Beiträge von ElBambihno

    Hallo nochmal,

    heute morgen noch immer keinerlei Schwarmstimmung erkennbar. Normaler Flugbetrieb und satter Polleneintrag. Heute Nachmittag gegen 15:30 Uhr ging plötzlich der Schwarm ab. Die Schwarmtraube hat sich - wie erhofft - direkt in die nächste Zwetschge gehängt.

    Zwetschgenschwarm.jpg

    Eingesprüht, in die Kiste verfrachtet und in die Warre' einlaufen lassen.

    warre1.jpg

    Wiegen konnte ich noch nicht, da immer noch einige außen an der Beute hängen.

    warre2.jpg

    War aber ein guter Brummer. Bis jetzt bin ich zufrieden;)

    Danke für eure Einschätzungen.


    Gruß Patrick

    Das dachte ich eben auch. Daher waren die Schwarmkontrollen leider auch etwas nachlässig... Zumal die Königin ja erst ein Jahr alt ist. Die Königin habe ich schon begattet gekauft. Der Händler wirbt damit, dass er haufenweise (über 60?) reinrassige Carnica-Drohnenspendervölker am Stand hat und die Königinnen daher sehr rein C-begattet werden. Von der Legeleistung her wirkt es auch so, als wäre sie gut begattet worden. Die Arbeiterinnen sind auch alle absolut einheitlich Carnica-gefärbt. Bei meinem zweiten Volk erkennt man bei de Kö klar die "Straßenköterbegattung". Da sind die Arbeiterinnen in allen erdenklichen Carnica-Buckfast/Ligustica Farbvarianten gefärbt.

    Hallo nochmal,

    einen Ableger kann ich nicht machen, da die Bienen eine selbstgebaute Warre'-Beute (Stabilbau) besiedeln sollen. Die hab ich mir im Winter gebaut, um einen Vergleich zwischen Stabil-/Mobilbau und den dazugehörigen Betriebsweisen ziehen zu können. Daher wäre auch der VVS nur meine zweite Wahl. Denke ein Naturschwarm kommt mit dem dafür notwendigen Naturbau besser zurecht, als ein zusammengewürfelter Haufen, der erst durch die Kellerhaft zum "Schwarm" wird.

    Im Garten sind genug niedrige Obstbäume vorhanden, Frau und/oder Nachbarn sind eigentlich (zumindest bei Flugwetter) immer irgendwo in Freien unterwegs und ich arbeite ganz in der Nähe. Daher bin ich ganz zuversichtlich, dass mir der Schwarm nicht durch die Lappen geht.


    Zum Honigeintrag muss ich gestehen, dass ich einen nicht unerheblichen Teil der Frühtracht verpasst habe. Das Volk wurde wie gesagt 2017 aufgestellt und hatte gleich im ersten Jahr die Kö verloren. Daher ist das Volk recht schwach in den Winter gegangen. Die neue Kö hat zwar eisern bis in den Dezember hinein gelegt, konnte damit aber offenbar die fehlende Bienenmasse nicht ganz ausgleichen.

    Dazu kam der explosive April, in dem es hier kein einziges Mal geregnet hat. Daher wenig Bienen, trockene Pflanzen. Der erste anständige Regen und dazu die passende Volksstärke kam mit dem Raps. Daher blicke ich zwar neidisch auf eure Erträge, bin seit dem Raps aber zufrieden mit dem Eintrag. In ein paar Tagen sind die Linden soweit, dass wieder ordentlich was rein kommt.

    Ach ja: Die Bienen stehen auch nur auf 650 Meter üNN, also noch ein Stück weg von der Baumgrenze;)


    Ich werde die Entwicklung mal die nächsten 2-3 Tage beobachten (habe grad frei) und wenn sich dann nichts tut, einen VVS machen. Sollte es tatsächlich eine stille Umweiselung sein, bekommt das Volk seine neue Kö, und die Alte noch eine zweite Chance.

    Hi Wolfgang,

    ich hoffe nicht, dass sie umweiseln. Ich bin mit der Kö zufrieden (was dem Bien ja leider Wurscht ist). Könnte es also sein, dass die Weiselzellen für eine stille Umweiselung genau da sind, wo man eigentlich Schwarmzellen vermutet? Man liest überall, dass stille Umweiselungszellen mitten im Brutnest sind - ähnlich wie bei Nachschaffungszellen.

    Ab wann würde man denn einen abgehenden Schwarm durch fehlenden Eintrag, gelangweilt abhängende Arbeiterinnen, Bienenbart und versiegelten Pollen erkennen? Erst am Schwarmtag, oder schon vorher?

    Werte Mitimkerinnen und Mitimker,


    da dies mein erster Beitrag ist, muss ich mich zunächst kurz vorstellen: Mein Name ist Patrick, ich bin 30 Jahre alt und lebe in Oberbayern. Ich habe derzeit zwei Völker auf Bayrischmaß/kl. Hofmannmaß. Eines davon ist ein Ableger aus 2017. Die Königin wurde schon 2017 wegen Verlust (Der Fehler stand wohl hinter der Beute) durch eine (2017er) standbegattete Carnica F1 ersetzt. Das Volk wurde einzargig überwintert und besteht derzeit aus zwei Brutraumzargen und zwei (halben) Honigräumen. Der erste HR ist ca. 3/4 gefüllt. Die mittleren 4 Waben sind schon ca. Zur Hälfte verdeckelt. Der zweite HR ist ca. Zur Hälfte gefüllt. hier ist daher auch noch nichts verdeckelt. Platz zum bestiften ist in den beiden BRZ noch vorhanden.


    Nun hab ich bei der Kontrolle am 25.05. Überraschend zwei verdeckelte Weiselzellen am unteren Rand der oberen BRZ festgestellt. Da ich das Volk gerne per Naturschwarm vermehren wollte, habe ich beide Zellen stehengelassen und wollte die Kontrollintervalle verkürzen. Mit den WZ habe ich überhapt nicht gerechnet, da ich zuvor überhaupt keine Schwarmstimmung erkannt hatte. Der Polleneintrag in den letzten Tagen war super. Nektareintrag auch i.O. Ich habe weder "rumlungernde" Bienen festgestellt, noch glänzenden Pollen. Daher hatte ich bei der vorangegangenen Kontroll auch nicht ganz so gründlich geschaut. Einen schon abgegangenen Schwarm kann ich ausschließen, da Brut in allen Stadien (inkl. Stifte) vorhanden war und die Beute bei dem super Wetter in unserem Garten zudem fast den ganzen Tag von meiner Gattin und von meinem 1,5 jährigen Sohn beaufsichtigt wird;)

    Am 28.05. habe ich eine weitere verdeckelte und eine offene SZ festgestellt. Da ich ja die letzten zwei stehengelassen habe, habe ich die neuen Zellen ausgebrochen. Erst danach habe ich gesehen, dass ich die beiden "alten" SZ wohl beim aufsetzen oder abstellen der Zargen beschädigt habe. Daher habe ich die Beiden auch entfernt und den Schwarm "nach hinten verschoben". An diesem Tag habe ich nur eine Kippkontrolle gemacht und das Brutnest nicht auseinandergerupft. Ich kann also nich ausschließen, dass es im Brutnest noch weitere SZ gab.

    Heute erneute Nachschau. Im Bereich in dem die letzten SZ waren, sind keine Neuen dazugekommen. Daher im Brutnest nachgeschaut. Wieder Brut und Stifte vorhanden. Pollen stumpf. Am unteren Ende des Baurahmens eine verdeckelte Schwarmzelle festgestellt. Heute haben sich die Bienen beim Ziehen der Rähmchen etwas aneinandergekettet. Das ist aber auch das Einzige, was man auch nur etwas in Richtung Schwarmstimmung interpretieren könnte. Sonst immernoch guter Nektar- und Polleneintrag.


    Nun meine Fragen:

    Kann sich dieses Verhalten jemand erklären? Wie lange dauert es i.d.R. nach der Verdeckelung der SZ bis der Schwarm abgeht? Ich dachte bisher, dass dies meistens direkt nach dem Verdeckeln der SZ geschieht. Feinstes Flugwetter wäre momentan jeden Tag. Wie kurz vor dem Abgang des Schwarms wird denn der Sammeltrieb eingestellt und der Pollen versiegelt? Erst am Schwarmtag, oder schon vorher?

    Kann dies denn auch eine stille Umweiselung sein, oder kann man sich darauf verlassen, dass derartige Weiselzellen mitten auf dem Brutnest zu finden sind? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da die Königin wirklich ein super Brutbild abgibt. Die Legeleistung ist top. Beide Zargen sind randvoll mit Bienen.

    Bin langsam mit meinem Latein am Ende.


    Für eure Einschätzung wäre ich euch sehr dankbar.


    Liebe Grüße

    Patrick