenheimer Beute etwas Platz, den ich beiderseits des Baurahmens gebe. 11 solcher Zander-Rähmchen passen aber keinesfalls in die Hohenheimer Zargen.

    Für die Imgut-Futtertaschen finde diesen Spielraum über die 35 mm übrigens auch hilfreich.

    Da die 7,5 mm Pilzkopfnägel gern korrodieren, setze ich im Gegensatz zu den Rähmchen an der Zarge 7 mm Holz-Abstandshalter von den Zschopautaler Imkern ein.

    Was macht Ihr mit den Völkern während der Blühspritzung im Raps? In einem heutigen Vortrag eines Landesamtes habe ich gehört, dass am Tage der Blühspritzung die Fluglöcher geschlossen waren. Insbesondere bei sonniger Aufstellung habe ich Bedenken.

    In der heutigen Radiosendung "Expertenrat: Imkern und Wildbienenpflege" von MDR SACHSEN wurde der Stv. Vorsitzende vom Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. interviewt. Dirk Liesch, der auch durch seinen Bienen und Imkerei MOOC (Massive Open Online Course) bekannt sein dürfte, antwortet zum Einstieg in die Imkerei und zu Wildbienen.


    Unter

    https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-1707876.html

    sind die Interviewpassagen zum Anhören zusammen geschnitten bereit gestellt.

    Die Königinnenabsperrgitter mit Rahmen für Hohenheimer Beuten (520 mm x 420 mm) vom Imkereibedarf Bienenweber liegen nach unten auf Höhe der Brutraumzarge. Mit den Zargen, die den Beespace oben haben, liegen diese somit richtig. Dies wird erreicht, weil die Verrutschsicherung (Leiste) das verzinkte Metallabsperrgitter fixiert.

    Nach oben werden circa 7 mm spezifiziert.

    Die Kompatibilität mit den Hohenheimer Beuten vom Bergwinkel Imkereibedarf habe ich nicht geprüft.

    Die genannten Königinnenabsperrgitter nutze ich ausschließlich mit Hohenheimer Zargen vom Imkereibedarf Bienenweber.

    Das im Ausgangsbeitrag abgebildete Gerät kenne ich zwar nicht, möchte aber auf das Schaltungsprinzip, wie es bei TPW (Technisch-Physikalische Werkstätten Thalheim) vor der Wende typisch war, hinweisen. Für regelbare Kleinspannung war üblich einen Sparstelltransformator und einen Trenntrafo in Kaskade zu schalten. Der Sparstelltransformator hat die Spannung geregelt und der Trenntrafo die galvanische Trennung realisiert. Aktuell finde ich bei der Thalheimer Transformatorenwerke GmbH aber auch Trennstelltransformatoren. Dies würde ich aber in dem historischen Gerät nicht erwarten. Aus dem im Beitrag #2 schon empfohlenen e-check wird bekannt, ob die galvanische Trennung in ausreichenden Maß gegeben ist.

    Im Beitrag #124 “ist nicht hinnehmbar, wenn der NABU sich an Kommunen oder andere wendet und diese auffordert Wanderimker fernzuhalten.” Ich möchte alle Imker und Imkerinnen ermuntern mit Ihren Vereinen sich bei entsprechenden Satzungsvorhaben der Städte und Gemeinden mit einzubringen.

    Wie sich der NABU beim Maßnahmenkatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Leipzig einbringt, zeigt er unter:

    Im Punkt M 2.7.a) steht: “Durch die hohe Individuendichte bei Honigbienenvölkern sowie den weiten Flugradius muss das Aufstellen von Honigbienenvölker (Nutztier) in Schutzgebieten mit einem Radius von mindestens 3 km um das jeweilige Schutzgebiet grundsätzlich untersagt werden.“

    Weiter geht es mit: “b) Eine Genehmigung zum Aufstellen von mehr als 15 Honigbienenvölkern für Wanderimker ist nach dem Abblühen der Linde zu versagen bzw. sollte erst nach Schaffung eines umfangreichen Angebotes an spätblühenden Nahrungsflächen ausnahmsweise gestattet werden können.

    c) Es ist die Einführung eines Imkereischeins analog zu Jagd- und Angelschein wünschenswert, das Gesundheitszeugnis als alleiniger Befähigungsnachweis ist nicht ausreichend.

    d) Um Konkurrenzen und Krankheitsübertragungen (auch Verflug, Räuberei und Reinvasion Varroamilbe) vorzubeugen, sollte ein GIS gestütztes Imkereikataster angelegt werden und die Imkerei entsprechend der genannten Maßgaben (Schutzgebiete, Imkereidichte, Trachtflächen) reguliert werden können.“

    Um dem Themenersteller bei der anstehenden Entscheidung zur zukünftigen Futtertasche zu helfen, möchte ich meine Erfahrungen aufschreiben.


    Beim Wechsel zur Magazinimkerei habe ich zunächst vorhandene Paschke-Kunststoff-Futtertröge genutzt. Sie sind für den Einsatz in breiten Fenstern von bestimmten Hinterbehandlungsbeuten konzipiert.

    In einer Leerzarge - mit Schwimmer auf der ganzen Fläche - eingesetzt, haben sie sich leider nicht bewährt. Bei Kälte hatten die Bienen schnell Probleme den senkrechten Aufstieg aus dem Trog zu erklimmen.


    Ich setze deshalb jetzt Futtertaschen und Futtertröge mit Riffelung ein.

    Bei der Futtertasche fiel meine Entscheidung auf die Imgut Zander-Futtertasche. Meine Erfahrung damit sind:

    • Keine Schwimmhilfen nötig, da nur 35 mm breit.
    • Bienen scheinen mit dem Aufstieg an den geriffelten Wänden keine Probleme zu haben. Selbst wenn sie wegen Kälte die Futteraufnahme abbrechen, finden sich keine bzw. manchmal einzelne tote Bienen in der Futtertasche.
    • Der Futterbereich ist etwas tiefer, als die Ohren, so dass die Bienen gut einsteigen können. Ich setze die Futtertaschen meist als Schied. Leider gibt es diese Futtertaschen nicht in 1,5-Zander. Die Abdeckfolie halte ich mit Wachs - Holz wäre ebenso möglich - auf Beespace.
    • Diese Futtertasche ist als lebensmittelecht ausgewiesen, was Kaufbedingung war.
    • Die Reinigung erfolgt im Geschirrspüler, da spülmaschinenfest. Es könnte sein, dass die Wellen der Wände durch die hohen Temperaturen stärker werden. Das stört aber nicht, da gering. Von Hand wäre die Reinigung durch die schmale Ausführung schwierig und zeitraubend.
    • In diese Futtertasche passt genügend Futter, um beispielsweise eine Einzelportion ApiInvert komplett aufzunehmen. Dazu schneide ich eine Ecke ab und lasse langsam über die Mitte in alle drei Kammern den Sirup einlaufen. Ich muss nicht alle Abteile separat befüllen, was vielleicht die Befürchtung des Themenerstellers war.
    • Prinzipiell kann auch nur eine einzelne Kammer oder die Kammern für verschiedenes Futter genutzt werden.

    Zu anderen Futtertaschen habe ich keine Erfahrungen. Die Imgut DNM-Futtertasche scheint aber nach gleichem Prinzip konstruiert zu sein. Allerdings hat sie durch ihre Größe ein etwas geringeres Fassungsvermögen. Futtertaschen mit doppelter Rähmchenbreite habe ich bisher nicht eingesetzt.

    Die Bienen finden beispielsweise in der Bienenflucht den Weg zum Volk durch den Geruch. Unter dem Gitterboden lockt sie der Geruch aber in eine Falle.

    Im Beitrag #19 habe ich deshalb aufgeschrieben, dass ich die Vorderfront weit nach unten geschlossen habe. Vielleicht reicht auch schon das Setzen der Anflugbretter.

    Wie schon vom Autor im vorangegangenen Beitrag hingewiesen, der Buckfast-Züchter Josef Koller beschreibt auf seiner Seite Kunstschwarmbildung nach Trachtende eine Variante der Kunstschwarmbildung ohne „Kellerhaft“. Bitte beachten, dass er dabei die Königin erst am nächsten Tag zum Ausfressen freigibt.

    Eine zeitliche Verzögerung beim Ausfressen des Zusetzkäfigs kann auch durch Zusetzkäfig mit Mehrkammersystem erreicht werden.

    Für mich habe ich festgelegt, dass ich Kunstschwärme nur am Abend bilde.

    In der Normbeute 52 fand ich es immer sehr beeindruckend, wenn der Wandervorbau voller “Faulenzer” hing. Wenn es dort voll ist, ketteln sie sich zusätzlich unter dem Anflugbrett auf.


    In Deutschland sind Magazine ohne Wandervorbau üblich. Damit sich die Bienen nicht unter dem Gitterboden aufketteln, setze ich unter dem Boden eine Erhöhung, die auf der Fluglochseite vollständig geschlossen ist. Seitlich bietet sie hingegen Öffnungen für den Gurt und von hinten bietet sie einen Einblick auf die Unterseite des Gitterbodens.


    Ist eigentlich der Trommelraum hinter dem Schied schon voll?

    Im Beitrag #124 wird Folgendes gefragt:

    Die Frage bei CBPV ist, tritt es bei Berufsimkern, die einfach viele Völker an einem Stand, vielleicht mit einer Genetik haben, vermehrt auf?

    Die schon im Beitrag #130 verlinkte epidemiologisch Studie “Chronische Bienenlähmung als ernsthafte Bedrohung für Honigbienen (Original: Chronic bee paralysis as a serious emerging threat to honey bees)” hat dazu für England und Wales die Angabe:

    Zitat

    Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Risiko einer chronischen Bienenlähmung bei Bienenhausbesuchen bei professionellen Imkern im Vergleich zu Amateuren 1,5 (CI 1,4–1,6) Mal höher war. Frühere Fälle von chronischer Bienenlähmung in England wurden positiv mit der Koloniedichte korreliert, was den Zusammenhang mit professionellen Imkern erklären könnte, die natürlich eine höhere durchschnittliche Anzahl von Kolonien an einem Bienenstandort haben (12,9) als Amateure (4,9). Viele Managementpraktiken unterscheiden sich zwischen Amateur- und Berufsgruppen, und es ist bekannt, dass einige, wie das Hinzufügen von Pollenfallen, chronische Bienenlähmungssymptome hervorrufen.

    (Original: "Our results indicate that the risk of chronic bee paralysis being recorded during apiary visits was 1.5 (CI 1.4–1.6) times greater for professional beekeepers when compared to amateurs. Previous cases of chronic bee paralysis in England have been positively correlated with colony density, which could explain the link with professional beekeepers who naturally have a higher average number of colonies on an apiary site (12.9) compared to amateurs (4.9). Many management practices will differ between amateur and professional groups, and some, such as the addition of pollen traps, are known to induce chronic bee paralysis symptoms.")