Beiträge von Thanaidh

    Hallo Norbert,


    einfach zusammen hängen, das schwächere bzw. das Volk ohne Königin fluglochfern. Die Wabenanordnung bleibt wie sie ist. Normalerweise hast Du dann Futterwaben zwischen den beiden Völkern. Die Königin sollte nicht auf einer der beiden Kontaktwabe sitzen, ansonsten brauchst Du keine weiteren Vorkehrungen, die Königin wird durch ihr Volk geschützt. Du kannst auch beide Völker mit Königin zusammenhängen, die machen das unter sich aus. Nach einiger Zeit können dann die Futterwaben an den Rand...


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Gleichwohl werde ich nach Ende der aktuellen Hitzewelle mit AS behandeln, Tolleranzzucht wollte ich erst im zweiten Jahr probieren 😉...

    Wozu die Ameisensäure? Du brauchst ja für die Zucht nächstes Jahr auch ein Volk, von dem zu züchten kannst...


    Beäug die Varroen aufs schärfste, wegen meiner teste nochmal mit Alkohol (oder Puderzucker, das wäre kein solche Massaker). Aber für behandeln sehe ich nach der Schilderung keinen Grund. Manchmal kann man auch einfach Glück haben.

    ...Glück mit der Varroa um diese Jahreszeit ist trügerisch...

    ...kann es sein, dass jemand auf die Idee kommt, seinem Ergebnis auf dem Varroaschieber nicht zu trauen, weil hier im Forum immer wieder betont wird, dass es sowieso nichts taugt?

    Aber schön ist anders 😒.

    Waldi : Schön ist wirklich anders. Ich bin der Meinung, dass man, alles vom Schieber ablesen kann, was man benötigt, man muss nur lernen die Anzahl ins Verhältnis zur Jahreszeit und der Menge an Brut zu setzen. Du hast wahrscheinlich noch eine ganze Menge Brut, da sind sehr sicher Milben drin, d.h. das Bild auf Deinem Schieber (und auch das Auswaschen) täuscht. Wenn die Brut abnimmt, werden mehr fallen.


    Ich selbst mache keine TBE, sondern ggf. Brutunterbrechung durch Schwarmvorwegnahme, damit hatte ich noch nie ein Volk, dass gar nicht hätte behandelt werden müssen. Ich kann mir das auch hier nicht vorstellen. Da es doch eher nach wenig Milben aussieht, kannst Du mit der AS noch etwas warten kannst bis die Temperaturen etwas runter sind und, wenn später auch noch wenig Milben fallen, mit einer moderaten Menge (per Verdunster) behandeln kannst. Hier siehst Du dann wiederum, wie viel Milben fallen und ob eine weitere Behandlung notwendig ist.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Ich denke, dass eine AS Behandlung immer Stress bedeutet und die Bienen in ihrem Tagesablauf stört. Dann störe ich lieber für 24h etwas intensiver als 10-14 Tage kontinuierlich. Zumal bei meinen Dadant Beuten eine Verdunstungsrate von ~25ml/Tag empfohlen wird.

    Mit dem Schwammtuch nehme ich 20ml pro Behandlung. De facto also weniger als an einem Tag mit Langzeitverdunstung.

    ...das Problem dabei ist, dass von den 20 ml am Anfang durch die hohe Konzentration sehr viel verdampft und ich vermute, dass es nicht über die vollen 24 Stunden geht, sondern das Schwammtuch bereits nach kürzerer Zeit trocken ist. Der Nassenheider gleicht das aus.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    D.h. solange keine Faulbrut vorhanden ist, ist das alles harmlos, aber wenn es dann zu Faulbrut in der Region kommt, bekommt man es nicht mehr unter Kontrolle. Klingt einleuchtend. Danke.

    Schwärme werden immer als potentielle Faulbrutschleudern beschrieben, oft so, als ob jeder Schwarm Faulbrut durch die Gegend trägt. Mir leuchtet das nicht ganz ein. Wenn von mir ein Schwarm abgeht, hat der erst mal keine Faulbrut, wenn von meinem Nachbarn ein Schwarm abgeht auch nicht und bei meinem übernächsten Nachbarn auch nicht. Unsere Region ist derzeit ausreichend entfernt von Faulbrutgebieten. Wo soll sie also herkommen? Warum sollen diese Völker mehr gefährden als die Völker, von denen sie ausziehen? Sind nicht Kunstschwärme, die ohne Gesundheitszeugnis den Ort wechseln, genauso gefährdend? Und wird Faulbrut nicht über Kunstschwärme saniert? Warum birgt dann der Naturschwarm diese Gefahr?


    Nein, ich produziere nicht reihenweise Schwärme, sondern versuche sie zu verhindern. Es interessiert mich einfach.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Hallo Maximilian,


    ich mache genau das, wonach Du fragt. Alle Waben im Honigbereich (Einraumbeute) sind neuer Naturbau und werden gepresst. Ich entnehme den Honig allerdings nur einmal im Jahr im Ende Juli, für zweimal im Jahr reicht die Tracht in meiner Gegend sicher nicht. Wenn viel gebaut wird, wird auch viel Energie in Form von Honig benötigt. Meine Rähmchen sind nicht gedrahtet, damit ist das Ausschneiden der Waben einfacher, sie sind dann aber nicht mehr schleuderbar, d.h. die Mischung aus Schleudern und Pressen dürfte nicht mehr funktionieren.


    Bei vielen Völkern und wenn ich guten Ertrag für den Verkauf haben wollte, würde ich das sicher nicht machen. Allerdings ist für mich dieser Honig an Geschmack nicht zu übertreffen, er bekommt eine leicht herbe, fast bittere Note. Ich habe allerdings mal gelesen, dass viele Honigkunden genau das nicht mögen...


    Beste Grüße,

    Thanaidh

    Haben die Bienen bei deinem Vorgehen das Brutnest wieder Richtung Flugloch verlagert?

    ...in zwei Völkern ja. Das dritte Volk, ich hatte es letztes Jahr beschrieben, hatte sich in den Kopf gesetzt, das Brutnest an der fluglochabgewandten Seite haben zu wollen, an der Fluglochseite waren die Honigwaben. Bei diesem Volk hatte ich versucht, das durch Waben umhängen zu ändern, war aber erfolglos. Falls das nochmals vorkommt, würde ich dies einfach hinnehmen. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es mit der oben beschriebenen Art der Erweiterung zu tun hatte. In diesem Jahr ist bei allen drei Völkern wieder alles normal. Wird wohl auch so bleiben, bei uns ist die Kirschblüte durch, Honig ist hinten, das Brutnest ist jeweils vorne in der Beute.


    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich normalerweise im Frühjahr nicht mehr als ein bis höchstens zwei Futterwaben übrig habe, mehr ist auch wegen der Futterkränze über dem Brutnest nicht nötig. D.h. es handelt sich nicht um viele Waben, die an die Fluglochseite gehängt werden.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh