Beiträge von Marius Apisticus

    Das Thema ist "Wachsrückstandsanalysen - Rückstände - Ungereimtheiten". Ein Diskurs also eine schriftliche Erörterung dieser Problematik mit unterschiedlichen Positionen und Meinungen ist erwünscht. Es geht hier im Forum um den sachlichen Austausch von Informationen und Erkenntnissen. Die Forumregeln sind allen Teilnehmern bekannt. Die Abwertungsmentalitäten finde ich erbärmlich. Das Thema ist aus meiner Sicht viel zu wichtig um es für persönliche Fäden zu missbrauchen. Das Problem mit der Wachsproblematik ist nach wie vor sehr aktuell und es gibt Ungereimtheiten, weil es immer noch keinen einheitlichen Standard gibt und Interpretationsspielräume in der Analytik ausgenutzt werden.

    Zitat

    Nun meine Frage: Hat jemand schon mal DNM 2,0 probiert?

    Hallo Markus Christian, ich habe mit DNM 2.0 mit der zwei - Königen - Betriebsweise experimentiert. BR vertikal unterteilt in max. 2 x 6 Rähmchen mit dem Schied angepasst. HR 10er Dadant quer und hoher Boden mit "Zwischenspeicher- Rähmchen". Es hat aus meiner Sicht mehrere Nachteile: Erstens sind die Rähmchen deutlich schwerer folglich wenn man größere Anzahl "ziehen" muss kommt es zur einer erheblichen Mehrbelastung. Zweitens ist für die Wanderung entsprechende Hebetechnik erforderlich. Rähmchen kann man selbst bauen oder größere Anzahl als Sondermaß bestellen d. h. die Betriebskosten steigen und sie sind nicht so schnell verfügbar. Lernen am Wiederspruch und Lernen aus Fehlern halte ich für einen sehr guten Ansatz. Am schlimmsten finde ich die Begründung: "Das habe ich schon immer so gemacht." Lesen, Denken uns Ausprobieren haben keine negativen Auswirkungen. Tipp: Große Rähmchen vorbohren, verschrauben und evtl. MW mit Edelstahlspeichen stabilisieren. Lektüre: Oswald Hensel in IT-Technik. PS Am Ende bin ich wieder bei Dadant angekommen. ;)

    Zu hohe Feuchtigkeit fördert das Wachstum unerwünschter pathogener Keime.

    Eine mögliche Lösung bietet diffusionsoffener Deckel. Die Kombination mit geschlossenem Boden und verkleinertem Flugloch (sehe Jörg: Flugloch/Boden Hinterbehandlungsbeute) unterstützt in der Trachtzeit das aktive Entfeuchten durch die Bienen.


    Um den optimalen µ-Wert herausfinden experimentiere ich mit Stroh, Lehm, Scharfwolle und Hanfdämmwolle. Neben dem Material und der Materialstärke ist die Differenz der am Deckel anliegenden Temperaturen ausschlaggebend. Die Konstruktion von Abbé Émile Warré (sehe kleinimker: Warrékissen) ist in diesem Zusammenhang sehr interessant.


    Hobbos-Messung - Dank an Torben Schiffer der sich intensiv mit dem Beuteklima beschäftigt.

    https://i0.wp.com/chelifer.de/…5/hobos-messung.jpg?ssl=1


    Gruß Marius


    PS Folienabdeckung/Gasegitter versus diffusionsoffener Deckel