Beiträge von Ralf Adams

    Hallo Pinky69 ,


    ich betreue selbst ein Schulprojekt, kann dass aber nicht mit Deiner Situation vergleichen, da ich an einem Berufskolleg unterrichte und die Bienen auf dem Dach stehen. Die Grundschule in meiner Nachbarschaft hat schon seit Ewigkeiten einen Bienenstand. Soweit ist weiss, hat es da noch nie diesbezügliche juristische Auseinandersetzungen gegeben. Auch als ich bei Stadt wegen unserer Imker AG angefragt habe, waren die Mitarbeiterinnen des Schulverwaltungsamtes sehr positiv gestimmt und konnten mir nicht von irgendwelchen "Exzessen" berichten.

    ABER: Bei allen Projekten ist baulich sichergestellt, dass SuS keinen unbegleiteten Zugang zu den Bienen haben. Auch sind die Fluglöcher so gestellt, dass in ca. 10m Umkreis kein Kinderspielen etc. in der Einflugschneise passiert (Bienen sind keine Mehrschweinchen!).

    Was die Blütenwiese angeht: Da werden sowieso Bienen, Wespen oder Hummeln drauf sein, egal ob Du Bienen im Hort hältst oder nicht. Von einem Insekt gestochen zu werden, wenn man auf einer blühenden Wiese spielt, ist allgemeines Lebensrisiko - womit ich bitte den dabei entstehenden Schaden nicht banalisieren möchte.

    Es ist übrigens auch allgemeines Lebensrisiko eines Imkers mit irgendwem in eine juristische Auseinandersetzung zu geraten, egal wo Du Bienen hälst.

    Letztlich stellt sich die Frage, ob Du das Risiko eingehen möchtest oder nicht.

    Was wären Alternativen:

    - Schaubienenstand auf Schulfesten oder während der Projektwochen

    - Ausflüge zu Deiner Imkerei

    - Schauschleudern in der Schule oder bei Dir


    Liebe Grüße, Ralf

    Hallo Zusammen,

    mein gesamter Honig ist in den letzen 5 Wochen eingetragen worden. Vorher war mehr oder weniger ±0. Dabei ist ca. 35kg/Volk abgefallen, wobei meine Stände im Sauerland deutlich besser (41kg/Volk) als meine in Bochum (13kg/Volk) abgeschnitten haben. Der Sauerlandhonig ist keine Honigtautracht! Leider kann ich keine spezifische Massentracht mehr ausmachen, aber es wird Berg-Weidenröschen, Heidelbeere, Waldhimbeere, Klee und Brombeere sein; jedenfalls kann ich diese in der Umgebung ausmachen. Der Geschmack ist kräftig-würzig, ohne malzig zu sein.

    Es ist eigentlich eines der besten Honigjahre in meiner 25jährigen Imkerkarriere.

    Volle Honigtöpfe wünscht Euch

    Ralf

    Ich habe dieses Jahr bei einem noch nicht behandelten Ableger gleiches Phänomen, Königin von Hochzeitsflug zurück, Stifte, aber keine entwickelten Maden, ?! Ist jetzt ne Woche her, dass ich die ersten Stifte gesehen habe und heute dann auch wieder nur schön gesetzte Stifte.

    Hallo Abeec, sicherlich hast Du daran gedacht, dass der Ableger einen Futterstrom braucht. Was auch eine Möglichkeit sein könnte, ist verunreinigtes Wachs. Hatte ich vor ein paar Jahren mal. Immer wieder der gleiche Zyklus: Stifte, manchmal kleine Maden, dann wieder leer. Die Ableger kamen und kamen nicht hoch. Erst im Rahmen der Diskussion über Wachsverunreinigung bin ich auf den Trichter gekommen, Naturwabenbau anzusetzen. Und siehe da, alles klappte wunderbar.

    Liebe Grüße, Ralf

    Hallo Zusammen,


    da musste ich schon 51 werden, um zum ersten mal eine Blattschneiderbiene zu sehen; wobei eine nicht ganz korrekt ist: Es waren mindestens 30. Bei meiner Schiegermutter unter dem Dach haben die einen Spalte zwischen dem Dach und einer Metallkante gefunden und haben fleißig grüne Blattstücke reingeschleppt.

    Für diejenigen, die es interessiert: Die Bienen siedeln im Hochsauerland am Rothaarkamm auf einer Höhe von ca 600m.


    Nun die Frage: Kann mir jemand die Art genauer bestimmen?


    Leider ist das Bildmaterial nicht sehr gut, da ich gegen das Licht arbeiten musste und der Autofokus häufiger verloren ging.



    Ein kleines Video ist hier zu finden:


    Vielen Dank, Ralf

    joew : Was soll denn? Wenn ich nachts aufwache und wegen meines geschwollenen Auges Panik bekomme und den Notarzt rufe, dann ist dies erstmal und richtigerweise meine Entscheidung (bzw. die von hydrococcus ). Was soll das denn auch für ein Ratschlag sein? Hey, auch wenn es Dir schlecht geht und Du Angst hast, dass die Reaktion aus dem Ruder läuft, rufe auf keinen Fall den Notarzt an, sondern checke erstmal bei welchen Indikatoren @joew einen Notarzt für gerechtfertigt hält. Das ganze auch noch damit zu begründen, dass der Notdienst besseres zu tun hat, ist auch ein starkes Stück. Soll er jetzt ein schlechtes Gewissen haben?

    Ich glaube, es ist besser, ich höre jetzt auf, sonst werde ich noch unsachlich.

    Hallo Schaeng ,

    tu es. Ich finde, das Imkern erst richtig Spaß macht, wenn man zwischen 6 und 10 Völkern hat. Man erkennt Varianten im Verhalten, in der Entwicklung und in der Leistung, und ist immer mal eine Brut- oder Futterwabe aus anderen Völkern verfügbar. Ebenso verbessert sich das Verhältnis der volksunabhängigen Arbeitszeiten (Fahrten zum Imkershop etc.). Auch sind Ausfälle nicht immer eine Katastrophe und können von der Gesamtzahl mitgetragen werden. Und zum Schluss: Du kannst eine sinnvolle Auswahl für die Weiselzucht treffen; bei zweien oder dreien hast Du nicht wirkliche eine Auswahl.

    LG, Ralf

    Hallo zusammen,

    ich verwende auch seit mehreren Jahren Stockkarten. Hauptsächlich verwende ich eine App (bin mir nicht sicher, ob ich die Quelle hier verlinken darf). Mit der erfasse ich vor Ort meine Beobachtungen. Der Vorteil ist die "Verzahnung" der Infos. So wird aus der Aktivität "Varroabehandlung" gleich ein Eintrag ins Bestandsbuch usw. Auch kann ich die ganzen statistischen Daten gleich aufbereiten lassen. Zugegeben, dass hat manchmal was verspieltes, aber ich finde es trotzdem nützlich.

    Parallel dazu führe ich die normalen Stockkarten, die man Herunterladen kann, aber nur für meine Wirtschaftsvölker. Warum? Einmal, weil ich diese in meinem Archiv nach meinen Vorstellungen ablegen und auswerten kann und zum anderen, weil die Ableger oft noch so volatil sind (Umzug in andere Beuten, Weiselzugaben, Brut- und Futtermanagement, Auflösen, Vereinigen etc.), dass das Erfassen auf Papier einfach schneller und effizienter ist, als in der App.

    Darüber hinaus finde ich, dass jeder seine Variante finden sollte. So habe ich beispielsweise die DIB-Stockkarte auch auf meine Bedürfnisse angepasst.

    Anfänger haben auf - wie ich finde - sehr viel von einer schriftlichen Aufzeichnung. Nicht nur für die Vorbereitung der nächsten Königinnenzucht, sondern auch hinsichtliche der Fehler->Folgen Beziehung. Da sammelt sich recht schnell ein ansehnlicher Katalog von DONTs und DOs an.


    Liebe Grüße, Ralf


    BTW: Handy-Benutzung und schmutzige, verklebte Hände vertragen sich nicht wirklich. Ich habe daher immer einen Schmierzettel dabei, auf dem ich erstmal kryptisch meine Notizen mache. Das Übertragen auf die App und in die offziellen Stockkarten ist dann nochmal ein Moment der Reflektion.

    Hallo Zusammen,


    warum ich gegen einen solchen Führerschein bin: Wie jedes Bürokratiemonster wird auch dieses klein, gut begründet und mit viel positivem Ansinnen eingeführt werden. Und dann kommen die Spezialfälle aus der Praxis!


    <Satire>

    Es könnte mit einem schlichten Sachkundenachweis wie beim Honig anfangen.


    Dann wird es einen massiven Faulbrutausbruch geben, der vielleicht durch einen unachtsamen Imker ausgelöst wurde. Und schwups wird der Nachweis gut begründet massiv bzgl. der Bienenkrankheiten ausgeweitet.


    Dann wechselt die Regierung und man möchte biologische Imkerei fördern und verlangt daher, dass Methoden "wesensgemäßen" Imkerei in den Lehrplan mit aufgenommen werden (siehe treibstoffsparende Fahrweise bei der Führerscheinprüfung. Der Treibstoffverbrauch hat echt abgenommen, seit dem man das eingeführt hat).


    Dann werden PSM-Spuren im Honig gefunden und öffentlich leicht nachvollziehbar wird gefordert, dass der Führerschein ein Grundwissen über PSM (Arten, Einsatzzweck, Einsatzzeit, Schadwirkung etc.) enthalten muss. Imker, die das übertrieben finden, werden öffentlich der Geldgier oder der Kumpanei mit den Chemiekonzernen bezichtigt.


    Die wachsende Anzahl insolventer Hobby-Imker hat zur Folge, dass Grundkenntnisse in betriebswirtschaftlichem Rechnen vermittelt und getestet werden. Der Bundesrechnungshof stellt fest, dass der volkswirtschaftliche Verwaltungsaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht und wird deshalb aufgelöst.


    Schließlich wird ein Mitglied der Jugendorganisation des DIB ("Die jungen Stecher") mit entsetzen feststellen, dass Imker, die älter als 65 sind, keine Ahnung über die neueste Mode der Völkerführung haben (Einwabenzargen in 10er-Etagen ohne ASG). Da nur diese Völkerführung das nun über 25 Jahre anhaltende katastrophale Bienensterben beenden kann, wird gefordert, dass ältere Imker den Führerschein alle 4 Jahre auffrischen müssen.


    Man wird dann feststellen, dass der alte Führerschein viel zu leicht zu fälschen ist. Es wird deshalb eine Plastikkarte mit DNA-Integration eingeführt. Eine Gruppe widerstandleistender Imker wird zu einer terroristischen Vereinigung erklärt und wird konsequent verfolgt. Schließlich wird hier die Staatsmacht, die all diese Regelung zu unseren und zum Wohl der Bienen eingeführt hat, herausgefordert.


    Eine unter Wahrung der Anonymität erhobene Studie stellt fest, dass die Anzahl der Imker mit rudimentären Sachkenntnissen nicht abgenommen hat. Diese Imker haben Mittel und Wege gefunden, am System vorbei zu imkern. Interessanterweise vertrauen Verbraucher gerade dieser Gruppe besonders und bevorzugen deren Honig, da dieser als ursprünglicher und naturnäher wahrgenommen wird.

    </Satire>


    Manchmal ist das Bessere der Feind des Guten

    Ralf