Beiträge von rall0r

    An dieser Stelle eine Beobachtung, die ich meine gemacht zu haben:

    Im Warmbau scheint sich die Wintertraube kaum zu bewegen, bzw. dem Futter "nach zu zehren".

    Zwar wird sich entlang der Wabenausrichtung gezehrt, aber kaum über die Wabengassen hinweg - von vorne nach hinten.

    Im DNM Warmbau sitzt die Wintertraube dann am Flugloch, die großen Futterreserven hinten dran, kompakt auf den hinteren Waben verteilt. Mir kommt es so vor, als wenn die Bienen das Futter dann von hinten nach vorne tragen - viel eher, als die quer dem Zehrweg im Weg stehenden Waben zu überwinden.


    Kann das irgendwer bestätigen oder trügt mich meine Erinnerung?

    Wie verhält sich das mit den Seitüchern: Sind das Einmalprodukte oder kann man die reinigen (und wenn ja, wie?).

    Und empfiehlt sich gleich die Anschaffung des Distanzringes als Kondenswasserabluftöffnung?

    Ich habe eine Verständnisfrage zum Melitherm und den Kristallen:

    Werden die Kristalle rausgefiltert, weil sie im Seituch hängen bleiben, oder werden sie durch die Heizspirale wieder verflüssigt?

    Diese Frage hat auch mich duchzuckt, als ich die Überschrift gelesen hatte...schon wieder einer...was treibt ausgerechnet die Anfänger bloß dazu an?


    Ja was nur treibt Leute an, über etwas zu schreiben, zu reden oder zu bloggen, das sie total gerne machen und wofür sie brennen? Ich komme nicht drauf... mag es vielleicht der Spaß oder gar die Leidenschaft daran sein?


    Aber wen interessiert, was ein anderer Anfänger für einen Stolperweg hinlegt?

    Also falls es dich nicht interessiert, habe ich da einen ganz heißen Tipp für dich: Lies es nicht, scroll weiter!

    So einfach, ich weiß - aber ich helfe gerne wo ich kann.

    Selbstdarstellerischen Unterhaltungswert hat das bestenfalls, aber angesichts der schon bestehenden Masse ähnlicher Sites und youtubes kann auch das inzwischen nur langweilen.

    Obacht, der Unterhaltswertgutachter ist am Start! Vielleicht hat er aber auch nur seinen Selbstdarstellerdetekor angeworfen und über die benannte Webseite laufen lassen?! Wir werden es nie erfahren!

    Völlig unverständlich ist mir auch diese "will noch mehr Leute für die Imkerei begeistern"-Haltung. Noch kaum selbst voll eingestiegen, das Ufer gerade erst verlassen und ohne Ahnung, wo as nächste Ufer sein wird, will man noch mehr Leute da mit reinreißen...?!?

    Stimmt, das ist total unverständlich, wenn jemand von etwas begeistert ist, dass er auf die Idee kommt, dass auch andere sich dafür begeistern könnten. Wer macht denn so etwas?

    Kennt ihr Bäcker, Metzger, Elektriker etc. die neben dem Aufbau ihres Betriebes noch Zeit und Energie darauf verwenden, um ausgerechnet weitere Ihresgleichen in der Nähe anzulocken?

    Ich habe mich schon gefragt, ob in diesem Posting irgendwann noch ein richtig schöner Apfel-Birnen Vergleich kommt, und siehe da: Da ist er!

    Er schreibt über sein Hobby, deswegen ist es auch total plausibel, dass mit kleinen oder mittelständischen Betrieben zu vergleichen - mach' dir da bloß nix vor!

    Glaubt ihr ernsthaft, dass es mit noch mehr Imkern leichter wird, den Honig zu verkaufen?

    Ahh, daher weht also der Wind. Also ich - so als richtiger Vollprofi, der hier verbal Anfängerblogseiten durch den Fleischwolf dreht, würde mir um diese Dilettanten als Konkurrenz ja keine Gedanken machen, weil die ja eh nix wissen, nix können und alles falsch machen - aber was weiß ich schon!


    Ernsthaft: Da stellt hier einer seinen Blog vor, und dann muss der sich so von der Seite unsachlich und persönlich anfurzen lassen, dass es schon ins Beleidigende geht?

    In diesem Faden sind viele sachlich vorgetragene Kritikpunkte zu finden - aber das da ist einfach unterirdisch.

    Nur mal so als Frage, was veranlasst soviele "Jungimker" ihr geballtes Fachwissen innerhalb der ersten Monate/Jahre an andere predigen zu wollen? Das ist doch so wie wenn der Azubi hingeht und neue Azubis einlernt. In manchen fällen kann es gut gehen und besser verständlich sein für die neu Rekrutierten, ohne jemanden mit richtig Erfahrung im Hintergrund der dabei laufend allen beteiligten auf die Finger schaut wird das aber in den seltensten Fällen was.

    Also ich schreibe das vor allem als eine Art Tagebuch auf, welches mir später hilft zu rekapitulieren, was ich wann wie mit welchem Ergebnis gemacht habe.

    Dabei hilft mir das Ausformulieren, alles noch mal im Kopf durchzugehen, zu sortieren und nachzuvollziehen.


    Ich versuche dabei immer so zu formulieren, dass dem etwaigen mitlesenden Jungimker klar wird, dass ich nicht die Imkerweisheit mit Löffeln gefressen habe, und die Dinge mit einer Prise Salz zu nehmen sind.


    Ich finde, so ein Blog ist ein ganz gutes Werkzeug, die eigene Imkerei zu dokumentieren und später darin zurückblättern zu können.


    Der potentielle Schaden dadurch, anderen Jungimkern Flausen ins Ohr zu setzen, ist übrigens recht gering: Die Anzahl der Pageviews ist so gering, dass meine Blogposts tatsächlich eher Selbstgespräche sind als alles andere.

    Sie ist zwar keine reine Brutwabe, aber auf der Innenseite ist dort inzwischen ordentlich Brut zu finden und natürlich auch noch genug Pollen. So zumindest bei mir und meine Beobachtung.

    Vielleicht im Sommer, beim angepassten Brutraum. Das habe ich aber auch mit normalen Schieden.

    Ich habe meine Thermoschiede im Moment als Beutenwand, und die Pollenbretter sind dann eben irgendwo drinne, am Brutnestrand. Außen sind jetzt Speckwaben.

    Was hat sich verändert/verbessert/verschlechtert gegenüber dem Einsatz eines "normalen" Schieds? Wie erheblich sind die Veränderungen, etc.?

    Ich würde mich festlegen und sagen, die Gentik und Volksstärke plus Gesundheitszustand und Trachtverhältnisse hat einen weit größeren Einfluss, als das Thermoschied.

    Wenn man diese Dinge nicht im Griff hat, rettet einen das Thermoschied auch nicht mehr.

    Ich nutze Thermoschiede auch, bin mir aber unsicher, ob das nicht auch einfach viel Folklore ist.

    Und dann bin ich mir über die praktischen Details im Unklaren:

    Thermoschiede ganz an den Rand, rechts und links, wie eine zweite Außenwand?

    Thermoschiede rechts und links an die Traube, die Futterreserven außen vor?

    Ich habe schon beides gesehen.


    Ob das alles etwas bringt, könnte man vermutlich messen, bzw. mit passenden Experimenten verifizieren oder falsifizieren. Aber vermutlich hat das noch niemand ernsthaft gemacht.

    So lange ist das aber eine schöne These, die sich toll auf Vorträgen an den Mann und die Frau bringen lässt.

    Um diese Jahreszeit ist das nicht so selten, das Volk merkt es stimmt was nicht aber die Alte ist noch da - aber das Volk ist jetzt im Herbst auf Überleben getrimmt, da sind 2 Königinnen besser als gar keine -

    Das war Ende Juli... nach etwas weg vom Herbst.


    Warum hast du nicht einen Ableger mit der Alten gebildet als Du gesehen hattest das die sofort wieder los stiftet?

    Ich habe so schnell nicht geschaltet, wollte aber auch nicht noch eine Kiste neu aufmachen - ich komme jetzt schon nicht klar :-)

    Hier mal was aus dem Kuriositätenkabinett:

    Nach der TBE hatte ein Volk auf einmal nur verdeckelte Brut und keine Stifte mehr. Das fiel mir nur auf, weil die Futterabnahme schleppend lief und ich mich fragte, was da wohl los sei.

    Scheinbar war irgendwie die Königin abhanden gekommen. Allerdings gab es keine Nachschaffungszellen, was mich zwar verwunderte, mich aber nicht davon abhielt, eine neue Weisel zu nehmen und in einem Käfig auf die Oberträger zu legen.

    Das Volk signalisierte freundliches Interesse, und so ließ ich die Neue direkt einlaufen. Einige Tage später lief sie dann fröhlich durch ihr Volk und legte - der Imker war zufrieden.


    Gestern dann warf ich einen Blick in das Volk, noch ein letztes Mal vor dem Winter. Die neue Königin ist immer noch da und legt brav, und dabei fiel mir auf, dass ich ja noch eine Futtertasche drin hängen hatte. Die hatte ich glatt vergessen, hatte ich doch irgendwann nach der TBE einen Nicot Fütterer aufgesetzt und darüber gefüttert.


    Die Futtertasche also rausgenommen und vor das Flugloch gestellt, damit die restlichen Bienen von selbst nach Hause gehen, während ich die anderen Völker inspiziert habe.


    Irgendwann bin ich dann zurück gekommen, aufräumen, nehme also die Futtertasche hoch und da sind dann noch vier Bienen drin, die hinter einer 5. Biene hinterherlaufen.

    Moment mal... die ist aber groß und die hat ja einen grünen Punkt..?!?!


    Ihr ahnt es längst, es war die alte Königin, die - von einem Hofstaat begleitet - immer noch dick und groß, ratlos durch den Fütterer irrte.

    Ich war auch ratlos. Was jetzt mit der Königin machen?


    Weil ich nicht wusste, wohin damit, habe ich die Beute aufgemacht, eine Brutwabe gezogen und den Fütterer schräg rangehalten.

    Als ob Madame die Brut gerochen hätte, ist sie schnurstracks zur Wabe gerannt, und kaum, dass sie drauf gewesen ist, wurde sie ruhig, ließ den dicken Hinterleib entspannt in eine Zelle hängen und wartete auf die Arbeiterinnen, die sich nicht lange bitten ließen. Kurz darauf war sie umringt, und die klassische Hofstaatbildung war zu erkennen.


    Jetzt ist die Kiste wieder zu, mit 2 Weiseln drin, und ich überlasse es jetzt den Bienen, zu entscheiden, welche sie behalten wollen.


    Interessant finde ich, dass diese in der Futtertasche gefangene Weisel die ganze Zeit gepflegt worden sein muss. Sie war genau so träge und dick, wie ich das für eine vollreife Königin erwarten würde. In der Futtertasche war 0 Wildbau, sie hatte also überhaupt keinen Platz zum Legen. Eigentlich muss die Königin jetzt defekt sein, aber die Bienen haben sie zumindest beim ersten Eindruck klaglos akzeptiert.

    Ich frage mich, warum sie nicht selbstständig aus der Futtertasche klettern konnte. Der einzige Grund, der mir einfällt ist ihr Gewicht. Aber eigentlich hätte sich ihr Hinterleib mangels Legetätigkeit zurückbilden müssen, womit sie an Gewicht verlieren und wieder flug-/kletterfähig hätte werden müssen.


    Interessant finde ich auch, dass die Bienen klaglos seinerzeit die Neue akzeptiert haben, obwohl sie selber keine Nachschaffung initiiert hatten. Und auch die Neue hat sich nicht auf die Suche nach der Alten begeben, um diese Konkurrentin zu erledigen. Vielleicht hatte sie, im Unterschied zu ihrem Staat, keine Kenntnis von dem Vorhandensein der Nebenbuhlerin?


    Ich dachte, ich erzähle das mal, ich fand es spannend :-)


    Viele Grüße