Beiträge von Reischbeira

    Hallo Bee-Nes!


    Ich bin ebenfalls Anfänger und habe schon eine Menge Literatur durch. Am nachvollziehbarsten finde ich das Buch von Reiner Schwarz: Imkern mit Dadant. http://www.pedigreeapis.org/bi…schwarz/RS10Dadant-A5.pdf.

    Von ihm gibt es auch die etwas aktuellere Ausgabe:

    Imkern mit Dadant und Mini Plus. https://bienenzuchtbedarf-gell…r-schwarz-106-seiten.html

    Sehr lehrreich fand ich auch Bruder Adam, Meine Betriebsweise. Gut ist auch das Buch von Gerdes.

    Wenn du mit DN 1,5 arbeitest, kannst du wie auf Dadant arbeiten. Ich habe mittlerweile 6 Völker auf Dadant US und sammle jede Menge Erfahrungen. Vor allem habe ich den Tierchen trotz aller Theoriekenntnisse zu viel Raum gegeben. Man meint immer, wenn man in den vollen Stock schaut, meine Güte, die brauchen mehr Platz. Dabei kuscheln sie sich nur zusammen, damit sie es schön warm haben. Mein erstes Volk habe ich mühsam von Zander auf Dadant gesetzt. Außerdem stand es am Anfang einige Tage in einer Wiese an einem recht zugigen Platz, das hat sie aggressiv gemacht. Und natürlich mein Anfängergehabe - aufgeregt und unsicher.

    Mein Imkerpate, den ich zu Rate gezogen habe, meint, dass auch Völker, die viele Varroen haben, aggressiv werden. Wenn du Varroabefall hast, würde ich eine Behandlung erwägen - Honig hin oder her.

    Ich habe jetzt ein Buckfastvolk und fünf Carnicavölker, die ich im Herbst alle auf Buckfast umweisele. Beim Buckfastvolk habe ich weder Schleier noch Handschuhe und brauche kaum Rauch. Die Carnica sind viel unruhiger und stechen auch schon mal. Außerdem probieren zwei von ihnen dauernd das Schwärmen.

    Standbegattung kommt nicht in Frage, da weißt du doch nicht, welche Hallodris deine wertvolle Königin begatten. Ich habe eine erstklassige Buckfastkönigin und möchte von der nachziehen. Wenn alles klappt, wird übermorgen umgelarvt und ich gehe mit ein paar netten Königinnen auf die Belegstelle.


    Viel Erfolg und nicht verzagen!


    Der Dumme macht immer die gleichen Fehler, der Kluge jedesmal einen anderen.

    Hi,

    so viele Antworten in kurzer Zeit, ich bin begeistert. Dass meine Pläne ehrgeizig sind, ist mir klar. Aber ich bin jetzt Rentner und jeden Tag mehr begeistert von der Imkerei. Glücklicherweise macht auch meine Frau voll mit. Was die Investitionen angeht, ja ich wäre bereit, das Geld auszugeben, möchte es aber nicht in den Sand setzen. 80 Völker sind nur eine Langfristidee, die ich mir irgendwann vorstellen könnte, vor allem, weil mich der Zuchtgedanke fasziniert. Konkret im Sinn habe ich erst mal 20 Völker, die zu betreuen ich mir schon zutraue, zudem ich einen sehr erfahrenen Imkervater zu Rate ziehen kann, den ich aber nicht überstrapazieren möchte. Zwei schöne, 5 km auseinanderliegende Standplätze habe ich auf eigenem Grund und einen weiteren bei einem befreundeten Ziegenbauern, der sich über die Bienen freut. Dass ich gleich wieder aufgebe, glaube ich nicht. Dazu bin ich von der Buckfastidee zu sehr begeistert. Und sorgfältiges Arbeiten und Dokumentieren bin ich gewohnt.

    Guten Tag zusammen!


    Dies ist mein erster Beitrag. Ich habe erst heuer mit der Imkerei angefangen, d. h. theoretisches Wissen und praktische Erfahrung stehen in krassem Gegensatz zueinander. Ich arbeite mit 12er Dadant modifiziert. Momentan besitze ich vier Völker: einen Buckfastschwarm mit Königin unklarer Genese und drei sehr kräftige Carnica-Völker, zwei davon tendenzielle Stecher. Entweder wurden sie mir verkauft, weil der Vorbesitzer sie loswerden wollte, oder ich hab mich als Anfänger zu dusslig angestellt und die Mädel narrisch gemacht. Vor allem der Umzug von einer Zanderbeute in die Dadant war etwas harzig und mit viel Beunruhigung verbunden; aber mittlerweile sind alle Zanderrähmchen draußen.


    Meine Ziele: Ich möchte a) die Stecher loswerden, b) nur noch Buckfastvölker haben, c) mit mindestens 20 überlebensfähigen Völkern in den Winter gehen und d) möglichst bald Königinnen selbst züchten. Langfristig könnte ich mir einen Völkerbestand von 60 bis 100 vorstellen. Das Umweiseln der Carnicavölker werde ich im August/September vornehmen, oder ginge es via Kunstschwarm auch jetzt schon? Was die Buckfastzucht betrifft, plane ich, mir umgehend eine belegstellenbegattete Königin zu kaufen, von ihren Nachkommen 32 umzularven und die Jungköniginnen auf der Belegstelle begatten zu lassen. Dazu schwanke ich noch zwischen MiniPlus und Kieler Begattungskasten. Ist das alles sinnvoll oder Quatsch? Was würdet ihr mir raten? Ich bin für jeden Tip dankbar.


    Zum MiniPlus: Was ich an diesem System nicht verstehe: Ich höre und lese immer wieder, dass man Bienen in MiniPlus sehr gut überwintern kann, aber was hat das für einen Vorteil gegenüber der kompakten Kugel in einer 12er Dadantbeute? Habe ich nicht, wenn ich drei MiniPlus übereinanderstelle, die Nachteile des geteilten Brutraums wie bei Zander? Ist die Überwinterung im Kieler Kasten genauso gut möglich?


    Vielen Dank für eure Bemühungen!

    Euer Reischbeira Greenhorn