Beiträge von Masterbrauer

    Ich hab gelesen dass Bienen ihre fette selbst aus Kohlehydraten herstellen können. Deshalb sind fette in diesen Teigen vermutlich nicht so wichtig

    Aber keine essenziellen Fettsäuren

    ???

    Nicht alle Fettsäuren können von Menschen aus Kohlenhydraten synthetisiert werden. Fettsäuren sind ein Baustein von Fetten. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese nennt man essenziell. Beim Menschen sind es z.B. bestimmte Omega-Fettsäuren. Welche essenziell sind ist bei jedem Lebewesen anders. Je nachdem welche Stoffwechselwege in der DNA verankert sind.

    Ich habe einigen meinen Kunstschwärmen (14 von insgesamt 20) die ich Anfang Juli erstellt habe ca. 500g Eiweißfutterteig nach folgendem Rezept gefüttert:


    1000g Puderzucker

    250g getrocknete Bierhefe (pur, nicht die, die mit Treber gemischt ist)

    100g whey Protein Isolat geschmacksneutral

    80g Sonnenblumenöl

    alles in der Küchenmaschine vermixt und dann gerade so viel Wasser (ca.70g) dazu dass es gerade klumpt.

    Die Hefe hat etwa 50% Protein, das Whey Protein Isolat etwa 80% Protein. Daher im Futterteig etwa 14% Protein.

    Also pro Kunstschwarm 70g Protein und 27g Öl.


    Mit dieser Menge kann rechnerisch eigentlich nicht viel Bienenmasse aufgebaut werden. Es muss ja auch noch die Verwertbarkeit berücksichtigt werden (Verdauung, Aminosäurenprofil)

    Aber diese Kunstschwärme sind deutlich stärker in Brut gegangen als die ohne Futterteig. Und die Kästen sind auch jetzt voller mit Bienen als die, die keinen Eiweißfutterteig bekommen haben.


    Einschätzungen natürlich rein empirisch, nicht wissenschaftlich bestätigt.


    Wäre die Pollenversorgung bei mir im Juli besser gewesen, hätte das Ergebnis vielleicht anders ausgesehen...

    Mit dem Problem der Instabilen Konstruktion hast du recht. Die würde ich stabilisieren/modifizieren.

    Die von mir errechnete Filterfläche fürs Spitzsieb habe ich nur auf den beheizten Bereich kalkuliert.

    Am meisten Praxiserfahrung beim Handling beider Varianten hat da wohl rase...

    Bei mir soll der vorgewärmte Honig komplett aufgelöst werden und in meinen vorhandenen 150kg Edelstahlbehälter laufen. Ist die Charge drin, Impfen, Rührwerk drauf (noch in Planung mit einem gebrauchen Winkelgetriebe und passend zum Behälter gebautem Rührrechen). Wenn fertig entweder mit einer elektrischen Seiwinde oder Hochhubwagen auf Abfüllhöhe bringen und ab ins Glas.

    Projekt soll bis Ende des Jahres fertig sein.

    Bei mir geht´s um etwa 1000kg Honig pro Jahr.

    Ich stehe auch vor der Entscheidung, Melitherm oder Spitzsieb mit Heizung.


    Melitherm:


    ca. 600€

    Heizleistung 500W

    Filterfläche: 707cm2

    Volumen: 21l/30kg



    Spitzsieb mit Stativ und Heizung(45cm Variante):


    ca. 300€

    Heizleistung 1000W

    Filterfläche: ca. 1300cm2 (Annahme h=30cm, als Bereich für genutzter Filterbereich in dem die Heizung Honig schmilzt, gesamt h=50cm)

    Volumen: ca. 25l/35kg (Bereich Heizung 6l/9kg)


    Melitherm:

    +: stabil, robust

    -: weniger Filterfläche, teurer


    Spitzsieb:

    +: bessere Nachtrocknung des Honigs bei Luftstrom des Luftentfeuchters auf das Sieb gerichtet, mehr Oberfläche

    -: instabiel, wackelig (Modifikation/Verstärkung des Gestells vorteilhaft)


    Ist meine theoretische Einschätzung richtig?

    Die Maße sind auch geschätzt/theoretisch...

    Kann man Met eigentlich auch mit einer Flasche Federweißer starten? Ich frage für einen Freund.


    ;)

    Der handelsübliche Federweißer wird normalerweise aus pasteurisiertem Saft und Reinzuchthefe hergestellt. Die Hefe ist daher sauber und natürlich aktiv. Daher auch keine konkrete Alkoholangabe auf dem Etikett da dieser sich durch die Gärung ja ändert. Kalte Lagerung über längere Zeit schadet der Hefe nicht, vor allem nicht da im Federweißer ja noch genügen Nährstoffe vorhanden sind. Bei ca. 4 Grad stellt die Hefe ihren Stoffwechsel fast ein, fährt ihn aber bei hoheren Temp. wieder hoch.

    Schimmel kann nur wachsen wenn der Wassergehalt sehr hoch ist. Auch deutlich höher als bei Heidehonig zugelassen ist. Bevor Schimmel wächst machen sich osmotolerante Hefen an die Arbeit. Ob ein Mikroorganismus wachsen kann ist von den frei verfügbaren Wasser abhängig (aw-Wert).

    Denke auch immer daran dass dein Produkt mikrobiologisch stabil sein muss.


    (Veränderung des Wassergehaltes)


    Und für glückliche Kunden auch optisch und sensorisch stabil (Geschmachsstabilität, Alterung und Farbveränderungen/verblassen/vergrauen durch UV-Licht, Bodensatz, Entmischung...)

    Wenn du ein Produkt herstellst dann gehört die Nährwertkennzeichnung laut LMIVdrauf.


    Immer im vollem Umfang (Big Seven).


    Du hast relativ hohe Spielräume, sodass du es theoretisch rechnerisch erstellen kannst (Mittelwertanalyse der Rohstoffe)

    Ich habe es dieses Jahr testweise an einem Außenstand ausprobiert. Schaffe da keine regelmäßige Schwarmkontrolle.

    Bei 6 Völkern die Kö raus. 2 von den Völkern waren in Schwarmstimmung die anderen nicht.

    Bei diesen beiden die vorhandenen Zellen gebrochen und Krabbelzellen rein.

    Werde über die Erfolge oder Misserfolge berichten. Vor allem ob die etwa 10 Tage ohne stiftende Kö. was bei der Honig Ernte ausmachen...

    Morgen kommen die Fluchten drauf dann werfe ich mal einen Blick rein. Ist dann 6 Tage her.

    Alle geschlüpft? Nachschaffungszellen? Ausgebissene Zellen? Weitere Kö´s sollen ja bei dem Zeitfenster nicht geschlüpft sein...

    Moin,

    was sind eure Erfahrungen wie lange man im Frühjahr problemlos umweiseln kann (Reservekönigin aus Mini+ in WV) ?

    Was ist der Ausschlag gebende Punkt?

    Nektarfluss?

    Durchlenzung? (Winterbienen weg)

    Drohnenbrut, wenn ja ab welchen Stadium?