Beiträge von Thanaidh

    ...wenn ich das Volk verschenke, ist meine Königin weg.


    Ich glaube, ganz so einfach ist es nicht. Die tausend Vorschläge habe ich gefühlt alle gelesen, hat meine Frage aber nicht beantwortet. Über Einraumbeute gibt es wenig und wenn dann nur die von mir oben beschriebenen Varianten, die mir nichts bringen. Bei Magazinen setzt man wohl das kleinere Volk mit Königin auf das stärkere Volk ohne Königin, unten läuft die Brut aus und das Volk wandert nach oben und man kann die untere Zarge wegnehmen. So zumindest die Theorie. Wenn ich das auf die Einraumbeute übertrage, setze ich die Rähmchen des kleineren Volkes mit Königin an die fluglochabgewandte Seite, die Brut in Fluglochnähe läuft aus und das Brutnest sitzt (erst mal) in der Mitte der Beute. Und nun kommen eben die Fragen: Wird es überhaupt so von statten gehen? Wird die Brut fluglochnah auslaufen oder wird das Brutnest sich zügig Richtung Flugloch bewegen? Mein Gefühl (ohne jede Begründung) sagt mir, ich sollte es so nicht machen. Aber die Variante kleines Volk mit Königin in Fluglochnähe zu hängen widerspricht dem, was man über Vereinigen bzgl. Einraumbeute liest...


    Klar halten sich die Bienen nicht unbedingt an die Theorie, aber die ein oder andere Erfahrung würde ich in mein Handeln gerne einfließen lassen. Vielleicht meldet sich noch jemand, der das schon gemacht hat.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Master Tom,


    da die Tage länger werden, treiben mich bereits gedanklich meine Frühjahrstätigkeiten an den Bienen um. Es geht um die Vereinigung der Königinnenableger (die Du ja auch hast) mit den Wirtschaftsvölkern. Geläufig sind mir die Möglichkeiten, das kleinere Volk, also normalerweise den Ableger, an der fluglochabgewandten Seite dem Wirtschaftsvolk zuzuhängen. Eine Möglichkeit, der Ableger ist mit Königin, d.h. die Königinnen machen unter sich aus, welche überlebt oder er ist ohne Königin, da man die junge Königin (beim Königinnenableger im Wirtschaftsvolk) behalten möchte. Bei beiden Varianten ist das wohl stärkere Volk in Fluglochnähe und bleibt unangetastet.


    Nun zu meiner Situation, ich habe in einem Königinnenableger eine Königin, die ich nicht verlieren möchte, d.h. ich würde dieses (wahrscheinlich) schwächere Volk mit Königin gerne dem stärkeren Volk ohne Königin zusetzten. Hast Du (oder auch jemand anders) darüber Erfahrungen bzw. Informationen? Funktioniert das ohne Probleme und ist es sinnvoll, dieses wie in den anderen Fällen fluglochabgewandt zu tun? Ist es sinnvoll, dazwischen zunächst ein Schied zu setzten und es nach ein paar Tagen Gewöhnung zu entfernen?


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    ...traurig, dass das Forum voll ist von Varroa-Behandlung bis zu einer Intensität, dass es einem die Nackenhaare stellt, es aber anscheinend keine Möglichkeit gibt für Leute, die wenig oder gar nicht behandeln, sich vernünftig auszutauschen... verkehrte Welt... oder auch Dezemberfrust...


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    ...oder wir überlegen, ob es nicht auch mit weniger geht... und beginnen hier etwas für die Umwelt zu tun. Wir haben ein Kunststoff-Problem in unserer Welt, genauso wie wir ein Pflanzenschutzmittel-Problem haben...


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Och Pro. Polis. Du machst das doch nicht erst seit gestern. Ob die Völker brutfrei sind, sehe ich auf meinem Bodenschieber, dazu muss ich sie nicht auseinander nehmen. Und sogar in meiner sehr warmen Gegend sind sie das in der Regel irgendwann zwischen Ende November und der Sonnwende.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Scheint eine Verwechslung zu sein. Ich habe beim ersten Frost Mäusegitter angebracht und die Anflugbretter weg und kein Problem mit Bienen, die nicht zurück finden. Bei mir kommen sie allerdings von vorne nicht unter die Beute. Vielleicht liegt es an dem zweiten Spalt unterhalb des Flugloches. Das würde ich verschließen und schauen, was passiert. Mit Anflugbrett im Winter wäre mir nicht wohl wegen Schnee.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    d2dum : Immerhin schreiben hier Menschen, die in “aller Arten von Trogbeuten“ imkern und ich finde diesen Austausch nicht unwichtig. Ich habe am Anfang alles selbst zusammentragen müssen, da vieles dem ersten Anschein nach gleich funktioniert wie bei Magazinen und beim zweiten Blick es doch Unterschiede gibt. Ich wäre damals um einen derartigen Thread dankbar gewesen. Außerdem finde ich hier Menschen, die möglicherweise eine ähnliche Idee des Imkerns (oder Bienenhaltens) vertreten wie ich, es ist eher ein Hobby und der Schwerpunkt liegt weniger auf Effizienz, deswegen werden manche Dinge hier sicherlich anders diskutiert.

    Und ich hoffe, dass Master Tom sich meldet, wenn es zu sehr aus dem Ruder läuft.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    ...es ist nicht nur zunächst exponentiell, es ist immer exponentiell.

    Nein. Die begrenzten Ressourcen machen sich beim Populationswachstum zunehmend bemerkbar und dämpfen immer mehr. Aus progressivem wird irgendwann degressives Wachstum. Wird recht gut mit dem Hyperbeltangens beschrieben bzw. modelliert.

    ...das ist richtig, wenn man die biologischen und die Umwelt-Faktoren mit berücksichtigt. Aber genau das widerspricht Deiner Idee des grundsätzlichen Behandelns...

    ...es ist nicht nur zunächst exponentiell, es ist immer exponentiell. Das mache ich seit Jahren so und spannenderweise haben, wie bereits geschrieben, genau diese Völker im Folgejahr nicht mehr Milben als die behandelten. Ich habe weder Anspannung noch Lampenfieber, sondern eher das Gefühl, mit jeder Behandlung, die ich nicht getätigt habe, den Bienen etwas Gutes getan zu haben.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Ich beobachte eine Woche vor der Behandlung den natürlichen Totenfall. Bei weniger als 0,5 Milben pro Tag behandle ich nicht. Diese Völker stehen im Folgejahr unter genauerer Beobachtung, bisher unterschieden sie sich nicht von den anderen. Bei mehr als 0,5 Milben pro Tag träufle ich Oxalsäure, wie psycain89 beschrieb, rühre ich soviel an wie ich benötige, ohne Zucker ist die Oxalsäure über mehrere Jahre haltbar. Herr Rübengrün schrieb vor einiger Zeit, dass er die Oxalsäure ohne Zuckerzusatz träufelt. Ich spiele mit dem Gedanken, es in diesem Jahr so zu versuchen. Bin noch auf der Suche nach für und wider. Bei tiefen Temperaturen möchte ich das Brutnest nicht auseinanderreißen, außerdem hätte ich beim Sprühen Bedenken wegen meiner Gesundheit.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Vollkommen egal, wo die Dinger stehen und wie sicher sie zum Zeitpunkt des Bauens waren, die Menschheit wird das kaum unbeschadet unter Kontrolle halten und überleben können, es ist nur eine Frage der Zeit... alleine aufgrund der hohen Halbwertszeiten der Abfälle. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass die Lagerbehälter und Lagerstätten über zehntausende von Jahren sicher sind und Menschen nicht irgendwo rumbuddeln, auf das Zeug stoßen, ohne zu wissen was es ist...

    Euch Atomstrom-Liebhabern ist schon klar, was “atomarer Abfall“ bedeutet und wie lange wir damit zu tun haben werden (in irgendeinem Thread habe ich das mal geschrieben), wo ihn doch jetzt schon keiner haben will? Und je mehr es davon geben wird, umso weniger wird die Situation irgendwann kontrollierbar sein. Wenn wir so weiter machen, werden auch andere Dinge nicht mehr kontrollierbar sein. Es wird, was die Zerstörung unseres Planeten als Lebensraum für Menschen angeht, zu einem “Point of no return“ kommen. Und er ist verdammt nah. Das einzige, was die Menschen auf diesem doch ziemlich einzigartigen Planeten überleben lassen könnte, dürfte die regenerative Energienutzung sein. Energieträger, die gewonnen werden, müssen sich in überschaubarer Zeit regenerieren können, wie auch immer die Regeneration aussieht, alles andere ist Raubbau auf Kosten der Zukunft.


    Nun kann man natürlich sagen alle (es sind übrigens nicht alle) anderen machen einfach weiter, also mache ich auch weiter. Ist das die Lösung?


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Mich einer Träufelung auszusetzen, halte ich für unkritischer und kontrollierbarer als in der Nähe von Dampf/Nebel und den damit benetzten Gegenständen zu sein. Würde allerdings der Bienen wegen auch davon gerne wegkommen, da ich hier ein Brausen und Unwohlsein bei den Bienen vernehme. Habe deswegen schon probiert, bei sehr geringem natürlichen Milbenfall, die Winterbehandlung in Einzelfällen wegzulassen. Erstaunlicherweise hatte ich genau dort einen extrem geringem Milbenfall im folgenden Sommer. Statistisch ist das bei meinen drei Völkern und derzeit zwei Ablegern leider nicht verwertbar. Werde aber vorsichtig weiterprobieren und auch aus diesen Völkern nachziehen. Möchte tatsächlich ganz weg von der OS.