Beiträge von Pledgy

    Während die Völker bei mir bis Ende April/Anfang Mai - insb. zwei sehr starke WV - quasi geplatzt sind, hat sich das Bild nach zwei Wochen wirklich schlechten Wetters deutlich verändert. Die Völker mit weniger Eintrag, haben ihre eingetragenen Honig fast komplett wieder aufgebraucht. Die eingelagerte Menge in den stärkeren Völkern hat sich halbiert. Im Schnitt bin ich dann aber doch noch auf 10 kg pro WV gekommen. Ursprünglich hatte ich im Schnitt - nach der Entwicklung und dem Eintrag Ende April - mit 20 - 30 kg gerechnet. Eine solche Entwicklung hatte ich bisher auch noch nie. :/ Positiv allerdings: ab dem 20. Mai ging das Wetter bei uns wieder bergauf und die Bienen konnten fast jeden Tag ausfliegen und noch Reste vom Raps mitnehmen. Die Zunahme seit dem 20. Mai ist daher wieder sehr gut und die Robinie steht kurz bevor.

    Ich komme aus der Ecke wo du lebst. Ich wüsste nicht warum 6,50 € nicht darstellbar seien sollten. Im Gegenteil: die Preise ziehen hier eher an (was auch gut so ist). Mit deinen Preisen würde ich den Honig quasi verschenken. Das rechne ich gelegentlich auch Altimkern vor die hier für 4,00 € oder 4,50 € verkaufen. Meine Erfahrung ist eher - und ich habe den Verkauf hier in den letzten 3 Jahren jedes Jahr um 50% gesteigert - dass die Kunden durchaus bereit sind den entsprechenden Preis 6,50€ + zu zahlen, wenn die übrigen Parameter stimmen. Auch in den umliegenden Hof- und Biomärkten mit regionalen Produkten haben die Preise angezogen (Entweder durch Preiserhöhung oder Mengenreduzierung).


    Ich verkaufe in drei Läden geringe Mengen (1x Bäcker, 1x Hofladen, 1x Sportstätte). Keiner der Läden möchte von mir etwas abgeführt bekommen. Der Lohn erfolgt durch Honig. Die Belegschaft bekommt regelmäßig ein Glas. Als der Bäckerladen mal vorsichtig eine Beteiligung angesprochen hatte, habe ich ihm meine Kalkulation vorgelegt. Seit dem war dass kein Thema mehr.


    Kurz um: ich sehe bei uns in der Region kein Problem den Honig beim Friseur für 6,50 € (bzw + Aufschlag falls der Frisör beteiligt sein soll) zu verkaufen. Kleiner Tipp: etwas Individualität (Präsentation, Gestaltung usw) kann bei der Vermarktung bei uns hier nicht schaden.


    Gruß


    Pledgy

    Ich schmeiße die Schleuder nur an wenn es sich wirklich lohnt ;-). Ich habe bisher nie Probleme mit zu stark auskristallisiertem Honig gehabt. Zwischenschleudern mache ich nur im absolutem Notfall. Raps wird bei mir auch erst seit kurzem eingetragen; ich sehe daher auch keine größere Gefahr der Kristallisation bei einer Schleuderung Mitte Mai.


    Der frühste Zeitpunkt an dem ich bisher geschleudert hatte, war der 9. Mai. Das war ein hervorragendes Jahr wo alle Völker vor Raps geplatzt sind.

    Bei mir ist die Völkerentwicklung sehr unterschiedlich. Trotz völlig unspektakulären Trachtverlauf und relativ überschaubaren Rapsangebot setze ich bei einem Volk jetzt den 4ten Dadant HR (10er Dickwaben in HZ) auf. Ich denke vor dem ersten Schleudergang Mitte Mai machen die auch noch den fünften HR voll. Ein weiteres Volk, nicht ganz so stark, und trotz älterer Queen, entwickelt sich ähnlich. Bei allen anderen Völkern überlege ich dagegen noch, ob es sich lohnt den Zweiten HR aufzupacken.

    Meines Erachtens ist vor allem wenig Wind und viel Sonne in den frühen Morgenstunden bei Anpassung des Fluglochs (bzw. der Ausrichtung desselben) wichtig für die Tagesentwicklung. Ggf. hat das aber auch Auswirkungen auf den Schwarmdrang. Ich finde daher einen halbschattigen Standort, d.h. Schatten möglichst erst am späten Mittag bzw. frühen Nachmittag, als ideal.

    Bist Du sicher dass es das Leinöl ist? Ich behandele meine Beuten zt auch mit Leinölfirnis und hatte noch nie ein Mäuseprobleme.


    Leinölfirnis wird ja auch oft Nager-Fans als ungiftiges Schutzmittel empfohlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die maßgebliche Ursache ist :/

    Nochmal ohne Zitat:


    "Die Bienenflüsterer" in der Arte-Mediathek


    Insgesamt Einblick in die Bienenhaltung in 15 Folgen a 15 Länder (u.a. auch DE, FR usw). Sehr interessant mit zusätzlich kulturellem Einblick.


    Gruß

    Sofern man die Auswüchse solcher Scheine in anderen "Bereichen" sieht, hat man zu dem einen Ausblick was zu erwarten wäre, wäre ein solcher Schein erstmal in der Welt.


    Typischer Verlauf: Einführung des Scheins zunächst kostengünstig, nach einigen Jahren werden die Gebühren erhöht, hoher Verwaltungsaufwand, die Verbände setzen in Folge eine Aufspaltung durch, den der Führerschein reicht fachlich nur für die Haltung, nicht die Zucht, also kommt zu Schein A ein Schein B und dann der Schein C für eine gewisse Völkeranzahl, alles natürlich gegen extra Kosten und Geld. Und am Ende kommt noch Schein D "Anwendung von Gefahrstoffen in der Imkerei, Zulassung zur Nutzung Säure XYZ" und Schein E für "Inverkehrbringung von Honig"....


    Dann kommen die mittelbaren Folgen. Bienenhaltung von der Versicherung erfasst? Demnächst nur mit Schein A und B; Verkauf von Honig bei einem örtlichen Partner ? Bitte nur nach Versicherungsnachweis und Nachweis Schein E.


    Die nächste ungelöste Frage wäre - muss dann auch der seit 30 Jahren tätige Imker einen Schein machen? Wie will man die Haltung nachweisen? Vereinsmitgliedschaft ? Benachteiligung der freien Imker...


    Mit einem verpflichtenden Schein öffnet man m.E. die Büchse der Pandora. Am Ende hilft es einigen wenigen; allen anderen kostet es Zeit, Geld und Nerven. Der Nutzen wird marginal sein.

    Ich denke diese (angedachte bzw. ggf von einigen gewünschte) Form der Regulierung ist ein typisch deutschen Phänomen. Außer Verwaltungsaufwand, Kosten und eine gewisse Wahrung des "Besitzstandes" sehe ich mit einem verbindlichen "Führerschein" keine Vorteile verbunden. Im Übrigen existieren auch jetzt bereits ausreichende rechtliche Mittel um bei ggf. grob fahrlässigen Verhalten gegen eine Imker vorzugehen. Das Kernproblem, nämlich die Entdeckung und ggf. Untersagung/Verfolgung dieser Auswüchse, wird doch durch einen verpflichtenden Kurs nicht beseitigt. Jedem sollte zu dem bewusst sein, ist ein "Schein" einmal in der Welt, geht damit idR für die Zukunft keine Verbesserung einher (vielmehr werden die Anforderungen sukzessive immer weiter erhöht). Zudem ist es natürlich ein gutes Mittel ggf. Verbände zu stärken, ähnlich wie bei anderen Scheinen (Abnahme/Kurse nur zulässig von DIB usw), und somit in gewisser Form auch Lobbyarbeit bzw. die Verfolgung einseitiger Interessen. Mag jeder selbst beurteilen ob er das gut findet.


    Ich denk persönlich zu dem dass der "Boom"an Zuwachs auch endlich ist; dann regelt sich eines der m.E. wesentliche Motive für solche Forderungen sowieso von selbst.


    Ungeachtet dessen finde ich eine Grundkurs sinnvoll und kann dies jedem auch nur wärmstens ans Herz legen. Ich habe einst einen Grundkurs im nördlichen Bayern absolviert. Nicht nur dass ich diesen - auch aus rückblickender Sicht - als fachlich sehr fundiert, menschlich angenehm und weltoffen empfunden habe, hat er mir doch in kurzer Zeit einen Einblick und Kenntnisse verschafft, die erst die Grundlage dafür geschaffen habe, theoretische Ansätze zu verstehen und umzusetzen.

    1 Jahr später. Vielleicht ist es für den ein oder anderen von Interesse. Ich hatte keinen Wildbau. Das Volk ist auch hervorragend auf 10 Waben in den Winter.Der Schwarm hat sich prächtig entwickelt und sitzt jetzt auf 6 BR + 1 DR. Morgen kommt der zweite HR drauf. Mein einziges Volk dass bisher auch wirklich was getan hat ;-) Die anderen kommen jetzt erst aus den Puschen...

    Ich finde der "Abschnitt" der Blume im linken Bereich ist noch zu deutlich zu erkennen. Den regionalen Bezug kannst du ggf. doch einen schattierten Hintergrund herstellen (bekanntes Wahrzeichen aus der Region ?) Bei den Angaben links/schräg würde ich beim aufbringen wahrscheinlich regelmäßig die Farbe verwischen =)

    So ähnlich sieht meiner auch aus. Ich habe Ihn geimpft. Jetzt ist er etwas blickdichter und etwas cremiger. Bei mir im unmittelbaren Umfeld war der Raps ziemlich mau. Deshalb sind sie wohl die hervorragend blühenden Robinien angeflogen. Das war bisher eher selten. Ich habe Ihn nach zwei Wochen in Gläser abgefüllt. Für Robinie typisch kristallisiert er nur langsam. Geimpft habe ich Ihn nur, weil meine Stammkunden eher die Rapsmischungen bevorzugen. Ich persönlich auch. Andernfalls hätte ich Ihn einfach naturbelassen und ebenfalls nach ca. 2 Wochen abgefüllt. Gerührt habe ich Ihn nach ca. 1-2 Tagen gut 10 Tage 2x täglich.