Beiträge von 14301

    Sofort die Windel herausziehen, damit die verdunstete Ameisensäure aus der Kiste kann und die Konzentration nicht in kastastrophale Dimensionen steigt. Den Rest dann für heute lassen wie es ist. Morgen bei Tag sieht man dann weiter und kann gegebenenfalls die Lappen herausnehmen bevor die angekündigten 30 °C erreicht sind.

    Soviel ich weiß ist für "Round Up" / Glyphosat das Patent abgelaufen. Das dürfte der Grund sein, dass niemand das Mittel verteidigt. Es gibt nichts mehr daran zu verdienen. Ich gehe davon aus, dass bereits andere Mittel mit Patentschutz und anderen Nebenwirkungen verfügbar sind. Deshalb werden wir uns hier voraussichtlich demnächst an einem anderen Herbizid und seinen Nebenwirkungen abarbeiten.

    Ich nehme 120 l Plastikmüllsäcke, stelle die Honigkübel rein und verschließe die Sache mit einem Kabelbinder. Dadurch ist zwar der Luftaustausch über den undichten Honigeimerdeckel nicht unterbunden, aber es gelangt außer der beim Befüllen eingesperrten Luftfeuchtigkeit, keine weitere mehr zu meinem Honig. Da der Plastiksack flexibel ist, kann sich das im Sack befindliche Luftvolumen bei Temperaturänderungen ausdehnen oder zusammenziehen ohne dass dadurch eine nennenswerte Druckdifferenz zwischen Außenluft und Sackluft entsteht.


    Funktioniert bisher gut und ist energiesparend. Wenn man die Plastikmüllsäcke schonend behandelt, sind sie mehrfach verwendbar.

    Hallo,


    bei vernünftiger Anwendung geeigneter Stövchen ist die Gefahr für den Anwender im Vergleich zu allen anderen Verdampfungsverfahren am geringsten.


    Man beginnt an der windabgewandten Seite des Standes und braucht zum wechseln des Teelichtes und der Neubestückung der Verdampferpfanne mit 2 Tabletten 1 bis 2 Minuten.


    Der Oxalsäuredampf beginnt nach 5 bis 10 Minuten zu entstehen und dringt erst wieder einige Minuten später aus der Beute. Da ist man bei vielen Völkern (gegen den Wind) schon aus dem Gefahrenbereich und bei wenigen Völkern auf der Heimfahrt.


    Die Beuten bleiben bis zum anderen Tag geschlossen. Wenn man diese dann öffnet, ist man zwar mit Oxalsäureniederschlägen konfrontiert, es ist aber kein Oxalsäuredampf mehr unterwegs. Bezüglich der Oxalsäureniederschläge kann man sich mit vergleichsweise geringem Aufwand und sicher schützen.


    Es gibt inzwischen Anwender, die mit Stövchen dreistellige Völkerzahlen bearbeiten.


    Dreißig Völker an einem Stand sind in einer Stunde bearbeitbar ohne ins Schwitzen zu kommen.

    Regen ist kein Problem.


    Wenn man Aussenluft bei Regen (90% rel. Luftfeuchtigkeit / 20 °C) erwärmt hat diese bei 30 °C noch etwa eine rel. Luftfeuchtigkeit von 50 % und bei 33°C eine rel. Luftfeuchtigkeit von ca. 40 %.

    Damit können die Bienen den Honig hervorragend trocknen. Wenn man trockenen Honig will, schleudert man am besten nach einigen Regentagen. Da haben die Bienen keinen oder wenig frischen Nektar eingetragen und den eingetragenen Nektar/Honig getrocknet.


    Das Problem liegt eher daran, dass schwache Völker nicht in der Lage sind, die Luft entsprechend aufzuwärmen. Ein nicht unerheblicher Faktor ist auch ein zu großer Honigraum. Große Räume erfordern mehr Energie zum Heizen als kleine.

    Ich bringe zum IFT 2020 Geschmacksmuster getrocknet und ungetrocknet mit. Dann machen wir Blindverkostung. Ich kenne das Ergebnis bereits.

    Der Ablauf der Honigtrocknung von der Ankunft der Sammlerin im Stock bis zur letztendlichen Einlagerung des Honigs in den Honigraumwaben wird detailliert beschrieben in dem Buch von Dr. Dr. Horn (Imkermeister) und Cord Lüllmann " Der Honig" auf den Seiten 80 bis 86. Die Beschreibung kann ich hier nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen.

    Kurz: Es wird der Nektar durch die mit der Honigbereitung befassten Bienen aus der Honigblase ausgewürgt und in flachen Tropfen der 30 - 35 ° warmen Stockluft ausgesetzt und dadurch getrocknet, dabei in kurzen Abständen immer wieder aufgesaugt und wiederum ausgewürgt. Diesen sich in kurzen Abständen wiederholenden Vorgang bezeichnet man als "Lüften des Honigblaseninhaltes". Mit zunehmendem Trockensubstanzgehalt der Ausgangsstoffe wird das Lüften immer schwieriger und bei einem Wassergehalt von ca. 30 % völlig eingestellt. Danach wir der unreife Honig in kleinen Tröpfchen an den Zellwänden oder in dünner Schicht am Zellenboden, mit Vorliebe im Brutnestbereich abgelagert, da hier immer die optimalen Temperaturen von ca. 35° vorherrschen. (Vorausgesetztes gibt dort Platz/Pressing). Nach weitergehender Trocknung wird der Honig dann in den Lagerbereich umgelagert. Bei sog. Läppertrachten funktioniert die Sache insoweit, als der Honig im endgültigen Lagerbereich einen Wassergehalt unter 17 % hat. Bei Massentrachten funktioniert die Sache nicht mehr da die Kapazität der mit der Honigtrocknung befassten Bienen nicht mehr ausreicht. Der Honig wird dann auch mal mit 20% Wassergehalt verdeckelt.


    Was ziehen wir daraus für Erkenntnisse:

    Der Honig wird von den Bienen in einem offenen System getrocknet. Allerdings mit Temperaturen nicht über 35°.

    Wenn nun unser geschleuderter Honig einen Wassergehalt über 17% hat und wir ihn mit einem Honig-Scheibentrockner in einem offenen System mit Temperaturen unter 35% trocknen. Wo ist der große Unterschied. Wo soll der Aromaverlust herkommen, wenn wir ein Verfahren wählen, das dem der Bienen entspricht.

    Die Feuchtigkeit im Keller kann man in den Griff bekommen.


    Bei offenem Honig z. B. mit einem Luftentfeuchter, bei Honig in Lagergebinden z. B. indem man dichte Gebinde verwendet (Edelstahl mit Silikondichtring) oder indem man z. B. Kunststoff- Honigeimer, die nie ganz dicht sind, in Plastiksäcke packt und diese dicht verschließt, damit der Luftraum mit dem Austausch stattfindet eingeschränkt wird und dadurch auch die Menge der Luftfeuchtigkeit mit der der Honig in Kontakt kommt durch den Plastiksack begrenzt wird..


    Viel problematischer bezüglich der längerfristigen Lagerung von Honig, sind Temperaturschwankungen der Lagergebinde. In jedem Gebinde ist zwischen Honigoberfläche und Deckel ein Luftraum. Wenn Temperaturschwankungen auftreten dehnt sich bei Erwärmung die Luft in diesem Luftraum aus und baut Druck auf. Dieser Druck entweicht durch die undichte Deckel/Eimer-Abdichtung. Wenn's dann wieder kälter wird, entsteht Unterdruck und es wird Außenluft in den Eimer gezogen. Man sagt, "Das System atmet". Wenn nun Außenluft in das Lagergebinde gezogen wird, wird diese durch den Honig, der ja hygroskopisch ist, entfeuchtet und die eingezogene Luftfeuchtigkeit sammelt sich im Honig. Besonders interessant sind dann die Vorgänge in eventuell vorhandenen Blasen an der Honigoberfläche. Die Blasen bestehen aus einer sehr dünnen Honigschicht mit einer großen Oberfläche. Wenn diese dünne Honigschicht der Blase Wasser aus der Luft aufnimmt, steigt der Wassergehalt des Honigs in der Blase infolge der vorhandenen großen Oberfläche und der kleinen Honigmenge der Blase sehr schnell an, die Hefen erwachen zum Leben und greifen auf den anderen Honig über.


    Der Keller hat meistens den Vorteil der konstanteren Temperatur, dafür den Nachteil der höheren Luftfeuchtigkeit. Gegen die Probleme der hohen Luftfeuchtigkeit kann man etwas tun, (dichte Gebinde/Plastiksack) gegen die Probleme der Temperaturschwankungen ist' schwieriger.


    Eine gewisse Verbesserung kann man auch erzielen, indem man die Honigoberfläche im Eimer mit Frischhaltefolie abdeckt und so den Luftraum in einem gewissen Umfang vom Honig trennt.


    Letztendlich führt kein Weg daran vorbei, Honig nur mit einem Wassergehalt unter 17 % einzulagern und dann wie oben beschrieben Maßnahmen zu ergreifen, dass dieser Wassergehalt durch geeignete Lagerbedingungen nicht ansteigt.


    Honig mit einem Wassergehalt unter 17 % zu ernten gelingt meistens, aber nicht immer. Den Honig dann schonend zu trocknen kann ich mit meiner Vorstellung von Qualität eher vereinbaren, als einen Honig mit 18% Wassergehalt nach DIB oder gar 20 % Wassergehalt nach der Honigverordnung zu verkaufen. Insbesondere ist dabei zu beachten, dass ich mit dem Verkauf von einem Glas Honig jegliche Kontrolle über Lagerbedingungen und Lagerdauer verloren habe. Wer schon mal gärenden Honig vom Kunden zurückbekommen hat und argumentieren musste, dass das nichts mit der Reinlichkeit bei der Honigernte zu tun hat, sieht manche Dinge ideologiefreier.

    Ich würde mal einen der Altvorderen im Imkerverein fragen, ob nicht jemand im Verein einen Honigtrockner hat. Oft helfen Besitzer derartiger Geräte auch mal aus. Es ist nur niemand scharf darauf dieses an die große Glocke zu hängen.