Beiträge von Thanaidh

    Mich einer Träufelung auszusetzen, halte ich für unkritischer und kontrollierbarer als in der Nähe von Dampf/Nebel und den damit benetzten Gegenständen zu sein. Würde allerdings der Bienen wegen auch davon gerne wegkommen, da ich hier ein Brausen und Unwohlsein bei den Bienen vernehme. Habe deswegen schon probiert, bei sehr geringem natürlichen Milbenfall, die Winterbehandlung in Einzelfällen wegzulassen. Erstaunlicherweise hatte ich genau dort einen extrem geringem Milbenfall im folgenden Sommer. Statistisch ist das bei meinen drei Völkern und derzeit zwei Ablegern leider nicht verwertbar. Werde aber vorsichtig weiterprobieren und auch aus diesen Völkern nachziehen. Möchte tatsächlich ganz weg von der OS.

    Von den Nichtpestiziden wirken nennenswert m.E. nur die Ameisensäure - die einen Bienenfriedhof erzeugt bzw. hinterläßt...

    Über welche Art der Anwendung der Ameisensäure redet Ihr? Bei Schwammtuch wäre ich bei Euch. Bei der Anwendung mit dem Nassenheider Verdunster (andere Verdunster habe ich nie ausprobiert) ist die Ameisensäure so schlecht nicht wie ihr Ruf in diesem Forum. Und redet Ihr von 60% oder von 85%?


    Ich benutze AS 60% im NV und habe keinen Bienenfriedhof, nicht mal vermehrt tote Bienen, ich habe keine ausgeräumte Brut und und die Königin hört nicht auf zu legen und auch kein Brausen oder sonstiges auffälliges Verhalten. Ich nehme einen Docht kleiner als empfohlen und in Zukunft möchte ich die Menge noch etwas reduzieren. Die Wirkung auf die Milben ist so wie sie sein soll, auch mit kleinerem Docht. Seit Jahren.

    Mit diesem Ergebnis gibt es für mich keinen Grund, etwas nicht zugelassenes zu benutzen. Wenn ich das hier rechtfertigen würde, müsste ich auch akzeptieren, dass jeder, auch in anderen Bereichen macht, was er will... das möchte ich nicht in größerem Maß, als wir es sowieso schon haben. Und ob nicht zugelassen verboten bedeutet und ob sich das auf die OS oder die Applikation bezieht, ist dabei vollkommen irrelevant.


    Ich traue der ganzen Sache (gilt auch für Sprühen) trotz Studie nicht, was meine Gesundheit betrifft. Wäre nicht das erste mal, dass etwas auf dem Markt ist, für heilig erklärt wird und Jahrzehnte später stellt sich etwas anderes raus...


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Frank,


    mein Schied ist aus Holz der Stärke 1,5 cm, das unten 1 cm über dem Boden endet. Besonders isolierend (dicht abschließend, Stroh) möchte ich nicht. Zum einen glaube ich nicht an eine wesentliche Wirkung dieser Isolation und zum anderen sehe ich unsere in der Rheinebene warmen Winter eher kritisch für die Bienen, da sie nicht wirklich zur Ruhe kommen, das möchte ich nicht noch unterstützen. Dicht abschließend hat noch einen weiteren Nachteil, beim Öffnen der Beuten verirren sich immer wieder Bienen hinter das Schied, die finden dann einfach zurück. Also ein einziges Schied, das über das ganze Jahr den mit Bienen besetzten Raum begrenzt.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    ...wenn die Temperaturen nachts unter 10 Grad fallen, sammelt sich beim P.. in der Wanne die Säure, weil es im zusätzlichen Raum nicht warm genug ist, um die gesamte austropfende Flüssigkeit zu verdunsten. Die Temperatur steigt dann Tags über auf 20 Grad und die in der Wanne gesammelte Flüssigkeit, verdunstet zusätzlich zu dem immer weiter tropfenden P.. Somit wird eine zu hohe Konzentration erreicht.

    Den Effekt, den Du beschreibst, gibt es, aber vor allem bei geringen Nachttemperaturen und hohen Tagestemperaturen. Den habe ich beim Universal allerdings auch, nur etwas weniger ausgeprägt. Deswegen gibt es Empfehlungen, bei welchen Temperaturen die Verdunster gut eingesetzt werden können. Macht Sinn, sich danach zu richten.


    Ich nehme grundsätzlich einen Docht kleiner als angegeben, reicht vollkommen, verdunste normalerweise nicht bei Nachttemperaturen unter 10 Grad und hatte noch nie Flüssigkeit in der Wanne, die das Vlies nicht aufsaugen kann.


    Diesem kleinen Nachteil dem Universal gegenüber stehen die von mir oben beschriebenen Vorteile, hier muss jeder für sich entscheiden. Ein weiterer Vorteil, ich kann die Verdunstungsmenge einfacher kontrollieren, ohne das Rähmchen ziehen zu müssen.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Warum kaufen viele diesen Professional?

    Weil die Bienen das Vlies nicht zernagen, und man dadurch nicht immer wieder mit Basteln beschäftigt ist. Auch ist in der Einraumbeute der Eingriff geringer. Ich habe beide (Professional und Universal) ausprobiert, von der Wirkung kein Unterschied.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Hallo speerwerfer,


    so gerne ich meine Bienen auf Honig überwintern lasse, um diese Jahreszeit würde ich keine Experimente mehr machen. Die Flüssigfütterung funktioniert bei tiefen Temperaturen nicht mehr. Im Moment sind die Bedingungen noch gut, das kann aber schnell vorbei sein.


    So kleine Völker würde ich auf 12 kg Futter auffüttern, mehr benötigen sie in der Regel nicht, hängt aber auch ein bisschen von Deinen klimatischen Bedingungen ab. So hat es evtl. noch etwas Platz für zusätzlichen Honig, den sie sammeln. Allerdings im Frühjahr beobachten, ob es knapp wird. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, füttere zwei drei Kilogramm mehr. Aber 25 kg benötigen die nie.


    Mittelwände würde ich sie keine mehr ausbauen lassen, das benötigt zu viel Energie. Ich gehe davon aus, dass Deine Rähmchengröße mindestens Dadant ist. Hier müsste das überwintern auf fünf bis sechs Rähmchen funktionieren. Ich würde aus dem Volk mit den acht Rähmchen noch eine Randwabe in das andere Volk hängen, falls doch noch Honig reinkommt, dann haben die auch noch etwas mehr Platz.


    Kleine Völker in großen Kisten ist kein Problem, den Raum einfach mit einem Schied begrenzen.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Ich weiß nicht, wer von Euch, die immer von verknoteten Beuten reden, aus wirklicher Erfahrung redet. Ich überwintere seit Jahren auf Honig und ich hatte noch NIE eine auch nur annähernd verkotete Beute. Ich muss ein paar Sachen beachten und das erfordert ein bisschen Auseinandersetzung damit, aber grundsätzlich ist es kein Problem. Ich hatte noch nie Winterverluste (noch nie ein Volk, ein einziges Mal eine Königin), das wundert mich selbst und wahrscheinlich sind es mehrere Faktoren, die hier zusammen kommen. Aber dass der Honig die Völker killt, kann ich wohl damit ausschließen. Und die Aussage, dass die Überwinterung optimal mit Zuckereinfütterung funktioniert, mag sein, aber es gibt noch mindestens eine weitere Möglichkeit.


    Zucker scheint ohne Probleme zu funktionieren, trotzdem denke ich, dass die Stimmungmache gegen das Überwintern auf Honig nicht angebracht ist. Die Natur bringt normalerweise nicht das schlechteste hervor, d.h. was die Bienen von Natur aus sammeln kann nicht wirklich schlecht für sie sein. Dass wir nicht mehr in Höhlen abhängen ist keine evolutionäre Anpassung, das was wir essen schon und der Mensch ernährt sich durchaus noch von Rehkeulen.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Master Tom,


    danke für die Infos. Seit 2014, das sind fünf Jahre, die Bienen würden längst nicht mehr leben, wenn es nicht funktionieren würde. Es reizt mich, an die Behandlungszeit von vier Tagen zu gehen. Ich hatte ein Jahr, in dem ich die Behandlung mit Schwammtuch probiert habe. Die Idee war, dass ich damit weit unter der Menge des Verdunsters bleibe. Ich hatte damals den Eindruck, dass diese doch eher Schockbehandlung viel belastender für die Bienen war und gleichzeitig viel zu wenig Milben gefallen sind. Ich schloss daraus, dass die längere Zeit der Behandlung den Effekt bringt und die Ameisensäure doch nicht so gut in der Brut wirkt. Wenn ich nun Deine Erfahrungen höre, kommt mir in den Sinn, dass eine gewisse Zeitspanne notwendig ist, vielleicht auch um in die Brut wirken zu können, diese aber bei weitem nicht so lang sein muss, wie ich bisher angenommen habe bzw. auch in den Beschreibungen des Nassenheider Verdunsters angegeben sind.


    Auffällig ist, dass meine Behandlung länger nachwirkt. Ich habe drei bis vier Wochen erhöhten Milbenfall, das meiste fällt aber in den ersten beiden Wochen, was auch eher für die kurzen Behandlungen spricht, eine zweite Behandlung nachlegen kann man immer.


    Dieses Jahr ist durch, ich werde im nächsten Jahr die 100 ml über vier Tage ausprobieren und je nach Milbenfall dann entscheiden, wie es weiter geht. Danke für‘s Wachrütteln :).


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh



    ...ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich die Rähmchen genau an der Stelle rauszerre, an der sie sind. In der ERB habe ich einem großen Raum, der zur fluglochabgewandten Seite normalerweise mit einem Schied begrenzt wird und dahinter die meiste Zeit des Jahres Platz hat, d.h. man kann die Rähmchen ohne Probleme ein Stück nach hinten schieben und das/die entsprechende/n Rähmchen ziehen. Wenn die Beute, z.B. bei viel Honigeintrag voll sein sollte, zieht man ganz normal vorsichtig eine Randwabe und schiebt dann den Rest nach hinten.


    Ich fände es schön, wenn einem nicht ständig irgendwelcher Blödsinn (ohne vielleicht auch mal nachzufragen) unterstellt wird, nur weil man nicht ganz konventionell imkert. Auch hat kein Mensch hier von Bienen für die Umwelt geredet, es geht lediglich um ein anderes System, mit etwas anderer Betriebsweise... Und ja, auch in einer Einraumbeute kann man viiiel Honig ernten. Warum auch nicht?


    DerWiesenimker fragte nach einer Lagerbeute a la Mellifera ERB. Das ist die Bremer Beute sicher nicht. Bei seinen Motiven für eine andere Beute kann man sie aber auch in Erwägung ziehen...


    Ich habe allgemein für die Idee Einraumbeute gesprochen, die Citybox kenne ich nicht. Aber wo sollen gravierende Nachteile zu einer anderen Einraumbeute liegen, außer bei den vielen Rähmchen, darauf bin ich eingegangen. Man muss natürlich die Betriebsweise darauf ausrichten. Weil einzelne Personen nicht damit zurecht kommen, muss sie nicht schlecht sein. Die Wahrscheinlichkeit dürfte hoch sein, dass viele mit meinen Beuten nicht zurecht kommen. Ich finde sie prima.


    Beste Grüße,

    Thanaidh