Beiträge von Lindenhonigimker

    Auch wenn die Terminanfrage laut Ausgangsbeitrag auf den Bienenstand hindeutet, bitte auch auf Sauberkeit im Schleuder- und Honiglagerraum achten.


    Ich wünsche eine mängelfreie Kontrolle.:)

    Im Ausgangsbeitrag wird eine Breite von „maximal 350mm“ „(ohne die Ohren für die Schienen)“ genannt. Zieht man davon zweimal den Beespace ab, dann ist man ziemlich genau bei 338 mm, der Breite ohne Ohren von Freudenstein-Rähmchen. Freudenstein-Rähmchen sind übrigens 200 mm hoch.

    Diese Rähmchengröße war früher in Deutschland ein beliebtes Format. Bei einzelnen Fachhändlern gibt es noch Rähmchen und Mittelwände zu kaufen. Es ist ein sehr kleines Format.


    Imkern in Hinterbehandlungsbeuten ist mittlerweile auch in den östlichen Bundesländern selten geworden. Teils wird aus zwei übereinander stehenden Beuten eine vieretagige Beute erstellt. Dies ist beispielsweise in diesem Imkerforumsbeitrag diskutiert worden. Nach den Bildern scheint es sich aber um eine einetagige Aufstellung zu handeln.


    In den Bildern ist zu sehen, dass die Beuten Nuten mit Auflageschienen für Warmbau besitzen. Das ist kein Blätterstock, wie im Beitrag 4 benannt. Ausfräsungen zum Umbau auf Kaltbau kann ich in den Bildern nicht erkennen. Das Prinzip des Blätterstocks ist beispielsweise in diesem Imkerforumsbeitrag beschrieben.

    Die Zanderklemmen werden für 22 mm breite und 10 mm hohe bzw. in einer anderen Version für 25 mm breite und 10 mm hohe Ohren spezifiziert. Bienenweber weist in seinen Zeichnungen für „DNM modifiziert mit geraden Seiten in Teilen“ 19 mm breite und 8,3 mm hohe Ohren aus. Für „Zander Rähmchen modifiziert gerade Seiten“ weist dieser Hersteller 22 mm breite und 10 mm hohe Ohren aus. Bei Zander sollte diese Kombination passen. Bei DNM sind zudem die Ohren viel kürzer. Ich bin da skeptisch. Erfahrungen mit Zanderklemmen habe ich nicht. Ich nutze Polsternägel.

    Wegen des Beitrags #16 möchte ich nochmals erwähnen, dass die DNM-Holzzargen bei Bienenweber, aber auch bei anderen Herstellern 3 mm höher, als die Zander-Zargen des gleichen Systems sind. Dadurch stimmt der bee space.

    Ich möchte Lida auf den Beitrag 6 des Imkerforumsthema

    Wandern mit Naturbau

    aufmerksam machen. In dem dort verlinkten Bericht zu Wabenabrissen beim Umzug von TBH werden Schlussfolgerungen gezogen, die auch in diesem Thema schon zu lesen waren. Wichtig erscheint mir noch der Hinweis in dem eben verlinkten Imkerforums-Beitrag zur Ausrichtung der Waben längs zur Fahrtrichtung. Das hat Bernhard Heuvel sehr einleuchtend begründet.

    Zu den Holzzargen der Hohenheimer Beute möchte ich präzisieren, dass die Zander-Zargen in der Regel keine Ausfräsungen und keine Schienen für die DNM-Rähmchenohren haben. Die DNM-Zargen haben wiederum keine Tragschienen für die Zander-Rähmchen. Außerdem sind die DNM-Zargen 3 mm höher, als die Zander-Zargen.

    Ich habe dazu DNM-Rähmchen an jeweils einen Zander-Oberträger gebunden. Dadurch ragen diese Waben in den Boden hinein, aber selbst bei modifizierten Zander-Oberträger reicht ein flacher Boden dafür aus. Müssen mehr als 10 DNM-Waben übernommen werden, ist dieses Verfahren ungeeignet.

    Da die Hohenheimer Beute - in der zukünftig die Bienen wohnen sollen - auch DNM-Zargen kennt, könnte der Brutraum in DNM und Warmbau und der Honigraum in Zander und Kaltbau aufgesetzt werden.


    Für die erstgenannte Variante habe ich Oberträger mit einer Abstandsregelung versehen und daran mit Rähmchendraht die DNM-Waben gerödelt. Schneller geht das sicher mit Kabelbindern oder mit 2 vom Akkuschrauber hineingedrehter Holzschrauben.

    Mit dieser Konstruktion würde ich aber nicht wandern wollen, da spätestens bei gemischter Wabenbestückung - also Zander und DNM-Rähmchen - die untere Abstandsregulierung nicht durchgängig vorhanden ist.

    Soweit ich mich erinnere, hielt sich der Wildbau in Grenzen. Ich hatte damals aber auch nur einzelne DNM-Rähmchen an Zander-Oberträgern im Einsatz. Sollte Wildbau dennoch auftreten, trennt ein Messer den Stabilbau zwischen Rähmchen und Beutenwand schnell auf.


    Alte und neue Beute müssen am gleichen Standort mit identischer Fluglochrichtung stehen, sonst sind Maßnahmen für Verstellen auf kurze Distanz durchzuführen.

    Ich danke „rase“ ganz herzlich für die Empfehlung. Am gleichen Stand zu arbeiten reduziert den Aufwand erheblich. Vielleicht locke ich mir die Bienen auch mit etwas Flüssigfutter in eine Futtertasche und hänge diese um. Dort kann ich zwar nicht vollständig nach der Weisel suchen, diese erwarte ich dort aber auch nicht.


    Da ich zu dieser Arbeit nicht ins Brutnest muss, reichen mir Temperaturen über 10°C. Nach derzeitigem Wetterbericht habe ich mir diese Arbeit für den Zeitbereich von Montag bis Mittwoch vorgenommen.

    Von der Hinterbehandlung kommend bin ich nach lesen dieses Themas von der Magazinimkerei etwas desil­lu­si­o­nie­rt. Ich habe aktuell ein zu kleines Volk (Weiselüberwinterung), was ich unbedingt verstärken muss. Ich schwanke zwischen folgenden drei Methoden:

    1.) Aufsetzen für bis zu 3 Wochen direkt auf ein starkes Volk. Nur ein Königinnenabsperrgitter trennt die beiden Königinnen. Flugloch befindet sich nur unter dem starken Volk.

    2.) Platztausch mit starkem Volk und dadurch Einsammeln der Flugbienen in das zu kleine Volk.

    3.) Zulauf von Bienen von anderem Stand über eine Bienenflucht.


    Das als Bienenspender prädestinierte Volk besetzt 9 Zanderwaben prächtig, ist leider aber sehr verteidigungsbereit. Dessen Königin ist von 2017. Im Völkchen ist die Königin auf einer Landbelegstelle 2018 begattet worden.

    Ich würde mich über das Aufschreiben der Erfahrung anderer Imker sehr freuen.

    Zur Größenordnung des amtlichen Monitorings zur Amerikanischen Faulbrut in Sachsen möchte ich auf die Zahlen der Sächsischen Tierseuchenkasse verweisen. Zum 31.12.2017 waren dort 6.573 Imker mit insgesamt 54.988 Bienenvölkern erfasst.

    Quelle: Seite 54 des Jahresberichtes 2017 der Sächsischen Tierseuchenkasse (Abruf von: https://www.tsk-sachsen.de/doc…18/Jahresbericht_2017.pdf )

    Auf dieser Seite sind auch interessante Zahlen zur Völkerdichte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgelistet.

    Wenn ein Bienenstand im Freistatt Sachsen zum amtlichen AFB-Monitoring ausgewählt wurde für den in der gleichen Saison ein Gesundheitszeugnis benötigt wird, sollte dies spätestens zur Probennahme bekannt sein. Die Sammelprobe (Gemüll- oder Futterkranzprobe) sollte - meines Wissens nach - dann von maximal 6, sonst von maximal 12 Völkern erstellt werden. Für das Gesundheitszeugnis wird - zumindest in meinem Kreis - dann an einem geeigneten Termin noch eine Untersuchung der Bienenvölker auf klinische Symptome der Amerikanischen Faulbrut notwendig.

    Ich möchte die IF-Leser aus dem Freistaat Sachsen auf das amtliche Monitoring zur Amerikanischen Faulbrut im Freistaat aufmerksam machen. Im Zeitraum vom 01.02.2019 bis 31.12.2022 sollen mit diesem Programm alle Bienenstände einmal auf Amerikanische Faulbrut beprobt werden. Je nach Saison können Gemüll- oder Futterkranzproben dafür genutzt werden. Mit der Probennahme werden Bienensachverständige beauftragt. Für die so durchgeführte Beprobung entstehen dem Imker/Bienenhalter keine Kosten.

    Die diesbezügliche Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen ist beispielsweise unter folgender Adresse veröffentlicht:

    lds.sachsen.de/bekanntmachung/?ID=14731&art_param=810

    Seuchenfreiheit bzw. frühzeitige Erkennung von Seuchenquellen ist im ureigensten Interesse von Imkern bzw. Bienenhaltern. Mich würden Erfahrungen von anderen Programmen interessieren.


    Steht die Imkerschaft geschlossen zum Faulbrut-Monitoring oder ist sie dazu gespalten?

    Dass im Beitrag 8 geäußerte stärkere Verkleben von langen Zanderohren kann ich nicht feststellen. Dabei setze ich allerdings voraus, dass die Zarge eine Metallauflageschiene/Rutschschiene mit ausreichend Abstand hat. Nach unten erfolgt nur schmal mit der Rutschschiene ein Verkitten. Ggf. erfolgt ein Verkitten zur Außenwand. Nach oben sehe ich in dem von mir genutzten System ein Verkitten mit der Auflageleiste des Absperrgitters, die auch gleichzeitig Verrutschsicherung ist. Damit ist hier die Breite der Auflageleiste des Absperrgitters (im Holzrahmen) maßgebend. Ansonsten ist der Beespace eingehalten. Für die Verklebungsfläche der Ohren auf guten Rutschleisten spielt somit die Länge der Ohren keine Rolle.

    Ein starkes Verkitten tritt an den Ohren in Nuten auf. Dieses Konstruktionsprinzip gibt es in vielen Hinterbehandlungsbeuten.
    Die größte Verklebungsfläche dürften aber durchgehende Hoffmann-Seiten bieten.
    Als Konsequenz der schön langen Ohren ergibt sich aber der Nachteil einer größeren Kältezone.