Beiträge von rall0r

    Zwei Jahre ist dann scheinbar einfach der Vorlauf, denn man bei seriöser Selektion in Kauf nehmen muss.

    Mir war das nicht klar - weil ich bspw. bei Bernhard Heuvel ein Video gesehen habe, Anfang 2019, wo er eine 2018er Kö in die Kamera hielt, und kund tat, dass dies seine aktuelle Zuchtmutter sei.

    Das hat bestimmt funktioniert, aber ich ging dadurch davon aus, dass es einen Weg gibt, schneller eine Zuchtauswahl zu treffen.

    Ich werde keine >60 Völker zwecks Prüfung führen können - das ist zu viel.


    Was ich als machbar und auch sinnvoll erachte:

    Prüfung der Kandidatinnen in WV, die zum Zeitpunkt X ausgeglichen werden, um dann - wenn ich sich Favoritinnen herauskristallisieren, Töchter zu ziehen, die dann in Ablegern/M+ etc. miteinander verglichen werden. Wichtig ist für mich die Vergleichbarkeit eines jeden Setups - die WV sollen halbwegs gleich starten und halbwegs gleiche Trachtbedingungen haben, die Töchter sollen in vergleichbare (kleine) Kisten gesteckt werden, und dann zeigen, was sie hinsichtlich der offensichtlichen Merkmale können.


    Ich denke, das ist finanziell und vom Aufwand gerade noch leistbar. Wichtig wäre mir die Vergleichbarkeit, damit ich einen Maßstab habe, den ich anlegen kann.


    Wachsen und Quantitäten hochfahren kann ich zu einem späteren Zeitpunkt immer noch.

    Jedenfalls hätte ich nach der Planung dann 2022 jene Zuchtmütter selektiert, die 2020 geboren worden sind.

    Ob die dann nicht bereits zu alt sind?

    So heiß stellen, daß das Licht gerade nicht ausgeht.

    ich gestehe, dass ich das nicht verstehe :)


    Stellt ihr immer eine Temperatur ein, bspw 65 Grad? Oder je nach Honigart eine andere? Oder stellt ihr während des Auftauens ständig andere Temperaturen ein?


    Die Anleitung gibt zwar Hinweise zur Temperatur, bleibt aber auch sehr wage.

    Gibt es beim Melitherm eigentlich irgendwo Hinweise, welche Temperatur ich für welchen Honig nehme?

    Beispielsweise Linde... sind da 65 Grad schon zu warm? Oder macht man das davon abhängig, wie grob oder feinkristallien der eingefüllte Honig ist?


    ich hatte gerade eine feine Spur karamellisierten Honig auf dem Seisack, kurz nachdem der Honig durch war. Ich weiß nicht, ob das erst ganz am Ende, als der letzte Honig durchgelaufen ist, entstand, oder schon mittendrin. Temperatur war rund 62 Grad laut Regler.

    Ich würde hier erstmal versuchen die "neue" Linie zu stabilisieren und Beständigkeit hinein zu bringen.

    Ja genau! Aber wie? Worauf achte ich dann bei der Belegstellenwahl? Für mich noch ein großes Mysterium!


    Deine nachfolgenden Ausführungen sind dann zwar mitunter verwirrend, gerade zum Schluss, gleichzeitig aber auch hoch interessant! :-)


    Ich bin ja nun noch kein Züchter, Züchterkürzel hin oder her, aber man muss ja irgendwo anfangen, deshalb in etwa folgender Plan:

    Ich werde von den 20, die ich jetzt habe, bis Mai drei raussuchen, deren Töchter ich teste.

    Damit ich die Tests auf eine breitere Basis stellen kann, werde ich in meinem Imkerumfeld Leute rekrutieren, welche F1 nächstes Frühjahr in ihre Ableger stecken. Dann komme ich zwei Monate später bei denen vorbei und bewerte gemeinsam mit dem Imker vor Ort das Ergebnis (so viele Völker habe ich dann nämlich doch nicht).

    Hoffentlich zeigt sich dann so etwas wie Erbfestigkeit. Oder auch nicht.


    Hinsichtlich der Gemeinsamen Basis und der Ungleichen Basis muss ich zugeben, dass mir das nicht ansatzweise bewusst war, aber auch Sinn ergibt.

    Jetzt habe ich eben diese ungleichen Zweige miteinander verpaart, möglicherweise ist eine Aufspaltung der Eigenschaften wahrscheinlich und die Selektion damit ungleich schwerer, aber ich nehme das dann als Studienobjekt :-)


    Insgesamt ist es noch so, dass mir die züchterischen Wege, die man geht, um eine Eigenschaft herauszuarbeiten, in einem eigenen Zweig, um sie dann in einen Hauptstamm zu integrieren, nicht klar sind. Ich glaube, Rückkreuzung ist etwas, womit ich mich dabei beschäftigen muss?

    Aber grundsätzlich ist das Thema "Zucht" sehr, sehr spannend, losgelöst davon, was ich selbst dabei erreichen kann.