Beiträge von 14301

    Ich mache es auch so wie Friedmann ... und warte in diesem Jahr noch sehnsüchtig auf schwarmtriebige Völker ....


    Gruß, Jörg

    Hallo Jörg,


    in das Volk, von dem Du Königinnen ziehen willst, Brutwaben ohne Bienen von anderen Völkern einhängen. Dadurch schlüpfen in diesem Volk viele junge Bienen, die als Ammenbienen viel Futtersaft produzieren und damit die Schwarmlust anregen. Wenn auf den Brutwaben Weiselzellen gezogen werden, aus diesen Waben mit einer stehengelassenen Weiselzelle Ableger bilden. (Karl Pfefferle "Imkern mit dem Magazin" Kapitel: Das Ruck Zuck Kästchen in der Praxis unter b: "Die Verwertung von Schwarm- und Umweiselungszellen".

    Hallo rekmi,


    wenn Du mit Gasbetrieb leben kannst, kann ich Dir eine Gerätekombination anbieten mit zwei Wabenkästen aus Edelstahl für jeweils z. B. 25 bis 28 Zanderwaben und einem Dampftopf. Der Dampftopf erzeugt über einen Hockerkocher (10 bis 14 KW) durchgehend Dampf. Dieser wird durch handbetätigte Kugelventile in den einen oder anderen Wabenkasten geleitet. Solange der eine Kasten aus und eingeräumt wird, wird der andere bedampft. Für einen Durchgang sind 20 bis 25 Minuten erforderlich. Die Taktzeit richtet sich im wesentlich nach der Leistung des Hockerkochers. Außerdem kommt's auch noch darauf an, wie lange man den Trester austropfen lässt.


    Der Dampftopf kann von 4 l Wasser bis zu 15 l Wasser befüllt werden, nachfüllen ist im laufenden Betrieb möglich. Man kann die Wassermenge an den Bedarf anpassen. Man hat ja u. U. auch mal kleinere Mengen an Waben auszuschmelzen.

    Richtpreis ohne Hockerkocher etwa € 1300.- incl. Umsatzsteuer.


    Für den Dampftopf ist Gebrauchsmusterschutz erteilt.


    Näheres bei Interesse auf Anfrage.

    Hallo,

    ich verstehe nicht:

    Schätzung Oktober 920 Milben.

    Kontrolle vor der Winterbehandlung 0/d über 7 Tage gemessen.

    Restentmilbung Anfang Dezember brachte 8 Milben.


    Was ist mit den restlichen (912+) zwischen Oktober und Anfang Dezember passiert.

    Aus den Milbenfallzahlen bei der Träufelbehandlung allein kann nicht auf den Zustand der Völker geschlossen werden. Man müsste zusätzlich wissen, ob sie noch brüten und ob sie bei der Träufelbehandlung in der Wintertraube gessessen haben.

    • Falls sie noch umfangreich brüten, würde ich mit einer Wirksamkeit <70% rechnen. Bei 1500 gefallenen Milben wären dann noch mindestens 500 Milben im Volk. Das Volk wird vermutlich weiter brüten, bis es zugrunde geht.
    • Falls sie nicht brüten, aber nicht in der Wintertraube saßen, würde ich die Wirksamkeit nicht über 80% ansetzen. Damit verbleiben sehr viele Milben im Volk. Falls das Volk überlebt, wird es bereits in Mai/Juni zusammenbrechen und muss frühzeitig behandelt werden. Es fällt als Trachtvolk aus.
    • Falls sie gut in der Wintertraube saßen, kannst du mit einer Wirksamkeit von ca. 90% rechnen. Dennoch verbleiben zu viele Milben und das Volk wird voraussichtlich noch vor Juli zusammenbrechen. Nach der Frühtracht wird wohl keine Ernte mehr möglich sein.

    Meine Empfehlung: Verschaffe dir Gewissheit durch eine OS-Testbedampfung. Die ermöglicht dir eine Abschätzung der verbliebenen Milbenzahl und reduziert nebenbei noch die verbliebenen Stockmilben. Alles Andere ist Kaffeesatzleserei.

    Gruß Ralph

    Dieser Empfehlung schließe ich mich an

    So ein 25kg Hobbock ist doch ein prima Klärbehälter - oben einen Quetschhahn montieren, Spitzsieb mit breitem Rand auflegen, unter den Schleuder-Hahn stellen.
    Das Wachs schwimmt auf und verstopft nix.

    Ich mach's nach demselben Prinzip.


    Nur nehme ich einen 40 kg Hobbock (dazu braucht man dann für das Spitzsieb einen Ring).

    In den Ring hänge ich ein Spitzsieb fein und in dieses ein Rundsieb grob. Beide Siebe tauchen in den Honig ein, da der Hobbock über den oberen Hahn ausläuft. An der Schleuder habe ich einen 14 kg Eimer ohne Sieb, den ich wenn er voll ist in mein geschildertes Siebsystem entleere. Das Wachs schwimmt in dem Honig auf und machte bisher keine Probleme. Allerdings habe ich es noch nie mit bereits kristallisiertem Rapshonig probiert. Den 40 kg Hobbock nehme ich deshalb, weil sich darin mein Spitzsieb voll entfalten kann. Bis ca. 250 kg bisher ohne Schwierigkeiten.

    Tja, es ist etwas ärgerlich dass man einfach keine vertretbaren Mittel mehr zur Komplettentmilbung hat um die Wirksamkeit zu untersuchen. Klassisch wird das ja mit Perizin gemacht aber das fettlösliche Zeug kommt mir nicht in die Kiste.


    Daher schwieriges Thema, habe aktuell aber auch den Eindruck schlechterer Wirksamkeit der Sprühbehandlung mit OS und das selbst bei brutfreien Völkern. Selbst nach vier Wochen tw. inakzeptable Milbenabfälle...da muss ich wohl noch mal ran! Komisches Milbenjahr 2017...


    M.

    Hallo Hymenoptera,


    ich verweise auf meinen Beitrag #13.


    Wie oft hast Du denn gesprüht.


    Ich versuche die brutfreie bzw. brutarme Zeit auszumachen mittels Gemülldiagnose (Brutzellendeckel). Temperatur, ca. 3 Wochen nach den ersten Nächten um 0 Grad. Bei entsprechender Witterung ziehe ich auch mal Waben. Damit habe ich eine grobe Einschätzung. Dann bedampfe ich, wenn ich denke die brutfreie Zeit könnte begonnen haben 3 x im Wochenabstand. Wenn ich im Dezember definitiv brütende Völker vorfinde, mache ich eine Blockbehandlung 4x alle 4 Tage. Meine Erfahrungen über jetzt 3 Jahre mit diesem Verfahren sind ohne Ausreißer (bei 10 bis 20 Völkern) positiv. Ich habe nahezu keine Milben mehr in den Drohnenrahmen und insgesamt ist die Milbenproblematik bis zum Saisonende wesentlich reduziert. Meines Erachtens zahlt sich der Mehraufwand bei der Winterbehandlung über die Saison betrachtet in sehr positiver Weise aus.


    Der Gemülldiagnose in Bezug auf Rückschlüsse von Milbenfall auf Milbenzahl im Volk traue ich bei der Winterbehandlung nicht. Ich habe bei mir und bei Imkerfreunden schon mehrfach erlebt, dass in eine Woche keine Milbe fiel und nach einer Behandlung (träufeln oder dampfen) fielen jede Menge.


    Gestern war ich am Stand (480 m Höhe). Bei den meisten Völkern waren viele Wassertropfen an der Folie und die Wärme war deutlich zu spüren. Ich gehe davon aus, dass das Brutgeschäft bereits begonnen hat.

    Ich hatte vor Jahren auch einmal 2 Milben/Tag im Dezember und fand das nicht besonders schlimm. Ergebnis: Diese Völker brachen teilweise im Juni zusammen. Die offizielle Empfehlung (Quelle habe ich nicht parat) ist: Maximal 0,5 Milben/Tag.

    Gruß Ralph

    Bei brütenden Völkern fallen unvollständig entwickelte Jungmilben aus der schlüpfenden Brut auf die Windel. Diese sind hell und dürften bei brütenden Völkern die Mehrzahl der gefallenen Milben ausmachen. Der Verrechnungsfaktor für die Milben im Stock liegt bei 100, wenn viele Milben fallen und bei 300 wenn wenig Milben fallen.


    Bei brutfreien Völkern gibt es nur phoretische Milben, da entfallen die hellen Milben aus der Brut, es fallen nur die Milben, deren Lebenszeit abgelaufen ist. Hier ist der Verrechnungsfaktor bei 500.


    0,5 Milben pro Tag bedeuten somit 250 Milben im Stock. (Verrechnungsfaktoren nach Dr. Liebig)


    Nach Frau Dr. Aumaier liegt die Vermehrungsrate über eine Saison bei Faktor 100. Das wären bei 250 Milben am 01.01. dann 25000 Milben am Ende der Saison.


    Ich bin der Meinung, dass es sehr sinnvoll und relativ einfach ist, die Milben in der brutarmen oder brutfreien Zeit im Winter so weitgehend zu dezimieren, dass damit die Entwicklung der Milbenpulation über die gesamte Saison deutlich eingebremst wird. Meine Erfahrungswerte über inzwischen mehrere Jahre bestätigen dieses. Sicher gibt es Ausreißer, aber die Milbenkatastophe Ende Juli ist mit einer sehr konsequenten Winterbehandlung weitgehend (bis auf Ausreißer / Räuberei etc.) vermeidbar.


    Problematisch ist die Windeldiagnose, wenn nur noch wenige Milben im Volk sind. Da der Milbenfall statistisch zu betrachten ist, nimmt die Abweichung bei wenigen Individuen zu.

    Hier zählt dann nur noch die Erfahrung. Meine Erfahrung sieht so aus, dass zwei oder drei Bedampfungen in der brutfreien Zeit ausreichen, den Milbenbestand auf die angestrebte Minimalzahl zu drücken. Den Erfolg sehe ich schon früh in den Drohnenrahmen. Ich habe darin nahezu keine Milben.

    Der rote Faden bei all den Milbenopfern dieses Jahr ist irgendwie eine/zwei MS Behandlung(en) im brutfreien Zustand, oder?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Ich sehe das Problem nicht so direkt bei der Milchsäure, sondern eher bei der Tatsache, dass im Sommer eine Behandlung, wie auch immer durchgeführt wird. Danach wird der Behandlungserfolg mehr oder weniger kontrolliert und die Varroabehandlung bis zur Winterbehandlung weitgehend als erledigt betrachtet. Das kann funktionieren, tut es aber oft nicht, weil zwischen Sommer und Winter viel passieren kann. Und da lässt sich mit der gebotenen Sorgfalt viel retten. Solange die Temperaturen so sind, dass Sprühbehandlungen sinnvoll sind, kann die Varroa damit im Zaum gehalten werden. Außerdem gibt's weitere Optionen.


    Wenn man beachtet, dass die Milchsäure nur ca. 80% Wirksamkeit hat, muss man eben öfter sprühen. Zweimal sprühen mit 80% Wirksamkeit ergibt (allerdings nur rechnerisch) eine Wirksamkeit von 96 %. Ob Milchsäure, nachdem auch Oxalsäure zugelassen ist, die beste Wahl ist, bleibt dahingestellt.


    Mit den organischen Säuren lässt sich m. E. kein idiotensicheres Verfahren etablieren. Das Problem liegt weniger bei der Säure, eher bei dem vernünftigen und gebotenen Maß der Kontrolle und der Anwendung.

    Hallo ribes,


    Ich habe mich rein auf das optisch erkennbare Verhalten von Oxalsäuredihydrat beim Erhitzen in meinem beschriebenen Versuchsaufbau bezogen. Die Sublimationstemperatur von 157 Grad wurde nicht in Frage gestellt. Es wurde lediglich die bei diesem Versuch gewonnene Erkenntnis dargestellt, dass Oxalsäuredihydrat zwar bei 157 Grad sublimiert, diese Sublimation auf einer erhitzten Oberfläche so abläuft, dass bei dieser Temperatur kein imkerlich nutzbarer Kristallnebel entsteht. Ein imkerlich nutzbarer Kristallnebel entsteht erst bei Temperaturen oberhalb etwa 175 Grad in dürftigem Umfang. Wirklich nebeln tut's bei Temperaturen oberhalb 190 Grad. Dann ist auch erkennbar, dass sich der Nebel aus der Schmelze bildet.


    Was mich interessieren würde und wofür ich bisher keine Antwort finden konnte, ist folgendes.


    Was passiert, wenn sich aus der Schmelze der Kristallnebel bildet. Ist das noch Sublimation oder wird die Oxalsäure aus der Schmelze gasförmig und aus dem Gas bildet sich bei Abkühlung in der Umgebungsluft mit oder ohne flüssige Zwischenstadien ein feiner Kristallnebel. Mit der flüssigen Zwischenstufe müsste man die Sache als Verdampfung bezeichnen.


    Bei allen mir bekannten Verdampfungsverfahren wird die Oxalsäure durch Kontakt mit einer heißen Oberfläche erhitzt und bildet den Kristallnebel aus der Schmelze. Auf die einzelnen Gerätedetails will ich hier nicht eingehen.


    Ich will hier auch nicht eine unendliche Diskussion vom Zaun brechen, denn der gewünschte Kristallnebel ist ja herstellbar und für die imkerliche Anwendung ist die Frage Sublimation oder Verdampfung unerheblich. Trotzdem bleibt mein Interesse bestehen.

    Warum setzt Du nicht einfach Deine Ersatzlampe vom PKW ein? Dann sollte der Oxamat - ganz gleich bei welchen Außentemperaturen - wieder sicher funktionieren - ausreichende Stromversorgung vorausgesetzt. Nicht umsonst hat der Erfinder des Oxamaten eine Lampe mit 115 W Leistung ausgewählt...

    Der Varrox bringt sogar 150W auf die Waage.


    p.s.: Ganz gleich, wieviel zusätzliche Wärmequellen entlang des Rohres installiert würden: Die Sublimationstemparatur von 157 Grad wird man nicht erreichen (wollen), weil das Rohrmaterial soviel gar nicht verträgt. Die Temperatur muß genau dort erzeugt werden, wo die OX liegt: auf dem eigentlichen Verdampferpfännchen. DAs schafft man nur durch entsprechende Leistung - elektrisch oder durch Abbrennen von Gas o.a.

    Hallo ribes,


    die Sublimationstemperatur von 157 Grad Celsius führt bei Oxalsäuredihydrat zu einer Sublimation, die sich in der Form abspielt, dass sich das Oxalsäuredihydrat (in Pulverform) aus der Nähe, rein optisch betrachtet etwas verändert. Es entsteht an dem Pulver ein Gebilde, das man mit einer Reifbildung vergleichen kann. Es bilden sich nadelige Kristalle, aber es "dampft nichts ab". d. h. es entsteht kein feiner Kristallnebel. Dieser feine Kristallnebel beginnt bei Temperaturen oberhalb 175 Grad in geringem Umfang zu entstehen. Richtig nebeln tut es bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes der Oxalsäure von 189 bis 190 Grad. Was bei diesem Prozess vor sich geht, konnte ich bisher nicht ermitteln. Wir haben auf jeden Fall Schmelze und Kristalle. Verdampft die Oxalsäure aus der Schmelze und bildet dann aus dem Dampf unter Umgehung der flüssigen Phase Kristalle? Ich weiß es nicht. Wenn jemand qualifizierte Auskunft geben kann, ich wäre dankbar.


    Die vorstehend beschriebenen Erkenntnisse wurden ermittelt, indem Oxalsäuredihydrat in einem Edelstahlgefäß, das von Thermoöl umgeben war, kontrolliert erwärmt wurde.

    Hier in Südhessen waren am letzten Wochenende bei mir alle (weitgehend) brutfrei. Zu lange warten bringt auch nichts. Wenn bei Völkern mit starkem Varroafall dieser plötzlich von selber nachlässt, dann ist es zu spät und vom Volk fast nichts mehr übrig.

    Den starken Varroabefall lasse ich im Herbst gleich gar nicht zustande kommen. Abhängig vom Bienenflug bedampfe ich nach der Sommerbehandlung alle 2 bis 4 Wochen. Damit halte ich die Milben durchgehend deutlich unter der Schadschwelle und beuge einer ansteigenden Parasitierungsrate vor, die entstehen würde, wenn die Milben mehr und die Brutzellen weniger werden.

    Ich rechne 21 Tage nach den ersten kalten Nächten. Da die Rechnung aber nicht immer auf den Tag passt, bedampfe ich am 14. Tag am 21. Tag und am 28. Tag nach der ersten kalten Nacht. Bei uns war's am 14.11. erstmals um den Gefrierpunkt. Ich hoffe, damit auch die Unpünktlichen zu erwischen.


    Wenn ich nach 3 Tagen eingeschobener Windel keine Brutzellendeckel mehr sehe, bedampfe ich auch ohne Berücksichtigung der Rechnung mit den kalten Nächten.


    Nach der letzten Bedampfung wird 2 Wochen gewartet und danach eine Windeldiagnose gemacht. Wenn innerhalb einer Woche eine Milbe fällt, gibt's eine Blockbehandlung 4 x alle 4 Tage.