Beiträge von Freizeitimker

    daß der Honig zum Teil aus anorganischem und damit energetisch nicht nutzbarem Wasser besteht.

    Zum Verständnis, was wäre "organisches Wasser" - Kohlehydrate ?

    "Anorganisches Waser" ist zugegebenermaßen ein Pleonasmus, den ich dennoch absichtlich verwandte, um zu verdeutlichen, daß der Wasseranteil des Honigs (und auch der des Nektars) für die Wachserzeugung schon mal ausfällt (aus 1 kg Honig gibt es deshalb nie 1 kg Wachs, zumal Wachs auch energiereich ist). Aber so pleonastisch ist o.a. Syntagma nun doch wieder nicht, denn ansonsten wäre die richtige Aussage "Wasser ist eine anorganische chemische Verbindung" ja auch ein Pleonasmus.

    Ich hab hier so ein Werbeheft liegen, heißt Bienen und Natur.

    Da sind manchmal auch interessante Artikel drin. Diesmal über Bienenwachs.

    Dort wird mit mindestens 6 kg Honig für 1 kg Wachs gerechnet.

    Das ist eine realistische Größenordnung.


    Natürlich muß man mehr Honig hineinstecken, als man Wachs herausbekommt. Das liegt schon daran, daß der Honig zum Teil aus anorganischem und damit energetisch nicht nutzbarem Wasser besteht. Aber auch sonst gibt es immer einen - logischerweise energetischen - Wirkungsgrad, auch bei chemischen Reaktionen.


    Vergleicht man die Honigpreise mit den unverschämt niedrigen Wachs-Ankaufspreisen, so sieht man, daß sich der Naturwabenbau nicht nur energetisch, sondern eben auch finanziell nicht lohnt. Deshalb halte ich soviel Naturbau wie nötig - und den deshalb nämlich auf den Brutraum beschränkt - für die beste Lösung.

    Die verschiedenen Unterarten der westlichen Honigbiene benutzen durchaus unterschiedliche "Dialekte" bei ihrer Tanzsprache. So hat z.B. nur die Ligustica den Sicheltanz. Außerdem werden die Entfernungen zu den Trachtplätzen unterschiedlich codiert. So steht das z.B. recht ausführlich in der "Naturgeschichte der Honigbienen".

    Und trotzdem funktionieren Kreuzungen mit ihr wunderbar und es kommen normale, nicht nur lebensfähige sondern auch leistungsfähige Nachkommen raus.... 8) - die Natur ist doch wunderbar....:!:

    So wunderbar funktionieren sie eben nicht!


    Nicht alles, was nach außen hin wunderbar erscheint, ist es auch im Inneren.


    Oder mit anderen Worten: Der Teufel steckt eben im Detail.

    So haben z.B. die einzelnen Unterarten der westlichen Honigbiene unterschiedliche "Tanzssprachendialekte", was zur Folge hat, daß verschiedenrassige Bienen bzw. deren Hybriden sich einander in bezug auf die mit den Tänzen übertragenen Informationen nur eingeschränkt oder gar nicht verstehen.

    Dialekte kann man lernen, nicht alle ist genetisch bedingt. Mir ist keine Quelle bekannt die so etwas nachgewiesen hat, aber ich lasse mich gerne belehren.;)

    Dialekte kann "man" lernen? Wenn "man" ein Mensch ist, durchaus.


    Nicht jedoch, wenn die Sprache angeboren ist. Und das ist sie bei Bienen.


    Die verschiedenen Unterarten der westlichen Honigbiene benutzen durchaus unterschiedliche "Dialekte" bei ihrer Tanzsprache. So hat z.B. nur die Ligustica den Sicheltanz. Außerdem werden die Entfernungen zu den Trachtplätzen unterschiedlich codiert. So steht das z.B. recht ausführlich in der "Naturgeschichte der Honigbienen".

    was kann das schon passieren wenn ich ein zwei Völker Ligustica habe?

    Bastardierungen sind nicht per se etwas gutes. So haben z.B. die einzelnen Unterarten der westlichen Honigbiene unterschiedliche "Tanzssprachendialekte", was zur Folge hat, daß verschiedenrassige Bienen bzw. deren Hybriden sich einander in bezug auf die mit den Tänzen übertragenen Informationen nur eingeschränkt oder gar nicht verstehen.

    Wie sind eure Erfahrungen damit und welches Vorgehen würdet ihr empfehlen?

    Bisher kann ich mir den Luxus nicht leisten, das Wachs in gutes und schlechtes zu separieren. Da meine Völkeranzahl immer noch wächst, bin ich wegen der Mittelwände in den Honigräumen auf jedes Gramm angewiesen, egal, woher. Natürlich begann ich mit gekauftem Wachs, also Mittelwänden. Ergo wird auch mein Wachs mit Paraffin, Pestiziden & Co. verunreinigt bzw. belastet sein. Mit der Zeit wird sich das logischerweise aber immer mehr verdünnen.


    Ich hoffe, auf weitere Mittelwandkäufe möglichst vollständig verzichten zu können.

    Ist eine Reizfütterung im Februar wegen evtler Temoperaturstürze nicht zu früh?

    Allerdings. Oder besser jein. Auf der einen Seite "explodieren" die gezüchteten Bienen ohnehin im Frühjahr, sodaß diese rechtzeitig bei einsetzender Frühlingstracht sehr rasch "in die Puschen kommen". Auf der anderen Seite haben die Bienen jahreszeitliche Instinkte, und gegen die kommt kein Futterteig, auch kein solcher mit Eiweiß, an.

    Wer hauptsächlich frühe Trachten nutzen möchte oder muss, der ist sicherlich mit der Carnica gut beraten. Diese ist von Natur aus eine Gebirgsbiene, bewährt sich aber im norddeutschen Flachland hervorragend und das von Anfang an ohne Anpassung.

    So gut ist die Carnica gar nicht an West- und das westliche Mitteleuruopa angepaßt. Die dunkle Biene ist es besser. Nur ist der Unterschied zwischen beiden nicht so gravierend, als daß die Carnica ein Ausfall wäre, dann wäre sie ja nicht so viel genutzt.

    Ich finde die regional angepasste Biene am besten, also die "Regionalrasse".;)

    Richtig!


    Das Verfrachten der Bienen in Klimata, für die sie nicht angepaßt sind, führt regelmäßig zu mehr oder weniger Mißerfolgen. Aber es können viele einfach nicht sein lassen.


    Zwar passen sie sich über die Auslese in Rekordgeschwindigkeit an ihre Umgebung an, aber das dauert immer noch länger, als es die moderne Imkerei gibt.


    Zu denken gab mir der Vortrag eines Österreichers, der zwanzig Jahre in Südschweden lebte und imkerte. Mit der Ligustica kann man auch dort erfolgreich imkern (jedenfalls in Imkers Obhut). Nur, temperaturbedingt schaut und kommt sie als letzte aus den Beuten und ist als erste darin wieder verschwunden. Faktisch läuft ihre Trachtzeit dort nur von Mitte Mai bis Mitte Juli.