Beiträge von Freizeitimker

    ..... Ich täte sie [die Ameisensäure] nur noch bei massivem Milbe(be)fall schon im Hochsommer ("Therapienotstand") verwenden.

    Warum würdest du denn dann nicht auch mit Oxalsäure behandeln, z.B. als Blockbehandlung?

    Weil die Ameisensäure schneller - und damit meine ich auch, in die Brut - wirkt. Die anderen Milben könnte man natürlich genauso rasch mit Oxalsäurerauch erledigen.

    Von den Nichtpestiziden wirken nennenswert m.E. nur die Ameisensäure - die einen Bienenfriedhof erzeugt bzw. hinterläßt...



    Ich benutze AS 60% im NV und habe keinen Bienenfriedhof, nicht mal vermehrt tote Bienen, ich habe keine ausgeräumte Brut und und die Königin hört nicht auf zu legen und auch kein Brausen oder sonstiges auffälliges Verhalten. Ich nehme einen Docht kleiner als empfohlen

    Siehst Du, das ist der Knackpunkt: Unterdosiert (jedenfalls aus Sicht der empfohlenen Dosis). Das tatest Du entweder, weil auch Du schon (D)einen Bienenfriedhof damit erzeugtest, oder weil Dich jemand vorwarnte.


    Die empfohlene Ameisensäuredosis ist aus meiner Sicht ein offenes Messer, in das man die Imker und vor allem deren Bienen hineinlaufen läßt. Welche Bienen Bruno Becker und die Hohen Neundorfer damals bei der Dosisermittlung verwandt haben, wüßte ich heute noch gern. Wenn man jedoch vorsichtiger dosiert, ist sogleich wieder die Milbenbekämpfungs-/-beseitungswirkung geschmälert.


    Ich halte die Ameisensäure für einen Irrweg - leider! - in den die Imkerschaft sich verrannt hat. Ich täte sie nur noch bei massivem Milbe(be)fall schon im Hochsommer ("Therapienotstand") verwenden.


    Und das ist das schöne an vernebelter Oxalsäure: Überdosierungen sind praktisch ausgeschlossen. Es gibt zwar auch da empfohlene Dosen von 1-2 g, aber wenn man sieht, wie z.B. US-Amerikaner beherzt ihre Beuten vernebeln - ich tue das inzwischen auch so - dann kann es so kritisch mit diesem Rauche nicht sein.

    Ich bin zwar echt der Meinung, dass es genügt zugelassene Mittel zur Varroabekämpfung gibt.

    Schön, nur wie gut wirken diese?


    Von den Nichtpestiziden wirken nennenswert m.E. nur die Ameisensäure - die einen Bienenfriedhof erzeugt bzw. hinterläßt - oder die Oxalsäure in sublimierter Form. Im Spätherberbst (!) die Beuten zu öffnen, um hineinzukleckern oder gar die Waben zu ziehen und zu besprühen, ist eine Zumutung für Tier und Mensch.


    Nicht nur Gerhard Liebig äußerte sich öffentlich zu diese Anwendungsmethode, sondern sogar das Deutsche Bienenjournal thematisierte sie. So etwas wie ein Ritterschlag, ein Segen.


    Vielleicht sollte man sich davon lösen, daß der Staat immer nur gutes will und sich von ihm bevormunden und gängeln zu lassen immer nur zum persönlichen Vorteile gereicht. Die Komplexität dieser Welt ist inzwischen sogar für so einen straff durchorganisierten und verjustifizierten wie den deutschen manchmal etwas zu hoch.


    Andere halten sich auch nur noch dann und nur noch an die Gesetze, die sie für richtig empfinden, und keine Sanktionen folgen, erhalten statt dessen sogar dafür höchstpolitische Zustimmung (!).

    Gut, nochmals danke! Die zusätzlichen Kosten - nicht viel, aber auch das läppert sich - und der zusätzliche Aufwand schrecken auch mich ein wenig ab. Dieser Aufwand macht sich ja nur wenige Male bezahlt, oder wieviele "Drahtleben" hält so ein Rähmchen durch? Bisher mußte ich - seit 2015 - noch keines wegwerfen. Der Draht hingegen wird im Laufe der Zeit morsch, keine Zugfestigkeit mehr. Die 0,4 mm sind mir ohnehin zu dünn, 0,6 mm und mehr liegen schon in den Startlöchern.


    Ein wenig stört mich auch noch, daß die Stabilität des Rähmchen durch diese Maßnahme ein wenig leiden könnte. Auf keinen Fall würde ich in eines der beiden auf Biegung belasteten Rähmchenleisten bohren und den Stift dort hineinschlagen.


    Berggeist, meinen Wohnort trug ich auch noch ein, auch wenn mir nicht klar ist, welchen Nutzen diese Information für andere haben könnte.

    Hallo Bienenfreunde, als noch ziemlicher Jungimker lese ich hier schon lang mit. Heute meldete ich mich an, weil ich zu einem Thema im Forum hier erstaunlicherweise nichts fand.


    Im Deutschen Bienenjournal 10/2016 finden sich auf den Seiten 54-55 drei gute Ideen bis Erfindungen des Imkers Anton Spohn. Eine davon ist die patentierte Drahtspannung mit dem beecon Spannfix https://beekeepers24.com/beeke…mchen-mit-dem-zauberstift.


    Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie Saiten an einigen Musikinstrumenten gespannt werden, so beim Klavier, Flügel, bei der Harfe, Zither u.ä. (ohne Schnecken"getriebe"untersetzung).


    Nun meine Frage: Hat jemand damit Erfahrungen, falls ja, welche? Kann dieses Messingstiftchen wirklich das Drehmoment im knappen Holzloch per Haftreibung aufnehmen, ohne zurückzudrehen?


    Im Laufe der Zeit kleistern die Bienen ja alles mit Wachs, Honig, Propolis zu, aber die Spannung soll ja von Anfang an dasein (gut, dafür soll das Loch ja so knapp wie möglich bemessen und gebohrt sein) und dieser Spannfix vor allem das Wiederspannen erleichtern, beschleunigen.


    Danke und Gruß


    Freizeitimker