Beiträge von MartinSchPhD

    Also ich bin im dritten Imkerjahr und kann die Milben nun doch gut von anderen Zeug unterscheiden. Die ovale Form hilft ungemein. Man braucht halt gute Lichtverhältnisse.


    Ich hab mir die Sache aber mittlerweile vereinfacht und verwende einen "Handzähler" zum zählen. Mit dem Auge über den Schieber gehen und für jede Milbe die man sieht einmal drücken. Geht recht schnell und man verzählt sich nicht.

    Habe auch ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Alteingessessenen haben schon alles was sie brauchen - alles andere, neuere, brauchen sie nicht, da sie es noch nie gebraucht haben. Ihr versteht?


    Einer hat sich mal eine luftgekühlte Mittelwandpresse gekauft die ihm dann der Verein abgekauft hat um sie an Vereinsmitglieder verleihen zu können. Laut Vorsitzenden ist das quasi noch nie geschehen - er bereut die Anschaffung.


    Ich habe mal nachgefragt wegen geeichter Waage. Mein Vorschlag wäre ne Vereinswaage wo der Verein die jährlichen Eichkosten übernimmt - ich hätte eine gebraucht gespendet. Die ca. 70€ Eichkosten pro Jahr bei 22 Mitgliedern war den Leuten zu teuer - sind ja bis jetzt auch ohne ausgekommen etc.


    Ich glaube das hängt sehr stark von der Vereinsgröße ab - sehr große können sich das gut leisten und es finden sich auch genügend welche die mitmachen. Bei kleineren Vereinen scheitert es meist an beiden. Wo es dann wieder funktionieren könnte wäre halt kleine Gruppen. So 2-4 Imker die sich zusammentun und das gut absprechen.

    Ich habe Zander mit zweizargigen Brutraum plus Absperrgitter. Dabei habe ich auch die Erfahrung machen müssen, dass der Honigraum mit Mittelwänden z.T. gar nicht oder nur gering angenommen wurde.

    Letztes Jahr habe ich den HR wohl 1-2 Wochen zu spät aufgesetzt und die Bienen hatten den oberen BR schon verhonigt und wollten dann wohl nicht mehr nach oben.

    Diese Jahr hatte ich ein paar Völker die schwach aus dem Winter kamen und den diesmal früh aufgesetzten HR nur sehr langsam ausgebaut haben. Ich denke, dass es hier an der geringen Volksstärke lag. Meine starken Völker haben zwei HR stark ausgebaut und eingetragen.


    Bei schwachen Völkern würde ich mir deswegen überlegen auf einen Brutraum herunterzugehen. Die Vertreter von 1-zargigen Zander werden wohl hier gleich energisch appellieren, dass man das sowieso so macht. Ich würde den 2-zargigen BR aber nicht prinzipiell aufgeben. Nach Pfefferle brüten starke Völker in der Hauptbrutsaison auch mal über drei Zargen, da sie die Zargenenden nicht ausnutzen sondern halt ovale Brutnester anlegen.


    Desweiteren sollte man den HR am besten mit mindestens zwei ausgebauten, hellen nicht bebrüteten Waben mittig ausstatten, damit die Bienen nen guten Start dort haben. Auch kann man zur Not Brutwaben mittig in den HR über das Absperrgitter hängen - dabei drauf achten die Königin nicht mitzunehmen. Die Brut zieht die Ammenbienen nach oben und der Rest wird besser angenommen. Die ausgelaufenden Brutwaben später vor der großen Tracht dann wieder runterhängen, damit sie nicht mit Honig vollgetragen werden.


    David, Ich hoffe das hilft dir ein wenig.


    Grüße,

    Martin

    ( es ist ja bekannt, dass die Entfernungsangaben über den Kopf füttern nicht hin hauen und dann gesucht wird, wo das Futter steht - also vielleicht beim schwachen Nachbarn )

    "es ist ja bekannt, dass <Behauptung ohne Quelle>" ist kein guter Stiel. Und da fehlt ein "beim" für "über", oder? Macht das Ganze nicht leserlicher.


    "über den Kopf füttern", ja über den Hintern die Bienen zu füttern wäre schwierig. Kleiner Scherz.


    Aber ich denke das du meinst das beim Aufsetzen des Futters die Bienen keinen Schwänzeltanz sondern den Rundtanz machen (wie bei allen Trachtquellen näher als 80m), oder? Das könnte zwar schon zur Räuberrei führen, aber ich würde sagen warum sollten sie draußen suchen wenn die Tracht so nah ist - ok, bis sie halt weg ist.

    zum ersten Mal mußte ich dieses Jahr auf das Schleudern der Sommertracht verzichten [...]

    Die HR sind ganz gut gefüllt und ich muß voraussichtlich nur wenig zufüttern.

    Du musst beachten, dass Waldhonig (ich gehe mal davon aus, dass deine Sommertracht einen gewissen Waldhoniganteil hat) aufgrund des hohen Balaststoffanteils als Winterfutter für die Bienen weniger geeignet ist, da sich davon deren Kotblase im Winter mehr bzw. schneller füllt.

    Falls der nächste Winter aber wieder so wird wie der letzte werden sie genügend Möglichkeiten haben zum Ausfliegen zur Entleerung.


    Ich würde noch versuchen den Honig zu ernten, wenigstens einige gut verdeckelte Waben.

    Hatte heute auch verdeckelte Waben >20% Wasseranteil und komplett unverdeckelte, halbvolle Waben mit etwas über 16%. Fragt mich nicht warum.


    (Mein Refraktometer ist kalibriert),

    Ist doch logisch, aus den unverdeckelten konnte das Wasser raus, in den verdeckelten Zellen war es ja eingesperrt! ^^;)

    Na ja, man lernt ja eigentlich, dass die Bienen dann verdeckeln wenn der Honig trocken genug ist.

    Also:

    verdeckelt -> war trocken

    nicht verdeckelt -> noch nicht trocken genug


    Ist doch auch logisch.


    Das der unverdeckelte manchmal etwas trockener ist, da er noch leichter nachtrocknen kann, leuchtet mir ein, aber die o.g. Verhältnisse nicht.

    Ich habe den Nylonspitzsieb beim Blütenhonig direkt nach dem Schleudern mit Doppelsieb verwendet. Resultat war, dass es sehr lange gebraucht hat bis er cremig wurde, wahrscheinlich wegen der fehlenden Kristallisierungskeime. Ich plane nächstes Jahr den Nylonspitzsieb erst mal wegzulassen, damit ich den Honig schneller cremig rühren kann.

    Manche setzen das Feinspitzsieb auch IN den Eimer, d.h. auf dessen Rand auf. Müssen halt die Umfänge zueinander passen. Dann kann auch nichts mehr umfallen. Der Sieb schwimmt auch im Honig und verstopft dann nicht. Nachteil ist natürlich, dass du den Eimer nicht ganz voll bekommst ohne den Sieb herauszuziehen.


    Alternative: ersetzte das Dreibein mit einem leeren Eimer passender Größe, der unten ein Auslaufloch hat und auf den zu füllenden Eimer steht. Dazwischen halt ein Deckel ebenfalls mit Loch. Sollte viel stabiler sein als das Dreibein.

    das ich ausschliesslich die PZM anwende also keine Chemie

    Die Puderzuckermethode ist soviel ich weiß keine zugelassene Behandlungsmethode gegen Varroa, nur als Diagnosemethode. Außerdem könnte man jetzt spitzfindig sein und drauf bestehen, dass rein technisch gesehen Puderzucker - wie jeder andere Stoff auch - ja auch eine Chemikalie ist, Saccarose C12H22O11. Somit ist da Prädikat "keine Chemie" nicht so zulässig. Ich finde es sehr "witzig", dass die Säurebehandlungen die ursprünglich von Bioimkern als Alternative zu pharmazeutischen Mitteln entwickelt wurden, und Entsprechungen in der Natur haben (z.B. Vogel mit Schädlingen im Gefieder landet absichtlich auf Ameisenhaufen) nun von den selbsternannten Naturfreunden abwertend als "Chemie" bezeichnet wird(in diesem Zusammenhang umgangsprachlich wohl als "künstlich" gedacht).

    Du könntest ihn dem Großhandel verkaufen, die mischen ihn dann mit anderen Honig damit die Gesamtfeuchte unter 20% liegt und schon ist er wieder verkaufsfähig. Allerdings zahlen die eher schlecht, für Honig mit Markel noch weniger, denke ich.

    Da bei mir in der Gegend quasi JEDER sein eigenen Etikett verwendet, steche ich mit dem DIB-Etikett eher hervor als "im Einheitsbrei unterzugegen".

    Logik???

    Die Logik ist, dass wenn ich der einzige bin der das DIB Glas verwendet das dann wieder quasi ein Alleinstellungsmerkmal ist (das ich natürlich leicht verlieren kann). Leute schreiben ja gerne, dass sie ein individuelles Etikett haben wollen um hervorzustechen und das DIB Glas Einheitsbrei wäre. Ein DIB Glas fällt unter "kunterbunten" Etiketten aber eher auf als ein anderes "kunterbuntes". So jedenfalls meine Meinung, kommt aber wahrscheinlich auf den Betrachter an.

    Ich hab mir letztes Jahr mal einige Onlinedruckereien angeschaut und die Preise verglichen. Seitdem bin ich glücklicher DIB-Glas Verwender. Nirgends sind die Etiketten billiger als bei DIB, klar bei der großen Auflage. Man erspart sich das doch sehr aufwendige Erstellen der eigenen Etiketts. Die vorgefertigten verwendet sahen für mich meist auch nicht toll aus. Da bei mir in der Gegend quasi JEDER sein eigenen Etikett verwendet, steche ich mit dem DIB-Etikett eher hervor als "im Einheitsbrei unterzugegen".


    Nachteil ist allerdings, dass ich die Adresse und Sorte zusätzlich aufkleben musste, was ein Zeitfaktor ist. Dafür habe mir kürzlich je 1000 DIB Etiketten mit meiner Adresse und der Sorte (Waldhonig, Blütenhonig) bestellt. Macht das Etikett auch nicht drastisch teurer als die allgemeinen DIB-Gläser, man muss halt ne höhere Menge kaufen. Spart aber gut Zeit.