Beiträge von Krishan

    Nochmalige Windelprobe ergab 0 Milben in drei Tagen bei beiden Völkern, also eher kein Anlass zu vorschnellen Reaktionen. Puderzuckerprobe wollte ich nicht machen, weil es hier zuletzt ziemlich kalt war. Ich bin jetzt erst einmal für einige Tage nicht zu Hause und werde dann am Ostermontag eine gründliche Durchsicht mit Puderzuckerprobe machen, wenn das Wetter passt.

    Nur kurzes Update und Dankeschön: Notfütterung hat funktioniert, das Volk entwickelt sich prächtig und hat noch ordentliche Vorräte in den Waben. Nochmals danke für die Tipps. Inzwischen ist wieder ein Zweites dazugekommen, es herrscht sehr reger Flugbetrieb. Habe heute die Varroawindeln reingeschoben, bin gespannt, ob weiterhin alles gut ist.

    Hallo Franz, danke für die prompte und klare Antwort. Die Brutwaben haben einen Futterkranz, der aber im wesentlichen leer oder mit Pollen gefüllt ist. Auf eine Notfütterung bin ich vorbereitet, habe hier noch ein komplettes Paket Futterteig liegen. Noch hoffe ich, dass ich Glück habe und angesichts der milden Temperaturen die Frühttracht sehr zeitig kommt.

    Kurzes Update: Ich habe heute Morgen das kranke Volk abgeräumt und gerade mit vier Stunden Pause eine erste Durchsicht beim anderen gemacht. Es sieht super gesund aus. Sehr stark - viel mehr Bienen als ich zu dieser Jahreszeit erwartet hatte. Weisel ist auch da, Stifte, offene und verdeckelte Brut auf vier Waben, dazu noch zwei fast volle Futterwaben, die ich auch drin gelassen habe, dazu das Schied. Vier geleerte Futterwaben habe ich rausgenommen. Sollte ich noch mehr einengen?

    Definitiv keine Königin. Beim Einwintern hat sie noch gelebt.


    Habe vier Waben auf der rechten Seite dringelassen, weil dort weniger Schimmel war und sich die Bienen darauf verteilt haben, sowie die Honigwabe. Ob ich jetzt weiter einenge, ist doch letztlich auch egal, oder? In zwei bis drei Wochen ist es sowieso Geschichte.


    Ich frage mich nur, warum das kleinere Volk überlebt hat und äußerst agil ist. Gleicher Standort, gleiche Beute, aber kein Schimmel...

    Tja, das war es dann wohl... Habe die Beute geöffnet, ein Außenrähmchen gezogen, und der erste Teil des Desasters wurde erkennbar: Extreme Schimmelbildung im vorderen unteren Bereich oberhalb des Fluglochs. Die drei äußersten Rähmchen (waren voll Honig) komplett leergefressen. Je weiter ich nach innen kam, desto mehr Schimmel. tore Bienen kopfüber in den Waben und Schimmel, Schimmel, Schimmel. Im hinteren Bodenbereich Berge mit toten Bienen. Abgesehen von insgesamt ca. 20-30 verdeckelten Drohnenzellen keine Brutaktivität. Auch bei sorgfältiger Kontrolle (bei aktuell noch höchstens 1500-2000 Bienen relativ schnell erledigt) keine Weisel entdeckt. Viele Zellen mit Wasser o.ä. gefüllt. Äußerstes Rähmchen auf der anderen Seite noch voller Honig, aber ebenfalls stark angeschimmelt.


    Zu einer späteren Jahreszeit würde ich ja die Rähmchen in einiger Entfernung abschütteln, damit sich die verbliebenen Bienen beim anderen Volk einbetteln können. Aber macht das hier und jetzt Sinn, oder soll ich sie einfach in Ruhe sterben lassen? Habe erstmal auf 5 Waben eingeengt und den Rest der Rähmchen komplett entsorgt.

    Hallo zusammen, danke für die Antworten. Gestern Nachmittag, als ich die Beute öffnen wollte, waren erste Bienen des Volks dabei, sich einzufliegen, und es gab auch einige Heimkehrer mit Pollenhöschen. Kein Vergleich mit dem anderen Volk, aber immerhin... Werde gleich nochmal hingehen und dann entscheiden, ob ich reinschaue. Warm genug ist es ja heute hier im Kohlenpott.


    Melizitosehonig halte ich eher für unwahrscheinlich. Ich hatte dem Volk im Frühjahr und Frühsommer wirklich viel Zeit gegeben, den Brutraum zu füllen, dann in der Spättracht erst eine Honigzarge aufgesetzt und nach einer kleinen Ernte von knapp 9 kg auch sofort wieder entfernt.


    Windel hatte ich vor anderthalb Wochen untergeschoben. Pro Feld im „bewohnten“ Bereich durchschnittlich weniger als 1 Milbe.


    Den Gedanken mit der Weisellosigkeit hatte ich beim Fund der Drohne natürlich ebenfalls. Solte sich ja beim Ziehen eines Bruträhmchens leicht feststellen lassen.


    Räuberei halte ich angesichts der Stärke des Volks für wenig wahrscheinlich, da wäre das benachbarte Volk, das nur halb so stark war, ein leichteres Opfer gewesen. Außerdem war ich bis in den Spätherbst jeden Tag im Garten, da hätten mir doch größere Kämpfe oder Kampfspuren auffallen müssen, oder?

    Hallo zusammen, ich bin letztes Frühjahr in die Imkerei eingestiegen. Bislang lief alles ziemlich erfolgreich, nun geht aber offenbar etwas schief: Eines meiner beiden Völker ist angesichts der frühlingshaften Temperaturen bereits eifrig beim Pollensammeln, beim anderen, das vor dem Winter verglichen mit dem anderen viel stärker war, tut sich außer deutlichem Totenfall fast nichts. Ab und zu krabbelt eine sichtbar geschwächte Biene aus dem Flugloch und stirbt auf dem Flugbrett. Täglich liegen etwa 10-15 tote Bienen auf dem Flugbrett (schon seit etwa zwei Wochen), weitere innen auf dem Boden. Dort ist auch deutliche Schimmelbildung zu sehen. Beutensystem ist Dadant. Ich hatte letzte Woche auch mal vorsichtig eine Bienenflucht im Zwischendeckel entfernt, es scheinen noch viele Bienen zu leben. Angesichts der großen Stärke des Volkes hatte ich vor dem Winter acht volle Honig- und Pollenwaben im Brutraum belassen. Kann es sein, dass die Bienen trotzdem verhungern? Varroa ist unauffällig, kein sichtbarer Befall bei den geschwächten Bienen und nur wenige Milben auf der Windel. Die toten Bienen sind voll ausgebildet und nicht verkrüppelt, heute war auch eine tote Drohne dabei...


    Ist es zu diesem Zeitpunkt sinnvoll, die Beute zu öffnen, um richtig reinschauen zu können, oder wäre das der Todesstoß?


    Danke für Eure Hilfe

    Krishan

    Und nochmal danke an alle. Ich habe mich nun - auch wenn ich nicht restlos überzeugt bin - für den traditionellen Weg entschieden. Abgeräumt, Honigraum reinigen lassen, Varroabehandlung, dann füttern. Ich habe also doch Honig geerntet, allerdings bei gerade mal 10 Waben ohne Schleuder, sondern durch die etwas destruktivere Methode unter Erhalt der Mittelwände. Schleuder kommt dann nächstes Jahr.

    Hui, ich hatte nicht geahnt, dass ich hier so eine Diskussion lostrete. Leider war ich in der letzten Zeit beruflich sehr eingespannt, deshalb erst jetzt ein Dankeschön an alle und einige Klarstellungen:


    1. Ich wollte in diesem Jahr möglichst keinen Honig ernten, was nicht heißt, dass ich es niemals will.


    2. Auch landwirtschaftliche Nutztiere können ohne Ertragsstreben gehalten werden, es gibt z.B. genug Leute, bei denen Schafe Rasenmäher sind und keine Fleisch- oder Wolllieferanten.


    3. Ich weiß, dass Bienen sich nicht für einen Streichelzoo eignen – ich will auch keinen aufmachen.


    4. Ich halte Bienen nicht für irgendeinen coolen Party-Smalltalk und ich bin auch kein esoterisch angehauchter Möchtegern-Ökologe. Einfach nur jemand, der Bienen und das Verhalten in ihrem Superorganismus extrem interessant findet.


    Und jetzt nochmal zur Sache: Danke für die Aufklärung hinsichtlich Brutraumverengung, Schiedführung usw. Hier war ich auf dem Holzweg, und auch nach nochmaliger Lektüre finde ich den der größten Teil der Fachliteratur an dieser Stelle sehr unklar. Ich habe es jetzt mit Eurer Hilfe kapiert.


    Dennoch bin ich weiter etwas unentschlossen, ob ich in Kürze komplett abräumen und mit Sirup auffüttern soll oder den prall gefüllten ersten Honigraum drauf lasse und hoffe, dass die Bienen tatsächlich umtragen. Wie sind Eure Erfahrungen mit der zweiten Variante?


    Herzliche Grüße

    Krishan

    Zunächst einmal herzlichen Dank für die Anregungen. Das ist auf jeden Fall schonmal sehr guter Input, mit dem ich etwas anfangen kann.

    Zum Thema Anfänger/Imkerkurs noch einige Anmerkungen: Ich bin da nach zwei Vorstellungen (es hatte weitaus mehr von einer Bühnenshow vor einem relativ großen Publikum als von einem Hands-on-Lehrgang) raus gewesen. Sehr dogmatisch („meine Beutengröße und Betriebsweise ist die einzig richtige“). So etwas fordert per se meinen Widerstand heraus. Warum soll diese Betriebsweise die einzig seligmachende sein, wenn sie im weltweiten und selbst im europäischen Maßstab kaum eine Rolle spielt? Beim Besuch im Imkerverein war es auch nicht besser. Viel Ideologie, wenig Antworten. Das hört sich für einen Anfänger vielleicht besserwisserisch an, aber wenn ich Fragen habe, dann will ich schlüssige Antworten mit Begründungen und nicht „das ist eben so“ oder „das macht man so“.

    Ich habe dann ziemlich viel gelesen und fand englischsprachige Bücher weitaus informativer als die deutschen. Bloß - und das ist das Problem - es hängt eben sehr viel vom Grundklima, dem Wetter und der Vegetationsentwicklung ab. Und natürlich von der Situation im jeweiligen Volk. Abgesehen davon, dass die Praxis etwas völlig Anderes ist als die angelesene Theorie.

    Aber Ihr habt Recht, ich habe natürlich viele Informationen vorenthalten. Zum einen, dass die Brutwaben aktuell nur kleine Honigkränze haben. Der wesentliche Futtervorrat im Brutraum mit geschätzt 6 kg befindet sich beim großen Volk ganz außen und wird keinesfalls genügen. Abgesehen von der Strecke. Beide Völker sind weiselrichtig mit sehr produktiven Königinnen.

    Zum zweiten habe ich nur sehr wenig Interesse an Honig. Ich selbst mag ihn überhaupt nicht, und die Völker können dieses Jahr gern auf ihren eigenen Vorräten überwintern (mit den Honigräumen sollte das locker reichen). Da muss ich auch noch keine Honigschleuder kaufen...

    Die Imkerliteratur ist sehr ertragsorientiert, daher finde ich auf meine Fragen auch kaum Antworten. Nicht einmal bei meinem Imkerpaten, der mich nur fassungslos anguckt, wenn ich ihn frage, ob ich statt des Einfütterns nach Trachtende nicht einfach die Honigräume bis zum Frühjahr stehen lassen kann.

    Ach so, der Standort ist in einem Landschaftsschutzgebiet am Stadtrand im Ruhrgebiet. Viele Gärten, ein sehr großer bewaldeter Park, etwas Landwirtschaft. Vom natürlichen Futterangebot her bisher sehr vielfältig.

    Ich bin gespannt auf Eure Antworten...

    Hallo zusammen, leider ist mein Imkerpate momentan nicht verfügbar, daher stelle ich meine Frage hier:
    Ich habe vor etwa einem Monat ein Volk von einem anderen Imker übernommen, der gerade seine Betriebsweise umstellt. Es handelt sich um ein sehr starkes Volk in einer 12-er Dadant-US-Brutzarge. Alle 12 Waben sind belegt, außen jeweils eine prall gefüllte Futterwabe, dazwischen zehn Brutwaben, die von der Königin eifrig bestiftet werden. Die jeweils äußersten Brutwaben bestanden bei der letzten Durchsicht je zur Hälfte aus weitgehend verdeckelter Arbeiterinnen- (oben) und Drohnenbrut (unten). Letztere habe ich geschnitten. Insgesamt sind extrem viele Bienen unterwegs und es besteht offenbar auch eine gewisse Schwarmstimmung. Jedenfalls habe ich bei der vorletzten Durchsicht eine und bei der letzten zwei unverdeckelte Weiselzellen entfernt. Nach Angaben des Imkers hat er in der Frühtracht zwei Honigräume geerntet. Ich habe aktuell zwei Honigräume aufgesetzt, den zweiten am letzten Wochenende, nachdem der erste fast voll war.

    Mein zweites Volk ist ein Ableger mit 7 Rähmchen, davon eine Futterwabe. Ich habe dort bei der letzten Durchsicht eine weitere Wabe mit Mittelwand hinzugefügt.

    Ist es sinnvoll, dem starken Volk eine Brutwabe zu entnehmen und dem Ableger zuzugeben, um einerseits schnell eine größere Volksstärke aufzubauen und andererseits jetzt schon mit dem Einengen zu beginnen?

    Danke im voraus für alle Antworten.

    Krishan