Beiträge von ren

    Heute bei schönem Flugwetter gab es bei zahlreiche Fälle von Räuberei im HiveWatch Netzwerk, die ich gerne als Anschauungsmaterial hinzufüge:


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    Und hier gings plötzlich in die andere Richtung, da wird wohl der Nachbar ausgeraubt:


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    Dasselbe an diesem Standort:

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    Zusammenfassend fängt es im besten Fall am Tag zuvor langsam an und plötzlich reissen alle Dämme, wobei jetzt im November die Gewichte natürlich weniger dramatisch Abnahmen als noch im August.

    An den Kurvenverläufen der Stockwaagen lässt sich in der Tat viel über die aktuelle Tracht herauslesen. Anbei der Vergleich von Wald- Linde- und Alpenrosentracht anhand der Gewichtsverläufe vom gestrigen Tag:


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    Am auffälligsten ist die Lindentracht wo es frühmorgens gleich losgeht aber dann von 8.00 bis 16.00 der Eintrag nur noch langsam vorankommt. Nach 16 Uhr gibt es dann wieder stetige Zunahmen bis Sonnenuntergang.


    Der Wald ist relativ konstant über den Tag, der kurze Taucher um ca. 15.30 Uhr würde ich am ehesten leichtem Drohnenflug zuschreiben aber vlt gibt es auch andere Erklärungen hierfür. Kurz vor Sonnenuntergang scheint es jeweils zu einem "Rallie" zu kommen, wo sich die Zunahme beschleunigt.


    Bei den Alpenrosen gehts erst nach 8 Uhr los da bei diesem Stand auf 1'800 m.ü.M die Temperaturen frühmorgens noch zu kalt zum Ausfliegen sind. Auch am Abend wird es früher kalt und somit stoppt der Eintrag früher als im Flachland.


    Dasselbe über die letzten drei Tage:


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    Momentan liegt der durchschnittliche Verbrauch bei ca. 1 kg/Monat. Wie man in der Grafik unten sieht ist der Verbrauch ziemlich unabhängig von der Region, so liegt die Kurve der Voralpenregion (Schweiz) ziemlich identisch zu den Gesamtdurchschnitten von Schweiz und Deutschland trotz dem kühleren Klima. Dagegen sieht man anhand der Region Hochrhein, dass eine Läppertracht im Herbst einen relevanten Unterschied bewirken kann.



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    Die Datenbasis für die gesamte Schweiz beträgt rund 1000 Bienenvölker, während in Deutschland und den Regionen Voralpen und Hochrhein jeweils zwischen 100 bis 200 Völker als Datenbasis dienen.


    Obige Durchschnitte sind schön zum Anschauen aber die Realität ist komplizierter. Wenn ich z.B. zufällig ein paar Völker vergleiche sieht es dann so aus:


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    D.h. im Durchschnitt wissen wir ziemlich genau was zu erwarten ist, aber leider halten sich nicht alle Bienen an die Vorgabe ;)

    Heute konnten wir erstmalig einen Schwarmabgang zusammen mit Bruttemperatur- und Gewichtsmessung aufzeichnen. Gut zu sehen wie die Temperatur während dem Schwarmakt um bis zu 2°C zunimmt und sich nach ca. 3 Stunden wieder normalisiert hat (Daten sind normiert, Temperaturwerte in °C).

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    Wenn man etwas weiter in die Daten reinzoomt sieht man auch, dass die Bruttemperatur erst wenige Minuten vor dem Schwarmabgang beginnt anzusteigen.

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    Verfolgen wir Gewicht und Temperatur in den vorangegangenen drei Wochen, so ist in der Brutraumtemperatur keinerlei Auffälligkeit zu beobachten, was auf den anstehenden Schwarm hingedeutet hätte:

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    Zumindest in diesem Beispiel scheint es, als ob die langfristige Beobachtung der Brutraumtemperatur keine Anhaltspunkte für einen bevorstehenden Schwarm liefert. Mal schauen wie es beim nächsten Schwarm aussieht.

    Heute scheint schwarmtechnisch die Post abzugehen. Wenn ich unsere Logfiles anschaue und hochskaliere, werden in der Schweiz bis heute Abend 2-3% aller Völker geschwärmt haben.


    Ein Besuch am eigenen Stand scheint angebracht :-)