Beiträge von Freizeitimker

    Hallo, sicher ist das wissenschaftlich untersucht. Dr. Melanie von Orlow findet ihn gut. Also ist die ganze Sache von einer promovierten Wissenschaftlerin untersucht worden. Die beiden Doktoren aus Bochum sind auch keine Bienenwissenschaftler, obwohl sie immer so tun.

    Naja... promoviert sind/haben letztere auch, und denen die Wissenschaftlichkeit abzusprechen, empfinde ich zumindest als "mutig".


    Promoviert ist nur ein Hinweis, ein Indiz auf Wissenschaftlichkeit. Ein guter Wissenschaftler muß nicht promoviert haben. Und dann gibt es ja auch noch die habilitierten, die meistens noch fundierter, noch tiefgründiger geforscht haben und es ggf. immer noch tun. Aber auch letztere sind kein Garant hochqualifizierter Wissenschaftlichkeit.

    *Exakt wissenschaftlich wäre mit mindestens 100 n zu arbeiten.

    Nein.


    Warum ausgerechnet diese Zehnerpotenz?


    Die ist nämlich willkürlich und damit nicht wissenschaftlich, schon gar nicht "exakt wissenschaftlich". Wissenschaft und Bienen haben nichts mit unser Fingeranzahl ins Quadrat zu tun.


    Erkenntnisse, gewonnen mit 100 Untersuchung-/Forschungsergebnissen, sind "exakt wissenschaftlich", mit 99 aber nicht (einfach wissenschaftlich oder gar nicht?)?!


    Mit Verlaub, eine solche pauschale 10-hoch-Zwei-Grenze für "exakte Wissenschaftlichkeit" gibt es nicht!

    Bei allem verständlichem, nicht jedoch zwangsläufig berechtigtem Schimpfen auf diese Aldi-Preise (die so "dumpig" gar nicht sind) sollte sich klar vor Augen gehalten werden, ob bzw. was der DIB gegen diese Aktion rechtlich unternehmen kann. So, wie ich es bislang wahrnahm, nichts. So gesehen, macht der DIB dann das beste aus der Situation, nämlich sie schönzureden.

    Also wenn du die Preise im Segment Honig bei Aldi als "nicht so dumpig" empfindest, würde mich doch mal interessieren, wo da bei dir der Dummpingpreis anfängt.

    Im Deutschen Bienenjournal wurde mal (ca. 2018) ein Ankaufspreis von 2€/kg (!) moniert, m.E. zurecht. An Näheres kann ich mich nicht mehr erinnern, aber an diese grundsätzliche Unverschämtheit schon. Der Preis rangiert bei mir zwischen Witz und Frechheit. Eine feste Grenze, ab wann es aus meiner Sicht "dumpt", vermag ich nicht zu nennen ("Fuzzy").


    Was Aldi erfolgreich verlangt, kann auch ich privat erzielen, und noch mehr, weshalb mich Aldi damit nicht ärgert (lebe zudem auf der Nordseite des Aldi-Globus'), nur ist der Honig meiner Immen aromatischer als der gepanschte in den Einkaufszentren. Zugegeben, wer davon leben muß, sieht das natürlich angespannter, doch so funktioniert nunmal dieses insgesamt doch sehr leistungsfähige hiesige Wirtschaftssystem.

    Ich habe noch keine Durchsicht der Völker gemacht, nur von außen beobachtet und festgestellt, dass fleißig Pollen eingetragen werden.

    Durchsicht hielte ich auch für verfrüht - was nützt es, jetzt zu wissen, ob überall alles beim rechten ist - doch der Polleneintrag ist an sich ein gutes Zeichen, nämlich ein Indikator für Brut. Ob jetzt allerdings auch schon die Gefahr der Drohnenbrütigkeit besteht, weiß ich nicht. I.d.R. ist es aber Weiselbrut.


    Ansonsten kann ich nur den Rat unterstreichen, sich möglichst rasch einen kompetenten und motivierten Imkerpaten sich zu suchen.

    Wozu den Bienen mit Großwaben erst einen Riesenbrutraum anbieten, um diesen dann mit Schieden wieder künstlich zu verkleinern? Das ist widersinnig!


    Ich fand bis heute nirgendwo eine plausible Auflösung dieses Widerspruches. Ja, mehr Honig nach oben zu zwingen, das ist natürlich zu erfahren, doch, wie gesagt, dann kann man doch gleich den Brutraum kleiner dimensionieren


    Meine Bienenvölker entwickeln sich in 1,5-DNM- und Dadant-US-Brutzargen auch ohne Schiede prächtig. Auf diese ständigen Störungen können meine Bienen und ich gern verzichten.

    Mein Traum wäre es natürlich, das Hobby zum Beruf zu machen .

    Meiner ganz gewiß nicht.


    Es ist nämlich ein Riesenunterschied, ob man das als Liebhaberei, als Steckenpferd ohne echten kommerziellen Zwang betreiben kann und darf oder ob man davon leben muß. Dann kann nämlich aus Genuß ganz schnell Verdruß werden. Auch dürfte dieser Erwerbszwang dem Respekt vor diesen Kreaturen eher abträglich sein.


    Nur mal ein Beispiel: Mit einem Hobby kann man die i.d.R. überschaubare Anzahl an Beuten auf geschütztem, umzäuntem, idealerweise sogar eigenem Privatgrundstück aufstellen. Als Erwerbs-, vor allem Haupterwerbsimker, ist man wegen der großen Anzahl der Beuten jedoch auf externe, oft ungeschützte Standorte angewiesen. Irgendwann kommt der erste Diebstahl oder wenigstens Vandalismus. Man pestet sich dann fast zu Tode - nein, das wäre nichts für mich! Endlose, oft sogar schwere Arbeit, von der man nicht reich wird.

    Manche lassen sich auch in ihre Warzen stechen.


    Bienenstiche helfen gegen Schmerzen? Akut jedenfalls nicht, da erzeugen sie vielmehr erst Schmerzen. Noch deutlicher wird das mit den noch schmerzhafteren Wespenstichen.


    Bei allen (Selbst-)Versuchen sollte man eines nicht vergessen: Das ist ein Gift, das die Bienen eigentlich zur Abwehr durch Schädigung des gestochenen einsetzen!