Beiträge von Llecter

    ich habe eine Menge Material in Form von Zargen am Stand, die ich eigenlich nicht brauche. Die Waben sind größtenteils braun oder eben voll mit Pollen, so dass ich sie am Ende der Saison ausschmelzen muss. Ich überlege schon, ob ich das Absperrgitter nicht einfach über den 1. HR setze. Dann sollen sie halt brüten...???

    Bei 2 BR hast du den ganzen Kram auch am Stand und darfst die gleiche Anzahl Waben einschmelzen weil sie braun und/oder verpollt sind. Eher mehr sogar. Sehe darin jetzt keinen Vorteil. Funktioniert aber natürlich auch auf 2 Bruträumen.

    Meine Aussage ist überhaupt nicht repräsentativ - was soll der kluge Einwand? Sie sollte nur zeigen, dass der Betrieb einer Bienenkiste einen Grund haben kann. Sie ist also ein Beispiel.

    Dass Honig sich durch die imkerliche Behandlung (Schleudern) verändert, ist dagegen Grundwissen. Natürlich "schmecken" das die Nachbarn nicht, es wirkt, dass sie es wissen.

    Der kluge Einwand war vor allem der Versuch eines humorvollen Einwands, den ich mit dem Smiley eigentlich ausreichend gekennzeichnet wähnte ;) War einfach zu verlockend, wollte dir damit nicht auf die Füße treten, sorry.


    Übrigens, dass das Ernten von Tropfhonig/Presshonig eine Möglichkeit beim, aber kein Grund zum Betrieb einer Bienenkiste ist da es in Magazinbeuten auch geht, hat Master Tom im Beitrag darunter übrigens auch klar gestell. Grundwissen halt :P (war auch zu verlockend ;))

    Aus diesem Grunde gebe ich meinem Honig prinzipiell nur sechs bis zwölf Monate MHD, je nach Sorte. Für Wassergehalt etc. bin ich natürlich verantwortlich, ich kann aber kaum die Lagerung beim Kunden beeinflussen. Wenn er in der Küche auf dem Fensterbrett gelagert wird, wird er auf Dauer sicher nicht besser. Hat der Kunde wenig Ahnung von Honig sieht er nur, dass dieser sich innerhalb des MHD negativ verändert. Über die Schuldfrage zu diskutieren ist dann auch müßig. Daher nur eine kurze Haltbarkeit bei mir, denn es ist mir im Zweifel lieber dass der Honig sich erst nach Ablauf entmischt als während der Laufzeit. Zudem gehe ich davon aus, dass der Honig auch recht zeitnah nach dem Kauf in den Verbrauch geht und nicht erst ein Jahr gelagert wird. Wer größere Mengen auf Vorrat kauft kennt sich in der Regel auch aus und weiß wie zu lagern ist und dass das MHD keine Wegwerf-Kriterium ist.

    Ja, dass das ein grundsätzlicher Widerspruch ist:

    ein klassischer Einwabenableger, aber mit bereits voll verdeckelter SZ und vielen Bienen.

    Der klassische Einwabenableger arbeitet mit Nachschaffung und den Bienen von einer Wabe (inklusive der schlüpfenden).

    Ist das nur eine rethorische Spitzfindigkeit (NS <-> SZ) oder steh ich auf dem Schlauch? 🤔


    So oder so, danke euch für das Feedback :thumbup:

    War heute am Bienenstand, als gerade ein Schwarm abging, schon beeindruckend. Zum Glück konnte ich die Königin dank rotem Opalithplättchen gleich am Fligloch einkassieren, woraufhin die Schwarmbienen nach einer Ehrenrunde auch wieder zurück in die Beute sind. Habe die Kö mit einigen Begleitbienen unter Futterteigverschluss gekäfigt und in eine neue Beute gehängt. Hierzu habe ich zwei Mittelwände, eine Brutwabe (ohne Bienen, natürlich auch ohne WZ) aus einem anderem (ebenfalls schwarmtriebigen) Volk und eine Futterwabe gegeben. Dazu wurden Bienen aus dem HR des Schwarmvolkes in die Beute gegeben, die Damen sollten sich kennen und gemeinsam wieder auf Volksstärke kommen.


    Leider hatte ich in der Vorwoche wohl wirklich Tomaten auf den Augen, denn im Schwarmvolk fand ich eine bereits geschlüpfte SZ und eine weitere verdeckelte SZ. Nungut, soll die vermutlich vorhandene Prinzessin eben hier den Laden schmeißen. Die Brutwabe mit der verdeckelten SZ habe ich samt ansitzender Bienen, einem weiteren Schwung Bienen aus dem HR und MW+FW in eine weitere neue Beute gegeben. Im Grunde ein klassischer Einwabenableger, aber mit bereits voll verdeckelter SZ und vielen Bienen.


    In einer Woche werde ich im Ursprungsvolk eine neue BW aus einem anderen Volk als weiselprobe zuhängen - Entweder ziehen sie sich etwas nach weil die Prinzessin es nicht gebracht hat oder das Volk bekommt zur Kastanie noch einen kleinen Ausgleich für seine Bienenverluste.


    In der Theorie habe ich nun ein geschwächtes Vollvolk, dass bei passendem Wetter (dieses Jahr also eher nicht :rolleyes:) durchaus noch was in der Linde und Kastanie sammeln könnte. Dazu einen Kö-Ableger, einen weiteren BW-Ableger und den Schwarmtrieb eines weiteren Volkes gedämpft. Das klingt allerdings zu gut um wahr zu sein, erfahrungsgemäß ist es dann auch.


    Übersehe ich hier was?

    Man könnte somit weiter die verschiedenen Magazin Betriebsweisen verfolgen, man hätte natürliche Materialien und Isolierung, man könnte Herrn Schiffers Behauptungen zum Thema Bücherskorpion selber überprüfen und man hätte im Garten eine schicke Beute.

    Hallo meikel (& Eva),


    das könnte man alles machen, keine Frage und vieles davon wird vermutlich auch funktionieren. Die Kritik hier rührt auch weniger daher, dass Stroh etc. prinzipiell als Baumaterial in Erwägung gezogen wird, sondern dass eine absolute Anfängerin gleich 'spezielle' Dinge versuchen möchte, statt erstmal die Basics zu lernen. Und dafür eignen sich nunmal bewährte Systeme viel, viel besser.


    Ob Holz oder Styropor, ob Zander, DNM oder Dadant - völlig egal, alles bewährte Systeme, hunderttausendfach getestet, alle funktionieren gut. Wenn hier Probleme auftauchen, kann auch leicht mal eine Frage an den Paten, ans Forum oder wo auch immer gestellt werden und auf eine fundierte Antwort gehofft werden. Beschreibst du mir eine Situation in der Zander-Beute, kann ich dir (vermutlich) Hilfestellung geben. Bei dänischen Trogbeuten mit Schilfmatten bin ich raus. Einem Reitanfänger gebe ich auch erstmal den zahmen Wallach, der sich bewährt hat - und nicht den feuerigen Hengst, nur weil der am Ende des Tages den schnelleren Galopp hat. Der wird erst gesattelt, wenn man Reiten kann.


    Das Holzbeuten nach einigen Jahren auseinanderfallen und ständig neu gestrichen werden müssen stimmt übrigens auch nicht. Das mag vlt für Billig-Leimholz-Selbstbauten so sein, aber vernünftige Holzbeuten sind da was völlig anderes. Die halten in aller Regel völlig unbehandelt auch jahrzehntelang aus, solang ein Blechdeckel drüber liegt (Stichwort konstruktiver Holzschutz). Wäre dem nicht so, würde ja kein Mensch Holzhütten etc. bauen. Ich habe meine Holz-Beuten zwar gestrichen, aber das nur weil sie mir so besser gefallen, aus rein optischen Gründen.


    Ich hab gar nix gegen dänische Trogbeuten mit Schilfmatten, es ist schließlich ein Hobby, dass jeder ausleben kann wie er möchte. Solange er sich auskennt und dafür Sorge tragen kann, dass es seinen Bienen dort drinnen auch gut geht!


    Kurz zusammen gefasst: Erst krabbeln, dann laufen.

    Vielleicht sollte ich heuer besser Gelee Royale statt Honig ernten...

    Davon gibt es ja dann auch reichlich, bei Trachtmangel...:rolleyes:

    Genau so ist es aber, Bergeist :rolleyes: Bei mir leere HR, aber viele SZ (viel mehr als im guten Trachtjahr 2018!) mit - Surprise Surprise - viel GR drin. Dafür scheint die Tracht also durchaus noch ausreichend zu sein, selbst wenn oben kaum was ankommt.

    Vielen Dank euch für die wertvollen Tipps! Ich werde mir eine Styrodur-Kiste bauen in welche der Brutkasten kommt und zusätzlich noch ein paar Kühlakkus oder Steine einlegen und das Gerät einige Tage vor Besatz laufen lassen, dann sollte es passen.

    Ich hänge mich mal hier an. Habe einen günstigen Brutkasten erstanden, mit dem Ziel diesen erstmal zu überprüfen und bei zu großen Abweichungen wieder zurück zu senden. Datalogger für die Luftfeuchte hatte ich leider grade keinen zur Hand, aber immerhin einen für die Temperatur, s. angehängte Grafik. Eingestellt waren als Zielwert 35,3°C, nach einigen Stunden "Einlaufzeit" hält er sie mit recht konstanten Schwankungen von 0,2 °C nach oben und unten.


    Das teurere Geräte sicher besser funktionieren ist völlig klar, aber hier nicht die Frage. Meine Frage an die erfahrenen "Brüter": Ist diese Abweichung von +- 0,2 °C tolerabel oder schon zu viel? Wie stark schwanken eure Geräte? Habt ihr dies ggf. per Datalogger überprüft oder eher nach Bauchgefühl?


    Danke!