Beiträge von Ralf Adams

    Jeder kann dem Narrativ der Nahrungskonkurenz nachvollziehen. Ohne besondere Vorkenntnisse versteht man, dass viele Honigbienen viel Nektar abgreifen und damit weniger für die Wildbienen oder andere Insekten wie Käfer übrig bleibt.

    Falsch, die meisten Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und stehen NICHT in der Nahrungskonkurenz mit den Honigbienen....

    Das weiss ich, aber darum geht es in dem Absatz nicht. Aus dem Kontext wird klar, dass dies ein einfach zu verkaufendes Narrativ ist, mit dem man leicht interessierte Zuhörer überzeugen kann. So wie die flache Scheibe auch ein leichtes Narrativ ist. Erst der Faktencheck im Detail führt zu anderen Erkenntnissen.

    Ich glaube, dass wir nur deshalb solche Diskussionen führen, weil wir ein leichtes und leicht zu erlegendes Ziel sind. Was meine ich damit?

    • Prämisse: Es ist unstrittig, dass die Insektenbestände massiv zurückgehen.
    • Leicht: Jeder kann dem Narrativ der Nahrungskonkurenz nachvollziehen. Ohne besondere Vorkenntnisse versteht man, dass viele Honigbienen viel Nektar abgreifen und damit weniger für die Wildbienen oder andere Insekten wie Käfer übrig bleibt. Differenzierungen oder komplizierte Fakten braucht man für diese Erkenntnis nicht.
    • Leicht zu erlegen: DIB und DBIB sind politisch relativ zahnlose und uneinheitlich agierende Lobbygruppen. Auch stehen im Verhältnis zum NABU oder anderen Organisationen weniger Geld und geschultes Personal für professionelle Kampagnen zur Verfügung. Es hat ein wenig was von "mit einem Messer zu einer Schießerei gehen".


    Somit sind wir für den NABU ein viel atttraktiveres Ziel als Bauernverbände oder Chemiekonzerne, die meiner Ansicht nach eine viel größere Verantwortung für das Insektensterben haben als wir, wobei ich hier jetzt nicht zum Halali auf die beiden blasen will. Man kann daher leichter seiner eigenen Klientel Erfolge vorweisen, die sich wiederum spenden- und werbewirksam Verwenden lassen.


    Deshalb sollte meines Ansicht nach, der DIB und/oder der DBIB zu einem wirksamen Lobbiesten ausgebaut werden. Wir sollten durch entsprechende Geldmittel ebenfalls Kampagnen und über hochqualifizierte Anwälte Rechtswege bestreiten. Die Imker müssen das "gemütliche Opa-Image" ablegen und als wirklich bedeutsamer Faktor der Volkswirtschaft ernst genommen werden. Das passiert in der Politik nur, wenn zu wählende Entscheidungsträger um ihre Stimmen fürchten müssen. Zwar gibt es auch in der Politik echte Idealisten, aber die reichen nicht.


    Jeder Politiker fürchtet sich davor, sich mit dem Bauerverband oder dem Chemieverband anzulegen. Solange das nicht auch für die Imkerverbände gilt, werden wir weiterhin leichte Beute für ideologisch motiviert Kampgnen bleiben.


    Liebe Grüße, Ralf

    Meine persönlichen positiven Erfahrungen hinsichtlich Applikation und Wirkung mit MAQS / jetzt Formic Pro in den vergangenen 2 Jahren (parallel zu Liebigverdunster und Nassenheider pro) haben mich bewogen, jetzt komplett darauf umzusteigen, sofern denn endlich mal lieferbar...


    Gruß, Thorsten

    Sind derzeit bei Holtermann aufgelistet.

    Hallo Zusammen,

    Ich habe gerade ein Video der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau gesehen. Dort wird eine Schubkarre verwendet, die mir sehr praktisch aussieht. Kann mir jemand sagen, ob man diese irgendwo bestellen kann? Oder gibt es eine Bauanleitung?



    Vielen Dank
    Ralf

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ernsthaft?! Hast Du das mal ausprobiert? Die Erfahrung ist doch, dass sich die Bienen tiefer in den Stock zurückziehen und nicht ausziehen.

    Ich habe zufällig vor kurzem ein Video gesehen, wo mit Rauch das Volk inkl. Königing aus einem Weinfass getrieben wurden:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich lasse die Waben direkt nach der Ernte ausschlecken. Einen besonderen Platz zwischen den Waben lasse ich dabei nicht. Auch mache ich keine Leerzarge zwischen den Brut- und Honigraumzargen. Sollte es nochmal Spättracht geben, habe ich sonst sofort Wildbau. Nach 3 bis 4 Tagen eine Bienenflucht dazwischen und dann runter.

    Honigraumzarge mit den nun sauberen Waben werden bienendicht eingelagert. Und was das Wachsmottenproblem angeht: Ja, manchmal passiert es; besonders wenn Pollen eingelagert wurde (sieht man nicht immer). Aber dann sind auch nur ein paar Waben angeknabbert und nicht alle von der Motte zerstört. Waben mit viel Pollenresten oder sogar bebrütete (manchmal schafft es Madame doch nach oben) werden eingeschmolzen.
    Nicht perfekt, aber mein Kompromiss zwischen Arbeitseinsatz und Aufgabenlösung.

    Alle Formen der Energiegewinnung verursachen Schäden. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, dass die mit konventionellen Energien verursachten unmittelbaren Schäden weit weg entstehen und die mittelbaren bei uns selbst bis heute ignoriert werden.

    Dem kann ich nur zustimmen. Die Argumentationen gegen Windkrafträder, Stromtrassen, Wasserkraftwerke, Solarparks usw usw sind oft ein ökologisch ummantelter Egoismus. Jeder findet alternative Energiequellen nur so lange gut wie sie bei andern in der Nachbarschaft aufgebaut werden.


    Wenn ich nicht will, dass in meiner Nachbarschaft ein Atomkraftwerk gebaut wird, muss ich eben was anderes hinnehmen. Strom fällt nicht vom Himmel - und selbst wenn, würde sich sicherlich auch hiergegen eine Bürgerinitiative bilden, die mir genau erklärt, warum dies das Schlimmste überhaupt ist und man das irgendwie verbieten muss. (Oje, ich werde polemisch).

    Gestern berichtete mein Vorsitzender auf der Versammlung in Berghausen (Sauerland) von einem Berufsimker, der 80% der Völker verloren hat. Leider ohne Ursachenanalyse.

    Ich denke daher auch, dass die tatsächliche Anzahl der Verluste höher liegt.

    Kastanienhonig hat seinen Markt. Ich erkläre meinen Kunden immer, was sie schmecken und dann ist das auch OK, wenn mal ungewöhliche oder sehr dominante Geschmäcker dabei sind.

    Kastanienhonig kann übrigens sehr gut an Wildsoucen verwendet werden.

    Bei mir geht es auch los. Ich habe die ersten Völker mit saftigen Schwarmzellen. Ich sehe zwar die sachliche Notwendigkeit ein, die Schwarmzellen zu brechen, aber einen Stich ins Herz versetzt es mir schon, wenn ich so schön angeblasenen Zellen rausnehme.

    Nun ja, ich habe aber auch nicht die Zeit und Gelegenheit, Schwärmen hinterher zu klettern und wir sind gerade erst nicht mehr Faulbrutsperrbezirk.


    Was waren meine Maßnahmen: Da es sich eigentlich um eine sehr gute Genetik handelt, habe ich einen Ableger gebildet.

    1. Bis auf eine Schwarmzelle alle rausgebrochen.
    2. Ableger mit der Brutwabe inkl. Schwarmzelle gebildet.
    3. Futterwabe dazu gehängt.
    4. Altes Volk auf einen neuen Standort.
    5. Ableger an den alten Standort (Flugling).

    Jetzt heißt es "Daumen drücken"

    20220430_122936.jpg


    hartmut: Könntest Du bitte #345 löschen? Danke.

    Halo Stylex ,

    wenn Du zwischen Futterzarg und Bienensitz eine Leerzarge machst und auf dem Bienensitz eine Folie legst, die passend breit umgeschlagen ist, dass noch Platz für den Aufstieg bleibt, bauen die in der Regel nicht oder wenig.

    Das Bauen ist ja der Versuch, den Raum des Bienensitzes zu füllen. Ist der Abstand zwischen Bienensitz und Futterquelle aber zu groß, wird das nicht mehr als Teil des Bienensitzes gesehen, und es unterbleibt auch das Versiegeln mit Propolis, da dies der Versuch ist, den Bienensitz abzudichten.

    Natürlich gibt auch bei dieser Methode immer wieder Völker, die sich einfach nicht an den Plan halten ;)


    Wie machst Du das sauber?

    1. Falls im Wachs Futter eingelagert ist, aufkratzen und wie oben beschrieben den Bienen anbieten. Das sollten die umtragen.

    2. Kästen außen lagern und wenn es richtig schön kalt ist, lassen sich die Wachsbauten und das Propolis rechts leicht abkratzen.


    Liebe Grüße, Ralf