Beiträge von Schillbee

    Genau wie Du es beschrieben, sollte es keine Probleme geben. Zeitmäßig kann man diese Umstellungen direkt bei Flug machen, da sieht man gleich was geht und wo es Probleme gibt. Solange es keine ständige Räubereibelastung gibt, welche auf Schwäche oder Krankheit hin deutet, die alten Flugbienen nach kurzer Orientierung die umgestellte eigene (!) Beute wieder finden und sterzeln, sollte nichts schief gehen.

    Also sie müßten jeweils ca. 40 cm hoch und ca. 50cm nach rechts bzw. links. Als ich die Ableger aufgestellt habe, waren die Ständer mit Nachzucht belegt und deshalb nicht verfügbar. Also, am liebsten wäre es mir natürlich, wenn ich ohne Risiko mit Zweigen arbeiten könnte.

    Also DAS, wie Du es beschrieben hast, kannst Du sofort machen. Den Rechten nach rechts, den Linken nach links und die alten Standplätze müssen leer bleiben und es muss gleichzeitig mit beiden gemacht werden. Sonst betteln sie sich ein. Und keinesfalls Rechts und links vertauschen. Ein halber Meter ist nichts, wenn das Nachbarvolk gleichfalls entgegengesetzt weg rückt. Bevor sie sich anderswo einbetteln wollen, haben sie jeweils die eigene (alte!)Beute gefunden. Bienen können gut rechts von links unterscheiden.

    Das schließt sich ja gegenseitig nicht aus.

    Drohnenbrut um dieses Jahreszeit ist nicht ungewöhnlich, ich habe in einigen Völkern auch noch welche. Gerade junge Königinnen machen das noch.

    Da haben sie mit Sicherheit noch was vor....

    Junge 0-jährige Weiseln, welche nach der Erstbrut aktiv Drohnenbrut anlegen, wurden von den (Spur-) Bienen dazu gezwungen und sind möglicher Weise nicht vollwertig. Möglich ist auch, dass die alten Spurbienen langsam wegsterben, die Jungweisel sich etabliert und die Drohnenbrut nur als Sicherheit angelegt wurde. Häufig bei zugesetztem Material. Aber ich lese gerade

    und die Königing bestiftet sie. Ist das denn normal im Juli?

    es kann ja auch ne Alte sein die noch still umweiseln soll!

    Wenn, das wäre es ja die Brut, die zu Winterbienen wird. Bienen, die jetzt erwachsen sind, werden wohl nicht überwintern.

    Denke mal, bei den gerade Schlüpfenden wird bereits ein kleiner Prozentsatz dabei sein, der keine Brutpflege mehr machen kann.

    p.s.: Offenbar gab es in der DDR wirklich regionale Unterschiede. Dr Koithan gibt in seiner Dissertation an, daß in der DDR ein BSV durchschnittlich "nur ca. 100 Bienenvölker" betreute.

    Eines kann man sicher pauschal sagen: Die Betreuung durch einen BSV war für DDR-Bienenvölker gesichert.

    Bitte nicht die DDR-Vergangenheit heute irgendwie als Maßstab hinstellen. Die Wirklichkeit war nicht so. Anspruch und Wirklichkeit klafften meilenweit, wie heute zuweilen auf anderen Ebenen auch, auseinander. Man kannte sich und vertraute einander! Da wurden nicht Völker kontrolliert, zumindest keine Standvölker. Bei Wanderwagen sah das eventuell manchmal anders aus, zumindest am Beginn bis man sich "näher" kannte. Wo kein Kläger auch kein Richter.:)

    Bisher bin ich selbst drumherum gekommen, der nächste Sperrbezirk ("nur" 1km) hat 250m vor meinen Beuten geendet und das schon das zweite Jahr in Folge. Dummerweise ist in der Nachbarschaft noch ein Imker vom "alten Schlag", der gern im Frühjahr die Waben rausstellt zum Ausschlecken lassen, ich könnte <X.


    Grüsse, Robert

    Mal ein paar Fragen an Dich, da Du ja jetzt in der Schweiz heimisch bist und fast betroffen bist. Ist es wahr, dass in der Schweiz der gleiche "Rummel" um die Sauerbrut gemacht wird wie in Deutschland um die Amerikanische Faulbrut?

    Kann man sagen Sauerbrut = Europäische Faulbrut?

    Ist die Amerikanische Faulbrut in der Schweiz ein nicht so großes Thema bzw. wird da weniger streng gehandelt?

    Habe zwar ein paar Infos hierzu aber wollte mir das gern bestätigen lassen.

    Danke im Voraus.

    Oh Mist, ich hab grade 14 unbegattete eingeweiselt!? ;)

    :) Man nimmt doch stark an das Du weißt, was Du tust. Aus solchen herein geworfenen Sätzen ziehen manchmal aber gerade Anfänger häufig die falschen Schlüsse:)

    Oder es kommt nix viel besseres nach weil sie es aufgrund der Volksstärke nicht besser geht. Die aktuelle Königin ist ja nicht ohne Grund so geraten wie sie nunmal ist.

    Auflösen und Bienen und Brut anderen Ablegern zugeben. Ableger und Völker sollten seit Beginn des Monats Juli eine legende Weisel haben. Sonst werden bzw. bleiben das nur Krüppel.

    Habe das gleiche Maß wie Du. Auf 2 Zargen(Styropor) ist das Zielgewicht so 33-35kg bei 17kg Leergewicht.

    Ameisensäure habe ich völlig verbannt.:)

    Dass das Volk in der Situation grad keine Saeurebehandlung gebrauchen kann, ist mir auch klar. Aber gegen Varroa muss es auch behandelt werden. Weiter aufschieben kann ich es wegen dem Urlaub nicht.

    Hast Du Dir mal die Situation richtig überlegt??? Eine Königin wird vor ihrem Begattungsausflug Säuredämpfen ausgesetzt. Fühler, Augen, Tracheen usw. verätzt und dann soll sie noch gut begattet wieder kommen. Mann, Mann, Mann wo habt "Ihr" imkern gelernt. :( Ich hoffe nicht auf einem Imkerkurs wie mein letzter Neuimker.:)

    Ganz praktisch: Zu Zeiten der DDR hatte hier ein BSV höchstens 50 Völker zu inspizieren - das aber jeden Monat.

    Der iss gekommen, wenn man ihn gerufen hat. Sonst habe ich den nie gesehen und auch mein Opa nicht.

    Da es kaum Telefone gab wurde hingefahren und die Beobachtung angezeigt. Dann ist er meist gekommen und hat ne Diagnose erstellt. Wo hast Du das her? Unser BSV hatte ja damals schon selber über 50 Völker. :)

    Schillbee : Andererseits kann auch der Imker mit den gesunden Völkern durch eigene Fehler diese Wahrscheinlichkeit noch erhöhen, bspw. indem er seine Bienen (gewollt oder ungewollt bspw. durch freies Auslecken-Lassen oder Zulassen von Räubereien am eigenen Stand) auf Import trimmt, resp. zu Räubern erzieht. Da reicht eine einmalige Unsauberkeit, Verschütten von Futter etc. schon aus. So eine in der Natur nicht vorkommende sagenhafte Tracht vergessen Bienen zeitlebens niemals.

    Schon klar! Imkerliche Fehler wie diese sollte man unterlassen. Andererseits ist Räuberei nun mal eine feststehende Eigenschaft der Bienen, vor allem der starken Völker. Egal wie man handelt, Bspw. beim Abschleudern mit sofortigem Einfüttern oder erst später, es kommt Aufregung in die Völker. Früher gings auch und wir hatten entschieden weniger Faulbrutereignisse als jetzt bei deutlich größerer Bienendichte. Für mich ist die Erklärung logisch und liegt klar auf der Hand. Selten war in den Westpäckchen mal ein Glas Honig drin. Wobei das nicht heißen soll, dass alle F.-Ausbrüche darauf zurück gehen, früher und heute. Aber heute kannst halt in jedem Supermarkt sporeninfizierten Honig kaufen und vor dem Dresdner Ausbruch gabs halt einen Sommer ohne viel Tracht. Die Papierkörbe und vermutlich auch die Altglascontainer waren gut besucht.

    Aber was solls. Dieses schlimme Thema werden wir nicht zufriedenstellend klären können. Zumindest nicht solange wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.

    Man stelle sich vor es würde mit anderen (Tier-) Krankheiten so verfahren.

    Nosema, Varroa, Sauerbrut (wie in der Schweiz) !

    Weißt du wie das passieren konnte? Irgendwo müssen die Sporen ja herkommen oder nicht?

    Wie sieht denn deine Betriebsweise aus, dazu hast du leider nichts geschrieben. Der Bericht ist ja gut aber da fehlen mir irgendwie die Rahmenbedingungen.

    Sorry, aber das kann man nicht unkommentiert stehen lassen!


    Ja wie konnte Das "passieren"?! Absolut JEDEM Imker kann das so gehen, ohne Ausnahme. Wo die "Sporen herkommen" ist irrelevant, denn Sporen gibts immer und überall. Siehe auch Pilzsporen oder Nosemasporen. Früher hieß es mal das ein Volk mit klinischen Symptomen auch wieder ausheilen kann. Heute wird günstigstenfalls saniert.

    "Wie sieht denn deine Betriebsweise aus..." , das ist für mich der 3. Satz der irgendwie in die Richtung, Imker ist Schuld, geht. Die Rahmenbedingungen sind, da man Faulbrut nur durch Füttern von Importhonig bewusst erzeugen kann, auch nicht als Erklärungen brauchbar.