Beiträge von BerlinBees

    Ok, sorry, dann anders:


    Im Praxisleitfaden zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut des Institutes für Bienenkunde Celle von 2019 wird auf Seite 45 das Reinigen mit Ätznatron beschrieben. Daher wird man ja nicht auf die Idee kommen, dass das nicht zulässig wäre.


    War der Link auch eine Urheberrechtsverletzung?

    Kommen bei dir gebrauchte Rähmchen tatsächlich nie in andere Völker? Nicht als ausgebaute Wabe im Folgejahr und nicht nach dem Ausschmelzen mit neuer Mittelwand.

    Hallo, entweder hast du falsch gelesen oder ich doof geschrieben. Die Pia arbeitet mit der Spülmaschine und Chemie. In einem anderen Video sagt sie, man darf ALLES (Waben, Räumchen, Brut) hin und herhängen, wenn man keine AFB am Stand hat.....also frage ich mich, wieso wird dann vorher alles Porentief gereinigt. Ich hänge die Räumchen aus dem Dampfwachsschmelzer in x beliebige Völker. Habe aber jedes Jahr den BSV da.

    Bis bald Marcus

    Ja, da hatte ich was falsch verstanden. Dann bin ich ja beruhigt.

    Da gibt es ja die Frau Dr. die alle Rähmchen in der Spühlmaschine mit viel Natronlauge blitzeblankt macht. Die gleiche Frau hängt aber Rähmchen von Volk zu Volk um und meint, dass ist nicht schlimm, solange man keine AFB am Stand hat. Daraus folgere ich, dann braucht man auch nicht die Rähmchen steril zu mache.

    Aber mal Polemik zur Seite, welcher "Dreck" hängt denn nachher am Rähmchen ? Ist es wirklich so schlimm, dass die Bienen damit nicht klar kommen ? Muss das Holz porentief gereinigt sein ?

    Bis bald

    Marcus

    Kommen bei dir gebrauchte Rähmchen tatsächlich nie in andere Völker? Nicht als ausgebaute Wabe im Folgejahr und nicht nach dem Ausschmelzen mit neuer Mittelwand?


    Nö, porentief müsste nicht und mich würden ja etwas Wachs und Propolis auch gar nicht stören. Wenn man aber einen positiven Befund hinsichtlich Sporen hatte, bemüht man sich ja doch mehr um Desinfektion.

    Vielen lieben Dank.


    AFB nein. Aber Sporen ja - nein - vielleicht... Wer weiß das schon. Siehe Faden Aktuelle AFB Alarme.


    Deshalb wollte ich die ausgeschmolzenen Rähmchen halt mal richtig reinigen. Die Seifenreste gefallen mir nun aber gar nicht.


    Dass ich die Lauge heißer kriege als 70 Grad glaube ich nicht. Ich werd mich mal mit Soda befassen bzw. das Ätznatron sparsamer verwenden.


    Und am liebsten auch die ganze Chemie weglassen. Hatte ich die letzten Jahre ja auch so gehalten. Doofe Gegend hier mit den andauernden Sperrbezirken.


    Die Frage mit dem Neutralisieren bezog sich auf die Entsorgung der Lauge. Da hatte mich beemax schon prima beruhigt.

    Vielen lieben Dank schon mal.


    Das mit der Spülmaschine liest man überall und scheint auch gut zu funktionieren. Eine extra Maschine für 30 Rähmchen im Jahr lohnt sich natürlich nicht. Wie lange halten denn die "ausgedienten Spülmaschinen" so? Vielleicht macht es den Maschinen tatsächlich nichts aus...


    Vielleicht stelle ich meine 2x gekochten Wabenhonigrähmchen jetzt noch in unsere normale Spülmaschine, das ist eine Idee.


    Aber ich würde schon gern wissen wie das Auskochen in Ätznatron richtig funktioniert. Ok, also nächstes Mal länger drin lassen.

    Hallo liebe Gemeinde,

    bin frustriert. Irgendwas ist falsch gelaufen.


    Habe meine Rähmchen heute erstmals mit Ätznatronlauge ausge"kocht". Habe eine knapp 4%ige Lauge angesetzt (600g auf 15l). Hatte gelesen dass man beim "Auskochen" 3%ig nimmt und wenn man kalt desinfizieren will 5%ig. Da ich mir schon dachte, dass mein Kocher die 15 Liter nicht zum Kochen bringt, nahm ich halt 4%ige Lauge.


    Die Rähmchen waren ca. 3 min drin, die Lauge 60 -75 Grad heiß. Dann gespült und gewundert. Die Rähmchen haben nun weiße Anhaftungen, mal als dicke Schicht, mal dünner, mal nur weiße Flecken oder Klümpchen. Seife.


    Hab jetzt die wichtigen Rähmchen (die für Wabenhonig) noch mal in klarem Wasser "gekocht" (70 Grad) und dann in mühsamer Kleinarbeit abgekratzt. Sind aber immer noch nicht toll. Bei den gedrahteten mache ich das nicht noch. Dann eben weg.


    Ich verstehe nur nicht was falsch war. Meine Vorstellung war, dass ich Rähmchen raus kriege, so schön wie fast neu.


    Waren die 4% zu viel? War zu wenig Wachs an den Rähmchen oder zu viel? Da war wenig, kamen ja aus dem Dampfwachsschmelzer. Hätte ich oben auf der Lauge was abfischen müssen? Da schwamm nur minimal etwas.


    So ne ätzende Arbeit und dann noch erfolglos.


    Und noch eine Frage zum Neutralisieren. Wie soll das denn gehen? 15 Liter 4%ige Lauge müsste ich ja mit 15 Litern 4%iger Säure neutralisieren. Habe aber nur 10%ige (Essig)Säure im Supermarkt gesehen. Davon bräuchte ich ja 6 Liter. Nehmt ihr dafür Ameisensäure? 60%, davon müsste ich ja auch einen Liter in die 15 Liter Lauge schütten. Ist ja gruselig viel. Wie macht ihr das?

    Tja und in Berlin Tempelhof dürfen wir nun bald 1 Jahr AFB "feiern". Müsste der AmtsVet nicht mal irgendwann eine 2. Probe nehmen?


    Am 10. Juni 2021 wurde der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) in Tempelhof-Schöneberg amtlich festgestellt.

    Nun will ich mal erzählen wie es mit "meinem" Sperrbezirk weiterging.


    Am 07.06.22 kam die Veterinärin endlich um meinen Stand „freizutesten“. Am 20.06. - dritter Urlaubstag, 600 km von zu Haus, gerade schön beim Grillen – erreichte mich der erschreckende Anruf, dass in der Sammelfutterkranzprobe Sporen Eric 2 festgestellt wurden. Panik. Nun war mein Kopf für die weiteren Urlaubstage beschäftigt.


    Am 07.07.22 wurde mein Stand erneut beprobt und zwar wurden je Volk eine Brutwabe mit Futterkranz mitgenommen. Ein AFB-Ausbruch war auf den Brutflächen und in der am Stand geöffneten Brut jedenfalls nicht erkennbar.


    Ich hatte mir inzwischen neue Meißel und Besen für jedes Volk extra zugelegt, einen Vorrat an neuen Rähmchen und Mittelwänden erstanden und mir auch die Gerätschaften besorgt, um Rähmchen in Ätznatron auskochen zu können bzw. Zargen abzuflammen. Hatte ich bisher nicht gemacht.


    Die Honigernte am 09.07.22 und das Ausschlecken der Honigwaben war nun kompliziert denn ich habe vermieden Rähmchen verschiedener Völker zu vertauschen oder in Kontakt kommen zu lassen. Man muss sowieso schon immer höllisch aufpassen beim Ernten und Schleudern und späteren Reinigen, um keine Bienen ins Haus und den Schuppen zu lassen. Jetzt noch die Konzentration auf die Rähmchen und „volkseigenen“ Werkzeuge. Das war anstrengend.


    Dann Futterkontrollen und füttern – immer schön die Handschuhe und Werkzeuge wechseln. Nervig.


    Varroabehandlung aufgeschoben. Schließlich wusste ich nicht, welches Volk / welche Völker betroffen sind, ob ich Kunstschwärme machen muss oder umwohnen könnte. Auf den geölten Windeln, die ich zwischendurch drin hatte, war zum Glück eher gar nichts zu finden. Na ja, Windeln sind ja auch nicht so wirklich verlässlich.


    Warten auf den Befund. Man hatte mir mindestens 10 Tage in Aussicht gestellt. Das Labor würde leider auch die Corona-Tests bearbeiten. Anrufe im VetAmt. Eine Veterinärin im Urlaub, die andere krank. Bestimmt Corona, haben ja jetzt alle. Dann die Sekretärin dran, Befund am 22.07.22 eingegangen.


    What? Keine Erkrankung festgestellt und auch keine Sporen mehr! Juhu! Puh, meine Nerven.


    So, dann kann ich am Wochenende endlich mit den Spätsommerarbeiten anfangen. Am meisten froh bin ich, dass ich nicht all die schönen ausgebauten Waben einschmelzen und im nächsten Jahr bei Null starten muss.


    Wäre auch ein Beitrag für die Erfolgsmeldungen.


    Der Sperrbezirk ist aber leider weiterhin nicht aufgelöst und es gibt seit dem 05.07.2022 noch einen neuen Sperrbezirk südlich meines Standes.


    Menno. Ich hätte ja gern mal meinen Sonnenwachsschmelzer verkauft. Der nimmt Platz weg und ich brauch den nicht mehr. Zum Glück wandere ich nicht und verkaufe auch keine Völker, Ableger oder Königinnen.

    Kristallisation wird auch überschätzt. Honig in den Waben kristallisiert nur im Sonderfall (Raps z.B.). Es fehlen nämlich die Kristallisationskeime

    Dankeschön dass ich hier in dem Forum so viel lernen darf!


    Jetzt versteh ich, warum sich mein Wabenhonig in Backpapier und Tüte im Kühlschrank hält und hält - ohne zu gären und ohne zu kristallisieren.


    Sorry Hartmut, ist OT.

    Zu meiner Überraschung lief mir als erstes eine ungezeichnete Kö über den Weg, die behäbig über die Waben lief . Eine Zarge darunter fand ich die alte gezeichnete Königin. Ich fand nirgends Drohnenbrut, nur verdeckelte Arbeiterinnenbrut.

    Du meinst die haben mit 2 Königinnen überwintert? Das gibt es?


    Das würde auch bei mir erklären, warum ich Ende September die gezeichnete Kö noch gesehen habe und jetzt eine dicke Ungezeichnete drin ist, die ein schönes Brutnest hat.