Beiträge von rall0r

    Hallo Reiner,

    falls es für dich relevant ist:

    Ableger habe ich herstellerkonform behandelt. Auch nach 5 Behandlungen war hier ein zu hoher Restbefall zu sehen, bzw. zu zählen.

    Auch irgendeine Form von Zwischenbehandlung mit VarroMed würde ich nicht empfehlen. VarroMed kam bei mir nicht mal mit der Restlast an Altmilben von Völkern mit Juni-TBE zurecht - wie unwahrscheinlich wird es da sein, wenn im Sommer nur mit VarroMed behandelt worden ist, dass hier im August/September noch irgendetwas gerettet werden kann?!

    Aber ich denke, meine eigenen Tests haben vielleicht auch nur für mich, meine Betriebweise und meine Bienen Gültigkeit.

    Mal sehen, was wie aus dem Winter kommt.

    Lieber etwas kleiner, allerdings keinesfalls klein.

    Hier fehlen mir ein paar Details :-)

    Aber darum gehts in diesem Faden ja nicht.


    Nur so als Idee: Wie wäre es mit einem Faden, wo jeder, der sich traut, mal so seine für ihn/sie wichtigsten Kniffe der Betriebsweise kurz vorstellt? rase 's Völkerführung zum Raps könnte so etwas sein, oder wenn jemand etwas hat, das für ihn sehr gut funktioniert, was auch für andere nützlich sein könnte, aber möglicherweise sonst eher unbekannt ist (ich habe z.B. ein System zur langfristigen Bewertung von Königinnen, welches ausschließlich visuell funktioniert). Oder ich könnte etwas dazu schreiben, warum ich auf den Nicot Fütterer schwöre. Das sind nur beliebige Beispiele, aber ich suche immer nach erfolgreichen Details, die andere Imker anwenden, auch um selber meine Völkerführung/Betriebsweise zu verbessern - und ich lerne gerne von anderen.

    Hamburger-Jung

    Beim Aufsetzen nehme ich mittlerweile nicht mal Zeitungspapier. Ordentlich Rauch, warten, aufsetzen.


    Ansonsten mache ich es noch ruchloser: Die gewünschte Weisel abdrücken, im Zielvolk Platz schaffen, Waben vom aufzulösenden Volk reindrücken. Fertsch.

    Jepp. So gleiche ich in der Saison auch mal Völker aus, wenn mir der Druck zu hoch scheint, oder halt bei der Rapsernte (dann, was unter den Fluchten sitzt).

    Mit der Variante habe ich recht schmerzhafte Erfahrungen gemacht :-)


    Aber: Ich wünschte mir hier im Forum mehr Informationen wie diese, über Arbeitsweisen, Völkerführungsdetails etc. von Erwerbsimkern, oder jenen mit +50 Völkern. Ist ja schön, dass wir ständig über 1-Waben Ablegern diskutieren, aber mich interessieren so Sachen wie Schwarmmanagement bei 100+ Völkern im Raps, oder Varroakonzepte, wenn man nicht nur 4 Kisten im Vorgarten stehen hat etc.


    Das es ein Entwicklungsplataeu gibt, und welchen Zustand Völker für den Raps haben sollten (und warum), war mir überhaupt nicht bewusst. Solche Informationen würde ich gerne viel öfters lesen.


    Grüße

    Ralf

    Der Michael Palmer arbeitet aber anders:

    Im Winter werden Ableger auf WV gestellt. Deswegen auch diese Türme.

    Des Weiteren hat er Völker, die nur Brut machen, die also regelmäßig geschröpft werden und deren Brutwaben woanders zur Verstärkung reingesteckt werden.

    Der startet folglich Ableger in einer ganz anderen Größe.

    Komischerweise sticht ein Volk heraus mit 10 kg. Ich habe keine Erklärung, warum das soviel an Gewicht verloren hat.

    Es wird/wurde beräubert.

    Ursache wird wohl in der zu hohen Varroabelastung und den daraus resultierenden Folgen resultieren. Vielleicht ist bei der letzten AS Behandlung auch die Königin verloren gegangen.

    rase würde wohl schreiben: Kannst du ein Kreuz ran machen.

    Es gäbe viel zu viele, die das völlig überteuerte Tierarzneimittel meiden täten und auf die günstige Alternative auswichen, und das zurecht!

    Und genau deswegen kümmert sich vermutlich niemand.
    Vielleicht sollte man ein Crowdfunding Projekt starten. Oder man sollte die EU Zuschüsse, die irgendwo sehr komisch eingesetzt werden, einfach mal dafür verwenden, so eine Zulassung zu erreichen. Oder der DBIB und der DIB schmeissen sich zusammen und stemmen das gemeinsam, oder, oder, oder...


    Nee, nur Spaß :-)


    War das nicht Österreich, das nach der Studienarbeit der Fischermühle 2000/2001 das Sublimieren zugelassen hat, weil das alles sehr hieb- und stichfest war?


    Ja, für mich sind alle Imker, die sich nicht an die zugelassenen Methoden halten, keine guten Imker. Sie schädigen das Ansehen anderer Imker, da sie sich nicht an die Bestimmungen halten.


    Geht ja schließlich um Lebensmittel, ...

    Die Logik ist ja hier: Zugelassen == gut/guter Imker.

    Amitraz-Produkte sind zum Beispiel in D zugelassen. Die Zerfallsprodukte lagern sich ab und sind dann auch im Honig nachweisbar. Es gibt Grenzwerte, aber wer läßt seinen Honig schon darauf untersuchen? Bestimmt die guten Imker. Aber wer kann sich darauf schon verlassen.


    Bei der Oxalsäureverdampfung konnte die Fischermühle keine Rückstände im Honig nachweisen, was auch an der fehlenden Wachslöslichkeit liegen mag.


    So. Können wir dein Narrativ wer ein guter und wer ein schlechter Imker ist, wenn es um das Lebensmittel Honig geht, jetzt kurz noch mal von vorne diskutieren?

    Kann es sein, dass einfach niemand bereit ist, die Kosten für das Zulassungsverfahren zu schultern, die notwendig wären, um die Sublimation offiziell zu legalisieren?

    Ich meine in Erinnerung zu haben, dass für eine Zulassung sechsstellige Summen aufgebracht werden müssen. Da man aber mit der OXS Sublimation wohl kaum nachhaltig, wiederkehrend Geld verdienen kann, hat das vielleicht einfach bisher niemand leisten wollen?

    Die Zahlen auf amtliche Feststellung sinken seit Jahren kontinuierlich in D. Waren es 1997 bundesweit 482 Feststellungen, 2007 noch 257 und 2018 136 Feststellungen.

    Einverstanden, danke für diese Zahlen!

    Es ist dann hoffentlich ausgeschlossen, dass die Zahlen nur deswegen sinken, weil sich immer mehr Imker etwaigen Kontrollen entziehen.


    Was aber in jedem Fall ein sachliches Problem ist: Wenn der AmtsVet eine Untersuchung anordnet, dann kann der Imker dem nicht nachkommen, bzw. nur mit Problemen.

    In keinem Fall wird ein Imker mit dem SchifferTree freiwillig Futterkranzproben einschicken, wobei genau das eine selbstverständliche Praxis sein sollte.

    Und das der SchifferTree sich auch vom Marketing an jene richtet, die eigentlich gar keine Imker sein wollen, ist an sich schon problematisch. Aber das habe ich in diesem Faden bestimmt schon mal irgendwo geschrieben.