Beiträge von Ralf Adams

    Übrigens: Da du für den Starter Apfelsaft verwendet hast, dürftest du deinen Wein keinesfalls als "Met", sondern lediglich als "Honigwein" etikettieren.

    Hallo Dommy ,

    vielen Dank für Deine Tipps. Das mit dem Honigwein werde ich mir nochmal durchlesen, da ich mich um diese Themen noch gar nicht gekümmert habe. Schließlich will ich ja diesen ersten Versuch verkaufen.

    Liebe Grüße, Ralf

    Hallo Mi Ha ,

    vielen Dank für Deine Anmerkungen.

    • Schwefel wollte ich explizit vermeiden, da ich regelmäßig auch bei kleineren Dosen mit starken Kopfschmerzen darauf reagiere. Beim Weinkauf muss ich darauf achten.
    • Was die Bestimmung vom Restzucker und dem Alkoholgehalt angeht, da verlasse ich mich auf meine Schülers von der Chemieabteilung. An meiner Schule (http://www.tbs1.de) gibt es eine Schülerfirma von CTA-Auszubildenden, die derzeit an einem Produktangebot im Bereich der Honig-, Honigprodukte- und Wachsanalysen arbeiten. Die verwenden meine Imkerei und die Schulimkerei als Versuchskaninchen (Lehrerdeutsch: "Lernträger"). Da werde ich wohl nach den Osterferien ein Ergebnis bekommen.
    • Nein, der Ansatz müsste eigentlich immer so zwischen 20° und 25° gehabt haben. Ich habe den Kellerraum entsprechend geheizt. Zwar habe ich keine kontinuierliche Messung durchgeführt, habe aber auch keinen Anlass, größere Schwankungen zu vermuten.
    • Nun stehen die Flaschen in einem kühlen Keller, so dass die Nachgärung wohl im beherrschbarem Maße bleibt. Ich habe mir aber einen Zeitplan gemacht und will wöchentlich mal den Verluss nach Schütteln öffnen und das Zischen kontrollieren. Ich gehe aber davon aus, dass meine reichbeschenkte Umgebung das Problem schneller lösen werden wird, als es entstehen kann ;)
    • Die Rezeptur habe ich von hier.
    • Der Tipp mit dem Kieselöl ist sicherlich gut, aber auch hier wollte ich
      es erstmal ohne versuchen. Mein zweiter Ansatz, der seit gestern im Keller steht, wird aufgeteilt werden. Ein Teil soll sich durch Warten klären und bei dem anderen werden ich Kieselöl ausprobieren

    Guten Morgen Ralf,


    ich vermute, dass Du ein klein wenig zu ungeduldig warst.

    Und da hast Du absolut und uneingeschränkt Recht:)


    Liebe Grüße

    Ralf

    Oh, das ging schnell.

    - Also das mit dem trüb: In der Anleitung stand drin, dass das Klären rein optisch sei und man das nicht unbedingt machen müsse. Da ich diese Charge eh' rein privat verwende, hat mich das jetzt nicht gestört.

    - Nachgären: Er blubberte nicht mehr. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Gärprozess abgeschlossen ist. Aber ich kann ja mal zur Sicherheit die Kappe etwas lockerer ziehen, oder? Es sind ja nur ca 30 Flaschen.

    - Wann habe ich den angesetzt? In der zweiten Januarwoche. Im Laufe der Wochen habe ich aber immer mal wieder ein Glas Honig nachgeschüttet, da er anfänglich sehr flach war und nach dem Zusetzen auch sofort wieder anfing zu blubbern. Im Rezept stand, dass er fertig sei, wenn nach einem Nachfüllen kein Blubbern mehr zu beobachten ist.

    - Also verkaufen tu ich den erst, wenn ich etwas mehr Erfahrung habe. Dann würde ich wohl auch die 50ct Pfand nehmen (Vielen Dank für die Info).


    Vielen Dank für die wohlmeinenden Anmerkungen. Ist schon colle Truppe hier.

    Ralf

    Hallo Zusammen,

    mit kindlichen Stolz habe ich heute meinen ersten selbst erstellten Met abgefüllt. Ich hatte noch 4 Jahre alten Honig, der im Glas zu Beton wurde, und ich habe immer den Aufwand gescheut, ihn aufzubereiten. Als ich Ende des letzen Jahres einen Bericht im Bienenjournal über das Metbrauen las, dachte ich mir, dass wäre doch eine schöne Verwendung des Honigs. Meine Kinder haben mir dann zu Weihnachten das Set geschenkt und das Rezept habe ich im Netz gefunden. Ich finde ihn lecker aber noch etwas zu süß. Nun, die zweite Charge ist seit heute in Arbeit und das Rezept kann ja angepasst werden. Durch die Portweinhefe scheint der Alkoholgehalt recht hoch zu sein. Die Bestimmung steht noch aus, aber er knallt ganz schön rein (für meine Verhältnisse) ;)


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    Jetzt zwei praktische Fragen:

    1. Nehmt ihr Pfand für die Flaschen?

    2. Wie reinigt ihr die Flaschen? Grundsätzlich ist mir schon klar, dass ich das mit so einer Bürste machen sollte, aber reicht das? Spült ihr die noch extra mit irgendeinen Reinigungsmittel?


    Vielen Dank für die Antworten

    Ralf

    Hallo Ralf,

    zunächst einmal möchte ich nicht wirklich gerne mit Christian Lindner in einen Topf geworfen werden, nur weil ich gegen eine Überregulierung bin. Zum anderen ist der Widerspruch ganz einfach dadurch zu erklären, dass hier im Forum nicht eine Person eine Meinung vorgetragen hat, sondern viele Personen viele Meinungen vortragen. Es gibt halt die, die gerne Anfänger "rund machen", und die, die einfach nicht noch mehr ihre Freizeit staatlich regulieren lassen wollen.


    Ich bin wahrlich kein Freund von Schiffer-Tree, Waldorf oder Eso-Imkerei, aber diesen Tendenzen mit einem "Führerschein" begegnen zu wollen, ist nun sowas von eine deutsche Antwort.


    Der so gerne als positives Beispiel gebrauchte Angelschein ist ein nahezu ideales Gegenbeispiel. Kein Mensch braucht ihn. Kein Fisch ist deshalb nicht ausgestorben. In fast allen anderen Ländern in Europa gibt es den nicht und auch da schwimmen Fische im Fluss. Und jetzt des Deutschen Alptraum: Wer wild angeln will, der tut es trotzdem.


    Und auch das sollte einem klar sein, wenn der Hype vorbei ist, also wir Imker wieder ein schrulliges, aber liebenswertes Nischenhobby betreiben, was wird dann aber mit Sicherheit nicht abgeschafft, sondern im Laufe der Jahre immer mehr ausgebaut werden? Richtig, der Führerschein.


    Liebe Grüße

    Ralf
    BTW: Es scheint recht viele Ralfs unter den Imker zu geben.


    Wie gesagt, ich verstehe immer noch nicht, wo da das Problem liegen soll, wenn man es mit etwas Augenmaß organisiert.

    Das Problem ist doch nicht das Motiv, sondern das Ergebnis. Schon wieder ein Bereich, den ich nur mit behördlicher Genehmigung betreten darf.


    Und glaubst Du wirklich, dass gerade ein so emotionales Thema wie die Imkerei - siehe Diskussion NaBu - nicht zum Spielball ideologischer Richtungen wird? Hinter der Ausführung von Regelungen stehen immer Menschen mit ihren Meinungen. Nimm' beispielsweise das Thema Faulbrut. Ein kurzer Blick in Weltarchiv Internet zeigt schnell, was für höchst unterschiedliche und oft extrem frustrierende Erfahrungen man mit Amtstierärzten machen muss. Selbst bei einer so wichtigen und elementaren Sache gelingt es nicht, bundeseinheitliche bienen- und imkergerechte Verfahren zu implementieren.


    Aber letztlich stört mich einfach, dass wir vor das Tor, durch welches wir selbst geschritten sind, für alle Nachfolgenden einen Wächter stellen.

    Edit:

    Ralf Adams schrieb:
    • 1914 besaß die britische Marine noch 62 Großkampfschiffe und 2000 Beamte in der Admiralität.
    • 14 Jahre später besaß die britische Marine noch 20 Großkampfschiffe und 3560 Beamte in der Admiralität.

    Vielleicht ist das Verschrotten von Großkampfschiffen ja einfach nur ein hoher logistischer Aufwand :D Aber im Ernst: Liest sich grotesk, würde mich aber nicht wundern wenn es auch hier einen nachvollziehbaren Grund gäbe.

    Der Grund ist nachvollziehbar, aber nicht positiv: Es sind die Parkinsonschen Gesetze der Bürokratie (https://de.wikipedia.org/wiki/Parkinsonsche_Gesetze).

    Hallo Leute,

    "Manchmal ist das Bessere der Feind des Guten".

    Wie so oft, würde dann mit einer plausiblen positiven Absicht eine eigentlich doch erträgliche Situation verschlimmbessert. Natürlich wäre es gut, wenn Jung- oder Altimker ein Mindestsachwissen hätten. Aber macht euch nichts vor, wenn wir einmal als Imker akzeptieren, dass Bürokraten den Zugang steuern, wird das kein Ende finden. Jedes Jahr werden dann wieder plausible und gut gemeinte Verbesserungen - also Mehrregelungen - hinzugefügt werden. Nennt mir einen Bereich, in denen die Bürokratie in den letzten 30 Jahren abgenommen hat; ok - Telekommunikation zählt nicht ;-)

    Jeder Abteilungsleiter im Amt, jede Nabu-Initiative, jeder Vorfall in der Praxis wird zum Anlass genommen werden, hier etwas zu unser aller Wohl zu regeln. Das geht natürlich wieder mit Verwaltungsaufwand einher. Wollen wir das wirklich bezahlen? Ein schönes Beispiel:

    • 1914 besaß die britische Marine noch 62 Großkampfschiffe und 2000 Beamte in der Admiralität.
    • 14 Jahre später besaß die britische Marine noch 20 Großkampfschiffe und 3560 Beamte in der Admiralität.

    Auch das Argument, dass sei eine unverbindliche Absichtserklärung sticht nicht. Entweder will ich, dass das geregelt wird, oder nicht.


    Ein weiterer Aspekt ist, dass dieser Sachkundenachweis im Laufe der Zeit ideologisch unterwandert würde. Werden im ersten Jahr noch Krankheiten und Symptome abgefragt, sind es im zweiten Jahr schon krank machenden Haltungsbedingungen/Betriebsweisen und im dritten Jahr müssen wir ankreuzen, dass imkerliche Massentierhaltung der eigentliche Verursacher der Varroa-Misere ist.


    Lange Rede kurzes Fazit: Ich bin dagegen, dagegen, dagegen.

    BTW: Ich schüttele nur den Kopf darüber, dass dieser Blödsinn von der CDU-Fraktion mitgetragen wurde.


    Schönen Abend noch und bis gleich bei Ralf

    Iss klar, dachte mir schon, daß das Gesicht nochmal irgendwo auftaucht, oh Glühwein, klasse.

    Zwei Anmerkungen.

    1. iss klar, daß das Problem eine Soche politische Partei brauch um endlich gelöst zu werden. Das Landwirtschaftsministerium steht schon parat, Hand an der Hosennaht.

    2. Wenn ich schon nur fürs Geld abgreifen ein Produkt erfinde, das einem Original so ähnlich sieht, daß es manche verwechseln könnten und mir so Geld einbringen, dann suche ich mir doch nicht gerade die Versager von dieser Partei aus. Echt grottig.

    Bei der Partei ist die Satire wenigstens klar.

    Sorry, vielleicht bin ich zu dumm, aber ich verstehe kein Wort. Was möchtest Du mir sagen?

    Der Ursprung war aber, dass Herr Binder mit dem Video wohl versucht, sich einen Heiligenschein aufzusetzen. Es gibt aber berechtigte Zweifel daran, dass ihm der passt.

    Hallo,


    um ehrlich zu sein, ich weiss nicht, ob es darum ging. Vielmehr habe ich die naive Frage, ob sein Rückzug nicht berechtigt war. Da ich mich bei Facebook auch hin und wieder politisch positioniere, kann ich nur bestätigen, dass die Hass-Nachrichten in Form und Inhalt weit von den üblichen Sticheleien und Polemiken entfernt sind; sie sind aggressiv, brutal und verstörend. Ich kenne die Hass-Posts nicht, auf die Herr Binder sich bezieht. Hat einer von euch eine Quelle?

    Darf man da nicht erstmal bedauern, dass ein streibarer Geist sich zum Rückzug gezwungen sieht? Ob die Form, wie er das tut, unfreiwillig komisch und pompös ist, sollte nicht über den bedauerlichen Fakt als solchen hinweigtäuschen. Ich würde die Imkerszene ohne die Liebigs und Binders dieser Welt einfach nur ärmer, aber nicht klüger oder besser finden.


    Liebe Grüße, Ralf

    Je weniger Beachtung er bekommt, um so weniger wird er in den Medien gezeigt, um so weniger sehen auch Laien das, um so unwichtiger wird das ganze, um so schneller hat sich das irgendwann erledigt.

    Hallo Stylex,
    das mit der "weniger Beachtung" funktioniert in der Praxis nicht. Er hat ja schon einen Wirkkreis - auch ohne unser Zutun. Ignorieren ist keine Option mehr wie man an der neues Politik des Nabu sieht. Dort fällt solche Propaganda auf fruchtbaren Boden. Ihr nicht zu begegnen, bedeutet den Populisten das Feld zu überlassen.

    Hallo rall0r ,


    vielen Dank für Deine eindringliche Analyse und Einordnung der schifferschen Kampagne. Weisst Du, ob sich Tautz oder Seeley von dieser Vereinahmung distanziert haben?


    Was die Motive von Puplisten angeht: Nun die meisten sind Idealisten mit einem leichten Hang zum Narzissmus. Der Idealismus speist ihr Sendungsbewußtsein mit rationalisierten Argumentationsketten und der Narzissmus hilft dabei, die Gegenpositionen abzuwerten und zu verteufeln; wobei dabei im Dialog oft eine extrem manipulative Kommunikation verwendet wird. Beim Bindergespräch beispielsweise, war ich erstaunt, wie leicht er sich durch Anheimstellung und Schmeicheleien instrumentalisieren ließ.


    Auf der anderen Seite stellt sich aber trotzdem die Frage, wieso gelingt es so schwer, eindeutig gegen ihn Position zu beziehen. Du hast eine gute Beschreibung der Situatiuon unter der Überschrift "Bullshit Flooding" geliefert; aber ich meine, dass es auch Aufgabe der Institute und Verbände ist, solchen Kampagnen mit Argumentationshilfen und Gegendarstellungen contra zu bieten. Sie müssen uns in der Klein-Klein-Diskussion auf Facebook und am Bienenstand unterstützen! Ich und der normale Feld-Wald-und-Wiesen Imker geraten sonst bei "Bullshit Flooding" ins Hintertreffen, da es immer einfacher und schneller ist, etwas plausibles zu behaupten, als den Gegenbeweis zu recherchieren.


    Nochmals vielen Dank für diesen Text.

    Hallo KoelscheJungTV ,


    zu Deiner Ausgangsfrage: Du kannst mit jedem Beutensystem anfangen, es wird nicht das gleiche sein, mit dem Du aufhören wirst. Zu jeder Beutenart / zu jedem Wabenmaß wirst Du gute und in sich plausible Begründungen finden. Insofern kann man in der Diskussion nicht Argument und Gegenargument mit einander abwägen, um zu einer Entscheidung zu kommen, man entwickelt nur Anti- und Sympathien. Fang also mit irgendwas an und nehme es einfach als Naturgesetz, dass Du irgendwann wieder Geld in die Hand nehmen wirst, weil Du umsteigen willst. Versuch das erst garnicht zu abzukürzen oder vorzubereiten; Du wirst genau das System aussuchen, welches den schwierigsten Umbau zur Folge hat (noch so eine Naturgesetz).


    Viel Spaß und Erfolg mit Deiner Imkerei und das ist hier wirklich ein gutes Imkerforum!

    Ralf