Beiträge von Muehle

    Das hast du unglücklich ausgedrückt, oder ich verstehe dich falsch.

    Met ist der, der vergorenen Obstmaische vergleichbare Stoff.

    Der Wasser- und somit Zuckergehalt ist aber je nach Rezept mindestens leicht unterschiedlich.

    Meinst du, man könnte einen konkreten Ausbeutesatz für Met angeben? Wo steht der?

    Die Ausbeutesätze werden immer jeweils für die vergorene Fruchtart angegeben.

    Für Kirschen ist das Kirschenmaische (vergorene zerdrückte Kirschen mit Hefe) mit 5,5 lA/hl.

    Für Honig wäre das Honigmaische (im Grunde Met nur mit Wasser und Hefe gemacht) mit 9,3 lA/hl.

    Bei Äpfel ist es Apfelmaische (vergorene Äpfel in gemuster oder gepresster Form mit Hefe).


    Ziel wäre es daher erstmal natürlich soviel Honig im Met zu verarbeiten wie möglich, dann vergärt er zu möglichst viel Alkohol.

    Ich denke aber, dass man irgebd wann an eine Grenze stößt die nur durch probieren herausgefunden werden kann, da natürlich auch Aroma, Wirkungsgrad des Brenngerätes und Gärverläufe eine Rolle spielen.


    Zum Preis habt ihr Recht, lohnen tut sich das nicht bzw. Ist unvermarktbar.


    Dann lieber eigenes Kirschwasser zu "Bärenfang " machen.


    Grüße Mühle

    Hi Berggeist,

    Du hast Recht. Als Imker ohne Fläche denke ich nicht, dass man eine Brennerei beantragen kann.


    Und ja Honig gilt als Stoff, allerdings ist es wie gesagt kaum rentabel. Da selbst in Met aber nicht annähernd aller Zucker zu Alkohol vergärt und dieser Alkohol dann auch erst noch rausgebrannt werden muss, wird sich dich nicht lohnen. Außerdem muss dann noch genug Aroma rüberkommen um das anständig vermarkten zu können. Ich kann im Januar mal nen Zöllner fragen wenn er vorbeischaut, ob er das schonmal hatte.


    Das angesprochene mit der Zähluhr ist eine Verschlussbrennerei. Das machen nur die ganz Großen (Bimmerle, Fies usw.).


    Im normalen Fall hat man eine Abfindungsbrennerei, mit 300L reinem Alkohol Jahreskontigent.

    Wenn ich dann als Brennereibesitzer sage ich möchte gerne Kirschenmaische brennen, dann wird immer 5,5 Liter reiner Alkohol je 100L Maische angenommen(festgelegter Ausbeutesatz) und vom Kontigent abgezogen. Es müssen dann auch nur diese 5,5 Liter versteuert werden. Wenn ich physisch aber beispielsweise 6,5Liter gewinne, ist das mein Vorteil von 1Liter (branntweinsteuerfrei).

    Für jede Obstart (Kirschen, Birnen, Äpfel usw.) Gibt es solche "Ausbeutesätze".

    Für Honig ist der Ausbeutesatz 9,3 Liter und die Mischung mit Wasser ist zulässig (das wäre dann Met). Allerdings darf im Met natürlich kein Zucker oder anderes hinzugefügt werden (Hefe und Nährsalz ist erlaubt).

    Bevor man brennt sollte man hier aber auf jedenfall mal einen Probebrand machen.


    Ah und noch als Tipp: Lohnbrenner ist im Prinzip jeder Brenner, sobald er von einer anderen Person Kontigent brennt (Stoffbesitzer oder andere Brennereibesitzer (man kann Kontigent verkaufen und kaufen)). In meiner Region gibt es Brenner die über 10 Kontigente in einem Jahr brennen.


    Grüße Mühle

    Hi,

    Hier ein Brenner aus Baden (wie die Website die du gefunden hast). Ich hänge mich hier mal dran um bisschen aufzuklären.


    Grundsätzlich ist das Brennen für Brennereibesitzer (300Liter reiner Alkohol pro Jahr, das bin ich) und Stoffbesitzer (50L reiner Alkohol pro Jahr) erlaubt. Eine Brennerei kann übrigens seit 2018 jeder Bürger haben, er muss nur gewisse Landwirtschaftsflächen besitzen/pachten (je nach Art (Obst, Acker, Wein, Wald) verschiedene Berechnungsfaktoren) und dafür BG-Beitrag bezahlen. Seit 2018 müssen ebenfalls alle erzeugten Alkohol direkt versteuert werden, das heißt es ist auch immer direkt ein Verkauf möglich.

    Die Unterseite Kennzeichungsvorschriften auf der Seite Verband Badischer Kleinbrenner gibt eine ziemlich gute Anleitung für die Kennzeichnung.

    Da es sehr viel zu beachten gibt ist es am besten man arbeitet (wie ich) mit einem Schnapsetikettenfachmann zusammen, der weiß genau auf was geachtet werden muss und wie die genauen Bezeichnungen, Litermaße usw zu verwenden sind. Es ist so ziemlich alles vorgeschrieben von Gebindegröße, Verschluss, Losnummer bis zu Bezeichnung und Schriftgrößen.

    Für Kleinmengen ist dafür sogar der Verband hilfreich. Er bietet auch Nichtmitgliedern Etikettenservice an.


    Grüße Mühle

    Brenner, Landwirt und Imker!!

    Seit 01.03.18 werden die verschiedenen Wirkstoffe von "Rattengiften" in zwei Kategorien eingestuft. Reproduktionstoxisch (Fortpflanzungstoxisch) und zielorgantoxisch

    Als reproduktionstoxisch eingestufte Roden-

    tizide dürfen nicht ohne Sachkunde angewendet werden. Bei jedem zugelassenen Wirkstoff als Wirkstoff für Rodentizide ist der Grenzwert zur Einstufung als reproduktionstoxisch bei 30ppm. (Zufällig wirklich so, aber richtig)

    Die Einstufung als zielorgantoxisch hat viel höhere Grenzwerte und diese Gifte dürfen nur von speziell geschulten berufsmäßigen Anwendern eingesetzt werden. Pflanzenschutzsachkunde reicht dann nicht mehr aus. (Normalerweise braucht man diese nicht, meiner Meinung nach)


    Nachzulesen unter der Broschüre von Umweltbundesamt.de :

    Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien, September, ab Seite 18

    Zu den "Energiepflanzen", kommt mir im Moment nur der Mais in den Sinn.


    Als Beize, ist da eigentlich nur noch Mesurol (Wirkstoff Methiocarb) zulässig.


    Zur Info: zur nächsten Maisaussaat im Frühjahr nächsten Jahres gibt es auch kein Mesurol gebeiztes Saatgut mehr.

    Somit stehen im Maisanbau fast nurnoch fungizide Beizen und Nährstoffbeizen zur Verfügung.


    Vor allem im Hinblick auf die Gefahr von Vogelfraß steht nun nur noch Korit als Beizung zur Verfügung.

    Krähenschwärme können einen Acker mit frisch gepflanztem ungebeizten Mais innerhalb Stunden leerräumen.

    Daraufhin muss neu bearbeitet und gesät werden, sehr teuer für den Landwirt.


    Grüße Mühle, Imker und Landwirt.

    Also nochmal zurück zur Anwendung. Hier kann zwischen Privatleuten ohne Sachkunde und sachkundingen Personen unterschieden werden.

    Privatleute ohne Sachkunde dürfen Biozide (Ratten- und Mäusegifte) nur im Innenraum (zB Keller) und um Gebäude (Hausnähe, Stall usw) anwenden. Der Verkäufer darf das Gift nur bis zu einer Wirkstoffkonzentration von 30 ppm (0,003%) an Nicht-Sachkundige verkaufen. Relativ schwache Produkte also.


    Sachkundige bekommen auch Gifte mit höheren Wirkstoffkonzentrationen und dürfen diese auch im Außenbereich und Kanalisation anwenden.

    Sackundig ist man durch Berufsausbildung (Landwirt, Gärtner usw.), durch Pflanzenschutzsachkundenachweis, Giftschein und durch spezielle Schulungen (zB bei Deula).


    Weitere Hinweise:

    Die offene Ausbringung ist immer untersagt. Daher Köderboxen verwenden! Außer es ist sichergestellt, dass kein anderer Organsismus als der Zielorganismus an den Köder gelangt (zB im Kabelkanal).

    Dauerbeköderung ist bis auf Ausnahmefälle untersagt, wegen Resistenzgefahr. Ausnahmefällen sind besondere Bedingungen die durch einen Kammerjäger festgestellt und dokumentiert werden müssen (zB Wassernähe). Dann muss der Ausbringer aber in jedem Fall sachkundig sein, darf nur bestimmte Köder ausbringen und muss monatlich kontrollieren und dokumentieren.



    Am besten Rede mit einer Sachkundigen Person und lasse eine kurzzeitige Beköderung durchführen. Kammerjäger sind teuer, frage lieber einen Landwirt. Die Alternative sind geringe Wirkstoffgehalte, welche meiner Meinung nach auch Resistenten fördern.


    Fallen sind natürlich immer erlaubt, allerdings nicht sehr wirksam wenn die Ratten die Fallen bereits kennen. (Evtl auch abwechseln?)

    Generell gilt natürlich immer die Einhaltung von Gesetzen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass hier nur einige wenige Landwirte sich nicht daran halten. Daraus dann auf alle zu schließen ist nicht richtig.


    Außerdem ist das meiner Meinung so oder so der falsche Ansatz. Von gegen Landwirte wettern wird sich nicht viel ändern. Wie man im Bericht sieht dreht es sich hier um sehr kleine Flächen (ca. 50 ar).

    Würde man dahingehend Gespräche mit Landwirten suchen, kann man deutlich mehr erreichen. Den Zwang für 50ar hergeben oder lieber darum kämpfen mehrere Hektar als Blühwiese/-streifen anzulegen. Dabei wäre letzteres wohl eher der bessere Ansatz.

    Entschuldige, ich meinte natürlich, dass der Feldweg in JEDEM Fall sicher und befestigt bleiben muss. Daher gilt es diesen Sicherheitsabstand auf jeden Fall einzuhalten.

    Allerdings halte ich alle Maßnahmen, welche den Weg nicht beschädigen oder die Sicherheit nicht beeinträchtigen für unbedenklich.


    Wegbetreiber eines Feldwegs ist bei uns oft der Landwirt selbst. Daher hat er auch zumindest das Recht bis zur Weggrenze zu ackern.


    Grüße Mühle

    Wem gehören denn die Flächen, die von den Landwirten genutzt werden?

    Bei uns gehören fast alle Feldwege jeweils den angrenzenden Feldeigentümern.

    Also gehört bei einem angrenzenden Acker gehört mir die "Hälfte" des Weges (bis zur Mitte).


    Daher sehe ich mich als Landwirt auch im Recht die Fläche zumindest bis zum Feldweg hin ackerbaulich zu nutzen.

    Würde mir das verboten werden, wäre das ähnlich wie wenn ich meinen Garten nicht bis zur Grenze ziehen dürfte.


    Grüße Mühle

    Danke euch für eure Meinungen.

    Das mit der Vergleichbarkeit möchte ich natürlich vermeiden. Mein Honig ist(für mich) etwas besonderes und soll für den Kunden dementsprechend auch besonders sein.

    Bei der Hygiene des 1kg Glas ist das ja eigentlich dem Kunden selbst überlassen, auch wie lange er an einem Glas hat. Es gibt ja die Kunden die holen jede Woche ein Glas und manche kommen im Monat. Dementsprechend werden wenn überhaupt wahrscheinlich nur die Vielkäufer zum 1kg Glas greifen.

    Preislich ist also nach der Erfahrung von zenz das größere Glas nicht wesentlich günstiger. Ich rechne demnächst mal die Kosten durch.


    Ich werde jetzt einfach mal beobachten. Eventuell auch eine kleine Testabfüllung machen und mal versuchen wie der Kunde es annimmt.


    Danke euch!

    Hallo liebes Forum,


    Für den Eigenbedarf der Familie fülle ich immer mal wieder große Einmachgläser (ca. 1kg) mit Honig. Einfach damit ich länger an einem Glas habe und nicht so viele kleine Gläser für den Eigenbedarf benötige.


    Nun hat sich mir die Frage gestellt ob dies auch vermarktbar wäre?

    Habt jemand damit bereits schon Erfahrung?

    Also nimmt der Kunde solche großen 1kg Gläser an und kauft diese regelmäßig?


    Eventuell wäre es ja etwas diese Größe zusätzlich anzubieten. Keinesfalls möchte ich die 500g Gläser ersetzen, nur eben für Großeinkäufer entsprechend anbieten.


    Vielen Dank für das teilen eurer Erfahrungen :)

    MfG Mühle.

    Zum Thema Hybridsorten und Liniensorten.

    Im Raps gibt es schon seit der Jahrtausendwende die Hybridsorten. Dabei haben diese teilweise erhebliche Vorteile in Flexibilität von Saatzeitpunkten, Winterhärte aber auch teilweise Ertrag. Dadurch haben sie sich auch durchgesetzt. Der Markt für Rapssaatgut ist mittlerweile komplett durch Hybride beherrscht. Liniensorten gibt es hier nurnoch in kleiner Sortenvielfalt, daher auch nicht immer interessant (Eigene Erfahrung beim Landhändler).

    Zur Info: Bei Mais, Roggen und Rüben sind Hybridsorten standart. Auch die Hybridgerste ist im kommen. Hybridweizen kann sich bisher überhaupt nicht durchsetzten (teureres Saatgut und kein Nachbau möglich (=Aussaat der eigenen Ernte)).

    "Schädlicher" sind die Sorten nicht, da meiner Meinung nach die Züchtungsart nichts mit Honig oder sonstigen zutun hat. Ein Züchter zielt idR nicht darauf ab gewisse Merkmale wegzuzüchten, außer bei schädlichen Merkmalen.


    Leider baue ich selbst kein Raps an und konnte bisher keine eigenen Erfahrungen darüber sammeln. Vielleicht ergibt sich für mich diesen Sommer aber die Möglichkeit das zu testen. Ich werde dann berichten.


    Habe übrigens Agrar studiert und habe daher mein Wissen. Eventuell finde ich noch passende Studien...

    Bei uns gibt es viele dieser Regiomaten. Und oft ist darin auch Honig geboten.

    Allerdings ist es sehr schwer seinen Honig als "neuer Lieferant" zu liefern. Denn oft entstehen die Regiomaten aus anderen Verkaufsläden oder Sb heraus. Das ist dann oft schon Jahre/Jahrzehnte der gleiche Honiglieferant.

    Außerdem kennt man oft seine Imkerkollegen in der Region und möchte und sollte (!) dann auch keine Konkurrenz dazu sein!

    Hallo zusammen,


    Das mit dem Schwund von 20% kann ich überhaupt nicht bestätigen. Habe seit ca einem halben Jahr einen "Sb-Bienenstock", bisher kam weder Geld noch Honig weg. Allerdings wohne ich sehr abgelegen von jeglicher Hauptstraße.


    imkerforum.de/attachment/11128/

    Ich hab mir dafür eine Beute zu einem Regal mit Plexiglastür umgebaut. Kommt super an. Das meißte holen die Kunden beim spazieren gehen ab. Es stehen immer ca. 6 Gläser bereit. Hinter dem Schild befindet sich die Kasse in die nur passend gezahlt werden kann (kein Wechselgeld).

    Ich habe Thermometer im Innenraum und beobachte im Sommer wie Winter die Temperatur und reagiere dementsprechend.


    Grüße Mühle