Beiträge von Thanaidh

    D.h. solange keine Faulbrut vorhanden ist, ist das alles harmlos, aber wenn es dann zu Faulbrut in der Region kommt, bekommt man es nicht mehr unter Kontrolle. Klingt einleuchtend. Danke.

    Schwärme werden immer als potentielle Faulbrutschleudern beschrieben, oft so, als ob jeder Schwarm Faulbrut durch die Gegend trägt. Mir leuchtet das nicht ganz ein. Wenn von mir ein Schwarm abgeht, hat der erst mal keine Faulbrut, wenn von meinem Nachbarn ein Schwarm abgeht auch nicht und bei meinem übernächsten Nachbarn auch nicht. Unsere Region ist derzeit ausreichend entfernt von Faulbrutgebieten. Wo soll sie also herkommen? Warum sollen diese Völker mehr gefährden als die Völker, von denen sie ausziehen? Sind nicht Kunstschwärme, die ohne Gesundheitszeugnis den Ort wechseln, genauso gefährdend? Und wird Faulbrut nicht über Kunstschwärme saniert? Warum birgt dann der Naturschwarm diese Gefahr?


    Nein, ich produziere nicht reihenweise Schwärme, sondern versuche sie zu verhindern. Es interessiert mich einfach.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Maximilian,


    ich mache genau das, wonach Du fragt. Alle Waben im Honigbereich (Einraumbeute) sind neuer Naturbau und werden gepresst. Ich entnehme den Honig allerdings nur einmal im Jahr im Ende Juli, für zweimal im Jahr reicht die Tracht in meiner Gegend sicher nicht. Wenn viel gebaut wird, wird auch viel Energie in Form von Honig benötigt. Meine Rähmchen sind nicht gedrahtet, damit ist das Ausschneiden der Waben einfacher, sie sind dann aber nicht mehr schleuderbar, d.h. die Mischung aus Schleudern und Pressen dürfte nicht mehr funktionieren.


    Bei vielen Völkern und wenn ich guten Ertrag für den Verkauf haben wollte, würde ich das sicher nicht machen. Allerdings ist für mich dieser Honig an Geschmack nicht zu übertreffen, er bekommt eine leicht herbe, fast bittere Note. Ich habe allerdings mal gelesen, dass viele Honigkunden genau das nicht mögen...


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Haben die Bienen bei deinem Vorgehen das Brutnest wieder Richtung Flugloch verlagert?

    ...in zwei Völkern ja. Das dritte Volk, ich hatte es letztes Jahr beschrieben, hatte sich in den Kopf gesetzt, das Brutnest an der fluglochabgewandten Seite haben zu wollen, an der Fluglochseite waren die Honigwaben. Bei diesem Volk hatte ich versucht, das durch Waben umhängen zu ändern, war aber erfolglos. Falls das nochmals vorkommt, würde ich dies einfach hinnehmen. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es mit der oben beschriebenen Art der Erweiterung zu tun hatte. In diesem Jahr ist bei allen drei Völkern wieder alles normal. Wird wohl auch so bleiben, bei uns ist die Kirschblüte durch, Honig ist hinten, das Brutnest ist jeweils vorne in der Beute.


    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich normalerweise im Frühjahr nicht mehr als ein bis höchstens zwei Futterwaben übrig habe, mehr ist auch wegen der Futterkränze über dem Brutnest nicht nötig. D.h. es handelt sich nicht um viele Waben, die an die Fluglochseite gehängt werden.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo aloisius,


    das ist der Grund, warum ich davon abgekommen bin. Bis letztes Jahr habe ich genauso erweitert, wie Master Tom das beschrieb und war immer auf der Suche nach einer Systematik, um die alten Waben rauszubekommen, ohne das Brutnest zu stören. Dieses Vorhaben habe ich inzwischen aufgegeben, zum einen, weil es bei mir sowieso nicht klappt und zum anderen, weil mir letztes Jahr das Buch “Top-Bar Beekeeping“ von Les Crowder und Heather Harrell in die Hände fiel. Vieles davon ist auch auf die Einraumbeute übertragbar.


    Dort wird beschrieben, dass bei der ersten Durchsicht im Frühjahr alle verbliebenen Futterwaben von der fluglochabgewandten Seite (hinten) direkt an das Flugloch (vorne) kommen und leere Waben von vorne nach hinten, das Brutnest bleibt unberührt. Dann wird nach und nach nur hinten erweitert, immer leere Rähmchen zwischen zwei bereits gebaute Waben, je nach Tracht zunächst mit einem Rähmchen, dann mit zweien. Das habe ich im letzten Jahr so gemacht und in diesem auch wieder so begonnen und bin so zufrieden damit, eben weil die Bienen nur minimal gestört werden, dass ich es wohl beibehalten werde.

    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo zusammen,


    hier ein Update zu der Vereinigung meiner Völker mit den Königinnenablegern vom letzten Jahr. Ich habe mich an #401 von swissmix orientiert. Mir nicht so viele Gedanken gemacht, Brutnest an Brutnest gesetzt, flankiert von den Futterwaben, den Ableger an die fluglochferne Seite. Keine sonstigen Maßnahmen. Die Königinnen habe ich das jeweils unter sich ausmachen lassen, nach einigem Hin- und Her-Abwägen auch die Königin, die ich nicht verlieren wollte. Das war vor knapp drei Wochen, früher als ich dachte, aber die Natur drängte. Alles funktionierte ohne Probleme, schöne starke Völker, die inzwischen durch die Kirschblüte aus dem Vollen schöpfen können...


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Climmo,


    nicht hinter das Schied, immer vor das Schied. Dieses ist der Abschluss des Raumes. Wenn man die Einraumbeute ernst nimmt, ist es immer ein Raum, der sich durch das Schied an die Rahmenbedingungen anpasst.


    Keine Ahnung, warum die das machen. Klingt für mich eher wie ein Eingriff, der nicht unbedingt notwendig ist, und diese versuche ich grundsätzlich zu vermeiden. Bei mir wäre das sogar eher ungünstig, da meine Bienen auf ihrem Honig überwintern, d.h. was zuerst eingetragen wird ist Blütenhonig, der ist gut zum überwintern, und der soll auch nah am Brutnest bleiben. Je später er eingetragen wird, umso ungünstiger ist der Honig in meiner Region zum Überwintern, deswegen soll der auch außen sein, dass ich ihn ernten kann...


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Ich würde den Milbenfall regelmäßig weiter kontrollieren. Derzeit ist er noch nicht kritisch für das Volk, wird aber natürlich in einiger Zeit kritisch, wenn er wirklich so hoch ist und nicht durch Ausräumverhalten verursacht. Wenn die kritische Grenze erreicht ist, würde ich den evtl. vorhandenen Honig ernten und behandeln. Oder wenn Du den Honig nicht in den Verkehr bringst, kannst Du versuchen, mit Puderzucker möglichst viele Milben aus der Kiste zu bekommen. Habe ich einmal gemacht. Hat bis zum Sommer ausgereicht, dann wurde wieder normal behandelt. Jetzt würde ich bzgl. Varroa nicht eingreifen.


    Der Schimmel würde mich allerdings sofort umtreiben. Die Ursache dafür würde ich umgehend beseitigen wollen. Dafür musst Du die Ursache rausbekommen. Hatten die Bienen zu viel Raum? Deckst Du mit Folie ab, dass Flüssigkeit nicht entweichen kann? Ist das nur der Fall, wenn der Schieber drin ist? Etc. Auch in einer Einraumbeute kann völlig ohne Schimmel überwintert werden.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Wenn du das zufüttern von Zuckerwasser, angepasster (Brut)Raum, Mobilbau mit Mittelwänden und in besonderen Fällen eine schwarmhemmende Völkerführung, als "ganz bestimmte Aktivitäten" bezeichnest, dann hast du jetzt schon mal die ersten 4 erfahren können.


    Eben alles Dinge, wo das einzelne Volk im überleben unterstützt. Ob du dies nachvollziehen kannst, oder deine eigene Ideologie (noch) im Wege steht, kann ich nicht beurteilen.


    lg sulz.

    ...also alles, was so in der Natur nicht vorkommt. Mir steht hier meine Ideologie im Weg... entfacht aber eine Motivation, dass es auch näher an der Natur möglich sein muss. Deine Maßnahmen erzeugen eine Wirkung, die ich möglicherweise mit anderen Maßnahmen auch erreichen kann.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Sulz,


    All die Jahrmillionen sind Völker gestorben, und nicht wenige, nur die Vermehrungsrate war hoch genug, dass die Art erhalten blieb. So entsteht eine natürliche Selektion. Natur funktioniert gar nicht, wenn immer alles am Leben bleibt. Aber wir sehen es als Scheitern an, wenn ein Volk stirbt. Ist es das, was Du meinst?


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    ...hier in der Region wurden 2014 wohl die ersten Einzelexemplare der VV gesichtet, 2017 in Karlsruhe die ersten Nester, 2018 in Baden-Baden und Umgebung die ersten Nester. Trotzdem scheint sie sich nicht in dem Maß auszubreiten wie an anderen Orten (z.B. Jersey), es scheinen nach wie vor einzelne Nester zu sein. Und ich kenne niemanden, der/die Probleme damit bei den Bienen hatte. Gibt es vielleicht andere Bedingungen (Klima, Vegetation...), die das beeinflussen?


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    ...in diesem Faden gab es bei über 400 Einträgen nahezu keine bösen Worte und Zankereien. Und es geht um die Einraumbeute, auch hier sind wir nach über 400 Einträgen immer noch beim Thema. Es wäre schön, wenn Ihr es dabei belassen würdet.


    Wenn ich wirklich unsicher wäre und auch das Gewicht mir keine Anhaltspunkte geben würde, würde ich an einem dieser warmen Tage reinschauen. Keine einzelnen Waben ziehen, sondern die Rähmchen im Block auseinanderschieben und einen Blick reinwerfen, der Platz ist vorhanden und man sieht auf diese Art und Weise genug.


    Beste Grüße,
    Thanaidh