Beiträge von Bienenfluesterer

    Hallo,


    ein Kollege und ich haben vor zwei Jahren ein Experiment mit einem Ultraschallvernebler gestartet, der mit einem Mikrocontroller (Arduino) gesteuert wurde. Reine Zeitsteuerung. Wir haben das System so eingestellt, dass eine bestimmte Menge vernebelt wurde, die Menge wurde über die Einschalt- / Ausschaltintervalle gesteuert. Hat auch mit Wasser hervorragend funktioniert. Dosierung von 1 ml / h bis 10 ml / h konnten sehr genau eingestellt werden. Allerdings nicht mehr mit Ameisensäure. Wir haben die USB-Vernebler verwendet, die für wenig Geld bei diversen Händlern zu haben sind . Die Leistung betrug weniger als 5 Watt. Die Verklebung der beiden Edelstahlplatten mit dem Piezo-Element war nicht säurestabil, innerhalb kürzester Zeit hat sich sich aufgelöst. Wir haben trotz intensiver Suche keine Piezo-Vernebler gefunden, die säurestabil sind und unseren Preisvorstellungen entsprachen. Für ca. 50 € mit Elektronik gibt es säurefeste Vernebler, allerdings haben die eine Leistung von über 40 Watt. Da reichen 3 oder 4 Sekunden an, um einen extremen Säurestoß zu erzeugen.


    Also: Vernebelung wird funktionieren, allerdings ist ein säurefester Vernebler mit einer Leistung von ca. 5 Watt (eher noch weniger) erforderlich.


    Über alles andere wie Medikamenten-Dosierpumpe über Spritze wir verworfen, da zuviel Mechanik erforderlich ist und das System zu teuer wird.


    Das einzige, was einigermaßen erfolgversprechend erscheint, ist die Verwendung von Mikro-Membranpumpen. Die gibt es in säurestabiler Ausführung für ca. 20 €. Die erlauben eine sehr exakte Dosierung. Oder Mini-Schlauchpumpen mit Schrittmotor. Sollte auch gehen. Beides haben wir aus Zeitgründen noch nicht probiert.


    Viel Spaß bei Grübeln


    Carsten

    Hallo zusammen,


    alle Zargen und Böden baue ich selber. Ausrüstung: Günstige Tauchkreissäge (mit Führungsschiene) und preiswerte Oberfräse. Für die Tauchsäge habe ich eine Vorrichtung gebaut, die das rechtwinklige Anlegen der Führungsschiene ermöglicht und einen Längenanschlag hat. Damit kann ich auch Leisten ziemlich genau ablängen. Stichwort bei Internetrecherche: Circular Saw Crosscut Jig.


    Ist zwar nicht die ultimative Ausrüstung, aber absolut flexibel und benötigt wenig Platz. Eine Alternative zur Tauchsäge ist eine Kapp-Zugsäge, damit erspart man sich eine Vorrichtung, kann aber keine Platten zusägen.


    Die Beuten baue ich aus 18 mm Leimholz aus dem Baumarkt. Wetterschutz ist aber zwingend erforderlich. Werden auch nicht so lange halten wie professionell gebaute Beuten.


    Viele Grüße


    Carsten

    Das mit den Kabelbindern geht. Wenn das Wirtschaftsvölker sind, dann bei Bedarf mit Dadant-Rähmchen erweitern. Nach Trachtende: Totale Brutentnahme (TBE), hier gibt es entsprechende Videos (z.B. bei imker foldissimo). Die Rähmchen der beiden Völker durch 6 bis 7 Mittelwände ersetzen. Nach drei Tagen: Oxalsäure-Sprühbehandlung. Dünn (1:1) ca 10 Liter Zuckerwasser füttern, dann sind die Mittelwände ratz-fatz ausgebaut. Die Brut von beiden Völkern in einer Brutscheune sammeln. Die ziehen sich dann eine Königin nach. Bis die in Eilage ist, ist der Großteil der Brut geschlüpft. Sobald die Königin in Eilage ist: Rähmchen ersetzen, s.o.


    Die Zwischenräume zwischen den beiden Rähmchen werden wahrscheinlich mit einem Mix aus Arbeiterinnen und Drohnenbrut belegt. Die Drohnenbrut kann mit etwas Aufwand aber geschnitten werden.


    Varroabehandlung und Wabenhygiene und Umwohnen in einem Schritt.


    Wenn das Ableger sind: Dann sind es wahrscheinlich sowieso nur 2 oder Waben. Mit Dadant erweitern und TBE nächstes Jahr.


    Viel Spaß.

    Grundsätzlich geht das. Praktisch alle meine Beuten habe ich aus Leimholz mit D3 Verleimung aus dem Baumarkt gebaut.


    Jetzt kommt das große Aber:

    Unabhängig von der Herkunft des Holzes reißt es in den Leimfugen leicht auf. Trotz Schutzanstrich mit entsprechendem Lack und einem geschützten und trockenen Stand. Von daher ist mit einer geringeren Lebensdauer im Vergleich zu professionell gebauten Beuten zu rechnen. Meine Beuten sind mit geringen Beschädigungen seit fast vier Jahren in Betrieb und haben drei Winter hinter sich gebracht. An dem geschützten Stand leben die mindestens noch 10 Jahre. An einem anderen, feuchten und nicht so geschützten Stand sind die Schäden gravierender und ich schätze ich die Lebensdauer auf insgesamt ca. 10 Jahre ein. Parallel an beiden Ständen betriebene gekaufte Beuten halten vermutlich ca. 1,5 mal so lange. Bei Honigräumen, die ja nur im Sommer draußen sind, ist der Unterschied nicht so gravierend wie bei den Bruträumen (ich imkere mit Dadant), die das ganze Jahr draußen stehen.


    Bauplan für Zander siehe hier:


    https://www.uni-hohenheim.de/f…ds/Imker/einfachbeute.pdf


    Bei Verwendung von 18 mm Leimholz die Maße so abändern, dass die Oberträger zwischen die Griffleisten passen. Skizzen und Fotos für Dadant kann ich anfertigen und einstellen. Dauert aber noch 1 bis 2 Tage.


    Viele Grüße


    Carsten