Beiträge von oleeiner

    Berggeist

    Das man den Eimer nicht so warm macht ist mir durchaus bewusst.


    Allerdings traue ich dem Melitherm nicht wirklich. Physikalisch-Chemisch gesehen ist kristallinier Honig, eine schwach wässrige Zuckerlösung, aus der Zucker mit der Zeit auskristallisiert. Dies geschieht dadurch, dass sich zunächst Kristallisationskeime bilden, und an denen dann die eigentlichen Kristalle. Durch Rühren zerkleinert man diese Kristalle bzw. verteilt die Kristallisationskeime im Volumen und regt deren Neubildung an. Das Ergbnis sind kleinere Zuckerkristalle und somit feinkristalliner Honig.

    Um eine grobkristallinie Lösung nun wieder vollständig kristallfrei zu bekommen, muss man Sie zunächst auf Temperatur X erhitzen, so dass alle Kristalle aufgelöst werden. Allerdings sind dann immernoch die Kristallkeime in der Lösung vorhanden, somit würde die Lösung in kurzer Zeit wieder grobkristallin werden. Um auch die Kristallkeime loszuwerden muss man mit der Temperatur noch höher gehen (Auf Temperatur Y).

    Wir wissen, dass die Kristalle im Honig nicht bei 40 °C vollständig aufgelöst werden (Sonst gäbe es keinen Melitherm, der mit mehr als 40 °C arbeitet).

    Da der Honig nach einem Melithermdurchgang zumindest kristallfrei ist, muss er zwangsläufig kurzzeitig einer so hohen Temperatur ausgesetzt worden sein, dass die Kristallbindungen alle gelöst werden konnten.

    Was das für die Enzyme im Honig bedeutet kann ich nicht sagen, womöglich ist es nicht schädlich für den Honig, da die Dauer der Temperatureinwirkung nicht ausreicht um die Eiweißgerinnung auszulösen. (So wie beim Finger den man kurz in eine Kerzenflamme hält)

    Allerdings würde ich eine Schädigung der Enzyme nicht ausschließen.

    Manuel91 Danke, genau das wollte ich wissen :) Also 35 bis 38 Grad um schon kristallisierten Honig abzufüllen. Werde ich nächsten Donnerstag mit 36.5 Grad ausprobieren. ^^


    Kleingartendrohn ich werde das bei nächsten Honig so machen.

    Allerdings ist bei mir 2 mal rühren pro Tag nicht drin. Dazu müsste ich zwei mal pro Tag ca. 40 km zu meinem Honiglager fahren... oder die 180 kg Honig mit nach Hause nehmen...


    Tut mir leid, auch wenn du wahrscheinlich viel mehr Erfahrung mit Honig hast, wehre ich mich dagegen meinem Honig als "vermurkst" zu bezeichnen.

    Ich habe den Honig geimpft und im Eimer gelassen ohne zu rühren. Der ist jetzt zwar etwas fest, aber feinkristallin und immernoch fürs Brötchen geeignet ohne das Messer abzubrechen. Also noch nicht wie Beton und konsistenzmäßig definitv besser als mein erster Honig (ich würde die Konsistenz des ersten Honigs als Kies mit Sirup bezeichnen... :S:S, zum Glück wurde der schon verzehrt).

    Meines Erachtens kann der Fehler nicht so groß sein, da das Impfen, kristallisieren lassen, auftauen und dann abfüllen auch von Dirk Unger gemacht wird. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich nicht nach dem Impfen jeden Tag gerührt habe.

    Meiner Meinung nach sollte dann ein etwas festerer Honig herauskommen.


    Naja ich werd mich überraschen lassen, wird schon schief gehen :)

    Wenn es wirklich Schleim oder Beton wird, muss ich mich wohl damit abfinden. Erhitzen auf die genannten Temperaturen ist jedenfalls mangels Melitherm und aus Widerstreben nicht drin.

    Hallo Manuel,

    Das Rezept werde ich ausprobieren :) Der erste Teil ist ja fast schon so gelaufen wie er sein sollte. Nur das Rühren hat gefehlt...

    Hoffentlich passt meine Abfüllkanne in den Wärmeschrank.. Hab ich beim Bauen gar nicht dran gedacht... :/

    Welche Konsistenz hat dein Honig denn nach dem Erwärmen? Ich vermute er ist noch kristallin?

    Na das klingt ja ermutigend. Also lieber auf knapp 40 °C erhitzen ? Und das Rüren weglassen? Betonhonig ist meines Erachtens, das geringere Übel im Gegensatz zu Phasentrennung und Schleim...

    Richtig, der Honig wurde bis jetzt noch nicht gerührt, sondern nur mit feinkristallinem Honig geimpft (feinsteif war das falsche Wort) und ist jetzt ebenfalls fein kristallin.

    Also wäre es jetzt der nächste Schritt, den Honig aufzutauen, dann mit dem Honigrührer durchzurühren und anschließend abzufüllen.


    Schon unter dem Aspekt der Honig möglichst schonend zu verarbeiten, wäre es interessant zu wissen, bei welcher Temperatur verschiedene Honige so gut fließen, dass man sie ins Glas bekommt. Und meine Stromrechnung freut sich über eine niedrigere Temperatur auch. ^^

    Hallo zusammen,


    ich werde nächste Woche das erste Mal Honig im selbstgebauten Wärmeschrank auftauen und will diesen danach gleich in Gläser füllen. Dabei stellt sich mir die Frage, welche Temperatur ich einstellen muss, damit der Honig seine feinsteife Konsistenz behält, aber dennoch so flüssig ist, dass er ohne zu klumpen vom Eimer in den Abfüllkübel und von dort ins Glas fließt.

    Nach ziemlich langer Suche im Netz bin ich genauso schlau wie vorher: Irgendwie über 30 °C, auf jeden Fall unter 40 °C. Wobei er bei 40 ° C schon wirklich Flüssig zu sein scheint.

    Was sind eure Erfahrungen diesbezüglich? Ist es bei jedem Honig anders, oder kann man pauschalisiert davon ausgehen, dass Honig bei XY °C eine gewisse Viskosität erreicht?


    Viele Grüße,

    Erik

    Probleme mit der Honigfeuchte hatte ich dieses Jahr auch. Allerdings dadurch bedingt, dass zu viel Honig ins Volk gekommen ist. (An einem einzigen Wochenende waren es 10 kg pro Tag, 30 kg insgesamt). Habe dann letztes Wochenende 180 kg Honig von 5 Völkern geerntet mit einem Wassergehalt um die 18% ...
    Bei einem Volk musste ich eine Zarge noch komplett im Volk lassen, da sind bestimmt auch nochmal 20 kg Raps drin... (Augenrollen)

    Inzwischen wird weiter fleißig Kornblume eingetragen und die Linde kommt noch..

    Hallo Zusammen,


    in der Allgemeinverfügung steht: "die für die Durchführung der Probenahme erforderlichen Dokumente sind vorzulegen".

    Um welche Dokumente handelt es sich dabei?

    Ich vermute mal Gesundheitszeugnis, wenn die jeweiligen Völker vor kurzem an den neuen Standort gebracht wurden und die Dokumentation der durchgeführeten Varroa-Behandlungen (Stockkarte etc.). Oder ist etwas anderes gemeint?


    Viele Grüße,

    Erik

    Hallo Oli,

    Ich würde morgen erstmal einen Blick in die Völker werfen und ermitteln, wie viele Vorräte die noch haben. Wenn die Völker sehr wenig Vorräte haben, d.h. kaum Honigkränze über dem Brutnest, leere Futterwaben dann sofort mit der Fütterung beginnen.

    Falls viel Futter in den Völkern ist (10 bis 12 Kilo sollten schon drin sein) würde ich direkt mit der Varroabekämpfung beginnen sofern die Außentemperatur es zulässt.

    Die Futtermenge kannst du abschätzen indem du jede Wabenseite gedanklich in acht Teile teilst. Jedes verdeckelte Achtel sind ca. 125 g Futter.


    Ob du nun mit Eimer, Glas, Schale oder Futtergeschirr fütterst ist den Bienen egal ;)


    Den Honig kannst du noch Schleudern solange die Waben ordnetlich und sauber gelagert wurden. Allerdings musst du wegen des Wassergehaltes aufpassen, der ist bei den unverdecktelten Waben sicher über 20 %. Alternativ kannst du die Honigwaben auch den Bienen zurückgeben. Wenn wenig Tracht herrscht dürften die bis zur endgültigen Winterfütterung leer sein.

    Ich habe bei meinem Volk die Bruträume Mitte/Ende Juni getauscht. Letzte Woche war der neue obere Brutraum ausgebaut und bebrütet und der untere Leer somit habe ich den alten Brutraum entnommen und die ausgeschleuderten HR-Waben obendauf gesetzt.

    Hallo, Danke für die Antworten. Heute war von dem Geruch kaum noch etwas wahrnehmbar. Nur der Beton war noch feucht. Aber das gibt sich bei den sommerlichen Temperaturen bald. Da ich diesen Boden definitiv nicht wischen kann (mein "Lager" ist ein alter Hühnerstall, der gründlich geputzt und neu gekalkt wurde), werde ich erstmal nichts weiter machen. Evtl. Wische oder spüle ich das Regal demnächst noch mit Wasser aus.