Beiträge von Llecter

    Hallo Manu, ich verstehe deinen Beitrag nicht. Oben schreibst du doch, die Völker sind brutfrei? Sollten sie doch noch irgendwo einen Rest Brut haben von der sie aktuell nachziehen, dann warte hier bis diese Brut ausgelaufen ist (und die Nachschaffungskönigin geschlüpft ist). Ansonsten wie unter #2 beschrieben.


    Gibst du jetzt Ameisensäure ins Volk, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Brut und damit auch die Nachschaffungskönigin geschädigt wird oder abstirbt.

    AS ist nicht nötig. Wennn kein Brut vorhanden ist, einfach mit Oxalsäure einsprühen. Drei Wochen nach Zuhängen der Brutwaben im dann wieder brutfreien Zustand erneut mit Oxalsäure einsprühen, um die importieren Milben zu bekämpfen.

    Richte das Flugloch so aus, dass die Bienen deine Nachbarn und dich am wenigsten stören. Für die Bienen ist es nicht so entscheidend und ob du am Jahresende 1-2 Kg Honig mehr oder weniger hast ist auch nicht so wichtig wie das gute Verhältnis zum Nachbarn. Bei 6 m Distanz würde er von den Bienen aber auch nicht mehr allzu viel mitbekommen, außer dass sie ihm im Frühjahr beim ersten Reinigungsflug womöglich die Laube vollkoten.


    Die Westseite mit der Hecke von 2.5 m klingt gut. Die Hecke ist für die Bienen kein Problem, sie steigen dann schnell auf und sind über Kopfhöhe schnell aus dem Sichtbereich. Du solltest sie allerdings nicht zu dicht an die Hecke stellen, sonst fliegen sie raus und wenden gleich um 180°. Dann fliegen sie dir auf Kopfhöhe um die Ohren während du an den Völkern arbeitest.

    Das ist beim Thema Landwirtschaft und Lebensmittel aber nicht ganz so einfach. PaBa hat meines Erachtens völlig recht, wenn er darauf hinweist, dass deutsche Landwirte dann (erst recht) nicht mehr zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren können, sollten weitere entsprechende Verbote kommen. Schutz der Landwirte über Zölle, Subventionen etc. ist nicht leicht umsetzbar bzw. nur EU-weit, sprich ein Alleingang ist kaum möglich.


    Können Landwirte nicht mehr konkurrenzfähig produzieren geben sie über kurz oder lang auf - wie jeder andere Wirtschaftsteilnehmer es auch würde. Die Landwirtschaft bringt große Probleme mit sich, aber was mit den Flächen geschieht wenn keine Landwirtschaft mehr vorhanden ist, wird auch nicht toll. Im besten Falle hätten wir irgendwann 'nur' noch Wald. Das Hauptproblem sehe ich aber im Verlust der Autarkie. Natürlich sind wir auch jetzt nur begrenzt autark, in vielen Bereichen auch gar nicht. Aber wenn wir irgendwann keine bzw. viel zu wenig Lebensmittel selbst produzieren (weil es für den hiesigen Erzeuger eben nicht lohnt im Vergleich zu ausländischen Erzeugerpreisen) sehe ich das höchst kritisch. Keiner kann vorraussagen wie die Zukunft wird, ob wir in einer utopischen oder in einer dystopischen Welt leben werden und ob wir in 25 Jahren immer noch günstig Getreide aus Russland, Kanada etc. importieren können.


    Ich verschließe mich deinen wohlbegründeten Argumenten nicht hornet und stimme dir zu, dass es mehr Druck in diese Richtung geben soll und muss. Aber das geht nur konzertiert und nicht allein, die Risiken eines entsprechenden Alleinganges sehe ich als noch größer an die eines 'weiter so'.

    Klingt gut, zumindest ist mein Vorgehen ganz ähnlich. Ich würde das Flugloch des Brutlings noch um 180° drehen, damit die Bienen nicht ganz so einfach von unten nach oben zwischen den Fluglöchern hin und her wandern können. Ich entnehme zusätzlich noch 2-3 Waben im neuen Flugling-Brutraum, damit etwas Trommelraum entsteht und die Bienen sich dort und im hohen Boden sammeln können, wenns eng wird.


    Kö im Futterteigverschluss in den Flugling, ja. Habe ich früher anders gemacht, mich hier im Forum aber eines Besseren belehren lassen :-)

    Das Problem: Ich habe nicht viel mehr als 9-10 Tage. Dann bin ich weg und erst Ende Juli wieder da. Wenn ich die SBA länger laufen lasse, schaffen die selber nach, ich etc. - und ich muss irgendwohin mit den Kielern... hmmm.


    Dann lass sie doch selbst nachschaffen :) Ende Juli pflückst du die nachgeschaffte Kö raus und bildest kleine Kunstschwärme mit den Bienen und den Kö's aus den Kielern. Diese erreichen zwar keine Überwinterungsstärke, können aber im Herbst gut genutzt werden um als 3 oder 4-Waben-Ableger Altvölker zu vestärken und gleichzeitig Umzuweiseln, wo nötig. Diese Idee ist allerdings (noch) theoretischer Natur und nicht selbst getestet, möchte ich hinzufügen ;) Das gleiche 'Problem' habe ich auch (noch ein halbes Dutzend Kö' in Kielern die verschafft werden wollen) und die genannte Überlegung ist mein bisheriger Plan damit umzugehen.

    Nach 10 Tagen ist die Hälfte der Brut noch nicht geschlüpft, hier verwirfst du also recht viel Bienenmasse. Wäre es nicht eine Möglichkeit, die dann entnommenen Brutwaben nochmal seperat aufzustellen und schlüpfen zu lassen, evtl. mit einer zugesetzten Weiselzelle um die wenigen alten und schlüpfenden neuen Bienen drin zu halten?


    Nach deinem Urlaub könntest du diese noch verkunstschwarmen oder als 'normalen' Ableger (mit entsprechender Behandlung) weiterlaufen lassen, je nach Länge des Urlaubs. Könnte dann auch nochmal eine schöne Verstärkung für ein bis zwei andere Völker ergeben, falls sie bis Oktober nicht selbst ausreichend groß werden.

    Hallo Edgar, hier (wie überall im Leben) gilt: die Dosis macht das Gift. Anhand der genannten Daten von Abamectin halte ich eine Gefährung des Konsumenten für höchst unwahrscheinlich.


    Der LD50 von Abamectin in Ratten ist 11 mg/ kg Körpergewicht. Überträgt man dies auf einen Menschen von 50 kg läge die mittlere lethale Dosis bei rund 550 mg Abamectin, also etwa 450 kg Honig. Wobei mir die einmalige Aufnahme von 450 kg Honig doch recht riskant erscheint :/


    Der NOEL (no observed effect level) liegt bei Hunden bei 0.25 mg/kg Körpergewicht/Tag. Umgerechnet auf den Menschen (50 kg) bedeutet das, dass bei chronischer, täglicher Aufnahme von 12.5 mg Abamectin (also etwa 10 kg Honig) kein Effekt nachweisbar wäre. Da vermutlich kaum jemand mehr als 50 g Honig am Tag isst, hast du hier noch einen Sicherheitsfaktor von 200 drin.


    Ähnlich (nur weitaus komplexer) werden auch die maximal zulässigen Rückstandswerte auf Lebensmitteln berechnet (MRLs), also auch die auf den Erdbeeren. Ansonsten sehe ich das mit den Grenzwerten wie hornet. Es gibt sie, also nutze sie. Die werden ja auch nicht ausgewürfelt, auch wenn manche das glauben.


    Was im Wachs und Pollen ist, wird auch nur sehr langsam wieder abgegeben da es eben sehr lipohil ist. Einzig der Pollen der direkt von den Bienen konsumiert wird könnte eine latente Gefahr für die Ammenbienen und die Brut darstellen und sollte zeitnah entnommen werden.Dabei würde ich aber auch nicht den Pollen von den Waben kratzen sondern lediglich größere Pollenbretter, siofern vorhanden, entehmen.


    Die TBE mit anschließender Oxalsäure-Behandlung als Solche ist nicht komplex. Teilen und Behandeln ist ein ganz ähnliches Konzept mit der Möglichkeit zur Wabenerneuerung en passant.