Beiträge von AndreasVonDerSaar

    Ajo. Ich bin halt hoch begeistert von Gerstungs Werken einiges wurde bereits wieder vergessen und wird nicht angewendet obwohl Trends wieder in solch eine Richtung gehen. Diese hohen Waben sind einmalig, selbst für Trogbeuten. Da kommt Kuntzsch Hoch in der Goltzbeute nahe dran aber nur fast. Oberhalb kann nämlich Honig eingelagert werden, da die Rähmchen ja hochkant stehen 41cm h und 26cm b. Der Bien kann sich trotz Honigkranz in seiner WinterKUGEL frei ausdehnen und hat genug Platz auch für Brut und Pollen.

    Man kann das Nest zur Honigernte entweder nach oben oder hinten bzw zur Seite ausdehnen, die schaffen sich schon reine Honigwaben, da die Königin durch den schnellen Eintrag begrenzt wird. Das Rähmchenmaß Gerstung Hoch lädt zum selbst experimentieren ein wenn man es natürlich haben will ... Die Gerstungbeute bzw Thüringer Einbeute (Ständer oder Lagerform ) wäre halt interessant zu sehen, wie welche Kniffe zu handhaben sind und als kulturelles Erbe. Denke auch das diese Form der Imkerei sehr natürlich, artgerechter gehalten ist und weniger auf 110% Ertrag auszielt, was nicht heißt dad man damit keine Erfolge erzielt, Gerstung hat sehr viel geerntet obwohl er auf Honig überwintern ließ.

    Das hochkante Rähmchen wurde ja überdimensioniert und nicht mit Beespace etc verknüpft in die Einraumbeute integriert. Dadant hoch finde ich persönlich viel zu groß für die Rähmchenzahl darin.

    Das ist ein sehr guter Typ, werde den Imker mal anschreiben auch wenn es nicht die Orginal Thüringer Ständer oder Lagerbeute ist. Hohe Rähmchen vielleicht sogar Gerstung hoch nutzt er scheinbar. Das ist bienengerecht und natürlich.

    Ja habe ich schon gesehen danke.

    Das ist auch nicht das Original, so eine ähnliche Beute habe ich selbst schon geplant. Ich habe sogar eine Klotzbeute mit Trägerschienen die habe ich von den Maßen her an die Gerstung hoch Rähmchen angepasst. Werde ich dieses Jahr in Betrieb nehmen. Ich muss wohl weiter suchen. Warum Mirko Seidl nicht mehr aktiv ist weiss auch keiner? Der hatte ja das Orginal nachgebaut auf seiner Website.

    Gerstung hat doch in seinem Buch ein entsprechendes Kapitel: Beschreibung der Thüringer Einbeute und Herstellung derselben (S. 227ff.)

    In meiner Auflage ist es auf S.155 aber das ist nur die Herstellung an sich und kein Bauplan im eigentlichen Sinne. Dem Altdeutschen ist schwer zu folgen oft und ohne Skizze ist das eine Heiden Arbeit, zumal er mehr die Nut beschreibt als alles andere. Aber es ist schonmal was ja.

    Grüße euch,


    ich bin auf der verzweifelten Suche nach Thüringer Einbeuten, bzw Gerstung Ständerbeuten. Ich finde dieses alte Maß Gerstung hoch sehr interessant und bienengerecht. Habe auch schon "Der Bien und seine Zucht" gelesen aber keinen richtigen Bauplan gefunden. Ferdinand Gerstung war ja der Urvater der Imkerei in Europa wenn man so will und Mitbegründer des DIB. Leider hat sich seine Beute nie wirklich durchgesetzt, sei es wegen Vorurteilen oder aus "never change a running system" Prinzipien. Dabei hatte er selbst große Erfolge, auch in der Ernte. Ich finde zum verrecken keinen Bauplan oder gar einen Verkäufer der Gerstungbeuten, keiner kennt dieses Maß, es gibt allerdings noch Rähmchen zu kaufen. Mirko Seidl als Geheimtipp ist irgendwie verstummt. Wäre schade wenn so ein Kulturgut der Imkerei verschwinden würde.


    Hat jemand noch solche Beuten oder gar einen Bauplan?:huh::?:

    Habe Varromed kürzlich zur Sommerbehandlung eingesetzt.

    - Milbentotenfall war heftig

    -die Bienen haben sich nichts anmerken lassen beim träufeln und danach auch nicht. -3 Anwendung mit je 40ml im Abstand von 5-6 Tagen reichen bei großen Völkern mit normalem Befall dicke aus.

    Reine Ameisensäure kommt mir nicht auf meine geliebten Bienen. Ich weiss , dass es die meisten nutzen aber das ist wie man weiss kein Indiz für richtiges Handeln.

    Es wirkt meistens aber für die Biene ist es eine Qual, bei der die Völker teils sogar schweren Schaden nehmen. Leute haben von selbst abgrissenen Fühlern wegen der Dämpfe berichtet, Königinnenverluste, Brutschäden und giftig und ätzend ist es auch. Ob es im Wachs wiederzufinden ist weiss ich nicht. Pflanzen sterben vor dem Flugloch ab. Sowas kommt mir nicht ins Volk.

    Varromed wirkt sehr gut , ist einfacher zu handhaben ,dank Skala und bienverträglicher.

    Thymolpulver hatte ich letztes Jahr ausprobiert und mit Erfolg angewendet aber relativ aufwendig. Zumal es im Wachs nachweisbar sein kann.

    Varromed wurde mir von einem relativ bekannten Imkerkollegen empfohlen der es schon länger benutzt und sehr gute Ergebnisse damit erzielt.

    So wie ich und viele andere auch.

    Durch Ableger/Königinnenableger im Frühjahr (Brutverringerung/Brutpause/ausnutzen des natürlichen Schwarmtriebes) und Milchsäure Anfang-Mitte Dezember (Brutpause u. verkraftbar kühl) habe ich durch Varroa bisher keine Probleme gehabt. Hinzu kam eben Thymol/MS im Spätsommer , jetzt ersetzt durch Varromed.

    Mit Varromed bin ich effektiv, wesentlich bienengemäßer und schneller. Dem Bien gehts damit besser. Somit habe ich ein sehr wirksames Varroakonzept. Sollte jeder selbst entwickeln und nach seinem regionalen Klima richten.

    Seid gegrüßt!


    Vor 3 Tagen fing ich einen herrenlosen Riesenschwarm. Habe sie direkt am nächsten Tag einlaufen lassen. Schöne ruhige Carnica. Zwei Zadantwaben sind ausgebaut und mit Honig befüllt eine ist zur Hälfte ausgebaut, im Naturbau aber leer.

    Die Frage ist wann die Königin mit stiften beginnt?

    Habe Angst vorm verhonigen. Die Königin muss ja dabei sein, da sie eingelaufen sind und auch gesterzelt haben.


    Gruß

    Andreas:)

    Überschätzen tu ich das nicht es ist dieses Jahr wirklich sehr schön hier .In Waldnähe...

    Es war sicher auch letzte Jahr schön dort und wird es auch nächstes Jahr sein. Schönes Wetter heisst noch lange nicht gute Tracht, definitv nicht! Kein Regen - kein Nektar! Waldnähe - bringt dir jetzt erstmal gar nix, eher im Gegenteil, wenn es z.B. nur Fichtenplantage ist. Wenn es wirklich so honigen würde wie du meinst, hättest du schon längst Probleme mit Wildbau im freien Raum ...
    Beim ASG, wende den Tipp mit dem Holzrahmen an, wäre mein Tipp. 7 Brutrahmen sind IMHO häufig schon zuviel

    Hab ich doch beschrieben das ich Wildbau habe und geregnet hat es auch ne ganze Woche lang... Laubmischwald, ich kenne das Trachtangebot hier gut da ich oft im Wald mit dem Hund unterwegs bin und mir auch einen Waldstand zugelegt habe den ich jetzt mit Ablegern bestelle. Absperrgitter aus Metall mit Rahmen für den nötigen Beespace werde ich mir dann zulegen. Linde und Akazie kommen jetzt bald. Nächstes Jahr muss ich dann den Brutraum konsequent halten. Für dieses Jahr sind es dann halt 6-7 Waben. Danke:thumbup:

    Hast du im Brutraum eine Mittelwand gegeben wenn du schreibst "auf 7 Waben, vor einer Woche 6+eine Honigwabe hinterm Schied"?
    Warum die Honigwabe hinterm Schied?

    AndreasVonDerSaar Willst du dazu noch was sagen?

    War ein Leerrähmchen, wurde direkt ausgebaut zur Dickwabe und befüllt, innerhalb dieser einen Woche wohl gemerkt. Die Völker sind alle recht stark.

    Wenn ich dich recht verstehe, hast du deinen Bienen im Brutraum Gelegenheit gegeben bis zu 8 kg Honig einzulagern. Dann tun sie das auch. Wenn der HR drauf ist, sollten man keine Leerrähmchen oder Mittelwände ans Brutnest hängen. Damit treibst du deine Bienen in ein (für den Imker) falsches Nektarmanagement. Hinter dem Schied dürfen auch keine ausgebauten Rähmchen sein sobald der HR drauf ist. Das sind zwei Gründe, warum ein HR schlecht oder nicht angenommen wird. Ich denke auch du überschätzt den Trachtfluss bei dir.

    Ich würde die Rähmchen gerne entfernen allerdings geht das jetzt nicht. Habe das Rähmchen vor das Schied gehängt um zu erweitern, da die Königin legt wie verrückt. Überschätzen tu ich das nicht es ist dieses Jahr wirklich sehr schön hier .In Waldnähe...

    Ich hätte das überhaupt nicht reinhängen dürfen aber aus Fehlern lernt man. Diese Stanzgitter sind in meinen Augen schlecht daran könnte es auch noch liegen. Wahrscheinlich eine Mischung. Ich lege mir jetzt Metallabsperrgitter zu da ist die Freifläche größer. Erweitern werde ich jetzt auch nicht mehr 7 Brutwaben müssen absolut ausreichen. Vielleicht gehen sie dann hoch...

    Hast du im Brutraum eine Mittelwand gegeben wenn du schreibst "auf 7 Waben, vor einer Woche 6+eine Honigwabe hinterm Schied"?
    Warum die Honigwabe hinterm Schied?

    AndreasVonDerSaar Willst du dazu noch was sagen?

    War ein Leerrähmchen, wurde direkt ausgebaut zur Dickwabe und befüllt, innerhalb dieser einen Woche wohl gemerkt. Die Völker sind alle recht stark.

    Dieses Volk hat mir „ums verrecken“ den Honigraum nicht angenommen, nicht mal Brut raufhängen hat was gebracht.

    Du hast geschrieben, dass du den Honigraum vor 3 Wochen aufgesetzt hast. Wie sah bei dir denn da die Blühsituation und das Wetter vor Ort aus? Meiner Meinung lassen lässt sich die Honigraumannahme meist durch frühes Aufsetzen (eine gewisse Volksstärke vorausgesetzt) sicherstellen.

    Das war in der ersten Aprilwoche . Hier ist eigentlich immer gut was zu holen, da in Waldnähe, inkl. Rapsfeld in der Nähe. Sehr viel Kirsche, jetzt Weissdorn,Raps, Ahorn, bald Linde, Akazie, Brombeere, und immer Läppertracht. Durchgängig bis September gibts hier was. Die haben im Februar schon viel Haselpollen eingetragen, es ist alles etwas früher dran dieses Jahr.

    Das könnte es wirklich sein, war von Anfang an skeptisch! Habe die Absperrgitter heute mal leicht "unterpolstert" , sodass da zumindest in der Mitte Beespace ist. Wenn das nichts bringt hau ich da Metallgitter rein. Kanns nachvollziehen, die meisten legen sich ja auch nicht gern ins Kernspin weil das so beklemmend ist.

    Ich lese: Honigkränze über Brutwaben. Ich halte das für ein Zeichen, dass du zu groß geschiedet hast. Bei richtigem Schieden hast du nur auf den Randwaben Honigkränze, ansonsten höchstens Honigecken.

    Eine mögliche Korrektur könnte darin bestehen, dass du alle Honigkränze mit einer Entdecklungsgabel anritzt. Die Bienen machen die dann leer und tragen den Inhalt woandershin, hoffentlich über das Absperrgitter. Versuch's, das Ergebnis kannst du schon nach 3 Tagen sehen.

    Gruß Ralph

    Ja das habe ich heute gemacht.

    Danke werde berichten:thumbup:


    Ach und ich finde die verschiedenen Trachtzeitpunkte echt krass innerhalb Deutschlands. Im Saarland ist es meist vergleichsweise warm und deshalb blüht hier alles anscheinend früher im Wald.

    Wie der Titel schon sagt,


    der Honigraum wird bei mir nur sehr schwer angenommen.

    Zu meiner Situation:

    Zadant auf 7 Waben, vor einer Woche 6+eine Honigwabe hinterm Schied. Zanderhonigraum wegen Umstellung auf Zadant im März vor 3 Wochen aufgesetzt. Sehr starke Völker und sehr gutes Trachtangebot in Waldnähe.

    Leider Plastikabsperrgitter ohne Beespace.

    Honigkränze über ein paar Brutwaben. Immer wieder Wildbau. Keine Schwarmzellen viel Drohnen , augenscheinlich Varroafrei! Honigraum nur 2-3 Waben voll und wenige Bienen im HR.

    Der Rest nichtmal ausgebaut, ursprünglich MW und ausgebaute Waben aus dem Vorjahr. Was kann man da noch tun ausser das Absperrgitter entfernen?:/:?:

    gestiftet ist doch bauen geht sehr langsam, wegen den Wespen, genau wie dieser eine Ableger. Die Größe ist das Problem da hast du absolut Recht kann ich aber nicht ändern. Deshalb ein baldiges Volk aufgeben?

    Beratungsresistent! Der kommende Winter bekommt eventuell die Chance, sie (endgültig) zu richten. Ich meine Deine Restvölkchen soweit die Wespenprüfung überstanden.:)

    Beratungsresistent bin ich sicher nicht. Wenn ich sage vereinigen ist (noch) keine Option, dann hat das n Grund sonst würde ich's ja nicht sagen. Das liegt ja nicht am Volk, es braucht halt etwas Zeit zum wachsen, wegen der nachgeschafften Königin und die KS sind zu klein ursprünglich, brauchen aber ebenfalls nur etwas Zeit, in einem Monat dürften se überwinterungsfähig sein, das weiss ich aus Erfahrung. Wenn da nicht die Wespen wären.

    Den Trick hab ich jetzt mal angewendet, wenn das nichts bringt, dann bleibt wohl wirklich nur noch vereinigen.

    Direkter Rückzug ist nicht immer Gut.

    Danke, werde berichten ob's geklappt hat.

    Versuch es halt. :) Ich denke, der typischste Anfängerfehler besteht darin, möglichst alle Königinnen und Völker behalten zu wollen. Man macht sich und den Bienen nur Ärger und unnötige Arbeit. Die Zeit der Aufwärtsentwicklung eines Bienenvolks ist schon seit bald zwei Monaten vorbei. Du zwingst Deine Bienen zu etwas, das ihnen völlig zuwider läuft. Ich würde das nicht so machen. Im Grundkurs (der bei uns zwei Jahre dauert) wurde uns immer und immer wieder eingetrichtert, dass nur gesunde und starke Völker eingewintert werden dürften. Einwinterung ist hier JETZT! Ich bin völlig überzeugt, dass das einer der besten Tipps überhaupt für Anfänger ist. Wenn Du nun das Gegenteil versuchst, halte uns bitte auf dem Laufenden bis Mitte April 2020. Vielleicht ist das ja dann hilfreich für Leser dieses Threads. Viel Glück!

    Nach heutiger Kontrolle und Fütterung sind eigentlich fast alle Ableger , zu Einzargern heran gewachsen manche mit mehr manche mit minder Futterwaben , bei allen ausser einem ist die Volksstärke im Grünen. Eins hat sogar die zweite Zarge halb bebrütet und Unmengen Honig eingetragen zusätzlich zum Futter.(Ohne Honigraum).

    Mir ist da eingefallen, das genau dieser Ableger drei Wochen nach erstellen seine Königin nachziehen müsste. Wahrscheinlich hat das die Entwicklung gedämpft.

    Meinen Altvölkern geht's prima und ich sehe das Problem eher bei den beiden Kunstschwärmen beide Bucki, gestiftet ist doch bauen geht sehr langsam, wegen den Wespen, genau wie dieser eine Ableger. Die Größe ist das Problem da hast du absolut Recht kann ich aber nicht ändern. Deshalb ein baldiges Volk aufgeben? Mein erstes Volk war ein ähnlicher Kandidat bei Erstellung, im nächsten Jahr war es das größere von beiden. Ausserdem hat ein KS anfangs logischerweise immer zu wenig Immen, das macht kein Sinn ihn dann aufzugeben. Wurde anscheinend zu schwach gebildet, hatten aber auch keine Waage und er existiert erst seit 2 Wochen.

    Ich hab den Tipp von Jelle befolgt, für Leser:


    Flugloch zu ( beiSchlechtwetter oder Abends ,damit keine Sammlerinnen ausgesperrt werden), vorher 1 L flüssig Füttern, vorsichtig die Beute ca 5-10 m verstellen, Boden offen lassen. 2-3 Tage lass ich se jetzt da und auf den alten Platz eine leere Beute mit offenem Loch.( Um die Wespen zu verarschen)

    Notfalls mach ich das auch mehrmals.