Beiträge von Herr-derBienen

    Hallo zusammen - ich will dieses Jahr mit zwei Ablegern auf Dadant beginnen und bin gerade überlegen, wo ich am besten Mittelwände kaufe. Gibt es denn aktuell zuverlässige Quellen, denen man trauen kann?


    Alternativ überlege ich, ohne fremdes Wachs im Naturwabenbau zu starten und später meinen eigenen Wachskreislauf aufzubauen. Funktioniert das denn bei einem Ableger, den man Anfang Juni bekommt? (Ich möchte vermeiden, dass das Volk zu langsam wächst und dann gegen Winter zu klein ist).

    **R0Li84, das mit dem Naturwabenbau ist ne tolle und super Sache ! Zuerst konnte ich mich damit auch nicht anfreunden, da ich aber neuen Ideen immer offen gegenüber stehe habe ich es vorerst an drei Völker im Jahr 2016 versucht. Im vergangenen Jahr habe ich dann weitere Völker umgestellt. Es ist für mich ein Erfolg. Allerdings musst du auch intensiver und sorgfälltiger gegen Varroa behandeln. Wenn man einen Schwarm einfängt, dann ist es nichts anderes. Man füttert gut ein und der Schwarm will sofort bauen. Denn Naturwabenbau solltest du nicht sofort zu 100 % umstellen. Stück für Stück, Waben entnehmen und durch Rähmchen mit Draht und bei Bedarf auch mit Anfangsstreifen , dazu geben. Die besten Monate dafür sind April- Mitte Juni. Nach der Sommersonnenwende, fahren die Bienen Ihr Bauverhalten zurück. Auch ist nicht gleich Bienenvolk = Bienenvolk. Es kommt auf die Zuchtlinie ganz stark an. Es gibt Völker die bauen sehr gut und dann gibt es Völker, die bauen total schlecht und unmöglich. Steuern kannst du das nur mit Geduld und Anfangsstreifen. Hänge zuerst zwei leere Rahmen ins Volk und beobachte gut. Wenn du nur einen einhängst, dann wird er als Baurahmen für Drohnenzellen genutzt. Also immer mit zwei oder mehr starten. Bei einem Ableger, kannst du eine zweite Zarge aufsetzten, die nur mit gedrahteten Rähmchen bestückt ist. Die Brutzarge unten (Ableger) lässt du auslaufen und entfernst die Waben Stück für Stück. Du wirst sehen, das die Bienen die obere Zarke schnell ausbauen. und die Weisel dann auch nach oben wandert. Auch wenn Weisel , lieber dunklerer Waben annehmen, so erkennst du im Naturbau, dass dies anders ist. Versuch es einfach.

    Hallo liebe Imkerfreunde ,

    das Problem Wachs beschäftigt wohl die meisten von uns. Auch ich musste feststellen, das der Lieferant meines Vertrauen, damit belastet war.

    Hier mal den ein oder anderen Tipp, wie ich das Problem für mich gelöst hab. Seit Jahren verwende ich in den Honigräumen, die Nordwabe. Dies aus Betriebswirtschaftlicher und Hygienischer Sicht. Die Bruträume werden von mir seit vergangenen Jahr, Stück für Stück auf Naturbau umgestellt. DNM Rähmchen mit Draht und Anfangsstreifen. Es geht auch ohne Anfangsstreifen, doch dann bauen die Bienen Herzförmig. Mit Streifen legt man zumindest ein wenig die Form des bauens fest. Jedoch entscheiden die Bienen selbst, wie und was Sie bauen. Wer im Naturwabenbau imkern will, sollte sich dafür wenigstens zwei - drei Jahre zur Umstellung Zeit nehmen. Erstens werden immer mal wieder dunkle Waben benötigt und zweitens, dauert es auch eine Weile bis man alle Waben umgestellt haben kann. Wer sich nun noch eine manuelle Wachspresse besorgt, der kann dann im Winter seine Mittelwände oder Anfangsstreifen aus eigenen reinem Bienenwachs selbst herstellen.

    Erst war ich etwas sekeptisch, was den Naturwabenbau angeht, doch inzwischen bin ich überzeugt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Weniger Arbeit durch Herstellung von Rähmchen mit Mittelwänden, Verminderung des Schwarmverhaltens (da die Bienen immer etwas zu tun haben), reiner sauberer Bienenwachs, Gute Wachserträge, Gesünderes sozialverhalten im Bienenvolk.

    Nachteile : man kann mittels Baurahmen, die Varroa durch verdeckelte Drohnenbrut nicht einfach entfernen. Die Bienen bauen auf jede Wabe Drohnenzellen. Diese sollte man dann bei der Durchsicht schneiden.


    Hoffe hier ein paar Tipps für den ein oder anderen gegeben zu haben