Beiträge von Frank Werner

    2018 ist wirklich ein außergewöhnliches Jahr. Hier in der Südwestpfalz haben wir noch puren Sonnenschein bei 16°C. Meine Völker tragen noch mit regem Flugverkehr ein, im nahen Umkreis vom Bienenstand blühen mehrere Felder mit Senf und Phacelia.


    Die Fotos habe ich gestern (4.11.2018) gemacht:


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    Danke , ich lese solche solche Geschichten auch gerne mit regem Interesse .

    Dieser April 2003 ist doch schon eine Weile her und seither hat man darüber nichts mehr gelesen ?

    " Gehört " habe ich , dass in Liebefeld nach wie vor Bienenvölker stehen die nicht behandelt werden müssen jedoch keinen Honigertrag liefern .


    Gruss Markus

    Es gibt noch einige die sich mit dem Thema beschäftigen bzw. daran arbeiten eine Varroa-resistente Biene zu züchten.


    Zum Beispiel die Stiftung „Arista Bee Research“:

    https://aristabeeresearch.org/de/

    Das was ich gelesen hatte war ein Versuch auf der Insel Gotland (Uppsala/Schweden).

    Dort wurden über mehrere Jahre Bienen isoliert und unbehandelt aufgestellt. Von ursprünglich 150 Völkern die 1999 aufgestellt wurden gab es 2003 nur noch 7 aber 2 davon sehr stark.


    „Bond-Projekt“ Gotland zur Varroatose-Toleranz („Leben und Sterben lassen“) Dr. Ingemar Fries (Uppsala), Dr. Henrik Hansen (Roskilde), Anton Imdorf (Liebefeld), Åke Lyberg (Gotland), Dr. Peter Rosenkranz

    In diesem von der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt unterstützten Kooperationsprojekt wurden 1999 150 Bienenvölker unterschiedlicher Herkunft auf einem isolierten Teil der Insel aufgestellt und bis zum Frühjahr 2003 ohne Varroa-Bekämpfung geführt. Leider setzte sich der im Jahr 2002 beobachtete Trend zu hohen Varroa-bedingten Verlusten fort. Von den in 2002 eingewinterten 27 Völkern gab es im April 2003 nur noch 7 mit mehr als 1.500 Bienen. Zwei dieser Völker waren sehr stark und zeigten keinerlei Varroa-Schäden.

    Wild lebende Honigbienen (neben den Wildbienen) sind solche, die nochimmer in Wäldern leben, ohne dass der Mensch auf sie eingewirkt hat.


    Gruß

    Harald

    Es gibt sicher hier und da ein Schwarm der sich irgendwo einnistet. Bei mir in der Nähe war mal ein Volk in einer Baumhöhle in 4 Meter Höhe - ein Jahr später war es weg! Solange die Bienen mit der Varroamilbe nicht alleine fertig werden, hat solch ein Volk auf Dauer keine Chance.


    Habe mal gelesen, wenn alle Imker aufhören würden zu behandeln würde die Natur das "vielleicht" regeln. Aber sicher würden erst mal über einen längeren Zeitraum vermutlich 97 % aller Völker sterben. Das bedeutet auch 97 % aller Leistungen der Biene wäre weg. Habe da keine genauen Zahlen (Die Theorie ist oft ganz anders als die Praxis) und weiß auch nicht welche Konsequenzen dass noch alles hätte!?

    So ein Kollaps wäre aber garantiert für etliche Jahre fatal!


    keinimker Kennst Du "wilde Völker" in Deutschland bzw. hast du welche über einen längeren Zeitraum beobachtet?

    Guten Morgen.

    Vielleicht als kleiner Tip für die Standortwahl. Ich habe extra nach einem Grundstück gesucht auf den früher schon einmal Bienen standen und habe auch eines gefunden. Der Vater des Grundstücksbesitzers hatte vor ca. 50-60 Jahren dort ein Bienenhäuschen stehen, bis jetzt hat sich die Suche danach gelohnt.

    Hey bei mir war es ähnlich! Ich habe ein Waldgrundstück mit Lichtung erworben auf dem schon fortlaufend seit mindestens 50 Jahren geimkert wurde. Es ist eine herrliche Gegend und für die Bienen ist alles da. Das Klima hier im Südwesten der Pfalz ist auch eher mild.


    Brumm&Summ : Habe gerade gesehen, wir sind fast Nachbarn (ca. 20 km Entfernung). :)

    Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, finde ich den Standort ein wichtiges Kriterium. Natürlich gibt es noch einiges mehr zu beachten und der Standort ist nicht alles. Varroabehandlung, Betriebsweise, … etc.


    Ich denke die Gesamtheit aller Einflüsse die auf ein Bienenvolk wirkt entscheidet wie gut es sich entwickelt oder eben nicht. Auf manche Bedingungen haben wir keinen Einfluss, aber alles was wir als Imker zum Wohle der Bienen verbessern können, sollte auch in Betracht gezogen werden.


    Ich finde es sehr wichtig die Vitalität und Gesundheit der Bienen zu verbessern und stabilisieren indem man bei den Arbeiten die Bedürfnisse und Notwendigkeiten des Bienenvolkes berücksichtigt. Geht es den Bienen gut, geht es auch dem Imker gut!


    Aus Fehler lernen ist prima, besser noch Fehler die andere gemacht haben nicht auch zu machen. Darum schreiben wir ja auch hier um uns auszutauschen, andere Standpunkte zu überdenken und zu lernen.


    Trotzdem ist es schwierig bei den vielen Betriebsweisen und Systemen. Es gibt kein "bester Weg" der auf alles anzuwenden ist. Und selbst die mit viel Erfahrung wundern sich manchmal warum dass mit den Bienen jetzt gerade so ist. Es gibt immer wieder etwas zu lernen bzw. man wird überrascht und muss umdenken.


    Also die Bienenhaltung ist oft ein spannendes Abenteuer! :)

    Ich kenne vor allem ein entscheidendes Kriterium für eine gute Entwicklung der Völker: den Standort.

    Dieser Aussage kann ich vollkommen zustimmen. :thumbup:


    Bienen sammeln am ökonomischsten in einem Umkreis von weniger als einem Kilometer. Ist das Nahrungsangebot in der Nähe und das auch von Frühjahr bis Herbst, haben es die Bienen leichter. Eine belastente Umgebung durch intensive Landwirtschaft, Industrie und Verkehr macht es den Bienen und ihrer Gesundheit folglich schwerer.


    Somit spielt der Standort eine entscheidende Bedeutung hinsichtlich für den Ertrag, sowie das Wohl der Bienen.

    Nein, die äusserste Schicht produziert mit den Muskeln der ausgeklinkten Flügel Wärme und die wird durch Gänge in die Mitte geleitet wo sich auch die Königin befindet.

    Alle 4 bis 5 Tage wird stärker aufgeheizt, auf 25 bis 30 Grad, damit der Honig flüssiger wird und dadurch die Nahrungsaufnahme einfacher ist. Das ist effizientes Heizen der Bienen und konnte durch HOBOS so erkannt werden.

    In dem Buch „Bienen naturgemäß halten - Der Weg zur Bio-Imkerei“ von Wolfgang Ritter habe ich folgendes gefunden:



    … Ruhig sitzende Bienen mit dem Kopf nach oben und dicht sitzende Bienen mit dem Kopf nach innen. Im Innern der Traube liegt die Temperatur zwischen 25 und 35 °C, während sie an der Traubenoberfläche 9–10 °C beträgt. Die Thermoregulation ist ganz auf die Traubenoberfläche ausgerichtet. Dort darf die Temperatur nie unter 9 °C sinken, da sonst Bienen abfallen und erstarren könnten. Wenn die Außentemperatur fällt, ziehen sich die Bienen der Schale enger zusammen, wodurch die Temperatur im Kern weiter ansteigt und Wärme nach außen abgegeben wird. Sobald die Bienen sich nicht weiter zusammenziehen können und die Temperatur an der Oberfläche unter den Sollwert sinkt, beginnen die Bienen im Innern Wärme zu produzieren. Die Zahl der Heizbienen und die Heizstärke nehmen von innen nach außen ab. Außen sitzen vorwiegend passive Bienen, die vornehmlich mit ihrem Körper isolieren. Nur im Notfall beginnen auch sie zu heizen. Da im Gegensatz zu einem gleichwarmen höheren Organismus das Gehirn als regelndes Zentrum fehlt, müssen andere Möglichkeiten der Kommunikation im Bienenvolk bestehen. Der Informationsaustausch zwischen Kern und Schale kann rein mechanisch erfolgen, wenn die Bienen in der Schale bei sinkenden Temperaturen unruhiger werden oder durch Ein- oder Auswanderung eine erhöhte Wärmebildung ausgelöst wird. Bei geringem Absinken der Umgebungstemperatur fließt mehr Wärme ab und die Temperatur im Kern sinkt, was die Bienen dort zu einer erhöhten Wärmebildung anregt. Dies scheint in den einzelnen Wabengassen unabhängig voneinander, aber doch in irgendeiner Weise koordiniert abzulaufen.


    Gruß, Frank


    Sicherlich wenn der Holzkeil ausreicht, wäre es unnötig noch zusätzlich etwas zu montieren.

    Meine Bienen stehen im Wald und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ohne den Metallschieber, Mäuse versuchen den Spalt vom Keil durch annagen zu vergrößern. Mit Metallschieber habe ich Ruhe.