Beiträge von rall0r

    Hast du ausgebissene, bzw. Reste zurückgebauter Weiselzellen gefunden?

    Ich hatte zwei Völker, da war das so. Die haben irgendwann ab Oktober noch mal still umgeweiselt.


    Jetzt sah alles toll aus: Haben Pollen eingetragen, die Zellen waren blank geputzt, aber kein einziger Stift.

    Bei einem Volk habe ich dann testweise über ASG einen Ableger mit funktionierender Königin aufgesetzt. Daraufhin hat die untere Königin, die ich vorher nicht gefunden hatte, angefangen zu legen. Allerdings war sie drohnenbrütig und wurde daraufhin abgedrückt und durch den Ableger ersetzt.


    Bei der zweiten Kiste, eine Königin gleicher Herkunft wie die eben geschilderte, habe ich eine Woche gewartet, sie hat nicht gestiftet und wurde daraufhin ebenfalls abgedrückt, und das Volk auf andere Kisten am Stand aufgeteilt.


    Bei mir macht das Reinhängen einer Brutwabe zwecks Weiselprobe aktuell keinen Sinn. Was legen kann, legt, weil sie müssen, was nicht legt ist entweder defekt oder tot.

    Und Nachschaffung ist mangels Drohnen bei mir im Moment ein hoffnungsloses Unterfangen.

    Dann lieber die Bienenmasse nutzen, eine oder mehrere schwächere Einheiten zu pushen.

    P.S: Habe heute überall HR raufgesetzt, weil Ausgangssperren ja nicht mehr ganz abwegig sind. Dabei mal nachgesehen, wie es mit Pollen aussieht. Ergebnis: Was brütet, nimmt Pollenpatties gerne ab, Vorräte an natürlichen Pollen sind eher begrenzt. Weisellose, drohnenbrütige haben schon Pollenbretter und lassen die Patties links liegen.


    nebenbei die OT Frage: Kö stiftet nicht. Gesehen habe ich sie, gezeichnet ist sie auch, letztes Jahr hat sie auch gelegt.

    Umweiseln? Alle anderen legen bereits.

    Also meine Lösung: Fluglochkeil, auf der Seite, mit der man das Flugloch ganz verschließen kann (welche also keine Ausfräsung hat) einmal bohren.


    Wenn man jetzt sublimoxieren möchte: Fluglochkeil rein und durch das Loch im Keil bedampfen.

    Fluglochkeile sind bei mir das ganze Jahr drin, und wenn nicht, sind sie leicht zu transportieren.

    wasgau immen schreibt den entscheidenen Satz: Wenn von draußen genug reinkommt, dann ignorieren sie das Pollensubsitut.

    Aktuell wird es moderat abgenommen, stärkere Völker mehr, weniger starke Völker weniger. Aber tatsächlich wird herkömmlicher Futterteil in größeren Mengen abgenommen, als der UB-Futterteig.

    Vielleicht hat man ja auch keine regional angepassten Bienen, sondern regional angepasste Varroapopulationen/Virenstämme, welche ein „gesundes“ Wirt-Parasit Verhältnis hinbekommen.

    Die gleichen Bienen, in einer anderen Region, kommen dann mit anderen Varroapopulationen/Virenstämmen in Kontakt, die das nicht können, und dann steht man wieder am Anfang.

    Eigentlich erzählen Bernhard Heuvel und Eugen Neuhauser fast die identische Betriebsweise, von Details, wie die MW hinterm Schied, mal abgesehen. Das zentrale Element des angepassten BR wird aber nahezu exakt gleich kommuniziert.


    Der eine wird hier gerne als "Guru" geschmäht, der andere ist der "versierte Praktiker" - eigentlich seltsam.


    Von diesem Vortrag war für mich insbesondere die Idee mit der MW hinterm Schied neu - wobei ich meine, so etwas im Buch von Hymenoptera schon einmal gelesen zu haben.

    Aber ich denke, ich werde das mal ausprobieren.

    Danke an ManfredT für diese beiden ersten Sätze, die haben mir noch mal die Augen geöffnet.

    Wenn ich hier lese, wer ihn alles gut findet, dann weiss ich auch, dass da ein Vollprofi referiert. Insofern fühle ich mich auch etwas unwohl, jetzt Kritik zu üben, aber:


    Das Futterteig im Frühjahr zu einem Flugbienenabtrieb führt, habe ich nicht beobachten können. Das Futterteig einem die Frühtracht verhagelt, habe ich auch nicht beobachten können. Ich glaube, die kanadischen Imker, die (Eiweiß) Futterteig geben, würden da auch widersprechen.


    Wenn man nur richtig mit dem Schied arbeitet, hat man im Frühjahr nach drei Wochen 3 Dadant-Waben voll mit Brut.
    Ich glaube ja sofort, dass das Schied da eine technisch sinnvolle Funktion zu erfüllen hat, aber dass seine Bienen da 3 BW anlegen, dürfte hauptsächlich seiner intensiven Zuchtarbeit geschuldet sein.

    Wenn man so etwas einem Neu-Imkerpublikum erzählt, muss man da mehr Zusammenhänge aufzeigen - sonst hängen die sich die Schiede rein, und wundern sich, dass da keine 3 Waben voll gemacht werden.


    Diese Obsession mit dem Pollen am BN wundert mich immer etwas. Wenn da Pollen ist, dann legt die Weisel nicht richtig, weil kein Platz. Aha. Bisher kannte ich es ja umgekehrt: Da findet sich Pollen, weil die Weisel zu viel Platz hat - mehr, als sie bestiften kann.

    Worauf er dann überhaupt nicht eingeht: Kommen im Mai noch mal schlechte Tage, wo nicht geflogen werden kann, die Völker aber schon unter Volldampf stehen, dann bin ich froh, wenn da noch Eiweiß im Kasten ist. Er hat dann Futtertaschen mit Honig vorbereitet, um das zu überbrücken. Aber das Kohlenhydrate nur der eine Teil der Gleichung sind, wird nicht diskutiert.


    Es fallen sehr viele absolute Aussagen, wie: Wenn du dies und das machst/nicht machst, ist das Volk für das ganze Bienenjahr wertlos.

    Und das ist, bei allem Respekt, Unsinn. Es hängt so viel an den äußeren Umständen, am Klima, dem Trachtangebot, der Genetik, dass so pauschale Aussagen nie wirklich überall gleichermaßen zutreffen.


    Viele andere Details, die er anspricht, finde ich hoch interessant, und ich werde mir auch nicht anmaßen, es besser zu wissen. Er hat - zweifelsohne - viel Wissen weiterzugeben.

    Aber mein rein subjektiver Eindruck ist, dass er von sich selbst annimmt, über jeden Zweifel erhaben zu sein. Mich irritieren auch so Sätze wie: "Dann kommen die Leute zu mir und sagen 'Deine Bienen laufen eh außer Konkurrenz'" - er findet sich selbst schon ziemlich sehr geil. Und so etwas weckt bei mir meist Mißtrauen.

    um im Anschluß daran die mit seiner neuen Frohen Botschaft ausgestatteten Zuhörer mit seinen - wie durch Zufall - gleich mitgebrachten besagten Kunstschwärmen auszustatten.

    Das ist insofern der Hammer, weil er mir ggü. darüber lamentierte, dass die Hobbyimker ja nicht mal die KS richtig einschlagen könnten. Deswegen würde er nur noch an "Profis" verkaufen.

    Tja, sieht so aus, als wenn die Profis als Absatzmarkt nicht mehr ausreichen.

    Vielleicht krame ich doch mal das Interview raus. Mit etwas Glück liegt das noch in meiner Mailbox.


    Das wirft auch ein düsteres Licht auf die anderen, im Dunstkreis der Armbruster Imkerschule tätig sind. Das kann man ja nur vor sich selbst verantworten, wenn man genauso gestrickt ist.

    Ich habe den Binder letztes Jahr dazu interviewen wollen, wie er das macht.

    Es fing auch ganz unverfänglich und nett an, und er war am Anfang bereit, Fragen zu beantworten. Als meine Nachfragen dann etwas konkreter wurden, war ganz schnell Schluss mit lustig.


    Es geht um wirtschaftliche Interessen, aber null um die Bienen.

    Er hat offen zugegeben, dass er in D. nicht wirtschaftlich genug Bienen produzieren kann. Deswegen kauft er in Italien und verkauft in D - und zwar ausschließlich aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten!


    Überspitzt könnte man auch sagen: Dem sind die Bienen Sch***-egal, der muss Rechnungen bezahlen, und entsprechend agiert der auch.


    Und jetzt kann sich jeder selber einen Reim darauf machen, wie man es mit seinen sonstigen Geschäftsfeldern hält, ob es dabei um die Bienen, oder die Geldbörse des Imkers geht, die es zu erleichtern geht - da mag sich jeder ein eigenes Urteil bilden.


    Ich für mich hoffe, dass ich irgendwann von Bienen so viel verstanden haben werde, dass ich Scharlatanerie von Fachkunde unterscheiden kann.

    Hallo Jörg,

    guter Punkt! Aber ich habe gerade hier im IF das Gefühl, dass mit Fehlern, die ehrlich kommuniziert werden, fair umgegangen wird - vorausgesetzt, es besteht die Bereitschaft zur Annahme von Kritik.

    Aber grundsätzlich hast du recht: Fehlerkultur unter Imkern ist ein heikles Thema.

    Grüße

    Ralf