Beiträge von Bienenfluesterer

    Aus Handlingsgründen und Kompatibilitätsgründen empfehle ich 10er. Habe 10 und 12er Dadant und stelle um auf 10 Dadant und 10er Langstroth. Bis jetzt hatte ich max. 8 Waben Arbeitetinnenbrut plus Drohnenrahmen. Wenn ich im Juni merken würde, dass kein Platz mehr vorhanden ist, würde ich schröpfen. Die letzte Tracht ist bei mir dir Linde, und die ist Anfang Juli, letztes Jahr Nach dem ersten Drittel vom Juli, vorbei. Ein Ei Anfang Juni bringt mich bezgl. Honigertrag nicht weiter. Also schröpfe ich rechtzeitig und bilde Ableger. Für jemanden, der auf Spättracht nach Mitte Juli aus ist, ist das keine Option. Für mich ist das ideal. Also auch mal überlegen, wann wieviel Brut benötigt wird und wie die Völker geführt werden sollen. Keine Frage, dass das beim Züchten anders aussieht als bei vielen Imkern im Betrieb.


    Viele Grüße


    Carsten

    Sobald Bienen über eine Kreisgrenze verstellt werden, ist eine SFB zwingend. Sobald dir FKP für eine SFB oder bei amtstierärztlichen Untersuchungen gefordert wird, muss diese vom BSV gezogen werden. Bei reinen Vorsorgeuntersuchungen kann die FKP auch vom Imker selber gezogen werden. Zumindest dann, wenn sie selber gezahlt wird.


    Beim Verkauf von Völkern innerhalb eines Kreises würde ich zumindest eine negative FKP mitliefern una als Käufer verlangen.


    Im Zweifel mit BSV und Veterinär abstimmen.


    Viele Grüße


    Carsten

    Ob die Völker überleben können hängt in erster Linie von der Volksstärke und der Varroabelastung ab. Wenn beides stimmt, kann noch gefüttert werden. Ich musste auch einmal noch im November füttern, weil die Völker lange gebrütet haben und ich zu geizig war. Meine Methode: Im Müllbeutel von oben. Stabilen Müllbeutel nehmen (20 l), in einen 10 l Eimer einsetzen, ca. 5 l Sirup reingießen, und verknoten. Einen Rähmchen-Oberträger durch die Schlaufen stecken und den Beutel in einer Leerzarge auf dem zu fütternden Volk platzieren. Oberträger in der Leerzarge einhängen, damit der Beutel nicht auf den Oberträgern der Rähmchen hin- und herwabbelt. Ein paar Löcher mit einer Reißnadel in den Beutel stechen, sodass der Sirup langsam nach unten auslaufen kann.


    Ähnlich der Zip-Lock-Methode (google fragen), nur mit größerem Beutel.


    Viele Grüße und viel Erfolg beim Auffüttern


    Carsten

    Neben der Standardisierung ist eine effiziente Betriebsweise unerlässlich. Viele Ableger erstellen und Königinnen nachziehen frisst echt viel Zeit. Ein Erwerbsimker, bei dem ich immer mal wieder über die Schulter schaue, betreut mit einem Auszubildenden 400 Völker, und das ohne Stress. Beim Schleudern hat er weitere Unterstützung. Aber er verzichtet weitgehend darauf, Königinnen selber zu ziehen.


    Seine Strategie: Totale Brutentnahme bei Trachtende. Brutscheunen aus 2 bis 3 Völkern bilden. Bis auf die wirklich leistungsfähigen Königinnen alle im Zuge der Brutentnahme durch unbegattete oder schlupfreife Zellen ersetzen. Alle Brutscheunen mit Zellen oder unbegatteten Königinnen nach 9 Tagen beweiseln. Die Völkerzahl steigt vorübergehend um 1/ 3 an. Die schwachen Völker konsequent mit den Brutscheunen verstärken, da verschwindet ein Teil der Völker wieder. Der andere Teil gleicht die Winterverluste aus oder wird verkauft. Damit bleibt die Völkerzahl gleich.


    Am besten erst gar nicht darüber nachdenken, Begattungskästchen zu verwenden. Nur Mehrfachböden im Standmaß, wenn es denn zusätzliche Begattungseinheiten überhaupt geben soll.


    So würde ich das auch machen, wenn ich auf 50 Völker wachsen wollen würde. Standardisierung sowohl bei der Ausrüstung als auch bei der Tätigkeit. Seien wir doch mal ehrlich: Königinnen ziehen macht Spaß, kostet aber irre viel Zeit. Eine unbegattete kostet soviel wie ein Glas Honig; eine Zelle weniger. 75 Zellen oder unbegattete beim Vermehrer des Vertrauens auf Termin bestellt, viele Stunden Arbeit entfallen.


    Schaut euch mal die Imkerei in den USA, Australien und Neuseeland an. Dort wird eine strikte Arbeitsteilung praktiziert.


    Jetzt die alles entscheidende Frage: Ist es Ziel, die eine Tretmühle durch die andere zu ersetzen?


    Viele Grüße


    Carsten

    Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Standardisierung, wie meine Vorredner zum Teil schon angemerkt haben. Einheitliches Beutensystem, damit nicht überlegt werden muss, an welchem Stand jetzt was passt. Nicht nur gleiches Beutenmaß, sondern wirklich alles einheitlich, damit jede Zarge auf jede und auf jeden Boden und jede Futterzarge auf jede Zarge und jede Windel in jeden Boden und jede Bienenflucht auf jede Zarge und jeder Fluglochkeil in jeden Boden passt. Am besten ein System wählen, bei dem Futterzarge, Bienenflucht und Absperrgitter das ganze Jahr auf der Beute bleiben können. Außer Platz ist ausreichend vorhanden.Reduziert den Materialtransport ungemein.


    Alle Königinnen an einem Stand gleich alt und von gleicher Herkunft. Stände, wie schon erwähnt, strikt trennen, Wirtschaftsvölker von Ablegern trennen. Dann lässt sich die Entwicklung von Ablegern viel besser beurteilen, als wenn die an unterschiedlichen Ständen stehen.


    Die Stände (oder das Auto) so groß wählen, dass alle Völker an einem Stand mit einer Versorgungsfahrt versorgt werden können. Spart Fahrerei und Unsicherheit, welche Völker denn schon versorgt wurden.


    Konsequent Königinnen vom Züchter / Vermehrer des Vertrauens oder, wenn Zuchtkönigin vorhanden ist, selber von einer Zuchtmutter nahziehen. Damit ist einigermaßen gewährleistet, dass die Volksentwicklung gleich ist. Das spart viel Arbeit und Kopfzerbrechen. Auf Sanftmut achten, sodass möglichst ohne Schutz oder nur mit leichtem Schutz geimkert werden kann.


    Viele Grüße


    Carsten

    Hallo zusammen,


    dass ein Volk nach 3 Wochen ohne Königin bereits drohnenbrütig ist, ist eher unwahrscheinlich. Also entweder es gab eine Umweiselung im Herbst wie beschrieben (hatte ich auch schonmal) oder die Königin ist schon länger nicht mehr anwesend.


    Im Laufe dieser Woche nochmal nachschauen. Bei Drohnenbrütigkeit eine andere Königin zuzusetzen ist riskant. Jetzt nachschaffen zu lassen ist ebenfalls riskant. Ich habe ein einziges Volk mit ein paar Drohnen und fast keine Brut in den Völkern erst recht keine Drohnenbrut. Für meine Umgebung rechne ich erst Anfang Mai mit ausreichend geschlechtsreifen Drohnen. Und das sind noch mal 4 Wochen hin.


    Wenn es drohnenbrütig ist: Abschlagen, sofern andere Völker am gleichen Stand vorhanden sind. Die Mädels betteln sich ein.


    Viele Grüße


    Carsten

    Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob im einzargigen oder zweizargigen Brutraum geimkert werden soll. Beides geht, jedes System hat Vorteile und Nachteile. Da scheiden sich die Geister.

    Da es für jedes System mittlerweile die Möglichkeit gibt, Flachzargen und große Brutraumzargen zu kaufen und das ganze System relativ einfach umzustellen, ist die Frage auch nicht ganz so relevant. Wenn ich nochmal anfangen würde, dann würde ich mich für Flachzargen (159 mm) in dem von mir bevorzugten System entscheiden und auch eine große Brutraumzarge kaufen. Dann einen Vergleich zwischen einem Volk in zweizargiger Betriebsweise mit Flachzargen und einem Volk mit Großraumzarge durchführen. Und mich dann für ein System entscheiden. Es geht maximal eine Großraumzarge verloren, die Flachzargen können als Honigraum verwendet werden.


    Zwei ganze DNM oder Zander oder Langstroth Zargen sind echt groß, die bekomme ich in mein Auto nicht rein. Und es gibt riesige Honigkränze im 2. Brutraum. Deshalb bin ich bei einer 10er Dadant hängengeblieben. Mit Ganzzargen Zander als Honigräumen, aber die sind sauschwer.


    Viele Grüße


    Carsten

    Warum nicht einfach die Dadant-Beuten mit Mittelwänden zur Salweidenblüte auf die alten Kisten über Absperrgitter aufsetzen? Königin nach oben sperren, dann ziehen die Mädels fast automatisch nach oben um. Evtl. Leisten an den alten Beuten anbringen, damit die evtl. breiteren Beuten dicht aufsitzen.


    Viele Grüße


    Carsten

    Hallo Bugsi,


    anbei mein Rat: Erstmal traditionell anfangen mit offenen Böden und "normalem" Deckel.

    Glaub nicht soviel von dem, was hier und sonstwo erzählt wird. Wenn es die "eine" Methode gäbe, hätte sich sich durchgesetzt.

    Also: Erstmal das Pflichtprogramm erlernen. Dann, im nächsten Jahr oder vielleicht auch erst im übernächsten Jahr, dann experimentieren. Offene Böden kann man mit einer Platte leicht verschließen, geschlossene jedoch nicht so einfach öffnen. Daher: Offene Böden besorgen. Was den Klimadeckel angeht: mit einer Folie kann man den auch lahmlegen. Also: Klimadeckel besorgen und bei Bedarf lahmlegen. Damit ist die Ausrüstung am flexibelsten.

    Obwohl ich nicht glaube, dass ein Klimadeckel viel bewirkt. Ich habe mal so was in der Art gebaut. Jetzt liegt eine Folie drunter.


    Viele Grüße


    Carsten

    Die "perfekte" Beute gibt es nicht. Es geht doch darum, Anfängern einen Tipp zu geben. Mein Hinweis dazu: Ein Komplettsystem anschaffen und die wenigen Nachteile in Kauf nehmen. Selber etwas zusammenbasteln was nachher mit nichts anderem mehr kompatibel ist, ist belastend. Ich habe drei unterschiedliche Böden. Bedeutet: drei unterschiedlich große Schieber. Welcher Boden ist doch gerade an welchem Stand? Standard ist Trumpf.


    Es gibt so schöne Komplettsysteme die weit verbreitet sind z.B. das Segeberger Styropor oder das 10er System der Magazinimker. Wo ist denn der Unterschied in der Betriebsweise zwischen 1,5 DNM, ZaDant oder Dadant? Gibt es nicht, ist alles gleich.


    Eher bedenken würde ich Beuten-Grundfläche und Beutenhöhe. In mein Fahrzeug bekomme ich (mit etwas Mühe) 4 Dandant 10er rein. Aber keinen Zander zweizargig: zu hoch. Maximal Zander oder Langstroth Flachzarge zweizargig. Und Dandant 12er nur zwei, mit viel Gequetsche vielleicht 3. DAS sind die Beschränkungen, denen ich unterliege. Auch mal an einen Völkertransport oder eine Wanderung denken.


    Ich werde zukünftig nur noch kompatible 10er Beuten bauen (oder kaufen). Mit den unkaputtbaren Böden und Futterzargen eines französischen Herstellers. Wenn ich dann kein Dadant 10er mehr mag, sondern Langstroth ganz oder flach oder Zander Flachzargen: kein Problem. Ritze ratze. Passt alles übereinander.


    Daher meine Empfehlung: es gibt so schöne Beutensysteme, für alle gibt es Großraumzargen als Brutraum. Ob Holz oder Polystyrol. Mit Flachzargen als Honigraum hat man maximale Flexibilität von Anfang an. Alles passt.


    Fahr mit den Anfängern in das Imkerfachgeschäft des Vertrauens, guckt an, was die haben. Lass es Euch erklären. Meldet Euch aber vorher an. Baut mal alles übereinander, Mit Falz und ohne Falz, fingert mal an EPS Beuten rum. Schaut Euch mal an, was es alles an kompatiblem Zubehör zu den Systemen gibt, wie z.B. Futterzargen, Pollenfallen, .... und wie flexibel die Systeme sind. Überlegt Euch mal, welche Ziele die Anfänger verfolgen: Bio-Imkerei = Großraum aus Holz. Feuchter Standort = EPS.


    Und sei mit der Großraumbeute nicht so dogmatisch.


    Viele Grüße


    Carsten

    Ich mache die TBE jedes Jahr. Ameisensäure hat mich nicht überzeugt: Königinnenverluste, Brutverluste, es sah zum Teil aus wie auf einem Schlachtfeld. In einer kühlen Nacht sind die Schalen der Nassenheider vollgelaufen und dann bei schnellen Warmwerden morgens ist viel AS verdampft. Das muss nicht sein.


    Viele Grüße


    Carsten

    Zur Bauerneuerung kann ich die totale Brutentnahme nur empfehlen. Unmittelbar vor Trachtende oder direkt nach dem Abschleudern der Sommertracht durchgeführt bleicht ausrechend Zeit für die Völker, viele und gesunde Winterbienen aufzuziehen, wenn mach gleich im brutfreien Zustand mit Oxalsäure behandelt. Die Brutscheunen ziehen sich eine Königin nach, wenn die begattet ist, ist der Rest Brut geschlüpft, und man kann auch die Waben in den Brutscheunen erneuern. Oder die Brutscheunen zur späten Vermehrung von Königinnen nutzen und ein paar Mini-Plus damit besiedeln. Oder die Völker rückvereinen. Oder Verkaufen.


    Ist aber ein großer Aufwand und eine große Materialschlacht.


    Viele Grüße


    Carsten