Beiträge von Ralf Adams

    Hallo KoelscheJungTV ,


    zu Deiner Ausgangsfrage: Du kannst mit jedem Beutensystem anfangen, es wird nicht das gleiche sein, mit dem Du aufhören wirst. Zu jeder Beutenart / zu jedem Wabenmaß wirst Du gute und in sich plausible Begründungen finden. Insofern kann man in der Diskussion nicht Argument und Gegenargument mit einander abwägen, um zu einer Entscheidung zu kommen, man entwickelt nur Anti- und Sympathien. Fang also mit irgendwas an und nehme es einfach als Naturgesetz, dass Du irgendwann wieder Geld in die Hand nehmen wirst, weil Du umsteigen willst. Versuch das erst garnicht zu abzukürzen oder vorzubereiten; Du wirst genau das System aussuchen, welches den schwierigsten Umbau zur Folge hat (noch so eine Naturgesetz).


    Viel Spaß und Erfolg mit Deiner Imkerei und das ist hier wirklich ein gutes Imkerforum!

    Ralf

    Hallo Zusammen,

    was rase im live-Stream mit der Schuld ansprach, habe ich so interpretiert, dass viele Menschen sich selbst als Sündenfall der Erdgeschichte betrachten. Wir Menschen

    - rotten Tiere aus,

    - verschmutzen die Umwelt,

    - verbrauchen Ressourcen,

    - usw.

    Aus diesem Schulkomplex heraus, der übrigens dem christlichem Konzept der Erbsünde sehr verwandt ist, wird versucht, wieder etwas gut zu machen. "Wesensgemäße" Imkerei ist dazu ein Sündenerlass-Ritual. Ich persönlich halte diesen Begriff tatsächlich für einen religiösen Begriff und nicht für eine handwerkliche Methode, Bienen zu halten. All' die Definitionen laufen darauf hinaus, dass man entweder das Metaphysische hinter der Antropophosie aktzeptiert oder nicht, und das ist für mich keine sachliche Diskussion über das Wohl und Wehe der Bienen.

    Was mich aber am meisten stört, ist der Anspruch moralischer Überlegenheit, der mit diesem Begriff einhergeht. Jeder der nicht so imkert, muss ja "nicht wesensgemäß" arbeiten, oder? Es ist genau diese moralische Überheblichkeit, die ebenfalls ein Merkmal religiöser Gruppen ist. Die Antroposophie ist eine totalitäre Philosophie, dass sollte man nicht beschönigen. Sie nimmt für sich in Anspruch kraft metaphysischer Eingebung in fast allen Lebensbereichen "Recht zu haben". Das heißt nicht, dass jeder "Waldorfer" ein Fanatiker ist, aber es geht hier ja um Begriffe und Konzepte und da sollte man schon Klartext reden.

    Aus diesem Grund habe ich auch keinen Anlass, diesbezüglich tolerant zu sein. Warum sollte ich gegenüber einem, der mich aus religiösen Gründen implizit als Bienenquäler betrachtet, tolerant sein?

    Puh, dass war jetzt etwas emotional, was?

    Hallo Zusammen,


    ich habe bei mehreren Mini+ das Flugloch mit einem Bienen-Korridor eingeengt.
    Das Ergebnis: Bei zweien haben die Wespen von innen an den Schwachstellen Durchgänge genagt. Die habe ich erst nach drei Tagen bemerkt. Der Schaden war beträchtlich. Beide waren fast ohne Vorrat. Zum Glück ist der Weisel nichts passiert.







    BTW: Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man solche Löcher im Hartschaum reparieren kann?
    Danke, Ralf

    Aktuell habe ich ca. 30% der Begattungseinheiten wegen Wespen verloren.

    Meine Mini+ habe ich mittlerweile so oft verstellt, verstärkt oder eingeegnt, wie noch nie in den letzten Jahren. Zwei habe ich schon verloren. Bei einem hat sich die Königin mit drei Getreuen zwischen Deckel und Folie gerettet. So konnte ich diese wenigstens noch zum Umweiseln verwenden.

    Hallo @Jonnybee,


    als ich anfing und auch noch keine richtigen Fütterer hatte, ertranken regelmäßig bei mir viele Bienen im Eimer. Und um die naheliegende Rückfrage gleich zu beantworten, ja, ich habe für ausreichend Schwimmhilfen gesorgt. Aber bei gefühlten 2 von 10 Völkern gab es immer Probleme.


    Da hatte ich mir überlegt, dass es vielleicht so eine Art Räuberei innerhalb des Bienenstocks ist. Plötzlich werden tausende unbeschäfftigte Sammlerinnen mit einer sehr attraktiven Nahrungsquelle konfrontiert. Ich bin deshalb dazu übergegangen, erst in kleinen Portionen, die erste Gier zu befriedigen. Also Eimer mit viel Stroh ca. 1cm tief mit Sirup füllen und das nach Möglichkeit täglich abends.


    Was soll ich sagen, es hat geklappt. Zwar sind am ersten oder zweiten Tag immer noch einige Bienen hopps gegangen, aber wegen der geringen Tiefe und der schnellen Aufnahme des Futters nie sehr viele. Spätestens am dritten Tag haben die Sammlerinnen sich an die Futterquelle gewöhnt und stürzen sich nicht mehr zu Tode.


    Mittlerweile füttere ich nur noch mit Futterzargen. Dabei hatte ich - bis auf manchmal undichte Aufstiege - keine solchen Probleme mehr.


    Vielleicht kannst Du mit diesem Tipp was anfangen

    Ralf

    Neue Königin rein und fertig. Wenn er die Zeit vorher warten konnte, muß er auch noch die drei, vier Wochen danach aushalten.

    So wie die Bienen drauf sind, sind die eine unmittelbare Gefahr für ihn, jeden Vorbeikommenden und auch wilde Tiere. Auch könnten die Drohnen das Verhalten der ganzen Umgebung zum negativen wenden.

    Egal, welche Fehler oder Optionen der Vergangenheit hier zu diskutieren wären, ich würde es unverantwortlich finden, diese Bienen noch weiter am Leben zu lassen.

    In drei Wochen kann viel Unheit passieren.

    Hallo Bienendoktor ,

    das meine ich jetzt ganz ironiefrei: Es ist völlig egal, mit welchem System Du anfängst. Es wird nicht das sein, was Du Deinen Erben hinterlässt.

    Jedes System besitzt seine eigene innere Logik, die sich deshalb auch faktenreich begründen lässt. In den Diskussionen kommt man deshalb in der Regel nie auf einen Nenner, weil die Argumente sich nicht aufheben, sondern nebeneinander im System der jeweiligen Beute richtig sind. Deshalb reflektiert die Beute eigentlich immer die Bedürfnisse und Erfahrungen des Imkers.

    Fazit: Es gibt keine Fachdiskussion, die diesen Weg für Dich abgekürzt. Entscheide Dich aus dem Bauch heraus für ein System und finde Dich damit ab, dass Du im Laufe der Jahre nochmal Geld für ein neues System ausgeben wirst.


    BTW: Den Bienen ist es - fast - total egal, wofür Du Dich entscheidest.


    Grüße, Ralf

    Hallo TiPaBa ,

    also in die Ableger schaue ich immer wieder mal rein. Wenn Du das nicht übertreibst - täglich oder so - ist das auch OK. Dabei halte ich es für selbstverständlich, dass Du Wetter etc. berücksichtigst. Ich denke folgende Varianten sind möglich:

    1. Dir ist eine Weisel zugeflogen.
    2. Du hast tatsächlich ein Drohnenmütterchen am Start.

    Drohnenmütterchengelege kannst Du gut daran erkennen, dass sie es nicht schaffen, die Eier auf den Zellgrund abzulegen. In der Regel hängen die im unteren Rand.

    Wie ist der aktuelle Stand?

    Liebe Grüße, Ralf

    Hallo Zusammen,

    heute war die einfachste Schwarmaktion, die ich je hatte. Der Schwarm hatte sich - warum auch immer - flach auf den Bürgersteig abgesetzt. Einfach leere Kiste mit zwei Anfangsstreifen daneben und 30 Minuten später war der Drops gelutscht. Publikum war mächtig beeindruckt, zumal ich das Einlaufen vorhergesagt hatte.



    Schönen Restfeiertag, Ralf

    ...ABER,

    ich finde es im Prinzip nicht richtig, nicht zugelassene Medikamente zu nehmen.....

    Ralf Adams : Wenn Du es im Prinzip doch nicht richtig findest und so fort, dann stoße Du doch das Zulassungsverfahren an.

    Warum sollte ich? Ich verwende das Verfahren nicht und hatte es auch nicht vor. Und für meine Prinzipien werde ich mich nicht rechtfertigen; muss ich auch nicht. Anders ist es, wenn man in der Lebensmittelherstellung gegen Arzneimittelrecht verstößt; das sollte eben nicht jedem anheim gestellt werden.

    ABER,

    ich finde es im Prinzip nicht richtig, nicht zugelassene Medikamente zu nehmen. Wenn das so egal ist, dann lasst uns doch alle fröhlich Antibiotika gegen die AFB verwenden. Ist doch jedem selbst überlassen. Und dass mir das nicht erlaubt wird, ist <hier Auswahl nach Geschmack treffen> der Dummheit der Behörden, der Inkompetenz der Politiker oder dem Wirken dunkler international tätiger Mächte zu verdanken.

    Hallo Helmuth T ,


    zur Deinem Post #46: Wird das ganze wirklich vor dem Amtgericht verhandelt? Das Bußgeld ist doch ein Verwaltungsakt und keine Strafsache, oder? Wenn, dann wird Widerspruch eingelegtz und anschließend vor dem Verwaltungsgericht geklagt und diese Verfahren sind - bis auf eigene Kosten - eben kostenfrei.

    Hintergrund: Der Bürger soll sich unbeschwert gegen den Stadt wehren können. Liebe Grüße

    Ralf