Beiträge von Freizeitimker

    habe hier nun mehrere Beiträge durchstöbert und auch Google gefragt, jedoch habe ich noch keine vernünftige bzw. zufriedenstellende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Milchsäure- und Oxalsäurebehandlung im Winter gefunden.

    Doch, über die Varroabekämpfung - auch mit den beiden genannten Säuren - findet man im Internet dermaßen viel, daß das tagefüllend für Wochen reicht.


    Um bei den beiden genannten Säuren zu bleiben: Eindeutig Oxalsäure, aber nur verdampft/sublimiert. Andere Anwendungsformen sind bienenschädlicher und weniger gegen die Varroa wirksam. Letzteres erst recht bei/mit Milchsäure, die läuft bei mir wie auch Thymol fast unter "Spölkram".

    Klartext mochte ich schon immer, weil ich das Herumreden um den heißen Brei für eine Form der Verlogenheit halte, auch wenn mich das eben Sympathie kostet. Da mein Beitrag ja welchen gefiel (danke!), er aber einen logischen Fehler enthält, den ich nicht mehr per Edition korrigieren kann:

    1. Weder ist es meine Schuld, daß sich die Bienen mit diesem Parasiten infizierten, noch meine Schuld, daß das, was gegen die Milbe zugelassen ist, wirklich akzeptabel wirkt. Ameisensäure und gelöste Oxalsäure, die akzeptabel wirken, greifen leider auch die Bienen mehr oder weniger massiv an.

    hier die Präzisierung: Ameisen- und gelöste Oxalsäure als zugelassene Präparate wirken akzeptabel gegen die Milbe, aber auch - leider weniger akzeptabel - gegen die Bienen, sodaß sie insgesamt eben leider doch nicht so akzeptabel wirken, insbesondere, da die bienenschonende Oxalsäureverdampfung als verlockender Konkurrent verfügbar ist.


    Ich hoffe, daß nun eindeutig ist, was ich mein(t)e.

    Ein Volk für den Winter nicht zu füttern ist kein Anfängerfehler, sonder Schlamperei. Ans Schleudern wurde ja auch gedacht. .. Gedankenlos, mal nebenher bissle geimkert.
    Ist ja hip und trendy.

    Nun, daß man Bienen als Ersatz für den Honigraub wenigstens mit Zucker füttert, war mir schon als Kind, noch fernab jeder Imkerei, bekannt. Oder ganz allgemein: Nur zu nehmen funktionert bei Tieren und allen energetischen Systemen nicht, man muß auch geben.

    Es müssen nur Bienen(völker) gefüttert werden, denen man zuvor Honig ent-, eher wegnahm. Die anderen sollten eigentlich genug eigene Vorräte "gehamstert" haben.


    Zur Sicherheit kann man mit auf die Oberträger gelegten Futterteig - dort, wo die Bienen sind - zufüttern.

    Wenn es um die Bienenverträglichkeit geht, dann sollte man die Oxalsäure aber nicht in gelöster Form anwenden.

    Das ist Quark und ausreichend widerlegt. In Kombination mit Zucker (bei der Träufelmethode) ist das tatsächlich so (deswegen nur 1x träufeln!), beim Sprühen (3%ige Lösung ohne Zucker) besteht fast kein Unterschied zum Bedampfen, weder in der Verträglichkeit, noch in der Wirkung. Schreib doch also bitte nicht so einen Unsinn.

    Na dann viel Spaß und Erfolg beim Durchtränken der Bienen, womöglich noch bei Kälte!

    Es sind nicht immer nur "die anderen".

    Aber so lange ich noch eine größere Drecksau als mich finde, brauche ich mir über mein eigenes Verhalten keine Gedanken machen, oder wie? Zumindest brauche ich wegen nichts ein schlechtes Gewissen haben. Bin ja in jedem Fall besser als Dieda.

    Nein, es geht um die Verlogenheit und Inkonsequenz: Wir gewöhnliche Sterbliche sollen uns bei dem teilweise unentbehrlichen Transportmittel einschränken, aber andere, die nur aus Jux und Dallerei (oder Ansichtssache: um Millionen zu "verdienen") die Luft über Gebühr verpesten, werden nicht angegangen.

    Oxalsäure soll bis spätestens Ende Dezember geträufelt werden im brutfreien Zustand und wenn die Bienentraube eng sitzt, es also kalt ist. Ob es hier in Berlin bis Ende Dezember kalt wird, weiß keiner. Oft wird es hier erst im Januar kalt. Ob die Bienen nicht schon wieder in Brut sind im Dezember, weiß keiner.


    Milchsäure soll auch gut wirken und sehr gut verträglich sein. Soll bei Temperaturen zw. 9 und 15 Grad angewandt werden und wenn das Volk brutfrei ist. Beides ist genau jetzt der Fall. Da ich nur 2 Völker habe, ist es völlig schnuppe, dass ich jede Wabe ziehen und besprühen müsste. Aber die Bienen werden mehr gestört als beim Oxalsäureträufeln.


    Milchsäure wirkt nur (mittel)mäßig, Oxalsäure besser. Wenn es um die Bienenverträglichkeit geht, dann sollte man die Oxalsäure aber nicht in gelöster Form anwenden.

    Da muss man sich dann auch die Frage stellen, wie sinnvoll eine 250km Wanderung ist.


    Komisch: immer die „Anderen“ sind das Problem.

    Berufsimker sind darauf angewiesen, ihre fleißigen Mitarbeiterinnen in die jeweiligen Trachtgebiete zu bringen. Während es im Norden noch kühlt und dümpelt, wächst, gedeiht und vor allem blüht es hingegen schon weiter südlich. Was sollen die also tun?


    Es sind nicht immer nur "die anderen". Aber es ist ein Unterschied, ob man sein Fahrzeug für einen mehr oder weniger vernünftigen Grund benutzt, dafür, wofür die eigentlich mal erfunden wurden, nämlich für die Entfernungsüberwindung von Personen und/oder Gütern, und das möglichst zeitsparend, jedenfalls nicht zeitausufernd, oder ob es nur noch um die Zeit, also Geschwindigkeit (Rennmotor"sport"), oder nur noch um die Streckenbewältigung (Geländemotor"sport", ggf. auch unter Zeitdruck) geht.

    Jetzt wird sogar in diesem eigentlich unpolitischen Forum gegen SUVs geätzt, also schlichtweg Ideologie verbreitet.


    Aber Pick-Up, Laster, Caravan, Transporter, Großraumlimousine & Co. sind die Guten?! Spätestens hier zeigt sich, wie inkonsequent und albern dieser einseitig-selektive Kampf gegen die ach so bösen SUVs ist.


    Solang noch solch ein dekadenter, umweltschädlicher Spaß, genauer Unfug wie Motor"sport" erlaubt ist, lasse ich mir meine Privatmotorisierung (natürlich nicht elektrisch, aber auch kein SUV) nicht madigmachen. Und natürlich fallen dafür auch bei mir Fahrten wegen der Imkerei an - dabei sind jegliche Minderdimensionierungen hinderlich und störend (ein Fahrzeug kann ja eigentlich nie groß genug sein).

    Ich nehme das, was ich am billigsten ergattern kann.

    Aber der dumme Verbraucher soll natürlich trotzdem glauben, dass ihr die Guten seid, die sich auch sonst als fast die einzigem um Tierwohl, Gesetze, Verbraucherschutz und ehrliches Handwerk scheren. Eh klar...und dieses Forum lesen natürlich nur Imker, da sind wir ja unter uns...

    1. Weder ist es meine Schuld, daß sich die Bienen mit diesem Parasiten infizierten, noch meine Schuld, daß das, was gegen die Milbe zugelassen ist, wirklich akzeptabel wirkt. Ameisensäure und gelöste Oxalsäure, die akzeptabel wirken, greifen leider auch die Bienen mehr oder weniger massiv an.

    2. Ich kümmere mich fast nur um das Wohl meiner Bienen. Ein wenig noch um das anderer Insekten (Blühweide, Insektenhotels).

    3. Gesetze sind leider nicht immer nur zum allgemeinen Nutzen da. Oft genug dienen diese vorrangig oder ausschließlich nur dem Reibach gewisser Kreise.

    4. Dann bin ich eben ein ganz, ganz böser Imker. Die guten Imker sind u.a. dann die, die Flurmethrin, Amitraz, (ehemals) Coumaphos u.ä. und irgendwelche sonstige "Bayer- und BASF-Chemie" verwenden.

    5. Puderzucker ist übrigens auch "nicht zugelassen".

    6. Der Honig meiner Immen - so die einhellige Meinung - schmeckt besser als der käufliche.
    7. Der logische Haken ist außerdem, daß nach Deutschland Lebensmittel aus aller Herren eingeführt und hierzulande auch als solche verkauft werden dürfen, obwohl die dortigen Lebensmittelherstellungsstandards teilweise meilenweit von den deutschen entfernt sind.

    Du hast (hoffentlich) alles in Deiner Macht Stehende getan, um den Bienen zu helfen, sich optimal auf den Winter vorzubereiten. Jetzt kannst Du (fast) nichts mehr tun. Sorgen ändern daran nichts. Die Bienen sind viel härter im Nehmen, als man denkt.

    Na, das habe ich aber ganz anders wahrgenommen, bei mir waren sie es beileibe nicht. Anfällig bis weit über den Anschlag. Die Winterverluste meiner ersten Imkerjahre waren eine echte Herausforderung für meine Motivation weiterzuimkern. Noch heute weiß ich nicht, woran das lag, habe aber inzwischen die bestimmungsgemäße (!!) Anwendung der Ameisensäure im Verdacht.