Beiträge von chagall

    Man muss da schon auch differenzieren. Die Richter entscheiden ja nicht darüber, ob es sinnvoll, sicher, schädlich oder bienenfreundlich ist, Oxalsäre zu verdampfen.

    Die Richter prüfen lediglich, ob das Verhalten des Imkers mit den Gesetzen konform ist.


    My 2 cents:

    Es gibt am Ende des Tages keine vernünftige Argumentation, die ein Verbot rechtfertigen würde. Aber was zählt schon die Meinung der Imker.

    Hallo zusammen,


    ich war gestern bei den Bienen. Dabei fiel mir ein Volk auf, dass stark aus dem Winter ging, aber nun im Gegensatz zu den anderen Völkern auffällig wenig Pollen eintrug.

    Bei Durchsicht folgendes vorgefunden:


    • 3 verdeckelte Weiselzellen im oberen Bereich einer Wabe
    • Verdeckelte Drohnenbrut unterm Oberträger
    • flächig verdeckelte normale Brut wabenmittig
    • Keine offene Brut, keine Stifte
    • Königin nicht auffindbar


    Wetterbericht für die nächsten 2 Wochen hier bei uns: Ab Montag maximal 7 Grad , danach langsam ansteigend.


    Soll ich machen lassen?


    Grüße

    Da hast Du leider häufig das Problem, dass die Oxalsäure am Gitter kristallisiert...

    Kann passieren, muss nicht!

    Rauchstoß ist weit besser!

    Das stimmt, Luffi. Ich dosiere deswegen immer etwas höher, um die Kristallisation am Gitter auszugleichen.

    Vorteil dieser Methode ist für mich aber einfach, dass wirklich keine einzige Biene und auch kein Holz oder Wildbau etc. mit dem Varrox in Kontakt kommt. Das Verschließen des Fluglochs geht auch einfach, weil ich nicht um den Varrox "herumverschließen" muss, sondern einfach einen Keil einlege. Ich arbeite ja von hinten an der Beute.

    Aber das sind kleine Nuancen, jeder handhabt das nach seinen Gegebenheiten etwas anders.

    Insgesamt - um noch mal auf die Eingangsfrage Bezug zu nehmen - bin ich mit dem Varrox sehr zufrieden.

    Beim Varrox lassen sich Brutzelbienen ganz gut vermeiden, indem man kurz vorm Einschieben zwei, drei kräftige Rauchstöße durchs Flugloch gibt und kurz wartet.

    Alternative: Ich verwende statt des Varroaschiebers eine 2mm Metallplatte, auf der dann der Varrox seinen Dienst unter dem Gitter tut. Somit ist der Varrox weit genug von den Bienen entfernt. Ein aufgeklebtes Holzteil auf der Platte sorgt dafür, dass das System verschlossen ist und nur der Griff des Varrox herausschaut.

    Diese lehnt Bernhard aber ab, weil er behauptet, dass diese die Wintertraube auflöst.

    Wenn ich mich korrekt erinnere, war die Argumentation von Bernhard Heuvel im Artikel nicht die Auflösung der Traube, sondern insbesondere die Störung des Mikrobioms zu einem frühen Zeitpunkt im Winter.


    Gleichwohl habe ich bei meinen zwei Ablegern, die ich dieses Jahr im Spätsommer mit Varromed behandelt habe, ähnliche Erfahrungen wie rall0r gemacht: Beide habe ich im Herbst noch nachbehandeln müssen. Auch meine Idee war es, nach Milchsäure/OX-Sprühen bei Erstellung des Ablegers, im September mit Varromed eine weitere Entmilbung durchzuführen. Das werde ich im kommenden Jahr so nicht mehr machen

    Ein Anfänger ist ein schlechter Imker, weil er sich einlesen kann wie er will, er hat nicht den Erfahrungsschatz eines Imkers der jahrelang seinem Hobby nachgeht, da kann man bemüht sein wie man will!!!

    Ein Anfänger kann aber so anfangen, dass es den Bienen nicht schadet!

    Ein Erfahrener kann so imkern, dass es den Bienen schadet.


    Da gibt's genügend Beispiele.


    Das Problem ist eher, dass zu viele (nicht alle!) Anfänger zu blauäugig an die Sache ran gehen und dann überfordert sind (z.B. weil sie am Anfang zu viel wollen oder keinen Paten haben).

    Aber das liegt nicht am Anfänger an sich.

    Bei Erfahrenen können die Gründe vielfältig sein. Von persönlichen Krisen bis hin zu unbewusster Inkompetenz oder Belehrungsresistenz.


    Aber das hier bezieht sich auf Anfänger vs. Erfahrener.

    Das Thema bezog sich ja auf Hobbyimker vs. Berufsimker.

    Meine Meinung dazu:


    Im Fall von "...schaden den Bienen" unterscheide ich nicht zwischen Hobby- oder Berufsimker,

    sondern zwischen guten und schlechten Imkern.

    Klingt zwar sehr nach gedreschter Phrase, aber - um es mit @rases Worten auszudrücken - isso.