Beiträge von rall0r

    Mein Vorschlag an Dich : mind reset . Weg von der Krankheitsfokussierung, hin zu Maß-

    nahmen die die Gesundheit der Bienen fördern, stärken, erhalten.

    Das sind mir zu sehr Allgemeinplätze, bzw. Selbstverständlichkeiten.

    Es ist doch Grundlage jedweder imkerlichen Handlung, die Gesundheit der Bienen zu stärken, bzw. zumindest nicht zu beeinträchtigen.


    Wenn die Erkrankung dann trotzdem da ist, hilft der Rat "die Gesundheit zu fördern" auch nicht weiter, weil ja die Frage nach dem "wie" nicht beantwortet wird.


    Wir haben hier ja einige Tipps zusammengetragen, wie man mit CBPV umgehen kann. Mal sehen, was sich daraus machen lässt, bzw. ob ich das erfolgreich auf meinen Bestand anwenden kann.


    Das Imkern an sich ist jedenfalls aktuell für mich eher Leid als Freud. Der Anblick der kranken Bienen geht mir schon nahe. Da liegt mein Fokus die ganze Zeit darauf, die Völker von der Varroa und damit von Virenlasten frei zu halten, stecke Zeit und Herzblut in hoffentlich gesunde und vitale Völker und den Aufbau meiner kleinen Imkerei und dann fährt man zum Wanderstand und fegt einen Eimer voll tote Bienen vor den Fluglöchern zusammen.

    Das macht einfach keinen Spaß mehr.

    Laborbefund ist da. Bei allen Proben wurde CBPV nachgewiesen. In zwei Fällen noch zusätzlich BQCV, was ich als Virus bisher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, bei einem dieser beiden Völkern konnte noch DWV nachgewiesen werden.

    Wenn man bedenkt, dass bei den Proben im Oktober 2020 nichts von alledem nachweisbar war, in den selben Völkern, und jetzt sich der Totenfall vor den Beuten stapelt, und ich keine Ahnung habe, wo das alles eigentlich hergekommen ist, dann ist das ausgesprochen verunsichernd.


    Im Moment bin ich unsicher, was ich als nächstes unternehmen soll. Habe die Völker teilweise tagsüber umgezogen (und so Flugbienen zurückgelassen), ein paar waren so dünn, dass ich die zu Ableger verarbeitet und dabei umgeweiselt habe (als eine Möglichkeit damit umzugehen, die ich gerade teste).


    Ich überlege, Völker aus der Linde zu nehmen, HR runter, und dann die von rase beschriebene AS Behandlung vorzunehmen, um dann umzuweiseln.

    Bisher gab es aber keine Rückmeldung, ob diese Vorgehensweise seinerzeit zum gewünschten Erfolg geführt hat.

    In Hohen Neuendorf hatte man auf Nachfrage auch nur den Tip "Abschwefeln!", aber das ist nach den Erkenntnissen und Erfahrungen, die hier zusammengetragen wurden, scheinbar ein Rat, der darauf zurückgeht, dass man eigentlich keine konkreten Erfahrungen oder Erkenntnisse vorliegen hat.


    Es sieht derzeit immer noch so aus, dass eine bestimmte Gegentik anfälliger ist als andere, und das manchen Völker gänzlich immun zu sein scheinen, obwohl sie von erkrankten Völkern umgeben sind. Daher halte ich Umweiseln für eine der besseren Ideen, damit umzugehen. Ob das aber stimmt, weiss ich natürlich auch nicht.


    Alles in allem ausgesprochen frustrierend und besorgniserregend.

    Ich finde Werbung grundsätzlich nicht so schlimm. Aber wenn mich eine Werbung anspringt, von jemandem, den ich auf YT aus Gründen gemutet habe, überschrieben mit reißerischen Titel wie „Die Buckfast KUNSTBIENE!!11!!“, dann bin ich doch spontan bereit, Geld zu zahlen, damit das aufhört.

    Und ehrlicherweise muss ich sagen, hat das Forum davon unabhängig eine Spende verdient.

    Wie machst Du das?

    Neuer Faden?


    aber vielleicht hat ja jemand konkrete Empfehlungen für Dampf in den Kisten.

    Pfannenverdampfer kann eng werden, weil man den vermutlich nicht mit notwendiger Unterlage durch das Flugloch bekommt. Und dann stößt der vermutlich auch an die Unterträger der Rähmchen.


    Sublimox geht, allerdings sollte man das Flugloch einengen, oder eben ein Loch dafür bohren.

    Dass der Gitterboden offen ist, stört wenig bis gar nicht. Das Lüftungsgitter im Boden ist sehr klein, da geht zwar Dampf raus, aber der weit überwiegende Teil verteilt sich eben doch im Brutraum.


    Das weiß ich natürlich nicht aus eigener Erfahrung, sondern nur vom Hörensagen, weil ist ja in D verboten.

    Man kann an dieser Stelle gar nicht genug betonen, wie viel Aufwand und Herzblut und Zeit von den immer wieder gleichen Menschen da hinein investiert wird. Für Außenstehende ist der Aufwand kaum richtig einzuschätzen, gerade was alles am Rande so eines Projektes läuft.


    Wenn man mal etwas über die VSB Zucht liest, dann immer über einzelne Events, wie das Auszählen der Prüfvölker.

    Aber welch enormer Arbeitsaufwand um diese Termine herum von einzelnen immer wieder geleistet wird, ist einfach kaum zu vermitteln.

    Man kann das auch gar nicht genug würdigen und anerkennen.


    Ein aufrichtiges Dankeschön an dieser Stelle, auch und insbesondere an d2dum, der für unseren LV da sehr viel leistet, gemeinsam mit anderen. Und Danke noch mal an luffi, der mich an dieses Thema herangeführt hat - das Auszählen 2019 in Bayern war ein Augenöffner.

    Ich überlege mir nun nächstes Mal die Zellen am Tag 15 in ein besetztes Apidea zu geben und direkt dort schlüpften zu lassen. Dann ist es aber schlecht mit dem Markieren vor der Belegstelle.

    Komme ich langsam von ab, weil eben doch nicht alle Zellen schlüpfen, oder geschlüpfte Königinnen einen Defekt haben. Auch wenn alles glatt geht, weiss ich am Ende nicht sicher, ob die legende Weisel meine oder eine Zugeflogene ist.


    Im Moment lasse ich also alles schlüpfen, kontrolliere es und zeichne. Entweder gehts dann ab in die Zweitschlupfzelle oder direkt aus den Lockenwickler auf eine Brutwabe der Begattungseinheit.