Beiträge von MartinSchPhD

    Bei nen Großimker macht das Flügelschneiden und bodenlanges Anflugbrett wohl wirtschaftlichen Sinn. Allerdings erlauben solche Anflugbretter auch kranken Bienen und anderen, ungewünschten Krapplern den leichteren Zugang zum Volk. Deswegen werden sie meines Wissens nach normalerweise nicht empfohlen.


    Und, Stewfan, du hast in deinen Posts lauter unpassende Zeilenumbrüche drin. Das liest sich nicht besonders angenehm, besonders wenn du dann noch stellenweise Groß-/Kleinschreibung und Kommasetzung falsch machst. Zum Beispiel: "Da, lag ich mit meinem Zweifel, <Umbruch> Ob eine ...", lass sich für mich erst mal als zwei Sätze die wenig Sinn machen.

    beemax: Danke für den Verweis auf Hänel. Wenigstens einmal etwas einigermaßen handfestes.

    Meinst du etwa:

    Hänel, H. Effect of juvenile hormone (III) from the host Apis mellifera (Insecta: Hymenoptera) on the neurosecretion of the parasitic mite Varroa jacobsoni (Acari: Mesostigmata). Exp Appl Acarol 2, 257–271 (1986). DOI: 10.1007/BF01193958 (Zu finden bei Springer, Seite enthält Kaufmöglichkeit, so dass ich die mal nicht direkt verlinke)


    Ich habe allerdings mehrere Bücher daheim in dem genau das Gegenteil drin steht: Varroa beforzugt Drohnenbrut. In der Wissenschaft kommen gegensätzliche Ergebnisse verschiedener Leute aber durchaus mal vor.


    Mythen sind spannender als Fakten. Da stimme ich dir zu. Was nun was ist, muss man halt rausfinden ;-)

    Ich hab zu den Thema mal in mein neustes Buch "Bienen gesund erhalten" von Wolfgang Ritter, 3. Auflage, April 2021, quasi druckfrisch, geschaut. Dort wird das Drohnenbrutschneiden immer noch empfohlen. Ein schönes Diagramm zeigt, dass dadurch die Schadschwelle 4-6 Wochen später erreicht wird, somit man sauber nach der Tracht behandeln kann und nicht vorher Notbehandeln muss.

    Klar sind sauber Sommer- und Winterbehandlungen im Vorjahr (bzw. jeder Jahr) auch wichtig, damit das Volk varroaarm in das Jahr startet.


    Wegen der Brutvernichtungsthematik schreibt Ritter übrigens explizit auch dass die Einwände nicht ganz stimmig sind. Bei der asiatische Honigbiene stirbt die Drohnenbrut vor dem Schlupf wegen der Belastung z.T. selber ab und die Zellen werden von den Arbeiterinnen propolarisiert.

    Die Varroamilbe hat vor einigen Jahrzehnten einen Wirtswechsel gemacht. Dabei hat sie uns beigebracht, dass das mit den Drohnen Geschichte ist. Wer wegen der Milbe Drohnen schneidet, hat sich mit der Biologie der hier lebenden Varroamilbe nicht genug beschäftigt.

    Wann/wie hat sie das uns beigebracht?

    Mein letzter Stand war das laut der vorherrschender Forschungsmeinung Varroa Destructor die Drohnenbrut der westlichen Honigbiene verstärkt befällt. Die Leute die das sagen haben meist nen Doktor in Biologie, manche haben ihre Doktorarbeit auch direkt über die Varroa geschrieben, soviel zum Beschäftigungsgrad.


    Ich schließe mich Rubio an und würde Literaturverweise zu deiner Aussage gerne sehen. Das sollte ja kein Problem sein, da du dich ja damit stark beschäftigt hast.

    Immenlos,

    ...mit der Biologie der hier lebenden Varroamilbe...

    Ist die hier lebende Milbe eine andere?

    In Asien gibt es Varroa mit breiteren Spektrum, nicht nur Varroa Destructor sondern auch Varroa Jakobi. Der Genpool ist dort größer. Nicht das ich wüsste was Immenlos meint.

    Aufwand und Nutzen stehen für mich beim Drohnenbrutschneiden zur Varroareduktion in keinem guten Verhältnis.

    ??? Aufwand ist gering. Nutzen ist hoch.

    Bei Völkern, die nicht mit dem Varraomilbe klar kommen, [...]

    Das sind soviel ich weiß immer noch alle Völker.

    [...] kann man dadurch nicht auf die Sommerbehandlung verzichten.

    Hat niemand behauptet.


    Bei total vermilbten Völkern hat man schon vorher geschlafen und das Drohnenbrutschneiden ist dann auch viel zu wenig für die akute Situation.

    Das ist total daneben. Drohenenbrutschneiden tut man damit die Varroapopulation niedrig gehalten wird. Die exponentielle Vermehrung wird dadurch gedrosselt. Im Sommer bei hoher Varroazahl braucht man dann nicht mehr damit anfangen.

    Ist schon lustig, die einen mögen gar kein Drohenbrutschneiden, die anderen sagen es ist das Non-Plus-Ultra gegen Varroa

    :-) Naja, der "genannte Grund" muss nicht der "wahre Grund" sein. Es könnte auch sein das Deine Nachbarn auf Standbegattung bzw. Basiszucht setzen und die Genetik Deiner Bienen nicht in der Gegend haben wollen... ;-) ...

    Also du meinst die nennen mir nen falschen Grund damit ich meine Drohnen schneide, damit die nicht deren Genetik abbekommen? :-D :-D Das ist absolut lächlich! :-D

    Also ich finde die Reaktion der Kaserne doch noch recht mild, andere ("zivile") Nachbarn wären da wohl mit dem Anwalt gekommen und/der gefordert, dass die Bienen komplett weg müssen. Ich kann die Fürsorgepflicht gut verstehen. Stellt euch einen Piloten vor der beim Joggen am Auge gestochen wird. Der darf dann erst mal eine zeitlang nicht fliegen, da eingeschränkt.


    Gut, vorher darüber reden wäre gut gewesen. Auch hätte man den Holzzaun wohl 1-2m weiter innen hinstellen können, dann hätten die Bienen mehr Weg zum aufsteigen, so sind es nur 10-20cm wie es scheint, dass ist schon arg steil für die Kleinen. Platz dafür wäre Innen ja anscheinend gewesen.


    Ich sehe hier allerdings auch den Imker in der Pflicht, der hätte die Bienen von Anfang an weiter weg vom Zaun stellen sollen und den Zaun verdecken (z.B. Schilfmatte) sollen. Dann wären die Bienen sowieso aufgestiegen.

    Ausgangslage:

    "Anbrüter": Zander-Vollzarge, verschlossenes Flugloch, 3x Futter-/Pollenwabe, 1x Wasserwabe, aufgefüllt mit leeren Rähmchen, offener Gitterboden.

    [...]

    Flugloch ca. 3cm geöffnet.

    Hi, hört sich für mich so an, als wäre der Raum zu groß. Der Anbrüter soll eng sein, es gibt extra 3-Waven-Kästen dafür. Anstatt der Leerrähmchen vielleicht ein Schied oder ersatzweise eine Futtertasche. Die müssen richtig eng sein. Wie oben schon geschrieben dürfen es auch nicht zu wenig Bienen sein.

    Den Anbrüter kenne ich auch eher als dauerhaft geschlossen. Für die 24-36 Stunden in der er in Betrieb ist, dann zum Pflegevolk.


    Das Wetter momentan ist auch nicht das beste. Bei mir hatte ich auch ein mäßige Annahme von ca. 20-30%. Das war letzte Woche in einem Sammelbrutableger (6BW, PW, 2FW, LW) sowie in einem 9 Tage vorher entweiselten Volk.


    Falls du die Rähmchen als Rutschsicherung während des Transports reingetan hast, kannst du das auch mittels großer Pinnadeln machen.

    Platz genug für was? Die Bienenmasse? Die ist hier nicht relevant. Sie brauchen noch Platz für die Brut. Das kann bei anderen Völkern auch anders sein. Nicht alle sind gleich.

    Die Bienen bauen in den Drohnenrahmen dass was sie meinen zu brauchen. Im Normalfall ist das halt Drohnenbau. Du hast ihnen wohl nicht genug Bruträhmchen gegeben, so dass sie jetzt da Arbeiterinnenzellen bauen.

    Hallo miteinander,

    ich hatte auch ein Überraschung, eigentlich zwei, mit meiner Zuchtleiste im Sammelbrutableger:

    Sammelbrutableger erstellt, mit 6 Brutwaben, Futterwaben und Pollen. Nach 9 Tagen alle Nachschaffungszellen gebrochen.

    Zuchtleiste mit umgelarvter Brut zugehängt, das war am Sonntag Mittag. Dann am Freitag Nachmittag wollte ich die verdeckelten Zellen käfigen. Von den 24 Stück sind es 6 sauber geworden.


    Die erste Überraschung war, das zwei weitere angezogen, ausgebaut und verdeckelt worden sind, aber unten seitlich ausgefressen und leergeräumt wurden. Wenn ich eine Nachschaffungszelle übersehen habe und ich doch ein Königin im Volk habe hätten doch alle Zellen ausgefressen worden, oder?


    Die zweite Überraschung war das eine weitere Zelle ausgebaut war und eine mittelgroße Rundmade drin hatte, mit viel Gelee Royal. Kann es sein, dass die Bienen die erst mit Verzögerung versorgt haben? Ich wollte kein Risiko eingehen und hab die Larve verworfen.

    [...] und dann kam so eine Aussage, dass im Nebenerwerb keine andere Benutzung des Raumes zugelassen ist. [...]

    Bist du tatsächlich im Nebenerwerb tätig oder stufen die Hobbyimker mit wenig Völkern auch darunter ab?


    Das Finanzamt geht von Nebenerwerb wohl erst ab >30 Völkern aus, aber das machen ja unterschiedliche Ämter gerne mal anders.