Beiträge von 14301

    Also wenn ich mit dem Oxamaten verdampfe brauche ich auch locker 5 Minuten.

    Der Verdampfungs-Vorgang ist zwar nach 2-3 Minuten abgeschlossen, aber die Heizung ist gut 4-5Minuten an und ich lasse den Lüfter dann noch etwas laufen, damit sich der Ox-Dampf auch gut überall hin verteilt.

    Einen echten Zeitgewinn sehe ich nur bei dem Varromor.

    Die anderen Systeme kenne ich nicht wirklich und kann das nicht mitreden.

    Mit Teelicht-Verdampferstövchen dauert die Sache 1-2 Minuten und ist in Büro-Klamotten + Handschuhen zu erledigen.

    Sieht ein wenig wie Spielzeug aus, funktioniert aber gut und ist auch bei Profis im Einsatz.

    Viele Grüße

    Bernd

    Der Imkermeister Kusche hat zu dem Thema auch interessante Versuche gemacht.


    Er hat Schwärme in eine Kiste 1mx1mx1m eingeschlagen.

    Sie haben gebaut:

    maximal 8 Waben, maximal 35 cm breit und bei guter Tracht vom Deckel bis zum Boden.

    (googeln "Imkermeister Kusche Monatsbetrachtungen April")

    Das hat aber jetzt nicht mit den Werten an sich zu tun, sondern mit der Schummelei.

    Das erinert ja schon an den Abgasskandal. Wenn innen die Werte zu hoch sind, ziehen wir einfach mal die von außen ab.

    Kann man nur mit dem Kopf schütteln.

    Das war keine Schummelei. Da war zu ermitteln ob die Heizung mit den CO Werten im Limit bleibt. Und das Verfahren war zulässig. Der Techniker war ein offizieller Gutachter.

    Ich beende diese Geschichte hiermit, will nicht das Thema zerschießen.

    zu MAK-Werten allgemein.

    Ich war vor einiger Zeit für eine Lackieranlage zuständig. Die hatte einen leistungsstarken Abzug und eine Heizung für die Zuluft. Diese Zuluftheizung musste nach Vorschrift jährlich abgenommen werden bezüglich der zulässigen MAK Werte. Das Gebäude mit der Lackieranlage stand an einer (Neben)Straße. Regelmäßig waren die Werte zu hoch. Aber nicht von der Anlage sondern von der Luft der Straße. Der Techniker machte eine Messung im Freien, vor dem Gebäude und rechnete die gemessenen Werte von den innen gemessenen ab. Dann war die Sache in Ordnung. Hat jetzt nichts mit Oxalsäure zu tun, ergibt aber ein Bild zu MAK-Werten.

    Hallo Hotteshadow,


    wenn Du einen Beitrag zur Eindämmung des Bienensterbens leisten willst, wäre nach meiner Erkenntnis nicht bei der Honigbiene der größte Handlungsbedarf. Die Honigbienen werden, wenn sie Glück haben von ordentlichen Imkern mit allem versorgt, was sie brauchen.


    Dieses Glück haben die Wildbienen nicht. Es gibt hunderte von Wildbienenarten in Deutschland und davon steht etwa die Hälfte auf der roten Liste.


    Hier könntest Du mit dem Bau von "Bienenhotels" und der Anpflanzung von geeigneten Pflanzen einen wirklich wertvollen Einsatz gegen das Bienensterben erbringen.


    Viele Grüße

    Bernd

    Wenn ich OS verdampfe habe ich ja für eine längere Zeit keinen natürlichen Milbenfall mehr auf der Windel. Die Milben fallen nach meiner Erfahrung teilweise mit erheblicher Verzögerung. Deshalb muss der Milbenfall hier in angepasster Weise interpretiert werden oder die Diagnose ist unbrauchbar. Bei der angepassten Interpretation fehlt mir aktuell noch die Sicherheit. Deshalb brauche ich ein Verfahren, das den Bestand im Volk direkt ermittelt. Ich arbeite bisher mit der Puderzuckermethode und habe diese auch schon ein wenig rationalisiert. ( Mit 7 Urinbechern kann man ein gesiebtes Päckchen Puderzucker mit 250 g komplett und trocken portionieren usw.) Aber es ist doch viel Aufwand und das bepuderte Zeug im Auto ist auch nicht vergnügungssteuerpflichtig. Ich werde mir ein CO2 Set kaufen, dann weiß ich mehr.


    Vielen Dank für die Antworten und viele Grüße

    Bernd

    Mach doch bitte einen Namen drunter, meinetwegen einen falschen, wenn Du nicht dazu stehen kannst was Du schreibst. Aber 'ner Nummer werd ich nicht antworten.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Mein Name ist Bernd,


    hätte nicht erwartet, dass dieses relevant ist.


    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Imker mit CO2-Tester Erfahrung,


    nachdem die Diskussion nun schon ein halbes Jahr alt ist, dürften Erfahrungswerte vorliegen.

    Mich würde interessieren:


    Hat sich die CO2 Testmethode etabliert, d. h. wird sie regelmäßig eingesetzt oder ist die Euphorie verflogen. Gründe?


    Welche Hardware ist empfehlenswert, bzw. hat sich bewährt.


    Wie werden gegebenenfalls die Ergebnisse interpretiert / umgerechnet.


    Vielen Dank im Voraus!


    Viele Grüße

    14301

    Vorausgesetzt der Docht kollapiert nicht...


    Weshalb sollte 85% AS mehr Schaden anrichten, wenn sie korrekt benutzt wird? Liegt das Temperaturfenster, wie augenblicklich bei uns, zwischen 7 Grad Nachttemperatur und 12-13 Grad Tageshhoechsttemperatur, produziert man mit der 60%igen Saeur nur einen See in der Verdunsterwanne. Freilich muss man die Menge mit der hoeherkonzentrierten Saeure reduzieren. Was aber nur gelingt, wenn der Docht durchhaelt...

    Die empfohlene Menge Ameisensäure die in einem gewissen Zeitraum verdampft ist ja nur ein "Hilfswert", der eine gewisse Beurteilung der Stockluftkonzentration zulässt. Wirken tut die Ameisensäure ja dadurch, dass die Konzentration des Ameisensäuredampfes in der Stockluft genau so hoch ist, dass die Milben daran sterben und die Bienen überleben. Gut tut die Sache ganz sicher auch den Bienen nicht.


    Die ganzen Angaben und Empfehlungen basieren mit Sicherheit auf Versuchen, die bei höheren Temperaturen als den von Dir genannten durchgeführt wurden. Hier reichen die allgemeinen Empfehlungen und Bedienungsanleitungen nicht mehr. Ich sehe bei solchen Temperaturen keine sinnvolle Ameisensäureanwendung mehr, da der Dampfdruck der Ameisensäure stark temperaturabhängig ist und bei so niedrigen Temperaturen so erheblich von dem Dampfdruck abweicht, der bei gängigen Verdampfungstemperaturen auftritt. Nicht umsonst gab es jede Menge Versuche mit allen möglichen Hilfsmitteln die Verdampfung noch zu ermöglichen. Es dürfte Experten geben, die das können. Diese haben aber mit Sicherheit auch mit einigen Fehlschlägen ein System ausgetüftelt, das nicht mit einer allgemeinen Anleitung vermittelt werden kann. Es gibt Youtube Filmchen in denen die tollsten Verfahren erläutert werden. Da es Alternativen zur Ameisensäurebehandlung gibt, die auch bei niedrigen Temperaturen funktionieren, würde ich dies vorziehen.

    Hallo Sepp


    meines Erachtens gibt's für die Verdunstung der Ameisensäure ein Temperaturfenster in der diese mit gängigen Dispensern nach Betriebsanweisung angewendet die erwartete Wirkung hat.


    Dann gibt's Kenntnisse Erfahrungen und Tricks, wie man dieses Fenster in Richtung niedriger Temperaturen etwas erweitern kann. (Dochtmodifikation, höhere Konzentration/85%, Grabkerzen, usw.). Dabei muss man aber wissen was man tut und wie sich das auswirkt. Der Grat, mit der Ameisensäure einerseits eine so hohe Stockluftkonzentration zu erzeugen, dass die Milben sterben und andererseits die Stockluftkonzentration so zu begrenzen, dass nicht die Bienen sterben wird mit dem jahreszeitlichen Rückgang der Temperaturen immer schmaler.


    Bei einer Außentemperatur von tagsüber 10 bis 15 Grad und nachts unter 10 Grad ist die Zeit der Ameisensäureanwendung für Otto-Normalimker m. E. vorbei. Selbstverständlich gibt's in allen Lebensbereichen Experten, die auch mit Extremsituationen umgehen können. Wer bei diesen Temperaturen noch Varroabehandlungen durchführen will oder muss, ist m. E. besser beraten mit Oxalsäure (bedampfen oder sprühen) zu arbeiten.


    Viele Grüße

    14301

    Hallo,


    der Liebig Dispenser hat das Problem, dass er ein Tellerverdunster ist. Bei nicht ausreichender Temperatur sammelt sich das Ameisensäure/Wasser Gemisch der 60% Ameisensäure in dem kleinen Teller unter der Flasche. Die Ameisensäure hat einen höheren Dampfdruck als das Wasser und verdunstet auch bei unzureichender Temperatur noch eine gewisse Zeit. Das Wasser bleibt in dem Teller stehen und blockiert das Nachströmen der 60% Ameisensäure. Der Dispenser ist durch das Wasser blockiert und lässt kein Ameisensäure/Wasser Gemisch mehr durch. Die Ameisensäurekonzentration in der Stockluft wird immer weniger und die Wirkung auf die Milben hört auf. Die Varroamilben und die Bienen atmen auf. Das System ist zum Erliegen gekommen.

    Die Bienen, die Königin und die Varroen leben weiter.


    Der Nassenheider Dispenser wird nicht blockiert. Bei ordnungsgemäßer Aufstellung tropft er die 60% Ameisensäure gnadenlos immer weiter auf das Tuch und in die Wanne, ob sie dort verdunstet oder nicht, spielt keine Rolle.


    Wenn das 60% Ameisensäure/Wasser Gemisch nun mangels Temperatur nicht verdunstet, bildet es den beschriebenen See. Nun gibt es mehrere mögliche Szenarien.


    Bei fortschreitender Kälte wird der See immer größer und füllt die Bodenschale immer weiter, bis diese überläuft. Dann tropft die Ameisensäure über die Waben unten aus der Beute. Das ist aber eher selten, da die Wanne schon einiges fasst.


    Bei moderat ansteigender Temperatur fängt die Ameisensäure an zu verdunsten und es ist möglich, dass sie ihren vorgesehenen Einsatz erbringt, die Milben killt und die Königin und die Bienen leben lässt. Das wäre der planmäßige Ablauf.


    Bei stark ansteigender Temperatur steht ja der ganze See, der sich angesammelt hat zur Verdunstung zur Verfügung und dieser verdunstet dann auch. Die Ameisensäurekonzentration steigt in erhebliche Höhen, die Milben haben ganz schlechte Karten, die Königin und die Bienen wenig bessere.


    Bei den ersten Nassenheidern war als Basis ja nur eine Folie. Da konnte sich nicht so viel sammeln. Das Abtropfen in die Beute war aber auch nicht beliebt, deshalb wurde die Kunststoffwanne eingeführt.


    Man hat hier die Wahl zwischen Pest und Cholera.


    Eine gewisse Abhilfe könnte man schaffen, indem man das Wasser aus der Ameisensäure herauslassen würde. Das stört den Prozess nämlich elementar. Die 99% Ameisensäure würde verdunsten und wäre nicht durch das Wasser behindert. Die Wirkung auf die Milben ist unabhängig von der Konzentration des eingebrachten Ameisensäure/Wasser Gemisches. Die Milben sterben an der Ameisensäurekonzentration in der Stockluft. Diese könnte durch die Größe der Verdunstungsfläche in einem brauchbaren Rahmen eingestellt werden, so dass die Milben sterben und die Bienen überleben.


    Hier handelt es sich nicht um Bienenwissenschaft sondern um Physik. Mit der vormals üblichen 85% Ameisensäure ging die Sache besser als mit der 60%. Deshalb können sich viele Imker so schwer davon trennen.


    Also die Nassenheider Flaschen laufen nicht aus, sondern funktionieren, wie sie das eben können. Es gibt auch Leute die die gute Wirkung, die dem Nassenheider nachgesagt wird, auf eine partielle Überdosierung der Ameisensäurekonzentration schieben, die ja auch an "temperaturgünstigen" Tagen infolge der Tag/Nacht Temperaturschwankungen stattfindet.


    Viele Grüße

    14301

    Hallo Franz


    1. Deine Meinung bezüglich der Entwicklung der Diskussion zu Herrys Problem teile ich. Wobei die Oxalsäureverdampfung auch von Ihm selber thematisiert wurde.


    2. Ich betreibe mit Absicht keine Schleichwerbung sondern verzichte auf Anonymität. Deshalb meinetwegen Werbung, aber keine Schleichwerbung.


    3. Es hat keiner gesagt, weshalb er meine Idee nicht gutfindet, es gab keine sachlichen Argumente, sondern allenfalls Verunglimpfung. Sich dagegen zu wenden finde ich legitim und notwendig. Das "Geschmäckle" kann ich nicht erkennen. Es gibt noch mehr Hersteller von Imkereiprodukten die im Forum schreiben. Wenn klar ist, wer schreibt, kann man die Argumentation ja einordnen. Das heißt aber nicht, dass dadurch keine sachlich richtige Argumentation stattfindet.


    4. Ich finde die Verdampfergeschichte auf jeden Fall diskussionswürdig und für viele Imker interessant. Dass ich der Entwickler und Anbieter der Stövchen bin, ist ja öffentlich und kann berücksichtigt werden.


    Viele Grüße

    14301

    schnelle und einfache Applikation für OS-Dampf ..........

    Verdampferstövchen für Teelicht-Verdampfung

    Danke für den Witz.


    Ralf schwebt da wohl eher was in Richtung 30 Sek. pro Volk und ohne das Volk zu öffnen vor ;)

    Hallo,


    ich erkenne hier keinen Witz, eher Arroganz.


    Dass "rase" Ralf heißt, was ihm vorschwebt und wieviele Völker er hat, war für mich nicht zu erkennen. Die hier gepflegte Diskussionskultur halte ich gelinde gesagt für sehr bescheiden.


    Mit der Teelicht-Verdampfung braucht man zwar eine Leerzarge und ein Absperrgitter auf der obersten Zarge, wenn die Leerzarge aber vorhanden ist, was ja da und dort nach der Einfütterung sein kann, ist der Vorbereitungsaufwand gering und man kommt man auf eine Bearbeitungszeit von 1 bis 2 Minuten pro Volk. Es ist nur eine marginale Schutzausrüstung nötig. Ich kenne Imker, die mit einem Völkerbestand von über 100 Völkern mit Verdampferstövchen arbeiten/gearbeitet und dieses als optimal bezeichnet haben.


    Die Varomov Methode, die von Kuden-Imker mit der halben Minute vermutlich gemeint ist, braucht Vorbereitungszeit, die OS-Kontamination des Imkers ist erheblich, dadurch sind umfangreiche Schutzmaßnahmen nötig. Das braucht alles auch Zeit.


    Außerdem lesen hier vielleicht auch Imker, die viel weniger Völker und damit ganz andere Ansprüche haben.


    Viele Grüße

    14301

    Hallo rase,


    die schnelle und einfache Applikation für OS-Dampf kann ich dir anbieten.

    Verdampferstövchen für Teelicht-Verdampfung. Inzwischen vielfach (auch bei namhaften Imkern) in Gebrauch.

    Oder einfach meine Anzeige hier im Imkerforum anklicken. Weitere Auskünfte gerne per Mail.

    Viele Grüße

    14301