Beiträge von Llecter

    Nen Dampfwachsschmelzer und ne 600 € Honigschleuder braucht man im ersten Jahr als Anfänger sicher nicht. Leihen, gebraucht kaufen oder für die ersten Jahre als Test eben doch die kleine billige vom Chinamann - oder Tropfhonig, Presshonig, auf den Völkern lassen.


    Zu viel Honig kann auch auf den Völkern bleiben. Statt des Abfüllkübels aus VA tuts die ersten Jahre auch völlig problemlos ein Quetschhahn für 10€, der in irgendeinen Deckel eingebaut. Entdeckelungsgeschirr braucht mal überhaupt gar nicht. Habe ich nie besessen und nie vermisst. 20€ Heißluftgebläse aus dem Baumarkt reicht.


    So kann man jahrelang ganz wunderbar und kostengünstig imkern und erstmal schauen, wohin die Reise geht. Schön, wenn man mehr ausgeben kann und möchte, aber viele der genannten Sachen sind definitiv kein must have. Geht alles erstmal problemlos ohne, wurde ja auch hier schon genannt wie.

    Das klingt, als hättest du weitaus bessere Bedingungen als BlackPeterle gehabt.


    An Frühtracht war zumindest hier im Südwesten nicht zu denken, bis Ende Mai wurde Futterteig nachgelegt. An Selbstversorgung gerade kleiner Ableger zu denken war hier utopisch. Die Völker waren okay, wenn dann wirklich mal ein Tag Flugwetter war, wurde auch direkt anständig gesammelt (s. Mitte Mai), aber in Summe war das Minus von Anfang April bis Ende Mai bei knapp 10 kg.


    Darunter ein Screenshot aus dem Vorjahr aus dem gleichen Zeitraum. Die Waage gab es erst Mitte April, da war der erste Honigraum schon fast voll. In Summe also eine Differenz von schätzungsweise 60 kg. Gleicher Standort, gleiche Völkerführung, gleiche Genetik.


    Da die Völker gut aussahen konnten sie im Juni dann immerhin noch passabel sammeln. Die Kastanie hat an den wenigen guten Tagen im Juni Tageszunahmen bis 5.5 kg gebracht, in Summe waren es aber am Ende dennoch nur knappe 20 kg / Volk / Jahr. Kann ich dennoch sehr gut mit leben, wenn ich die anderen Ernten in der Region kenne.


    Zwar teile ich deine Ansicht, dass sich gerade unter schwierigen Bedingungen die Spreu vom Weizen trennt, aber es gibt Bedingungen, da bleibt eben (fast) nur noch Spreu übrig. Wenn bei Blackpeterle nun auch diese wenigen guten Tagen nicht da waren die ich hier im Juni hatte, gibts einfach ne Nullrunde, egal was du machst. Da hätten auch wir beide nix geerntet.



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    Aber mal ohne Spaß, die ganze Betriebsweise taugt nichts, wenn der Bien aus welchem Grund auch immer nicht aus dem Quark kommt. Da nützen dann alle Tipps nichts, da braucht man manchmal rechtzeitig einen flinken Daumen und einen guten Königinnenzüchter.

    Das ist sicher nicht ganz falsch, dennoch würde ich das so nicht unterschreiben.


    Ich hab an meinem Hauptstand eine weitere Imkerin, die dort drei Völker betreute. Da konnte ich gerade in diesem schwierigen Jahr wunderbar mitverfolgen, wie sich unterschiedliche Betriebsweisen und Arten der Völkerführung auszeichnen. Die Effekte sind insbesondere unter schwierigen Bedingungen schon erheblich.


    Da wird aus einem miesen Jahr kein Superjahr, aber hier hats den dreifachen Ertrag (dreimal fast nix war aber immer noch mager ;( ) und vor allem noch lebende Völker gebracht. War übrigens keine Anfängerin, sondern auch 10 Jahre Erfahrung - aber eben immer nach Schema F, wie eh und je.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine einmalige Behandlung mit Sublimieren von OX im Sommer ausreichen kann.

    [...]

    Doch trifft dies für die Milben zu, die sich bereits in einer geschlossenen Zelle befinden?

    Das beste Werkzeug taugt schließlich nichts, wenn man es falsch einsetzt :) Das sublimierte Oxalsäure nicht in die geschlossenen Zellen wirkt ist hinlänglich bekannt und sollte bei jeder Anwendung entsprechend berücksichtigt werden. Blockbehandlung ist möglich, ich selbst habe aber bessere Erfahrungen damit gemacht, die Völker brutfrei zu behandeln.

    Kommt mal runter. Die Evolutuionstheorie zu negieren zeugt eben von großer Unwissenheit oder eben Ignoranz, so fundiert wie diese mittlerweile belegt ist. Glauben kann man ja trotzdem was man will. Ich für meinen Teil fände jemanden, der ein solches System etabliert weitaus bewundernswerter als jemanden, der einmal nach Schema F was zusammenschustert :) Ist auch nicht anders als in der Imkerei...

    [...]

    Aber sonst gehts dir schon noch gut?

    Einfach mal lesen, was ich ich schrieb? Könnte helfen nicht immer gleich beleidigt zu sein.

    Wenn 2023 der Pauchalsatz wieder steigt, was ich vermute, ist es mir ein Rätsel, wie du damit eine Nettopreiserhöhung begründen willst.

    'Im Zuge der ohnehin nötigen Preisanpassung [...]'


    Mach's nicht komplizierter als nötig.

    Nur haben sie es ja auch nie versucht, dabei ist es recht einfach.

    Also alle doof außer dir? ;) Sorry, aber basierend auf meinen Erfahrungen, und ich hab ne Menge probiert (Kleinwaben, Großwaben, viel Platz, wenig Platz, eng schieden, weit schieden, verschiedene Züchter...), hab ich für deine pauschalen Weisheiten echt nur ein müdes Schmunzeln für übrig. Dabei glaube ich dir wirklich, dass du echt was auf dem Kasten hast und nur sehr wenige Schwärme hast. Keine Schwärme jedoch... Jäger, Angler, Imker und andere... Jäger des heiligen Grals ;)

    Nur ein kleiner Einwurf.

    Ich schaue meine Bienen nur alle 9-14 Tage durch in der Saison und habe kein Volk, dass geschwärmt wäre. Ich verhindere das Schwärmen durch die Betriebsweise und genug Raum und schröpfen.

    Chapeau. Meine Bienen lachen sich tot und holen mir schonmal die Leiter aus dem Schuppen, wenn ich Ihnen vorschlage, wir machen das jetzt auch so. Egal welcher Herkunft oder auf welchem Wabenmaß.


    Herrlich, dieser Thread. Hier werden (fast) alle Weisheiten & grundlegenden Mechanismen des IF getriggert. Zander, Pia, Schwärmen, Bambi, tbc... Müsste man sich eigentlich ausdrucken und aufhängen :)