Beiträge von Thanaidh

    für das varroabehandlungsfreie Überleben sein, dass die Bienen auf eigenem Honig überwintern

    Hat sich aber leider in der Praxis nicht bestätigt....Aber dies ist ein anderes Thema.


    Lg Sulz.

    Wurde das wirklich jemals ernsthaft untersucht? Wo kann man Ergebnisse dazu finden?

    Kurze Rückmeldung, der Solaris Inox hat gestern seinen ersten Test bei mir hervorragend bestanden. Vormittags drei 1,5-Zander-Rähmchen mit Waben rein, am Abend nach der Arbeit, war alles ausgeschmolzen, bei Sonne und ca. 20 Grad. Einfacher geht es nicht…


    Kornblume, danke nochmal für die Infos…


    Grüße Thanaidh

    Hallo Bruno,


    danke für das Mitdenken für meine Region… nach genauerem Nachdenken bin ich nun verwirrt, aber das ist gut so, dann grübelt man weiter.


    Du hattest folgende Schwarmkriterien genannt:


    1. Der Kipppunkt… Wird das nicht erst relevant, wenn das Brut-zu-Bienen-Verhältnis einen gewissen Wert überschritten hat? Damit wären wir möglicherweise wieder bei den genannten 1,2.


    2. Wo sind bei dem Differenzenquotient die Differenzen? Ist das einfach ein Brut-Quotient oder nimmst Du Differenzen über z.B. einen bestimmten Zeitraum? Wie auch immer, nicht jede depressive Phase kann ein Signal für Schwarmstimmung sein, z.B. direkt nach einem frühen Kälteeinbruch, wie z.B. in diesem Jahr reicht die Königinnenentwicklung davor kaum aus, das kommt dann eher mit einer zweiwöchigen Verspätung (wie auch in diesem Jahr geschehen), später im Jahr dürfte dieses Signal zu spät kommen. Landen wir auch hier nicht wieder bei einem Wert, der mit dem Brut/Bienen-Verhältnis zusammenhängt?


    Hier angehängt noch mein Diagramm. Ich habe leider keine Zeit, es so schön zu gestalten wie Du, trotzdem kann man das Wesentliche erkennen. Auf der x-Achse sind die Tage angegeben, Tag 1 ist der 23.12.2021. Die dunkelblaue Linie ist die Anzahl der Bienen, die orange Linie das Brut/Bienen-Verhältnis, die gelbe Linie die 1,2. Es gibt leichte Abweichungen bzgl. Kipppunkt zu Deinem Diagramm, da müsste man genauer hinschauen, woran das liegt.


    Für mich spannend ist, dass ich aus meiner Erfahrung sagen würde, hier in der Gegend herrscht Schwarmstimmung. Laut Diagramm, wenn man die 1,2 als Grundlage nimmt, wurde sie nie überschritten, also keine Schwarmstimmung, so die ganz einfache Interpretation. Letztes Wochenende habe ich kontrolliert und außer ein paar Spielnäpfchen, die noch nicht zur Eiablage vorbereitet waren, da matt und nicht glänzend, nichts gefunden. Und nun war ich erst mal erstaunt, mein Gefühl war falsch, die Tabelle liegt (noch) richtig. Von anderen Schwärmen in der näheren Umgebung habe ich auch noch nichts gehört.


    Trotzdem glaube ich, dass aufgrund der Menge der Bienen, das Brut/Bienen-Verhältnis in diesem Jahr nicht mehr über 1,2 steigen kann, mein Gefühl mir aber eindeutig “aufpassen“ signalisiert. Ich werde weiter beobachten.


    Ich kann mir vorstellen, dass man den Zeitraum für Schwärme stark einschränken kann, wenn man all diese Faktoren zusammenbringt… ich glaube aber auch, dass sie, isoliert betrachtet, einen nur verwirren.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Danke für Eure schnellen Rückmeldungen. Ich habe auch seit Jahren einen kleinen Sonnenwachsschmelzer, bin grundsätzlich sehr zufrieden, passt nur zu wenig rein.


    Kornblume: Ich liebäugle schon eine Weile mit dem Solaris Innox, das macht mir die Entscheidung nun leichter bzw. sie ist gefallen 🙂


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Übrigens, für Baden-Baden gab es (für mich sehr ungewöhnlich) am 30.03. ein Signal Schwarmstimmung und am 04.04. ein Signal Schwarmfieber mit Legestopp der Königin.
    ...

    Es könnten einige wenige Schwärme in der Gegend abgehen oder bereits abgegangen sein.

    Nach meiner Tabelle gab es am 30.03. (wie bei Dir) die Umkehr des Brut/Bienen-Verhältnisses, allerdings bei einem Verhältnis von Brut/Bienen von 1,1, d.h. die 1,2 war nie überschritten. Es gab keine mir bekannten Schwärme. Bis dahin ist alles korrekt. Nur wie geht es nun nach dem Temperatursturz weiter. Die Legeleistung ging für ein paar Tage zurück, das Verhältnis Brut zu Bienen ist eindeutig unter 1 gefallen und die 1,2-Marke dürfte nun nicht mehr erreichbar sein, da inzwischen mehr Bienen im Volk sind als Brut möglich ist. Hier müsste wohl eine Korrektur in der Tabelle stattfinden... Ich rechne mit Schwärmen nächster Zeit, werde beobachten, was die Tabelle dann macht...


    Grüße Thanaidh

    habe ich auch schon vor Deiner Unterrichtsstunde gewusst

    Dann verstehe ich die Frage nicht, warum dich wundert, dass mehrere nicht von abgegangenen Schwärmen ausgehen, bei den anfangs beschriebenen Völkern und Situationen.

    Ich hatte es so verstanden, dass einige generell die Schwarmstimmung Mitte April anzweifeln… und die ist hier definitiv vorhanden. War wohl von mir falsch interpretiert…

    Ich komme mir ein bisschen vor wie in der Schule…

    Das soll auch so sein. Man sollte nicht auswendig lernen, sondern Lernen lernen. Erst mal selber denken.

    Es gibt eine Zelle, aus der eine Königin geschlüpft ist. Also wäre die Schwarmstimmung mindestens 12 normalerweise 16 Tage früher aufgetreten. Das dann bei unangetastetem Drohnnrahmen. Das ist mehr als unwahrscheinlich.


    Dass mittlerweile in wärmeren Gegenden schon die ersten Schwärme fallen können, wurde ja schon bestätigt.

    Sag ich ja… und habe ich auch schon vor Deiner Unterrichtsstunde gewusst und dann kommt man sich eben ein bisschen doof vor.

    Warum zweifelt Ihr die Schwarmstimmung an?

    Lies dir den Anfangsbeitrag noch mal durch. Welche der Aussagen deutet darauf hin, dass ein Schwarm abgegangen ist?

    Ich komme mir ein bisschen vor wie in der Schule… Du stellst eine Frage, zu der Du die Antwort weißt und ich soll sie beantworten. Dann spiele ich das Spiel mal mit: Der Drohnenrahmen wurde nicht angenommen, also keine Drohnen und damit keine Schwarmstimmung.


    Meine Antwort war eher allgemein gemeint, zum einen bzgl. der Anzeichen für Schwarmstimmung in einem Volk und der klimatischen Bedingungen hier im südlichen Flachland.


    Grüße Thanaidh

    Wellenförmige Waben bzw. die Zungen statt herzförmig an einem Stück ist normalerweise ein Zeichen für Schwarmstimmung und wenn die Wabenkanten eher rund sind und mit Propolis überzogen, statt scharfkantig, dann ganz sicher. Die Kanten auf dem Bild scheinen eher scharfkantig zu sein, trotzdem würde ich dieses Volk genau beobachten und auch nach glänzendem (mit Honig überzogenem) Pollen schauen, das ist ist ein weiteres Zeichen. Wenn keine Königin im Volk ist, bauen sie gar nicht.


    Warum zweifelt Ihr die Schwarmstimmung an? Bei mir vor der Haustür sind Zwetschge/Pflaume bereits verblüht, die Kirsche gerade dabei, zu verblühen und die Äpfel sind kurz vor der Vollblüte, Drohnen sind in Mengen unterwegs… Heilbronn (Ort des Threaderstellers) dürfte in der Vegetation nur wenig hinter uns sein.


    Grüße Thanaidh

    Der Abstand vom Unterträger zum Boden ist nicht zu klein sondern zu groß, er beträgt ca 7cm, da kommt viel Wildbau zusammen.

    Ich weiß nicht ob es ein entsprechendes Wabenmaß für die Beutenbreite und Höhe gibt,

    wäre aber auch eine Idee für eine Nachnutzung wert.

    Gruß Jörg

    Da hast Du recht, es war der Honigraum, da hatten die Rähmchen keinen Abstand zum Boden. In meiner Einraumbeute ist der Abstand zwischen Unterträger und Boden knapp über 6 cm, mit Wildbau darunter hatte ich noch nie ein Problem, allein daran liegt es nicht, es ist eher die Kombination mit dem kleinen abgegrenzten Raum.

    Du fragst, wie es gehen kann. Mein erster Gedanke ist, wirf die ganzen Gimmicks raus und mache eine Einraumbeute daraus, das könnte funktionieren, auch mit dem kleinen Raum. Bleibt noch das Problem mit den Unterträgern. Wenn ich mich richtig erinnere, ist der Abstand zwischen Unterträger und Boden zu gering, deswegen möglicherweise auch das Verbauen. Ich sah in dem geringen Abstand eher das Problem von gequetschten Bienen. Mich selbst reizen viele Bienenbehausungen, die ich gerne ausprobieren würde… die EasyBeeBox gehört sicher nicht dazu… deswegen ist leider auch das nur Theorie.


    Grüße Thanaidh

    Ich habe zwar keine EasyBeeBox, aber eine Einraumbeute und habe mich mal mit dieser Box beschäftigt, weil ich um Rat gefragt wurde. Sie ist klein und meiner Meinung nach zu klein für diese strenge Aufteilung in Brutraum und Honigraum. Die Flexibilität, die man in einer Einraumbeute hat, geht verloren. Auch in einer großen Einraumbeute kommt man mit einem großen Volk und bei sehr guter Tracht genau zu dem Problem, das Du beschreibst. Den Raum vergrößern, wie bei Magazinen, kann man nicht, trotzdem muss man nicht den Bienen hinterherrennen. Königinnenableger oder Schwarmvorwegnahme lösen das Problem, im Herbst kann dann wieder vereinigt werden. Hier sehe ich ein weiteres Problem, der kleine abgetrennte Brutraum dürfte nicht für eine Vereinigung ausreichen. Ansonsten hat die EasyBeeBox ein paar Gimmicks, die das Imkern im Vergleich zu einer durchdachten Einraumbeute eher erschweren.


    Vielleicht hilft das wenigstens ein bisschen weiter.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Leute bitte, ich bin immer noch Anfänger, aber man kann doch Bienen nicht einfach hinstellen und dann den ganzen Winter sich selbst überlassen?!?

    Die Geschichten sind haarsträubend, haben aber nichts mit dem in Ruhe lassen im Winter zu tun. Die Bienen können bei guter Vorbereitung, abgesehen von einer eventuellen Winterbehandlung, sehr gut selbst durch den Winter kommen. Die Fehler, die zu Verlusten durch Varroa führen, sind lange vorher passiert. Und Bienen ersticken auch nicht durch Mäusegitter, entweder ist dahinter das Flugloch viel zu klein oder der Totenfall viel zu hoch, wodurch auch immer. Die Bienen im Winter im Blick zu behalten schadet natürlich nicht.


    Ich würde einen einsameren Stand suchen 🙂


    Grüße Thanaidh