Beiträge von rall0r

    Dazu genügt zumindest fast nie die verwendeten Völkerzahlen

    Deswegen finde ich den Randy Oliver so spannend, weil der sehr viele Völker zur Verfügung hat und seine Community offenbar so viel Crowdfunding auf die Beine gestellt bekommt, dass er die ganzen teuren Laboranalysen damit bezahlen kann.

    Man kann da ruhig mal auf ein paar interessante Details bei dem Thema achten:


    Als Torben Schiffer vor ein paar Jahren mit dem SchifferTree startete, war sein Claim, dass die Bienen in seiner BHS (Baumhöhlensimulation) einen stärkeren Putztrieb an den Tag legen würden, kleinere Völker bilden und auf eigenem, gesunden Honig überwintern würden. Dadurch wären sie viel weniger anfälliger für die klassischen Probleme, und würden folgerichtig ohne imkerliches Zutun überleben können.


    Scheinbar ist das aber so nicht eingetroffen, wie anfangs behauptet.
    Nur wenige Jahre später hat er unauffällig seine Erzählung angepasst:

    >60% der Völker gehen in etwa kaputt, sagt er selber, und das deklariert er jetzt als natürliche Selektion.


    Was an Torben wirklich ausgesprochen unterhaltsam ist, sind seine Rückschlüsse:
    Die klassischen Imker, die im Winter 10-15% ihrer Völker verlieren, sind gemeine Massentierhalter und ausbeuterische Tierquäler, wohingegen die SchifferTree Besitzer mit 60 (!) % Verlust wesensgemäße, die Tiere respektierende Bienenfreunde sind.


    Ich weiß nicht genau, was man nehmen muss, um so drauf zu kommen, aber ich will das auch :-)

    Zumindest ein Hinweis, dass das Volk nur als Anschauung dient und bei den anderen Völkern zügiger gearbeitet und auf die Kontrolle in drei Wochen verzichtet werden sollte, wäre wünschenswert gewesen.

    Ich denke, wer darüber nachdenkt, Schiede in Völker zu setzen, der ist imkerlich so weit, dass er das als selbstverständlich verstanden hat. Zur Anschauung muss die Kiste halt etwas länger offen sein. Ich denke, der Kolbe weiss, was er macht.

    Alte Kö raus, Fluchtschied ohne Einsatz, Miniplus übers Spundloch setzen, oder das Apidea. Wenn die Neue vollreif ist, passiert da vermutlich auch nix.

    Bei mir war es so, dass auf die Weise alles angenommen wurde, was legt. Nervig nur, dass die Neue nie von alleine runter ist, und ich immer nachhelfen musste.


    Adam macht bei seinen Nucleus (Ablegern) deutlich weniger Aufriss: Alte raus, Platz schaffen, Ableger in die Mitte rein hängen.

    Hat bei mir auch schon funktioniert. Und Adam sacht ausdrücklich, es muss das ganze Jahr über umgeweiselt werden können.

    Hier ist der Vortrag von Adam, auf dem meine obige Beschreibung beruht:

    http://www.pedigreeapis.org/biblio/artcl/FAintroSBZ50de.html


    Von Zellen brechen ist da nicht die Rede, aber vielleicht habe ich es auch überlesen. Schaden kann es jedenfalls nicht.


    Ich mache es auch immer so, dass ich den Käfig auf die Oberträger lege. Die Bienen zeigen dann ziemlich eindeutig, wie sie zu der angebotenen Weisel stehen. Sagen wir so: Wenn sie den Käfig nicht beachten, hat man eine Zelle oder Weisel übersehen.

    wie werden die Stopfen entfernt durch ausschneiden oder nur ausdrücken oder ausbrechen?

    Die Stopfen selber sind bei Lieferung ja bei den Futterkammerverschlüssen mit angegossen - die einfach ausbrechen/rausschneiden.


    Für die vorgestanzten Löcher einen flachen Schraubenzieher samt Hammer bereit halten, an die runde Rille halten und einmal nachdrücklich rauf schlagen - dann löst sich das gestanzte Rund aus dem Boden.


    Ich mache immer nur ein Loch einer Kammer auf.

    Wenn ich Honig machen will, dann macht zwischendrin aus den Honigvölkern Bienenmasse entnehmen keinen Sinn.

    Witzig. Das war auch meine Annahme, dass es sich so verhalten würde. Aber dann wurde es so erklärt, dass die Bienen diese Masse während der Trachtlücke sowieso abbauen würden, man diese also auch selbst entnehmen könne. Durch die Bienenentnahme würde auch eher zur Bruttätigkeit angeregt werden.


    Tja, was ist nu richtig?