Beiträge von Llecter

    Ich glaube, du hast dir sowohl das Teil als auch den verlinkten Text vor deinem Beitrag gar nicht erst angeschaut.

    Doch, habe ich. Auch wenn du natürlich mit dem 20 Waben-Argument recht hast. Allerdings wären das bei mir (Zander 1/1) im April maximal 2.5 Völker, so dass ich am Ende doch bei einer Stunde je Volk ankomme. Ich werde im Frühjahr etwa 40 Völker auswintern, wenn nix groß dazwischen kommt. Damit ist die Rechnung für mich ehrlich gesagt auch schon beendet. In der Praxis ist das (für mich) einfach untauglich, da es genügend zeit- und ressourcenschonendere Möglichkeiten gibt :)


    An der Funktionalität zweifle ich nicht und würde folgenden Satz daher unterschreiben:

    Die Sache funktioniert offensichtlich, ist aber mit einigem Aufwand an Zeit und Equipment verbunden.

    kannst du ausschließen? Wo bleibt der Wirkstoff?

    Sechs Seiten lang hab ich mir verkniffen über das Stöckchen zu springen. Da muss ich echt standhafter bleiben... Zum Thema: Hier und da hatten Leute die ausgefallene Idee, solche Dinge auch mal zu untersuchen. Ich hab aber ehrlich gesagt keine Lust mehr, meinen Sonntag damit zu verbringen die Daten raus zu suchen und dann lapidar erzählt bekommen, dass alles ganz anders ist.


    Einen groben Überblick über die Neonics gibt die EFSA hier. Die Infos, die du suchst sind z. B. hier, hier oder hier. Wenn du liebei bei den Amerikanern liest: auch das ist möglich, etwa hier. Wir sprechen hier übrigens über eine Beize von Zuckerrübe. Das nur vorbeugend, bevor Argumente aus der Risikobewertung vom Raps o. Ä. kommen.


    Wie auch immer, ich bin raus. Schönen Sonntag, egal ob mit oder ohne entsprechender Lektüre :)

    So undifferenziert ist mir meine Zeit zu schade.

    Ja, das trifft es ganz gut. Daher wollte ich auch erstmal nachhören, ob du das ernsthaft so meinst oder ob das Ironie war. Wenn ich allerdings sehe, dass weiter unten im Beitrag dann noch Risiken durch Wasser oder durch die Frucht (also für uns?) als Argumente mit aufgeführt werden, dann möchte ich auf rases Beitrag #18 verweisen.

    Freebee schrieb:

    Wie hoch der "Gesamt" Kohlenstoffgehalt ist, sagt nicht´s darüber aus, welche Zusammensetzgun das Wachs hat. Oder habe ich da irgendetwas falsch verstanden ?


    Ja :) Ich glaub du stehst grade etwas auf dem Schlauch, wie es jedem mal passiert, und wir versuchen dich gerade vom Schlauch zu schubsen.


    Wachs ist eine Mischung verschiedener Stoffe, wie weiter vorne schon einmal zitiert. Kohlenwasserstoffe sind ein natürlicher Bestandteil des Wachses. Ohne diese 14.5% gesättigter Kohlenwasserstoffe wäre Bienenwachs kein Bienenwachs sondern irgendetwas Anderes! Erst wenn dieser Gehalt überschritten wird, kann man auf Fremdbeimischungen rückschließen. So wie Krombacher Pils immer 4.8 % Alkohol hat und du erst ab einem höheren Alkoholgehalt darauf schließen kannst, das jemand Schnaps rein gemischt hat. Und nicht weil überhaupt Alkohol drin ist - der ist ja immer drin ;)


    Das von Marcus Göbel verlinkte Zertifikat erfüllt damit übrigens dein Kriterium von unter 1% Fremdanteil.

    Welcher, wie man sieht, mit unter 1% möglich ist.

    Ja, wir haben ein Begriffs-Durcheinander, nur, wen interessiert der Kohlenstoffgehalt, wenn es um die Beimengungen fremder Kohlenstoffe geht ?

    Du verstehst das nicht, oder? Bitte lies meinen vorherigen Beitrag noch einmal aufmerksam durch. Mit dem Gesamtgehalt an gesättigten Kohlenwasserstoffen hat man eine klare Aussage, ob fremde Kohlenstoffe beigemengt sind.

    Freebee16 ich glaub hier liegt einfach eine Unklarheit bzgl. der Begrifflichkeiten vor. Wir finden Paraffin- oder Stearinbeimischungen sicherlich nicht gut oder akzeptabel. Ich hab beemax zwar nicht explizit dazu befragt, aber ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich das behaupte ;)


    Wir reden einfach von verschiedenen Parametern, die eben beide in Prozent ausgedrückt werden und damit zur Unklarheit beitragen. Wenn du auf den Seiten der Händler solche Prozentwerte liest, dann beziehen sich diese auf den natürlichen Anteil von gesättigten Kohlenwasserstoffen im Bienenwachs.

    Untersucht man das Bienenwachs unserer Honigbienen im Naturwabenbau, dann ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß ein natürlicher Kohlenwasserstoffgehalt bis max. 14,5 % im Bienenwachs zu finden ist (meist ungeradzahlige Kohlenstoffanzahl im Kohlenwasserstoffmolekül).

    Das stimmt auch:

    Bienenwachs besteht aus Myricin (Anteil ca. 65 Gew-%), einem Gemisch von Estern langkettiger Alkohole und Säuren, das von Palmitinsäuremyricylester C15H31–COO–C30H61 dominiert wird, daneben freier Cerotinsäure C25H51–COOH, Melissinsäure und ähnlichen Säuren (12 %), gesättigten Kohlenwasserstoffen (ca. 14 %), Alkoholen (ca. 1 %) und anderen Stoffen (wie bienenartspezifischen Aromastoffen) (6 %).

    Wenn du also irgendwo Wachs kaufst, welches mit einem Kohlenwasserstoffgehalt von 14% gekennzeichnet ist, dann ist dieses (zumindest laut Deklaration) auch reines, unverfälschten Bienenwachs. Das hat bis hierhin überhaupt nichts mit Paraffin zu tun.


    Deine Quellen belegen eine Verfälschung der dort untersuchten Wachsprobe mit Paraffin, die sicher niemand hier für akzeptabel oder gut halten wird, dir widerspricht hier also niemand. Dort geht es um fremdes (d.h. zusätzliches!) Paraffin. Scheinbar gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden, die einfach gesättige Kohelnwasserstoffe als Summenparameter erfassen (14 % ist super!) oder Paraffin bzw Fremdwachse gezielt identifizieren können (jeder Nachweis ist schlecht!).


    Die Definition mit bis zu 18% gesättige Kohlenwasserstoffe sind in Ordnung stammt übrigens nicht aus der Imkerei und ist keine Kennzahl für reines Bienenewachs. Sondern von der Kerzenproduktion und den dort verwendeten Wachspastillen, wo dieser Anteil als akzeptable für Bienenwachskerzen gilt. Das haben dann vermutliche findige Händler übernommen.

    Es gibt eine Pilotstudie einer Mathe-Uni (DECT-Strahlung) die Auswirkungen auf Bienenvölker (Entwicklung) feststellte.

    Interessant, vielen Dank für den Hinweis. Habe danach gesucht und tatsächlich diese Studie gefunden:

    Electromagnetic radiation: Influences on honeybees (Apis mellifera).

    Eine recht kleine Studie, in der aber tatsächlich ein schwacher, aber statistisch signifkanter Einfluss der Strahlung der eines schnurlosen Telefons (DECT) gefunden wurde, welches direkt im Bienenvolk verbaut war. Weniger Flugbienen fanden den Weg zurück als in den Kontrollvölkern. Allerdings fehlt mir nun das Knowhow um zu beurteilen inwiefern diese Strahlung mit dem "Elektrosmog" von anderen elektrischen Geräten oder mit Mobilfunk vergleichbar ist und ob dies übertrag werden kann. Zumindest der Spiegel bezweifelt das. Ich auch, daher werde ich weiter meine Stockwaagen bedenkenlos einsetzen. Interessant ist dies aber allemal!

    Kann es sein, dass du hier was durcheinander bringst? Die 14 % sind meines Wissens eine Kennzahl von reinem Bienenwachs und beziehen sich NICHT auf 14 % fremde Kohlenwasserstoffe. Erst Werte über 14 % deuten daraufhin, dass dem reinen Wachs etwas zugesetzt wurde.

    Bienenwachs besteht aus Myricin (Anteil ca. 65 Gew-%), einem Gemisch von Estern langkettiger Alkohole und Säuren, das von Palmitinsäure-Myricyl-ester C15H31-COOC30H61 dominiert wird, daneben freier Kerotinsäure C25H51-COOH, Melissinsäure und ähnlicher Säuren (12%), gesättigter Kohlenwasserstoffe (ca. 14%), Alkohole (ca. 1%) und anderen Stoffen (wie z.B. bienenartspezifische Aromastoffe) (6%).

    Bin aber kein Experte auf diesem Gebiet und lasse ich mich gerne korrigieren. Das o.g. ist mein aktueller Wissensstand, der nicht zwangsläufig richtig sein muss.