Beiträge von Thanaidh

    Hallo Climmo,


    ich bin zwar nicht Master Tom und ich kann Dir leider Deine Frage zu mehreren Völkern in einer Kiste nicht beantworten, da ich in meiner Einraumbeute nur ein Flugloch habe, aber vielleicht kann ich Dir trotzdem ein Stück weiterhelfen.


    Du musst nicht jedes Jahr von jedem Volk Ableger machen, ich mache diese nur bei Schwarmstimmung, um diese zu reduzieren, bisher mit Königinnenablegern, hat immer wunderbar funktioniert. Aus Völkern, die nicht schwärmen wollen, mache ich auch keine Ableger.


    Mein Platz hält sich auch in Grenzen, deswegen habe ich zwei Ablegerkisten (mehr war noch nicht notwendig) mit je 6 Rähmchen, in denen die Ableger auch überwintern. Platz hierfür hält sich in Grenzen, die bekommt man immer in irgendeiner Ecke unter.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo zusammen,


    ich nehme mit dem Nassenheider Professional 275 ml (ganz voll) und den mittleren Docht. Nach den Empfehlungen bzgl. Raumgröße müsste es der große Docht sein. Habe mit dem mittleren allerdings gute Erfahrungen gemacht, was die Verdunstungsmenge (und damit auch die Verdunstungszeit) angeht. Keine Toten Bienen, und nur ganz selten etwas ausgeräumte Brut.


    Ich platziere den Verdunster in einem Rähmchen am Brutnestrand. Ich halte es für wichtig, dann zu beobachten, ob sich die Bienen eigenartig verhalten. Kommen mehr als zu erwarten wäre, aus dem Flugloch? Brausen sie?... Ich hatte das noch nie, würde den Verdunster aber sofort wieder rausholen, dann stimmt etwas nicht (Nicht richtig zugeschraubt? Schraubverschluss defekt? Docht zu groß? Berührt Docht das Tuch? etc.) Die zweite Beobachtung geht über die Windel, es müssen im Vergleich zum natürlichen Milbenfall sichtbar mehr Milben fallen. Wenn das nicht passiert, ist die Verdunstungsmenge zu gering. 40 ml in einer Woche ist sicher zu wenig. Also auch hier nachschauen, was nicht stimmt (Witterung? Docht zu klein? Ist das eine Dochtende in der Flüssigkeit? etc.).


    Wenn alles unauffällig ist, lasse ich die Bienen in Ruhe un schaue erst wieder rein, wenn sich der natürliche Milbenfall wieder eingestellt hat.


    Apfeltasche : Beim Nassenheider classic arbeitet man doch auch mit Flies. Zumindest habe ich das vor dem Professional so gemacht. Vielleicht liegt es daran.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo zusammen,


    was ist das Ziel dieser genauen Zählerei? Bei denen, die Behandlungsfreiheit durch Zucht anstreben, ist das klar, hier bleibt nichts anderes übrig, aber dazu gehört viel mehr als Milben zählen, d.h. bei den meisten wird es nicht darum gehen.


    Allen anderen müsste doch die Tendenz (wenige Milben, einige Milben, viele Milben (Zahlen im Internet)), genügen und die bekommt man ohne Probleme über die Windel. Noch Volksgröße und Brutmenge mit einbeziehen und der Blick auf alle Völker des Standes (da man alle gemeinsam behandeln sollte), damit kann man den Behandlungszeitpunkt gut festlegen. Der Milbenfall bei der Behandlung bestätigte bei mir bisher immer die Tendenz und funktioniert wunderbar.


    kaktusland : Keine Milben gibt es nicht, kannst die Windel ja noch ein paar Tage drin lassen. Die Tendenz bei Dir sind wenige Milben, also in Ruhe den Zeitpunkt eine Behandlung überlegen, Du wirst nicht ohne Behandlung in den Winter gehen wollen. Bei der Behandlung Windel rein und schauen, wie viele Milben dann fallen, davon das weitere Vorgehen abhängig machen.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Master Tom,


    danke für die Tipps. Weiter vorne habe ich gelesen, dass Du auf acht bis zehn Waben überwinterst. Ich auch, aber eher auf zehn, auch schon auf bis zu zwölf. Bei einer etwas größeren Wabenfläche als bei Dir könnte ich hier auf jeden Fall enger fahren. Damit ist das Brutnest bereits kompakter. Das werde ich in diesem Jahr machen und im Frühjahr etwas später erweitern. Nächstes Jahr weiß ich mehr.

    Auch bei mir gab es den Fall, dass ein Volk fluglochfern brütete und den Honig vorne eintrug. Das war aber dem Umstand zu verdanken, dass die Bienen eine Zeit brutfrei waren. Als die neue Kö legte, fand sie scheinbar ersteinmal hinten Platz zur Anlage eines Brutnestes. Im Laufe der Zeit entstand dann vorn eine zweites Brutnest und hinten das lief wieder aus. Die Bienen regeln das für sich. Wenn es Dich stört, kannst Du auch die Honigwaben nach hinten verlagern und das Brutnest (als Block) ans Flugloch schieben. Aber eigentlich nicht nötig.

    Alles schon probiert. Dieses Volk scheint sich in den Kopf gesetzt zu haben, die Dinge anders zu machen. Ich habe die Chance genutzt und im Zuge des Königinnenablegers die vollen Honigwaben nach hinten getan, die noch eher leeren zwischen Brutnest und den Honig und gedacht, dass sich das mit der neuen Königin dann regelt. Die Bienen interessiert das gar nicht, die eher leeren sind inzwischen bebrütet, vorne lassen sie das Brutnest auslaufen und lagern wieder Honig ein. Ich lasse sie jetzt einfach machen. Spannend ist, dass der Ableger mit der alten Königin sich völlig normal verhält.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Dazu habe ich jedem meiner beiden Wirtschaftsvölker 8 verdeckelte Honigrähmchen entnommen.

    Hallo Master Tom,


    schaffst Du es, acht Honigrähmchen ohne Brut zu entnehmen? Ich habe eher langgezogene Brutnester, so dass mir nur drei bis vier Honigrähmchen (von insgesamt 18) ohne Brut bleiben. Was kann ich anders machen? Gehst Du vor, wie von Melifera empfohlen, und öffnest die Honigkränze im Frühjahr? Das habe ich bisher nicht gemacht.


    In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal ein Volk, das das Futter auf der Fluglochseite einlagert und die Brut auf der dem Flugloch abgewandten Seite hat. Woran kann das liegen? Ich habe dieses Frühjahr aufgrund eines Urlaubs sehr (zu) früh beidseitig erweitert. kann das der Grund sein. Eine zweite Überlegung war, dass ich das auf der kurzen Seite über die ganze Länge gehende Flugloch einseitig eingeengt habe, bisher hatte ich es symmetrisch eingeengt, dass es in der Mitte liegt. Eingeengt deswegen, weil ich der Meinung bin, dass es über die ganze Breite zu groß ist. Diese Überlegung habe ich allerdings wieder verworfen, da die Melifera-Beuten das Flugloch auf der langen Seite einseitig haben. Oder könnte das doch eine Rolle spielen?


    Vielleicht kannst Du oder auch jemand anders mir weiterhelfen.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Kasmodiah,


    wenn ich es richtig verstanden habe, hast Du das Rähmchen zwischen Futtertasche und den anderen Waben. Das ist gut, da damit kein Wildbau entstehen kann. Beim Naturbau musst Du immer etwas nachbessern, gerade richten etc. Löse die Waben mit den Wachsbrücken vorsichtig voneinander und drücke das überstehende Wachs vorsichtig mit dem Stockmeisel in die Wabe, so dass sie möglichst gerade ist. Dann die Wabe wieder reinhängen, die Bienen machen den Rest.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Meine Quelle ist ein Berufsimker mit Ausbildung, der sich meiner Bienen angenommen hat, als bei mir ein Volk CBPV hatte. Ein Bienenvolk hat, was CBPV angeht, wohl Selbstheilungskräfte, die durch bestimmte Maßnahmen unterstützt werden sollten. Wir haben weder Waben rausgenommen, noch Desinfizierungsmaßnahmen durchgeführt, nur das Volk isoliert und versucht, möglichst viele kranke Bienen loszuwerden. Da das Virus in Verbindung mit hoher Varroalast auftritt, wurde gleich noch eine zweimalige Ameisensäurebehandlung durchgeführt, was weitere kranke Bienen nicht überlebt haben. Königin wurde auch nicht getauscht, das Volk hat aber im Spätjahr umgeweiselt. Keine Ahnung, ob das direkt damit was zu tun hatte. Das Volk hatte zu dem Zeitpunkt keine Symptome mehr und auch nie wieder danach. Ich gehe davon aus, dass es funktioniert, zumindest ist es einen Versuch wert.

    Als Ergänzung zu Bienenfuchs und honigbanane . Die Brut muss nicht vernichtet werden, CBPV betrifft nur die adulten Bienen, nicht die Brut, d.h. Brut raus ist eher kontraproduktiv. In einiger Entfernung abfegen ist gut, so kommen kranke Bienen nicht mehr zurück, die sind es, die raus müssen. Umweiselung wird empfohlen, ist aber nicht unbedingt notwendig.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh