Beiträge von Llecter

    Nix für ungut, aber das ist 'nur' deine Meinung. Die ich zwar grundsätzlich schätze, die mir aber keinerlei Erleuchtung bzgl. der oben gestellten Frage bringt bzw. in völligem Kontrast zu den oben zitierten wissenschaftlichen Studien steht.


    Gäbe es keine starke wissenschaftliche Datenlage die gegenteiliges zeigt, wäre mir deine Aussage zusammen mit Beemax Aussage ausreichend. So aber wäre ich stark Daten interessiert, die das eure Einschätzung belegen, andernfalls halte ich die Studien für deutlich belastbarer als Erfahrungswerte, ohne das despektierlich zu meinen.

    Und die Mähr, dass Drohnenbrut stärker befallen sei als Arbeiterinnenbrut, ist auch falsch, weil die Signalintensität von A-/D-Brut bei A. mellifera sich kaum unterscheidet, im Gegensatz zu A. cerana, wo die Drohnenlarve ein vielfach stärkeres Hormonsignal abgibt. Darum wird dort bevorzugt die Drohnenbrut befallen. Richtig ist, dass in der Drohnenzelle mehr Zeit zur Vermehrung für die Milbe verfügbar ist.

    Die Mähr ist meines Wissens nach wie vor Stand der Wissenschaft:


    In colonies of A mellifera carnica infested with Varroa jacobsoni, the invasion of worker brood cells and drone brood cells by reproductive female mites was studied. In 68 choices between brood combs of both cell types, the infestation of mites per cell was, on average, 8.3 times higher in drone brood. This drone cell preference was not affected by the infestation level. It was more marked if drone brood was rare and it decreased towards the end of the drone rearing season.

    Why does removal of drone brood influence varroa populations? The preference of the parasite Varroa destructor for the drone larvae in Apis mellifera rather than worker larvae, has already been described in 1977 by Grobov (7) and in 1980 by Ritter (15). This preference (ratio of varroa in drone cells versus varroa in worker cells) is calculated to be 8.6 by Schulz (20) 8.3 by Fuchs (6) and 6 by Rosenkranz.

    Das sind jetzt nur zwei der ersten Treffer, die ich dazu gefunden habe - explizit bezogen auf Apis mellifera. All diese Studien zeigen eine sehr deutliche Präferenz von Drohnenbrut und es gibt ebenfalls zahlreiche Studien, die die Wirksamkeit des Schneidens von Drohnebrut als Maßnahme gegen die Varroa belegen (natürlich geht es auch ohne, gar keine Frage).


    Wie kommst du zur Schlussfolgerung, dass dies nicht (mehr) stimmt? Gibt es hier neuere Studien/Daten, die zeigen, dass sich das Verhältnis verschoben hat? Fände ich spannend zu erfahren :) Edit: Ein Link zu einem Beitrag in welchem du das hier schon belegt hast ist natürlich auch völlig ausreichend - danke dir.


    Damit ich hier nicht (nur) Off-topic schreibe: Die herausgezogenen Polsternägel werden dich noch hart nerven, fürchte ich. Mir fällt ab und an schon mal ein komplett eingeschlagener Polsternagel ab, wenn dieser stark verkittet war.

    Dazu fanden es einige Bauern "lustig" Raps auf die Brachflächen als Gründüngung zu packen (Ende Juni). D.h. da darf man dann jede Wabe einzeln anschauen, damit man wirklich Sommertracht im Glas hat.

    Sicher Raps? Senf sieht ähnlich aus und ist eine typische Zwischenfrucht zur Gründüngung, auch bei weniger lustigen Bauern ;)

    interpretiere ich Deine Waagdaten richtig, dass die Bienen bei einem Eintrag von 1kg Nektar pro Tag es in einer Nacht schaffen, den auf die gewünschten < 20% Wassergehalt einzudicken?

    Da fliegen morgens ein Kilo Bienen raus, die Abends wieder rein kommen. Manchmal mit ein paar Gramm Nektar zusätzlich, wenn der Peak etwas höher ist als am Vortag. Ist er niedriger als am Vortag, wurde weniger gesammelt als verbraucht. Dir Frage der Nektartrocknung stellt sich bei diesen Daten leider nicht wirklich :(


    Nur in der Schleuder bleiben die abstehenden Köpfe gerne mal hängen.

    Und drücken sich am Ende doch ganz in den Schenkel wenn die Rähmchen mal feste zusammen geschoben werden. Oder sie werden raus gezogen, wenn sie erstmal ordentlich mit Wachs am nächsten Rähmchen hängen. Passiert ab und an sogar mit vollständig eingeschlagenen Nägeln.


    Ich würde das lassen, da ärgert man sich doch nur drüber.

    ist richtig - das macht es aber trotzdem nicht richtiger, dass dieser Landwird diese Unmengen von Glyphosat auf seine Felder wirft - ganz egal wogegen.

    Ich schätze, das ist es, was Ralf meint. Du weißt doch gar nicht, was genau passiert ist, und schlussfolgerst dennoch, dass Unmengen an Glyphosat auf den Acker gekippt wurden - was der Artikelt ja auch suggeriert (und vielleicht auch so war, ich weiß es nicht).


    Es kann sein, dass eine einzige Anwendung schon zu den entsprechenden Folgen führt, weil irgendetwas nicht beachtet oder falsch gemacht wurde oder sehr unglückliche Umstände zusammen kamen. Auch wenn es die einzige Anwendung im Jahr war. Das ist in etwa so, als wolle man Autos verbieten, nachdem man von einem schlimmen Unfall auf der A3 gelesen hat. Statt sinnvolle Regeln wie Tempolimits einzuführen.


    Im Übrigen ist Glyphsosat wie so ziemlich alles andere auch nur ein Werkzeug, das richtig oder falsch angewendet werden kann. Bodenlebewesen leiden bspw. im Allgemeinen deutlich mehr unter dem Pflug als unter Glyphosat.

    Ich verstehe nicht, warum nicht eine grundsätzliche Verursacherverantwortung besteht, wenn man Gifte ausbringt. Egal ob gesetzeswidrig oder nicht.


    Also ich verstehs schon, die Bauernlobby und Mutti Merkel....

    Verursacherverantwortung ist ja was Schönes. Aber dann bitte auch für Fleischproduzenten, Energiekonzerne, Menschen die Motorfahrzeuge benutzen usw., eben für alles umweltschädliche. Bleibt die Frage ob 'Mutti Merkel' oder nicht doch der Verbraucher das nicht will. Ich hab da so einen Verdacht, der da meinen Aluhut durchdringt ;)

    Außerdem sind alle Jungbienen die da noch schlüpfen so schwach, dass sie kaum noch in der Lage sind, ein Volk weiter zu pflegen.

    Wenn ich solche Sätze lese, frage ich mich ernsthaft, wie viele Milben ihr so habt?


    Wenn zu dieser Jahreszeit (Ende Juni, Anfang Juli) ein Brutling erstellt, eine TBE durchgeführt wird sind deutlich mehr nicht-parasitierte und gesunde Brutzellen dabei als umgekehrt. Da schlüpfen massig gesunde Bienen. Zu diesen Zeiten erstellte Brutlinge werden normalerweise was, auch wenn sie nur aus einem Volk gebildet werden.


    Ende August mag das anders aussehen, aber wenn um diese Jahreszeit die Brutlinge direkt zusammen brechen, dann stimmt irgendwas nicht.

    Anders als die Kollegen es hier beschreiben, habe ich meine Brutscheunen in den vergangenen Jahren in der Regel nur mit der Brut eines Volks erstellt. Ziel war es, mit vielen Ablegern in den Herbst zu gehen um möglichst viel Bienenmasse bis zum Winter zu erzeugen und bewusst zu vereinigen. In den meisten Fällen habe ich aber nur wenig vereinigt, da die ehemaligen Brutlinge im Oktober gut aussehen. Und auch ordentlich Frühtracht brachten, vergleichbar zu den ehemaligen Fluglingen und den wenigen konventionell behandelten Völkern. Zumindest 2020 und 2022, 2019 & 2021 gabs in den ganzen Gegend nur leere Eimer.


    Fette Brutlinge, denen Bienenbärte zum Flugloch hängen helfen auch nichts. Ohne Tracht und mit anfangs überschaubarer Brutmenge werden diese Bienen nicht benötigt und rasch als unnütze Fresser abgetrieben. Dann lieber auf mehrere Völker verteilen und arbeiten lassen.


    Mein Fazit: Bei früher TBE, geringer Varroalast und guten Bedingungen im Spätsommer (gute Pollenversorgung) bekommen auch kleine Brutlinge die Kurve. Sollten diese Parameter bei dir auch gegeben sein, versuchs. Mehr als zwei Völker würde ich nicht vereinen. Alles zusammen schmeißen kannst du auch später noch, trennen nicht mehr. Dieses Jahr mache ich es allerdings anders und weiche vom für mich bewährten Konzept ab. Habe sonst zu viel Angst, nächstes Jahr noch mehr Völker zu haben... Im Herbst habe ich meist das Leiden des Frühjahrs vergessen und löse viel zu zögerlich auf.


    Letztlich ist das Liebig-Konzept Teilen / Behandeln das, was du vor hast. Nur vier Wochen früher, was ein Rückvereinigen vermutlich nicht nötig macht.

    Eher nach unterschiedlich starken Völkern.


    Die Linde geht hier schon stark dem Ende entgegen, die Erträge waren/sind leider sehr mäßig und geringer als in den letzten Jahren. Nach einer sehr guten Frühtracht & Robinie und gerade gut laufender Kastanie kann ich aber nicht klagen.

    Nö. Die Analyse mache ich eigentlich nur, um die ewige Story vom bösen Raps zu widerlegen. Sobald die auf dem Tisch liegt, ist fast immer Ruhe. Ich mag Fakten halt lieber als Behauptungen. Ich höre mir an, was die Kritiker sagen, und damit ich kein Risiko für meine Kunden eingehe, lassen wir halt analysieren. Ist doch eigentlich selbstverständlich. Leider ist es auf der anderen Seite eher nicht so. Da reichen 'das weiß man doch, wie giftig der Raps ist'^^

    Ich sehe es im Grunde wie du und habe selbst auch keinerlei Probleme mit Raps und Rapshonig. Dennoch finde ich den Gedanken Raps zu meiden, weil eben gespritzt wird, jetzt nicht so abwegig. Das kann durchaus auch eine Sache des Prinzips sein, wie bspw. der Königin keinen Flügel zu schneiden. Jedenfalls ist es bei weitem nicht so abwegig, als es es solche Beiträge und Beleidigungen wie in #1024 rechtfertigt.