Beiträge von Bienenfluesterer

    Hallo zusammen,


    dass ein Volk nach 3 Wochen ohne Königin bereits drohnenbrütig ist, ist eher unwahrscheinlich. Also entweder es gab eine Umweiselung im Herbst wie beschrieben (hatte ich auch schonmal) oder die Königin ist schon länger nicht mehr anwesend.


    Im Laufe dieser Woche nochmal nachschauen. Bei Drohnenbrütigkeit eine andere Königin zuzusetzen ist riskant. Jetzt nachschaffen zu lassen ist ebenfalls riskant. Ich habe ein einziges Volk mit ein paar Drohnen und fast keine Brut in den Völkern erst recht keine Drohnenbrut. Für meine Umgebung rechne ich erst Anfang Mai mit ausreichend geschlechtsreifen Drohnen. Und das sind noch mal 4 Wochen hin.


    Wenn es drohnenbrütig ist: Abschlagen, sofern andere Völker am gleichen Stand vorhanden sind. Die Mädels betteln sich ein.


    Viele Grüße


    Carsten

    Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob im einzargigen oder zweizargigen Brutraum geimkert werden soll. Beides geht, jedes System hat Vorteile und Nachteile. Da scheiden sich die Geister.

    Da es für jedes System mittlerweile die Möglichkeit gibt, Flachzargen und große Brutraumzargen zu kaufen und das ganze System relativ einfach umzustellen, ist die Frage auch nicht ganz so relevant. Wenn ich nochmal anfangen würde, dann würde ich mich für Flachzargen (159 mm) in dem von mir bevorzugten System entscheiden und auch eine große Brutraumzarge kaufen. Dann einen Vergleich zwischen einem Volk in zweizargiger Betriebsweise mit Flachzargen und einem Volk mit Großraumzarge durchführen. Und mich dann für ein System entscheiden. Es geht maximal eine Großraumzarge verloren, die Flachzargen können als Honigraum verwendet werden.


    Zwei ganze DNM oder Zander oder Langstroth Zargen sind echt groß, die bekomme ich in mein Auto nicht rein. Und es gibt riesige Honigkränze im 2. Brutraum. Deshalb bin ich bei einer 10er Dadant hängengeblieben. Mit Ganzzargen Zander als Honigräumen, aber die sind sauschwer.


    Viele Grüße


    Carsten

    Warum nicht einfach die Dadant-Beuten mit Mittelwänden zur Salweidenblüte auf die alten Kisten über Absperrgitter aufsetzen? Königin nach oben sperren, dann ziehen die Mädels fast automatisch nach oben um. Evtl. Leisten an den alten Beuten anbringen, damit die evtl. breiteren Beuten dicht aufsitzen.


    Viele Grüße


    Carsten

    Hallo Bugsi,


    anbei mein Rat: Erstmal traditionell anfangen mit offenen Böden und "normalem" Deckel.

    Glaub nicht soviel von dem, was hier und sonstwo erzählt wird. Wenn es die "eine" Methode gäbe, hätte sich sich durchgesetzt.

    Also: Erstmal das Pflichtprogramm erlernen. Dann, im nächsten Jahr oder vielleicht auch erst im übernächsten Jahr, dann experimentieren. Offene Böden kann man mit einer Platte leicht verschließen, geschlossene jedoch nicht so einfach öffnen. Daher: Offene Böden besorgen. Was den Klimadeckel angeht: mit einer Folie kann man den auch lahmlegen. Also: Klimadeckel besorgen und bei Bedarf lahmlegen. Damit ist die Ausrüstung am flexibelsten.

    Obwohl ich nicht glaube, dass ein Klimadeckel viel bewirkt. Ich habe mal so was in der Art gebaut. Jetzt liegt eine Folie drunter.


    Viele Grüße


    Carsten

    Die "perfekte" Beute gibt es nicht. Es geht doch darum, Anfängern einen Tipp zu geben. Mein Hinweis dazu: Ein Komplettsystem anschaffen und die wenigen Nachteile in Kauf nehmen. Selber etwas zusammenbasteln was nachher mit nichts anderem mehr kompatibel ist, ist belastend. Ich habe drei unterschiedliche Böden. Bedeutet: drei unterschiedlich große Schieber. Welcher Boden ist doch gerade an welchem Stand? Standard ist Trumpf.


    Es gibt so schöne Komplettsysteme die weit verbreitet sind z.B. das Segeberger Styropor oder das 10er System der Magazinimker. Wo ist denn der Unterschied in der Betriebsweise zwischen 1,5 DNM, ZaDant oder Dadant? Gibt es nicht, ist alles gleich.


    Eher bedenken würde ich Beuten-Grundfläche und Beutenhöhe. In mein Fahrzeug bekomme ich (mit etwas Mühe) 4 Dandant 10er rein. Aber keinen Zander zweizargig: zu hoch. Maximal Zander oder Langstroth Flachzarge zweizargig. Und Dandant 12er nur zwei, mit viel Gequetsche vielleicht 3. DAS sind die Beschränkungen, denen ich unterliege. Auch mal an einen Völkertransport oder eine Wanderung denken.


    Ich werde zukünftig nur noch kompatible 10er Beuten bauen (oder kaufen). Mit den unkaputtbaren Böden und Futterzargen eines französischen Herstellers. Wenn ich dann kein Dadant 10er mehr mag, sondern Langstroth ganz oder flach oder Zander Flachzargen: kein Problem. Ritze ratze. Passt alles übereinander.


    Daher meine Empfehlung: es gibt so schöne Beutensysteme, für alle gibt es Großraumzargen als Brutraum. Ob Holz oder Polystyrol. Mit Flachzargen als Honigraum hat man maximale Flexibilität von Anfang an. Alles passt.


    Fahr mit den Anfängern in das Imkerfachgeschäft des Vertrauens, guckt an, was die haben. Lass es Euch erklären. Meldet Euch aber vorher an. Baut mal alles übereinander, Mit Falz und ohne Falz, fingert mal an EPS Beuten rum. Schaut Euch mal an, was es alles an kompatiblem Zubehör zu den Systemen gibt, wie z.B. Futterzargen, Pollenfallen, .... und wie flexibel die Systeme sind. Überlegt Euch mal, welche Ziele die Anfänger verfolgen: Bio-Imkerei = Großraum aus Holz. Feuchter Standort = EPS.


    Und sei mit der Großraumbeute nicht so dogmatisch.


    Viele Grüße


    Carsten

    Ich mache die TBE jedes Jahr. Ameisensäure hat mich nicht überzeugt: Königinnenverluste, Brutverluste, es sah zum Teil aus wie auf einem Schlachtfeld. In einer kühlen Nacht sind die Schalen der Nassenheider vollgelaufen und dann bei schnellen Warmwerden morgens ist viel AS verdampft. Das muss nicht sein.


    Viele Grüße


    Carsten

    Zur Bauerneuerung kann ich die totale Brutentnahme nur empfehlen. Unmittelbar vor Trachtende oder direkt nach dem Abschleudern der Sommertracht durchgeführt bleicht ausrechend Zeit für die Völker, viele und gesunde Winterbienen aufzuziehen, wenn mach gleich im brutfreien Zustand mit Oxalsäure behandelt. Die Brutscheunen ziehen sich eine Königin nach, wenn die begattet ist, ist der Rest Brut geschlüpft, und man kann auch die Waben in den Brutscheunen erneuern. Oder die Brutscheunen zur späten Vermehrung von Königinnen nutzen und ein paar Mini-Plus damit besiedeln. Oder die Völker rückvereinen. Oder Verkaufen.


    Ist aber ein großer Aufwand und eine große Materialschlacht.


    Viele Grüße


    Carsten

    Als Betreuer eine Schulimkerei nutze ich doch mal die Gelegenheit, um ein paar Anmerkungen loszuwerden.


    Zusammen mit einem Kollegen betreue ich sechs Völker an einem Berufskolleg in NRW, die Schüler sind zwischen 15 und 20 Jahre alt. Wir halten die Völker auf 10er Dadant mit Zander Honigräumen. Warum so kompliziert? Nun, wir wollten einzargige und zweizargige Brutraumführung vergleichen. Haben wir auch getan und sind bei der einzargigen Betriebsweise hängengeblieben. Ist für die Schüler viel einfacher. Die Honigräume müssen nicht so hoch gehoben werden (trotz des Alters der Schüler ist das manchmal ein Problem), die Durchsicht von maximal 8 Waben geht schneller als die von 20 Waben, genügend Platz zum Arbeiten, kein Bienengequetsche, usw.


    Wenn ich nochmal Bruträume beschaffen müsste, ich würde Zadant nehmen. Warum? Längere Ohren. Die sind für die Schüler viel einfacher, sicherer und angstfreier anzufassen als die kurzen Dadant-Ohren. Heißt auch: weniger Bienen verlieren ihr Leben. Auch lassen sich die Beuten aufgrund der oberen Leiste viel einfacher heben. Die Betriebsweise ist ja die gleiche, egal ob Dadant oder Zadant. Zander 1,5 ist schon wieder zu groß. Die Rähmchen sind sehr schwer und unhandlich. Da werden noch mehr Bienen gequetscht. Auch bei der Ablegerbildung sind die großen Rähmchen ein Problem: Wird ein Rähmchen entnommen, werden auch ca. 20 % des Volkes entnommen. Bei Zadant sind es nur 15 % oder noch etwas weniger.


    Und: Zadant oder Dadant ist wirklich kein Unterschied, ein befreundeter Berufsimker hält 400 Völker auf Zandant im Angepassten Brutraum, und das genau so wie ich die Schulvölker halte.


    Bitte bei der Rähmchenbeschaffung auf dicke Oberträger (modifiziert) achten, dann sind die Rähmchen auch ausreichend stabil.


    Viele Grüße und guten Rutsch


    Carsten

    Hallo zusammen,


    am besten entweder am frühen Morgen oder besser: am späten Abend (außerhalb der Flugzeiten) den gesamten Ableger aufteilen und alle neuen Völkchen außerhalb des Flugradius aufstellen. Das kann ruhig der ursprüngliche Platz sein. Bis zum nächsten Morgen verschlossen halten, sonst kann es sein, dass die Mädels zu einem attraktiver riechenden Kasten fliegen.


    Oder: tagsüber bis auf eine Wabe alle anderen ennehmen und aufteilen und die Völkchen außerhalb des Flugradius aufstellen. Zwei Mittelwände ergänzen. Dann haben die Flugbienen das bekannte Zuhause und bilden einen starken Ableger. Bei allen anderen Kästen so verfahren wie oben.


    Habe ich beides probiert. Klappt beides.


    Frage: Wenn schon Sammelbrutableger, warum dann nicht gleich Königinnen Nachzucht mit Zuchtstoff einem guten Volk? Lohnt sich. Zumindest einen Versuch ist es wert. Wenn es nicht klappt, gibt es im Mai auch kurzfristig Königinnen.


    Viele Grüße


    Carsten

    Auch bei 10er Dadant hatte ich bislang immer einen Wabenplatz frei. Ist dann nicht ganz so viel Platz wie beim 12er vorhanden, aber wenn ich die Wahl habe zwischen weniger Platz in der Beute und neuem Auto ist für mich die Wahl ganz klar: Kleinere Beute. Die Entscheidung kann bei anderen natürlich anders ausfallen.


    Viele Grüße


    Carsten

    Zunächst muss ich meinen Vorrednern Recht geben: "Die" Beute gibt es nicht. Aber ein paar Anhaltspunkte, anhand der die ideale Beute für eine Imkerei ausgesucht werden kann. Ein paar Anregungen:

    1. Zunächst einmal die Verbreitung des Maßes in der Umgebung (Völkerkauf und - kauf, Imkerpate, Austausch im Verein, ...)
    2. Imkergesundheit: Das Gewicht der vollen Honigräume ist nicht zu unterschätzen. Es gibt zwar auch für Zander geteilte Zargen, aber ist das praktisch?
    3. Möglichkeiten, Völker zu transportieren: Für mich der einschränkende Faktor und extrem entscheidend. Vier Völker Dadant 10er (ohne Honigräume) bekomme ich in meinen Fiesta ohne Quetschen rein. Bei Völkern, die auf zwei Bruträumen geführt werden habe ich da keine Chance. Da passt keines rein. vom 12er Dadant passen zwei rein. Mit Verrenkungen vielleicht 3. Ist für viele vielleicht nicht ausschlaggebend, für mich schon.
    4. Arbeitsaufwand / Materialaufwand: Halte ich persönlich bei einzargigem Brutraum für geringer als bei zweizargigem, auch wenn die Schwarmkontrolle etwas aufwändiger ist.


    Die Liste lässt sich bestimmt fortsetzen und soll nur ein paar Anregungen geben.


    Lass Dich nicht verunsichern, den Bienen ist es egal. Egal welches Maß: Es bedarf etwas Übung, um damit erfolgreich zu imkern. Ein Vorschlag, falls Du unsicher bist, ob der zweizargige Brutraum überhaupt für was Dich ist: Kompatibles 10er System. Auch Zander-Zargen passen als Honigraum auf den Dadant-Brutraum. Mache ich auch so. Ist zwar nicht optimal, aber so können alle angeschafften Zargen verwendet werden. Und wenn es nur in der Funktion als Leerzargen zum Füttern oder zur Ameinsensäurebehandlung ist.


    Auch wenn ich jetzt Prügel beziehe: 12 er Dadant braucht keine Biene. Auch bei der stärksten Königin sind nicht mehr 8 oder 9 Waben mit Brut besetzt, und selbst dann könnte man noch enger führen. Und mit 12er Dadant hat man sich auf ein Maß endgültig festgelegt.


    Viele Grüße


    Carsten

    Sprühen mit Oxalsäure bei verdeckelter Brut funktioniert nur, wenn regelmäßig über einen Brutzyklus (ca. 20 Tage) behandelt wird. Ähnlich wie beim Verdampfen. Meine Empfehlung: Alle 4 Tage sprühen, 5 (oder 6) mal. Dabei, wie oben erwähnt, schräg sprühen, um die Brut zu schonen. So habe ich im Sommer eine Brutscheune nach der Totalen Brutentnahme behandelt. Nicht zu viel sprühen (2 Sprühstöße pro Wabenseite reichen) und möglichst keine gezuckerte Lösung verwenden.


    Viele Grüße


    Carsten