Beiträge von PaBa

    Holz baut sich ab, egal wo es geschlagen wird. Es reichert sich auch nicht schadhaft in Organismen an oder versifft die Weltmeere. Die Fichten/Kiefer-Monokulturen sind aus verschiedenen Grünen ein Problem und haben aber allein aus ökonomischer Sicht keine Zukunft. Und aus Teak oder Mahagoni baut sich der geizige Imker sicherlich keine Beuten.


    Ich denke auch nicht, dass es nur "ein paar" Styroporbeuten sind. ;)

    Mir geht es nicht um die Verrottung beim Holz, sondern um die Holzgewinnung. Was stand an Stelle der Plantage. Mir geht es nicht um Teak und Co. Welches indigene Volk hat seinen Wohnraum für deine Kiefer verloren? (Überspitzung als Stilmittel)


    Styropor - sofern nicht mit Brandschutzmitteln behandelt (was nur bei Dämmaterial im Hausbau notwendig ist)- kann gut Recycled werden. Da hat sich einiges getan.


    Edith: Und gemessen an der Menge an Kunststoff Verpackungen und Einweggeschirr sind es wirklich paar Beuten. Corona sei dank, darf unsere Kantine auf der Arbeit nur Essen zum mitnehmen ausgeben. Da geht seit März täglich mehr als eine Segeberger Zarge als Essensbehälter raus.

    Das ist weit weg vom ökologischen Gedanken, scheint aber viele Imker nicht so zu stören, weil nach uns die Sintflut oder so. Und dieser Punkt hat auch gar nichts mit Anthroposophie zu tun. ;)

    Wenn wir so anfangen, dann reden wir mal vom Imkerfahrzeug. Hat Reifen verbraucht Sprit.

    Wie ist der ökologische Fußabdruck von der Holzbeute? Wo kommt die her, unter welchen Bedingungen wurde das Holz geschlagen? Auch das kann man alles differenziert betrachten.

    Ob die paar Zargen aus Styropor am Ende die Sintflut auslösen, aber gut, kann man als Argument anführen.


    Wenn Du so willst, dann sollten wir das Imkern lassen, die Bestäubung können Wildbienen übernehmen, und auf den Honig kann man verzichten, ist für den Menschen nicht lebensnotwendig.

    Eigentlich kann man es doch so sagen, dass wir die Honigbienen am ehesten "nur" artgerecht halten können, aber nicht wesensgemäß. Dafür wird zu sehr ins Landschaftsbild (Monokulturen, zu frühes und häufiges Abmähen von Blühwiesen usw.) eingegriffen.

    Würde aber beideuten, dass die Wildbienen -auch wenn sie vom Imker nicht gehalten werden- nur noch artgerecht aber nicht wesensgemäß leben, da der Eingriff in das Landschaftsbild für sie auch greift.

    Bedeutet, dass kein Wildtier mehr wesensgemäß leben kann, wegen der Landwirtschaft und der damit zusammenhängenden Veränderung der Landschaft.

    Und Ackerbau gibt es schon sein paar hundert Jahren.

    Ich hab das hier überlesen und stelle mir nur folgende Frage.


    Wenn die Kisten, die ich habe für die Bienen nicht artgerecht / wesensgemäß wären, würden die da noch drin bleiben? Anders als Kühe / Schweine und Co kann ich meine Bienen kaum am Abhauen hindern. Wenn, dann nur mit Flügelschnitt bei der Queen, den mache ich aber nicht.


    Wenn die schon den Sommer über drin bleiben, dann kann die Kiste ja nicht verkehrt sein, sonst würden sie als Volk ausziehen.


    Das Thema Styropor - Holz finde ich quatsch. Klar, in der Natur wachsen keine Styropor Baumhöhlen. Auf der anderen Seite ziehen Bienen auch hinter Klinkerfassaden und leben dort auch in Glaswolle oder Styropor. Scheint die Bienen nicht sonderlich zu stören, Hauptsache man kann da Waben bauen und Platz für Futter und Brut schaffen. Wäre es nicht wesensgemäß oder artgerecht, dann würden die da nicht einziehen.


    So viel zur Kiste, jetzt komme ich als Imker dazu:


    Gegen meine Varroabehandlung können sie sich nicht wehren, dafür versuche ich die Mittel so zu wählen, dass sie möglichst verträglich sind. Ohne Behandlung wäre auch nicht so geil für die Bienen.


    Dann kommt noch die Überwinterung auf Zucker. Das ist der einzige Eingriff, auf den sie nicht selbständig reagieren können. Nach der Letzten Schleuderung gibt es keine Tracht mehr, da bringt auch ein Auszug nichts mehr. Auf der anderen Seite heißt es, dass die Bienen besser auf Zucker als auf Honig überwintern.


    In Summe bin ich der Meinung, dass es den Bienen bei mir so schlecht nicht geht. Und sehen wir es andersrum, wo wäre die Biene ohne Magazinimker?

    Angenommen, wir verbieten das Imkern, wie viele wildlebende Honigbienenvölker wird es dann in Deutschland noch geben? Wo sollen die denn alle wohnen, und aus welcher Kiste sollen die geschwärmt sein?

    Ich habe dieses Jahr zwei Fluglinge mit neuer Kö gemacht.

    In beiden Fällen habe ich das Alte Volk um 90° versetzt auf das "neue" gestellt. Alter Boden mit neuer Königin auf frischen MW.

    Zunächst hatte ich den Deckel des Zusetzkäfig für einen Tag zu gelassen, dann am Folgetag geöffnet. Rase meinte, dass das nicht nötig ist. Die Flugbienen in der leeren Beute haben ja keine Königin, also haben sie auch kaum eine andere Wahl, als die neue Königin anzunehmen.

    Die rote ist im 1. Jahr, da das Geburtsjahr nicht mitgerechnet wird.

    Also ich würde sagen, die Rote ist im 2. Jahr, letztes Jahr war grün. Also 2018 rot, 2019 grün, 2020 blau,..


    Ich habe dieses Jahr 2 Reinzuchtköniginen gekauft, das Jahr davor auch eine.

    Das wollte ich immer mal wieder zusätzlich machen, um frische Genetik einzubringen. Hier ist eine recht hohe Bienendichte, da mischt sich auch viel Durch.

    Hallo zusammen!


    Ich mache mir derzeit einige Gedanken, wie ich das nächste Jahr so angehen möchte. Nachdem ich die letzten Jahre Völker aufgebaut habe, werde ich dieses Jahr mit 10 Völkern in den Winter gehen (auch wenn meine Signatur etwas anderes sagt).

    Nun möchte ich den Status halten und keine weiteren Völker aufbauen. Gleichzeitig stellt sich mir die Frage, wie ich die Königinnen sinnvoll behalte / austausche.


    Ich möchte ab April regelmäßig Sammelbrutableger erstellen. Ich hoffe, dass wenn ich den Drohnenrahmen schneide und alle 1-2 Wochen Brut rausnehme dadurch die Schwarmneigung reduziert werden kann. Ich führe meine Völker in Segebergern auf einem BR, da kann die Kiste auch mal voll werden.

    Mein Gedanke ist es, aus den 10 Völkern jeweils 2 Ableger mit 5 Rähmchen DNM, oder 3 Ableger mit 3 bzw 4 Rähmchen zu bilden. Bei den Ablegern würde ich mir die besten Völker aussuchen und gezielt Zellen aus diesen Völkern stehen lassen.

    Sollte ich die daraus entstandenen Königinnen für eine Umweislung nutzen? Und wann sollte ich dann am besten umweiseln? Im September?


    Oder ist es sinnvoller mit Schwarmzellen Ableger zu bilden, weil die Königinnen aus einer Schwarmzelle besser werden? Nur habe ich hierbei sorge, dass wenn sich ein Mal Schwarmstimmung einstellt, die Bienen das dann auch zwingend durchziehen wollen.


    Wie häufig sollte man eine Königin umweiseln, bzw. nach wie vielen Lebensjahren? Angenommen, der Ertrag passt, und es sind auch keine Stecher dabei. Sollte ich eine Königin auch ein 2. oder 3. Jahr drin lassen? Was ist die empfohlene Lebensdauer einer Königin im Volk?


    Ich freue mich auf Eure Antworten!


    Danke!

    Mich ärgern meine Bienenfluchten jedes Jahr - habe verschiedene Modelle (Nicot-Raute, Stern, italienische...) aber inzwischen sind diese dünnen MDF-Platten so verzogen, dass sie sich durchbiegen und die Fluchten fast auf den Oberträgern liegen (und Bienen quetschen können). Zudem funktionieren sie oft auch nur mäßig und ich mag nicht noch Leerzargen/Rahmen vorhalten.


    Mit den Leerzargen kommt es auf die Beute an. Ich habe Segeberger 1BR im Einsatz. Wenn ich keine Leerzarge gebe, haben die Bienen schlicht keinen Platz, also brauche ich die alleine deswegen.


    MDF ist Meiner Meinung nach Mist. Es gibt in 3mm so Siebdruckplatten, wobei die anders heißen und auf beiden Seiten glatt sind. Die sind wasserbeständig und stabil. In den Rahmen eine Nut Schneiden, die Platte da einlegen, Rahmen kleben und tackern und fertig.


    Ich habe die rautenförmigen Fluchten mit Bohrungen in ca 5 cm Durchmesser und nach 24 Stunden sind in den HR kaum noch Bienen drin. Ganz leer bekomme ich die aber selten. Beim letzten Schleudern ist es noch leicht, da kommt etwas Futterteig unter die Flucht, das zieht die Bienen schon nach unten.

    Wenn ich jetzt Oxalsäure sprühe, kann ich dann für die Winterbehandlung trotzdem noch Oxalsäure träufeln? Ich hatte mal gelesen dass die Bienen mehrmalige Oxalsäurebehandlung nicht gut vertragen...oder gilt das nur wenn man mehrmals innerhalb kürzester Zeit behandelt?

    Man darf mehrmals sprühen. Nebenbei: die Bienen, die Du heute besprühst, beträufelst Du im Winter (Spätherbst) nicht, weil sie da nicht mehr im Volk sind.

    Mehrmals träufeln (in kurzer Zeit) ist schwierig, weil die Bienen die Zucker-Oxalsäure-Mischung aufnehmen.

    PaBa

    Kann ich dann auch bedenkenlos das doppelte S für Schwarmstimmung verwenden ohne dass es hier zu einem Aufschrei wegen einer gleich abgekürzten Begrifflichkeit aus unserer Vergangenheit angegriffen werde? Oder DR für Drohnenrahmen anstelle des Dritten Reichs?

    Also DR als Drohnenrahmen ist hier durchaus geläufig. Ohne Erklärung hätte ich SS nicht als Schwarmstimmung erkannt, hätte aber auch nicht an die Schutzstaffel gedacht. Wenn Du die Abkürzung bei der ersten Benutzung definierst, sollte das gehen. Sollte auch umproblematisch sein, wenn diese Abkürzung nicht anderweitig in der Imkerei verwendet wird.

    Nebenbei: Weder DR noch SS steht auf dem Index, besonders nicht in einem Zusammenhang, der nichts mit dem 2. Weltkrieg zutun hat.


    Fällt es Dir echt so schwer den Kontext zu berücksichtigen, in dem Du Dich hier bewegst? Ich bin Aquarianer und HMF ist in der Aquaristik der "Hambuger Matten Filter". Ich käme nie auf die Idee, dass jemand diesen Filter in seiner Beute einsetzen möchte, wenn er HMF im Imkerforum nutzt. Im Imkerforum gehe ich zuerst von Hydroxymethylfurfural aus, wenn jemand HMF schreibt.

    Ich habe die rautenförmigen Fluchten, und setze eine leere Zarge als Trommelraum ein. Das ASG bleibt auf dem Brutraum. Folie kommt keine dazwischen. Am Abend, wenn ich die leeren HR aufsetze, nutze ich die leere Zarge als Abstand, damit die Bienen die HR als nicht zum Bau zugehörig ansehen. Dann lege ich die Folie mit umgeknickter Ecke auf die leere Zarge auf, und gebe dann die HR darüber. Das gilt für Segeberger mit einem Brutraum. Bei 2 Bruträumen sollte Platz genug sein, da ist ggfs. keine Leerzarge nötig.


    Flucht 24h drauf lassen. Aber auch dann muss ich einzelne Bienen abkehren.

    Praktisch ist, wenn man eine Leerzarge im HR Maß und einen Deckel mitnimmt, dann kann man die Rähmchen aus dem HR ziehen, Bienen abfegen und das Rähmchen dann in die Leerzarge geben.

    Erklär mir mal, wo genau ich mich da widerspreche.

    Wie ich bereits geschrieben habe, warum sollte ich in einem Imkerforum glauben, jemand meint mit der Abkürzung ein nicht imkerliches Thema. Und du hast festgestellt, dass es in erster Linie ein Imkerforum ist, und es um imkerliche Themen geht.

    Es geht hier nur um die Ausschreibung von Begrifflichkeiten, damit man die AFB nicht mit einer Airforce Base verwechselt, während man eigentlich die Aufbereitung oder die Automatische Fahr- und Bremssteuerung oder hier halt die Amerikanische Faulbrut meint.

    Solveig, meiner Meinung nach (imho) widersprichst Du Dir hier. Warum sollte ich bei AFB an eine Airforce Base denken? Wie Du richtig angemerkt hast, ist das ein Imkerforum, also würde ich zunächst mal an die Bedeutung im imkerlichen Sinne denken, egal in welchem Berufszweig man eigentlich tätig ist.


    Das hier ist zwar ein Imkerforum, und die Inhalte betreffen in erster Linie Imker, aber die meisten von uns sind Hobbyimker und kommen aus den verschiedensten Berufszweigen, in denen die gleiche Abkürzung etwas gänzlich anderes meinen kann.


    Sorry für die falsche Reihenfolge beim Pseudonym, ich kenne eine Solveig, daher schrieb ich das wohl automatisch in dieser Reihenfolge.