Beiträge von GrueneHecke

    Es ist nunmal so in der Imkerei, 1 Frage, viele Antworten!

    und genau da greift "einfach Imkern" an, da wird nur eine Lösung gezeigt. Die ist zwar nicht optimal und kann auch nicht allgemeingültig angewendet werden, aber sie ist einfach.

    Bis bald

    Marcus

    mit diesen einfachen, suboptimalen Lösungen können doch die Leute Erfahrungen sammeln und ihre Schlüsse draus ziehen...


    mal ein anderes Beispiel: als ich vor paar Jahren anfangen hab, hab ich in den Honigräumen großteils nur Anfangsstreifen gesetzt und selbst die nicht übers ganze Rähmchen... Der Grund war ein Mischung aus Geiz und „ich will’s naturnah“...


    das Ergebnis war ein Chaos aus Dickwaben und Wildbau. Als ob die Mädels mir sagen wollten: „Junge, du willst es billig und naturnah? -> bitte schön!“


    danach setzte ein Umdenken ein. Weniger als Anfänger das Rad neu erfinden und mehr auf die ‚Alten Hasen‘ hören...


    Hallo Marcus.

    Hallo, also das Belegstellenvolk würde ich nicht schröpfen, wenn es in Schwarmdusel kommt, dann war es nicht das wahre. Dann brauchst du anderen Zuchtstoff. Mit den 4 anderen kannst du den Schwächling verstärken. Wie viele Königinnen willst du denn machen ? Was passiert mit dem SBA ? Wenn du von der Zuchtkönigin überzeugt bist, kill die anderen 4 Königinnen und hänge eine Krabbelzelle darein. Dann hast du 5-8 Tage später in den Völkern wieder legende Königinnen, die halt standbegattet sind, aber das ist manchmal auch nicht schlecht.

    Bis bald

    Marcus

    also das Belegstellenvolk ist das 7te Volk. Dieses wird auch nicht geschröpft. Nach der Schwärmerei letztes Jahr und fleißigem Lesen hier Forum, hab ich mich entschlossen eine Buckfast-Belegstellen-Königin auszuprobieren. Bisher gab es dort keinerlei Anzeichen für Schwarmstimmung; ich werd’s natürlich weiter beobachten, da es jetzt für ein Urteil in Bezug auf Schwarmträgheit zu früh ist.

    Doch auch die anderen Eigenschaften dieses Volkes wie Sanftmut, Wabenstetigkeit, Propolisierung, Form des Brutnestes, usw gefallen mir sehr. Daher der Wunsch von diesem Volk nachzuziehen.


    Zur Belegstelle wollte ich mit 10 Kieler BGK, die Bienenmasse dafür nehme zu gegebener Zeit aus den Honigräumen der 5 WV.


    Den Schwächling, den ich erst verstärken und dann in einen SBA umfunktionieren will, würde ich nach 2 Zuchtdurchgängen auflösen, auf 3-4 Ablegerkästen verteilen und standbegatten lassen.


    Die 5 WV würde ich gerne erst im Herbst umweiseln oder nach Letzter Honigernte im Rahmen von TBE verkunstschwarmen. Bis dahin die Königinnen in KielerBGK+Erweiterungszarge und in Mini+ ‚parken‘.


    Klar würde auch nur reine Standbegattung funktionieren. Doch schon allein aus Neugier möchte ich das ‚Abenteuer‘ Belegstellenbeschickung ausprobieren.

    Theorie lesen kann ich viel. Tiefer gehendes Lernen und Erfahrung, dafür muss ich selber machen, auch Fehler machen und daraus lernen 🙂

    Hallo Bernd, wieso verspürst du denn den Zwang die beiden ersten Völker jetzt zu vermehren ? Ich weiß woher der "Zwang" kommt, ist im neuen Bienenjournal wieder ein super Bericht darüber, wie gut die ein Waben Ableger funktionieren. Muss jeder Einsteiger direkt Ableger bilden kostet es was es wolle. Kann man nicht noch 4 Wochen warten und beim Nachbarimker der eine Königinnenzucht hat, für ganz kleines Geld 2 schlupfreife Weiselzellen holen und die dann in den Einwabenableger hängen ? Das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun sondern bietet den Bienen einen viel besseren Start. Schau dir mal die Webinare von Ralf Sester an, der sagt was dazu. Jürgen Binder sag auch was in seinen Sebinaren dazu, aber ein wenig heftiger.

    Bis bald

    Marcus



    Hallo Marcus.


    Habe an anderer Stelle von dir gelesen, dass man gegen Schwarmlustigkeit am besten mit schwarmträger Genetik vorgeht.

    Das leuchtet mir ein und ich möchte dieses Jahr das Genetikthema angehen.

    Spätsommer 2019 hab ich mir eine Belegstellen-Königin gekauft und in

    einen Kunstschwarm eingeweiselt.

    Die Schwarmträgheit kann ich bei ihr noch nicht beurteilen, aber diverse

    andere Eigenschaften fallen mir sehr positiv auf

    wenn ich diese mit meinen bisherigen

    F-sonstwas-Wald-Wiesen-Carnica-Mischlingen vergleiche.

    Deswegen möchte ich von ihr nachziehen und dieses Jahr am 30.05.20

    selbst zur Belegstelle.

    Nach meinem Zuchtkalender würde ich dafür am 07.05. ein SBA erstellen.

    Problem ist nur, dass ich im letzten Jahr weit vor diesem Datum bereits

    Mitte April und 01. Mai jeweils schröpfen musste,

    da überall Schwarmstimmung ausgebrochen war.


    Ich hab dieses Jahr 5 WV und einen Schwächling, welcher im 6 Waben

    Ablegerkasten überwintert wurde als reine Reserve.

    Die 5 WV stehen aktuell direkt am Raps, der Schwächling 9 km entfernt.

    Mein bisheriger Plan sah so aus,

    dass ich wie gewohnt schröpfe um die Schwarmstimmung zu dämpfen, doch

    statt Brutableger zu bilden würde ich

    Brutwaben mit paar ansitzenden Bienen in den Schwächling hängen.

    Am 07.05. ist der Schwächling dann hoffentlich nicht mehr ganz so

    schwach, wird entweiselt und anschließend wie ein normaler

    SBA behandelt.


    Plan B wäre wie gewohnt Brutableger zu bilden und diese dann im

    Spätsommer umweiseln oder verkunstschwarmen und umweiseln.


    Hast du vielleicht andere Inspirationen wie bis zum geplanten SBA die

    Schwarmlust dämpfen/überbrücken kann?

    Hier noch paar Infos: Brutraum zweizargig auf Segeberger, Baurahmen seit

    10 Tagen drin,

    2 Honigräume-DNM1.0 drauf, der untere mit bereits ausgebauen Waben der

    obere mit Mittelwänden.


    Dass Genetik der langfristige Schlüssel ist, leuchtet mir ein.

    Nur irgendwo muss ich anfangen und die Zeit bis dahin möchte die Ladies

    nicht wieder vom Baum fangen müssen.

    Und außer genug Platz geben und Schröpfen fällt mir nicht viel Schlaues

    ein, was ich tun kann.

    Ich dachte es wäre eher so, dass wenn nach der langen Schönwetter-Phase eine lange „Regen-Kalt-Wetterphase“ kommt, dann hocken sie alle ‚arbeitslos‘ in der überfüllten Kiste und kommen auf Schwarmgedanken...

    Also hier hat kürzlich ein Kollege 2 Völker innerhalb des Vereins verkauft - schöne Völker mit Königin aus letztem Jahr und mit Gesundheitszeugnis. Gefühlt reeller Preis.


    Allerdings glaube ich auch, dass es gerade in diesem Jahr eher schwierig ist - die Leute haben aktuell einfach andere Sorgen. Es ist auch sehr still im Verein, kaum Aktivitäten und Kommunikation...auch virtuell nicht.


    M-

    Was Ableger und WV angeht, denke ich auch dass die aktuelle Corona-Lage starken Einfluss auf die Marktflaute hat.


    Beim normalen Honigverkauf merk ich nichts von Flaute. Im Gegenteil, seit Corona ist der Absatz sprunghaft angestiegen.

    Das macht die Arbeit leichter.


    Und wenn du gleich startest (Paul Jungenls wird nich müde zu sagen, (: wenn ihr was macht dann macht alles Gleich) findest du deine Zuchtmadamme auch (könnte aber eine andere sein als die, die du im Auge hattest)

    Ob die Hirne heute schon so weit sind?

    Ich weiss es nicht!

    Leuchtet mir nicht so ganz ein. Mit dem Ausgleich manipuliere ich doch meine Selektion. Die Königin hat ja nun erheblichen Einfluss darauf mit welcher Mannstärke das Volk aus dem Winter kommt. Und durch verstärkende Eingriffe würde ich meinen Blick auf ihre Leistungsfähigkeit verzerren...

    Bedenke, du musst 2x wandern. Bei 700 m fliegen dir deine Flugbienen zurück.

    Hab mich da wohl etwas missverständlich ausgedrückt.

    Beim jetzigen Stand Platz hätten es die Mädels 700 m Luftlinie zum Rapsfeld.


    Der zweite Stand Platz, der direkt am Rapsfeld ist, wäre 3,8 km Luftlinie entfernt. Die Flug Bienen dürften also nicht mehr zurück fliegen.


    die Frage war eher ob sich die 700 m weniger Distanz Signifikant im Honigertrag bemerkbar machen?

    Bin aktuell hin und hergerissen.

    Am jetzigen Stand ist ca 700 Meter Luftlinie entfernt ein Rapsschlag.

    D.h. die Mädels müssten hin und zurück rund 1,4 km fliegen.


    Nach Ostern könnte ich die Völker in einem Garten aufstellen, der direkt an ein Rapsfeld grenzt.


    da ich keinen Anhänger habe, weiß ich nicht ob sich der Stress der Wanderei lohnt, nur um 700 m Entfernung zu sparen...

    Auf Anfrage wie es nun im Falle einer Ausgangssperre mit der Versorgung der Bienen aussieht, erhielt ich vom Rathaus das hier:



    Guten Morgen,


    wir haben Verständnis für Ihre Besorgnis , aber zur Zeit können wir nur auf Basis der aktuellen Rechtslage entscheiden und Auskünfte geben. Eine Ausgangssperre besteht zur Zeit nicht.


    Bitte beachten Sie die Informationen unterwww.kiel.de/coronavirus


    Beste Grüße aus dem Rathaus

    Landeshauptstadt Kiel




    Nun ja, spätestens Morgen wissen wir mehr, da heute Mitternacht die Sperre in Bayern greifen soll und die anderen Bundesländer wahrscheinlich folgen werden...