Beiträge von Lindenhonigimker

    Das im Ausgangsbeitrag abgebildete Gerät kenne ich zwar nicht, möchte aber auf das Schaltungsprinzip, wie es bei TPW (Technisch-Physikalische Werkstätten Thalheim) vor der Wende typisch war, hinweisen. Für regelbare Kleinspannung war üblich einen Sparstelltransformator und einen Trenntrafo in Kaskade zu schalten. Der Sparstelltransformator hat die Spannung geregelt und der Trenntrafo die galvanische Trennung realisiert. Aktuell finde ich bei der Thalheimer Transformatorenwerke GmbH aber auch Trennstelltransformatoren. Dies würde ich aber in dem historischen Gerät nicht erwarten. Aus dem im Beitrag #2 schon empfohlenen e-check wird bekannt, ob die galvanische Trennung in ausreichenden Maß gegeben ist.

    Im Beitrag #124 “ist nicht hinnehmbar, wenn der NABU sich an Kommunen oder andere wendet und diese auffordert Wanderimker fernzuhalten.” Ich möchte alle Imker und Imkerinnen ermuntern mit Ihren Vereinen sich bei entsprechenden Satzungsvorhaben der Städte und Gemeinden mit einzubringen.

    Wie sich der NABU beim Maßnahmenkatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Leipzig einbringt, zeigt er unter:

    Im Punkt M 2.7.a) steht: “Durch die hohe Individuendichte bei Honigbienenvölkern sowie den weiten Flugradius muss das Aufstellen von Honigbienenvölker (Nutztier) in Schutzgebieten mit einem Radius von mindestens 3 km um das jeweilige Schutzgebiet grundsätzlich untersagt werden.“

    Weiter geht es mit: “b) Eine Genehmigung zum Aufstellen von mehr als 15 Honigbienenvölkern für Wanderimker ist nach dem Abblühen der Linde zu versagen bzw. sollte erst nach Schaffung eines umfangreichen Angebotes an spätblühenden Nahrungsflächen ausnahmsweise gestattet werden können.

    c) Es ist die Einführung eines Imkereischeins analog zu Jagd- und Angelschein wünschenswert, das Gesundheitszeugnis als alleiniger Befähigungsnachweis ist nicht ausreichend.

    d) Um Konkurrenzen und Krankheitsübertragungen (auch Verflug, Räuberei und Reinvasion Varroamilbe) vorzubeugen, sollte ein GIS gestütztes Imkereikataster angelegt werden und die Imkerei entsprechend der genannten Maßgaben (Schutzgebiete, Imkereidichte, Trachtflächen) reguliert werden können.“

    Um dem Themenersteller bei der anstehenden Entscheidung zur zukünftigen Futtertasche zu helfen, möchte ich meine Erfahrungen aufschreiben.


    Beim Wechsel zur Magazinimkerei habe ich zunächst vorhandene Paschke-Kunststoff-Futtertröge genutzt. Sie sind für den Einsatz in breiten Fenstern von bestimmten Hinterbehandlungsbeuten konzipiert.

    In einer Leerzarge - mit Schwimmer auf der ganzen Fläche - eingesetzt, haben sie sich leider nicht bewährt. Bei Kälte hatten die Bienen schnell Probleme den senkrechten Aufstieg aus dem Trog zu erklimmen.


    Ich setze deshalb jetzt Futtertaschen und Futtertröge mit Riffelung ein.

    Bei der Futtertasche fiel meine Entscheidung auf die Imgut Zander-Futtertasche. Meine Erfahrung damit sind:

    • Keine Schwimmhilfen nötig, da nur 35 mm breit.
    • Bienen scheinen mit dem Aufstieg an den geriffelten Wänden keine Probleme zu haben. Selbst wenn sie wegen Kälte die Futteraufnahme abbrechen, finden sich keine bzw. manchmal einzelne tote Bienen in der Futtertasche.
    • Der Futterbereich ist etwas tiefer, als die Ohren, so dass die Bienen gut einsteigen können. Ich setze die Futtertaschen meist als Schied. Leider gibt es diese Futtertaschen nicht in 1,5-Zander. Die Abdeckfolie halte ich mit Wachs - Holz wäre ebenso möglich - auf Beespace.
    • Diese Futtertasche ist als lebensmittelecht ausgewiesen, was Kaufbedingung war.
    • Die Reinigung erfolgt im Geschirrspüler, da spülmaschinenfest. Es könnte sein, dass die Wellen der Wände durch die hohen Temperaturen stärker werden. Das stört aber nicht, da gering. Von Hand wäre die Reinigung durch die schmale Ausführung schwierig und zeitraubend.
    • In diese Futtertasche passt genügend Futter, um beispielsweise eine Einzelportion ApiInvert komplett aufzunehmen. Dazu schneide ich eine Ecke ab und lasse langsam über die Mitte in alle drei Kammern den Sirup einlaufen. Ich muss nicht alle Abteile separat befüllen, was vielleicht die Befürchtung des Themenerstellers war.
    • Prinzipiell kann auch nur eine einzelne Kammer oder die Kammern für verschiedenes Futter genutzt werden.

    Zu anderen Futtertaschen habe ich keine Erfahrungen. Die Imgut DNM-Futtertasche scheint aber nach gleichem Prinzip konstruiert zu sein. Allerdings hat sie durch ihre Größe ein etwas geringeres Fassungsvermögen. Futtertaschen mit doppelter Rähmchenbreite habe ich bisher nicht eingesetzt.

    Die Bienen finden beispielsweise in der Bienenflucht den Weg zum Volk durch den Geruch. Unter dem Gitterboden lockt sie der Geruch aber in eine Falle.

    Im Beitrag #19 habe ich deshalb aufgeschrieben, dass ich die Vorderfront weit nach unten geschlossen habe. Vielleicht reicht auch schon das Setzen der Anflugbretter.

    Wie schon vom Autor im vorangegangenen Beitrag hingewiesen, der Buckfast-Züchter Josef Koller beschreibt auf seiner Seite Kunstschwarmbildung nach Trachtende eine Variante der Kunstschwarmbildung ohne „Kellerhaft“. Bitte beachten, dass er dabei die Königin erst am nächsten Tag zum Ausfressen freigibt.

    Eine zeitliche Verzögerung beim Ausfressen des Zusetzkäfigs kann auch durch Zusetzkäfig mit Mehrkammersystem erreicht werden.

    Für mich habe ich festgelegt, dass ich Kunstschwärme nur am Abend bilde.

    In der Normbeute 52 fand ich es immer sehr beeindruckend, wenn der Wandervorbau voller “Faulenzer” hing. Wenn es dort voll ist, ketteln sie sich zusätzlich unter dem Anflugbrett auf.


    In Deutschland sind Magazine ohne Wandervorbau üblich. Damit sich die Bienen nicht unter dem Gitterboden aufketteln, setze ich unter dem Boden eine Erhöhung, die auf der Fluglochseite vollständig geschlossen ist. Seitlich bietet sie hingegen Öffnungen für den Gurt und von hinten bietet sie einen Einblick auf die Unterseite des Gitterbodens.


    Ist eigentlich der Trommelraum hinter dem Schied schon voll?

    Im Beitrag #124 wird Folgendes gefragt:

    Die Frage bei CBPV ist, tritt es bei Berufsimkern, die einfach viele Völker an einem Stand, vielleicht mit einer Genetik haben, vermehrt auf?

    Die schon im Beitrag #130 verlinkte epidemiologisch Studie “Chronische Bienenlähmung als ernsthafte Bedrohung für Honigbienen (Original: Chronic bee paralysis as a serious emerging threat to honey bees)” hat dazu für England und Wales die Angabe:

    Zitat

    Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Risiko einer chronischen Bienenlähmung bei Bienenhausbesuchen bei professionellen Imkern im Vergleich zu Amateuren 1,5 (CI 1,4–1,6) Mal höher war. Frühere Fälle von chronischer Bienenlähmung in England wurden positiv mit der Koloniedichte korreliert, was den Zusammenhang mit professionellen Imkern erklären könnte, die natürlich eine höhere durchschnittliche Anzahl von Kolonien an einem Bienenstandort haben (12,9) als Amateure (4,9). Viele Managementpraktiken unterscheiden sich zwischen Amateur- und Berufsgruppen, und es ist bekannt, dass einige, wie das Hinzufügen von Pollenfallen, chronische Bienenlähmungssymptome hervorrufen.

    (Original: "Our results indicate that the risk of chronic bee paralysis being recorded during apiary visits was 1.5 (CI 1.4–1.6) times greater for professional beekeepers when compared to amateurs. Previous cases of chronic bee paralysis in England have been positively correlated with colony density, which could explain the link with professional beekeepers who naturally have a higher average number of colonies on an apiary site (12.9) compared to amateurs (4.9). Many management practices will differ between amateur and professional groups, and some, such as the addition of pollen traps, are known to induce chronic bee paralysis symptoms.")

    Mehrere Autoren dieses Forums haben sich für Pigrol Beutenschutzlasur ausgesprochen. Diese Lasur war auch für den Beuteninnenanstrich zertifiziert. Leider wurde dieser Produktbereich vom neuen Investor 2018 eingestellt.

    Mit Leinöl als Innenanstrich habe ich gerade schlechte Erfahrungen gemacht. Schimmel scheint sich darauf schneller auszubreiten, als auf unbehandelten Holz.

    Ich hoffe von euren Vorgehen und den diesbezüglichen Erfahrungen zu lesen, wofür ich mich schon im Voraus bedanken möchte.:)

    In den vorangegangenen Beiträgen wird die Frage der Überwinterung aufgeworfen. Auf der Herstellerseite steht übersetzt ins Deutsche: “Dabei überwinterten wir im 4-Jahreszeiten-Klima in Zentral-Pennsylvania, USA, bevor wir im Frühjahr 2017 mit dem kommerziellen Verkauf des BEEcosystem-Bienenstocks begannen.” Zu den zu beachtenden Details habe ich leider nichts gefunden.


    Auch der Imker Heinz Zerfaß schreibt 2007, dass er eines seiner Völker bereits 5 Jahre in dem von ihm entworfenen und gebauten Bienenschaukasten im Wohnzimmer hält. Es sitzt auf vier Deutschnormalmaß- und zwei Halbrähmchen.


    Ich möchte auch auf den Beitrag vom Imkerforums-Autor Amape hinweisen. Unter postID=595594 schreibt er 2018, dass er ein Schaubienenvolk betreut, dass in einem Fenster seit mehreren Jahren ganzjährig lebt und darin die Fläche von 9 Waben Miniplus zur Verfügung hat.


    Ich selbst habe bisher keine Erfahrungen mit Schaukästen. Aufschreiben möchte ich, dass die meisten handelsüblichen Bienenschaukästen zu wenig Waben für eine Überwinterung aufnehmen können.

    Soweit ich mich an den Vortrag „Erste Ergebnisse zur Untersuchung der molekularen Wirkung von Ameisensäure auf Bienen und Varroamilben“ von Frau Antonia Genath vom Institut für Veterinär-Biochemie der Freien Universität Berlin am 26.10.2019 in Donaueschingen erinnere, sollte in Richtung geregelte Ameisensäurebedampfung weiter gearbeitet werden.

    Im Beitrag #155 steht: „Ein paar wenige tote Bienen sind am Boden der Beute mit abgeschnittenen Flügeln.“ Falls mit abgeschnittenen Flügeln deformierte oder verstümmelte Flügel beschrieben werden, dann könnte das eine Folge des Flügeldeformationsvirus (englisch: Deformed Wing Virus, DWV) sein. Im diesbezüglichen Wikipedia-Beitrag gibt es Bilder von Bienen mit solch verstümmelten Flügeln.


    Durch Verletzungen, beispielsweise durch Einstich der Varroamilben, kommen diese und andere Viren besser in die Biene. Deshalb deklariert man dieses Bienensterben in Deutschland in der Regel als Varroaschaden.


    In Amerika nennt man dieses schnelle Volkssterben Colony Collapse Disorder (kurz CCD).