Beiträge von michaelL

    Mach den Honigraum mit allen Rähmchen voll, sonst bauen die in den Freiräumen wild oder ziehen die Waben zu stark aus.

    Mal eine vielleicht dusselige Frage:

    Ich habe bei den Völkern in der Regel Futterteig oben drauf, weil zu hoher Futterverbrauch durch den warmen Winter, und reinkommen tut ja nix.

    Wenn ich da jetzt tatsächlich einen HR auf ein Volk stellen sollte (Konjunktiv!), legt man den FT dann auf den HR drauf?


    Wie gesagt - es fühlt sich alles irgendwie widersinnig an. Aber fragen muss man halt :-)

    Wenn du Futterteighonig ernten willst, machst es so. :-):)

    Eigentlich schließt sich füttern und HR aus. Wenn Nektar von außen kommt, brauchst kein Futter mehr und HR rauf. Ich würde den Futterteig ein paar Tage vor Trachtbeginn runternehmen, damit der nicht noch in HR umgetragen wird.

    Wenn Tracht, dann bauen die Dir die HR-Mittelwände doch eh richtig schnell aus.

    Hier das versprochene Resümee meiner Aktion umsetzen von 2 Dadant-Beuten auf kurze Distanz.


    Startbedingung:

    2 Dadant-Völker, die seit Wochen in der Brut sind und stark ausgewintert haben (über 2 Wochen reges Wasser und Pollen holen) muss ich verstellen.

    • Sonntag-Abend: Beute verschlossen; mit Sackkarren an neuen Stand (ca. 25 Meter entfernt) gebracht, einigermaßen holperige Fahrweise
    • Montag-Morgen: Flugloch minimal geöffnet und sehr stark mit Grünzeug verengt, so dass Bienen kraxeln müssen und nicht gleich den Himmel sehen
    • Ungefähr 50% der verlassenden Bienen flogen sich neu ein, die anderen kraxelten raus und starteten gleich weg
    • Die 50% versammelten sich natürlich im Laufe des Tages am alten Platz
    • Ich hab einen Ablegerkasten mit zwei drei alten Waben (links und rechts davon Thermoschied) am alten Stand aufgestellt, so dass sich da drin bis zum Abend ein Großteil dieser „verflogenen“ Flugbienen sammelten.
    • Ablegerkasten am Abend verschlossen und vor die Beuten (direkte Verbindung der beiden Fluglöcher) gestellt. Flugloch geöffnet, ein paar Bienen wanderten ins Volk, die anderen ließ ich die Nacht über im Ablegerkasten, da Wettervorhersage für die Nacht +5°C war.
    • Als es am nächsten Morgen wärmer wurde (Ist ein Platz mit Morgensonne), hab ich die Bienen von den Waben des Ablegerkastens auf das Flugloch vor den Beuten geschlagen. Mit viel sterzeln wanderten alle Bienen in die Beuten.
    • Seit dem ist der alte Platz Bienen frei (bis auf die die halt Nahrung suchen)


    Meine Schlussfolgerung:

    Bei mir klappte es nicht ganz so gut wie bei den anderen. Hab es zum Glück trotzdem geschafft einen Großteil der "verflogenen" Flugbienen zu retten (Bevor ich den Ablegerkasten holte wurde ich schon ganz schön nervös).
    Evtl. macht es was aus, dass meine beiden Völker sehr gut überwintert haben (bei der OS-Behandlung Mitte Dezember waren die Kisten voll mit Bienen und jetzt starten die gerade richtig durch). Ich denke es sind jetzt auch noch eine Menge Winterbienen im Volk. Evtl. gibts da Unterschiede welche Bienen wie stark empfindlich auf Störungen reagieren. Evtl hat es was mit Genetik zu tun. Grundsätzlich ist es ja für unsere Bienen eine sehr gute Eigenschaft, wenn sie nicht gleich jede Störrung als Problem ansehen.

    Mein Tipp: Wer auf kurze Distanz verstellt sollte unbedingt eine Beute/Ablegerkasten/etc. mit alten Waben bereithalten, damit er im Fall der Fälle schnell reagieren kann.

    Für mich war es ein Versuch wert. Ich hab wieder was gelernt und ich hab für mich beschlossen, dass das klassische Verstellen außerhalb des Flugradius – falls ich mal wieder verstellen muss – die bevorzugte Methode ist.
    :-)

    Meine Frau meldet gerade, so 30-40 Stück kreisen mit dicken Pollen-Höschen um die weißen Tücher vom alten Stand herum.

    Am neuen Stand kommen zum Glück auch viele an.

    Anscheinend haben sich nicht alle neu eingeflogen. Bin gespannt ob die bis zum Abend die neuen Beuten finden (25Meter) entfernt und in der Nähe gibt es keine weiteren Beuten.

    Apidät : habe das Volk nicht durchgeschaut, sondern lediglich die FW vor dem Schied gezogen - irgendwie muss man sich ja rantasten! *Rechtfertigungsmodus aus*

    Wo kann man denn das nachlesen, bzw. wie taste ich mich heran?

    Hast du gute Quellen?

    Gruß

    Andreas K  
    Ich gehe ja auch dieses Jahr auch in mein erstes komplettes Bienenjahr. Ich hab einige Betriebsweisen/Literatur gelesen/gesehen und Gespräche geführt und ein guter Freund gab mir den Tipp, eine passende Betriebsweise die ersten beiden Jahren streng zu befolgen und danach schrittweise selbst zu modefizieren.
    Bei mir wurde es Werner Gerdes mit Buckfastbienen und 12er Dadant.
    Passt für mich als Anfänger sehr gut, da er nicht zu extrem schiedet (sprich es bleibt Platz für Futter im Brutraum) und mit 7-9 Waben auch ausreichend Brutfläche, so dass kleine Fehler leichter verziehen werden. Wenn du gleich sehr extrem scheidest (z.B. ala Bernd Heuvel) und die Legeleistung deiner Königin falsch einschätzt, dann ist schwärmen vorprogrammiert.

    Ich werde im nächsten oder übernächsten Jahr eine Modifizerung reinbringen die ich bei Reiner Schwarz gesehen/gelesen hab, indem ich auf den Drohnenrahmen verzichte und mehr Naturbau im Brutraum zulasse und/oder im Brutraum auf 5,1mm Wabengröße umsteige. Aber wie gesagt, ich mach das als Anfänger schrittweise. Ich denke nicht das zu wenig machen eines jungen Imkers, sondern dass zu viel machen das Problem ist.

    Hallo subba,

    Ja das Durcheinander könnte schon bei manchem Gärtner mit englischem Rasen im Dunstkreis für erhöhtem Blutdruck sorgen ;-)

    Gibt's eine Empfehlung was man da aussähen kann? Die Auswahl ist ja groß.

    ich hab mir über die Seite http://www.bluehende-landschaft.de/ Samenmischungen bestellt. (Mehrjährige für die Region Süddeutschland). Grundsätzlich gibt es mittlerweile an vielen Stellen, wie Lagerhäuser etc. Blühmischungen.

    Ich hab bei denen ebenfalls nachgefragt was aus dem Projekt aus dem Jahre 2005 Blühender Chiemgau wurde (http://www.bluehende-landschaf…2/nbl.chiemgau/index.html). Leider habe ich bisher keine Rückinfo erhalten.


    Viele Grüße aus dem Inntal :-)

    Nach dem Umsetzen das Flugloch sofort öffnen, sonst Gefahr des Verbrausens! In dieser Jahreszeit vielleicht nicht so, aber man sollte sich nichts Falsches angewöhnen!

    Gruß Ralph

    Ich hab einen offenen Gitterboden und lasse das Flugloch mit Zweigen verstellt bis zum Abend, da dieses ja genau ein wichtiger Anreiz zum neu einfliegen der Bienen ist.
    Das Argument verbrausen zeigt, dass man in den warmen Monaten, dann sich das Verstellen auf kurze Distanz genau überlegen muss.


    Ich werde hier dann berichten wie viele Bienen zum alten Platz geflogen sind (am alten Platz stehen keine Beuten mehr)

    Wenn du zusätzlich am alten Platz ein weisses Tuch auslegst, erkennen die Bienen sehr rasch, dass sie da nichts mehr suchen müssen und orientieren sich schneller um. Ich selbst lege mit regelmässig gutem Erfolg zusätzlich einen kleinen feuchten Lumpen mit 2-3 Tropfen Nelkenöl aus (nicht auf das Tuch selber tropfen, wenn es noch gebraucht werden soll: die Flecken gehen nicht mehr raus).
    MfG, Wolfhard

    Hab ein weißes Tuch auch ausgelegt. DANKE für den Tipp. Nelkenöl hab ich leider gerade nicht zur Hand.

    Musste heute meine beiden Dadant-Völker umstellen. Einflugschneise zu Nah an der Einfahrt, so dass immer ein paar Bienen „per Anhalter“ mit den Autos mitgefahren sind. Ist eine breite gemeinsame Einfahrt mit dem Nachbarn und daher bisserl blöd (hat zwar nie wer was gesagt, muss man aber nicht herausfordern).

    Hab jetzt einen sehr guten neuen Platz gefunden. Da meine Bienen seit über 2 Wochen gut Pollen eintragen hab ich es heute Abend so wie hier beschrieben gemacht.

    - jetzt am Abend mit Schaumstoff Flugloch verschlossen

    - mit Spanngurt gesichert

    - mit Sackkarre durch den Garten (bisserl holperige Strecke) zum neuen Platz (ca. 25 m entfernt)

    - morgen öffne ich dann klein das Flugloch (2-3cm) und Steck Grünzeug rein, so dass die Bienen „durchkraxeln“ müssen und den Himmel nicht gleich sehen.


    Ich werde hier dann berichten wie viele Bienen zum alten Platz geflogen sind (am alten Platz stehen keine Beuten mehr).

    Einziger Wermutstropfen, jetzt kann ich von der Terrasse und vom Esszimmer die Beuten nicht mehr sehen, das war im letzten Jahr schon cool.

    Anfang März schied ich dann (Völker haben stark überwintert und fast durchgebrütet). Ich bin froh, dass noch 12 Rähmchen drin sind, das war mir jetzt beim transportieren lieber.


    Auf alle Fälle super, dass das Verstellen auf kurze Distanz hier so gut beschrieben ist.

    Ich hab mal vom Ulrich hier gelernt: 1 HR zur Salweidenblüte, DR zur Kirschblühte. Hat bis jetzt gut funktioniert. Aber vielleicht ist das ja zu einfach!


    Gruß

    Jetzt musste ich erst googeln, Sal-Weide = Palmkätzchen, das kenne ich auch.

    Bei uns treiben die schon aus (jedes Jahr eher), dann muss ich ja langsam ans schieden denken :-)

    Ich hab das selbe seit einigen Wochen, sobald ein paar Plusgrade fliegen die zum reinigen. Im ganzen Garten sitzen sie, dabei bleiben immer einige im Schnee, viele kommen zum Glück wieder zurück.


    Letzten Samstag hab ich bei +10 Grad, Sonne auf die Beute, und regen Flugverkehr mal in die Beute ganz kurz rein geschaut (ohne Waben zu ziehen), Oberträger sind komplett voll mit Bienen (deutlich mehr als bei der Winterbehandlung).

    Nach reiflicher hin und her Überlegung kam ich zu dem Entschluss zu unterschreiben und hab das am Donnerstag auch gleich gemacht.

    Meine Beweggründe, inhaltlich finde ich einige Dinge im Volksbegehren wie diese Reglementierungen immer noch sehr bedenklich, andere Dinge wie die Vernetzung der Biotope finde ich sehr gut.

    Ich hab unterzeichnet weil es ein Volksbegehren ist und dadurch der Landtag gezwungen wird sich diesem Thema anzunehmen und der Landtag in Form des Volksentscheids sinnige Lösungen präsentieren kann.

    Ich hab also unterzeichnet weil ich möchte, dass sich der Bayerische Landtag dem Thema annimmt.