Beiträge von 14301

    Man kann um diese Zeit ohne weiteres behandeln. (Googeln. "Varroa Controller"). Ist allerdings in Deutschland wenig gebräuchlich. Ich kenne österreichische Imker, die nur so behandeln. Auf der Webseite sind auch Imker aufgeführt, die Ihr Gerät verleihen/vermieten.


    Hat nichts mit der Bienensauna zu tun. Es handelt sich um Hyperthermie von Bienenbrut, ohne adulte Bienen.

    Man nehme:


    einen 3 l Plastikbeutel, stülpe diesen in einen Topf und schlage die Ränder nach unten um.


    Dann gebe man in den Beutel nacheinander etwa 500 g Honig / 250 g Puderzucker / 500 g Honig / 250 g Puderzucker.


    Dann verschließe man den Beutel mit einem Kabelbinder oder ähnlichem.


    Der Honig und der Puderzucker bilden nach 1- 2 Tagen ohne Rühren oder Kneten einen Futterteig. Diese Mischung hat den Vorteil, dass ihn die Bienen ohne Wasser holen zu müssen aufnehmen können. Der Puderzucker dient nur dazu die Konsistenz zu erhöhen.


    Trotz Puderzucker ist der Teig aber weich und fließfähig. Wenn man ihn einfach wie Fertigfutterteig im Beutel auf die Oberträger legt, kanns bei den aktuellen Temperaturen sein, dass er so flüssig wird, dass er durch die Wabengassen und durchs Bodengitter läuft. Hier hilft die Bodenschale der Nassenheider Verdunster. Man legt den aufgeschnittenen Beutel in die Bodenschale, stellt diese so auf die Oberträger, dass die Bienen von der Traube aus gut durch die seitlichen Öffnungen zum Futterteig gelangen können und deckt alles mit einer Folie zu.


    Selbstverständlich braucht man um den Platz für die Bodenschale zu schaffen eine umgedrehte Futterzarge oder eine Leerzarge.

    Hallo,


    soeben erfahre ich, dass der diesjährige "Hohenheimer Tag" der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim der für den 8.3.2020 geplant war, abgesagt wird. Grund ist die Problematik der Verbreitung des Coronavirus.

    Bei Verwendung des Spitzsiebes mit Heizung ist der Lochblecheinsatz wichtig.


    Wenn man kristallisierten Honig, der nur soweit angewärmt ist, dass er fließfähig ist, ins Spitzsieb gibt, kann man deutlich sehen, dass das Sieb unterhalb und oberhalb des Lochblecheinsatzes mit Kristallen zugesetzt ist. Der Lochblecheinsatz bringt die Wärme direkt ans Sieb und schmilzt die Kristalle dort auf. Dadurch bleibt das Sieb durchgängig.


    Wenn man das Sieb verkehrt herum verwendet, (so, dass die Schnur außen ist und in den Eimer hängt) fließt der Honig der Schnur entlang in den Eimer und häufelt dabei nicht. Dadurch wird die Schaumbildung minimiert.

    sieht nach Maikrankheit (Suchfunktion oder googeln) aus. Entsteht durch Wassermangel, ist nicht ansteckend. Merkmal Pünktchen und Würstchenkot.

    Gegen das sulfatieren einer wenig gebrauchten Autobatterie gibt es Batteriepflegegeräte. Das sind Geräte an die eine Batterie durchgehend angeschlossen bleibt. Die Batterie wird von diesen Geräten durch geregelte Lade- und Entladevorgänge gepflegt und die Ladekapazität bleibt über einen langen Zeitraum erhalten.

    (Sorry, der Vorschlag wurde bereits gemacht, habe ich zu spät gelesen)


    Oder man sublimiert ohne Strom und ohne Gas und ohne verstopfte Düsen.

    Ich habe meine Beuten so aufgestellt, dass unter der Beute bis zum Boden soviel Freiraum (ca. 30 cm) ist, dass ich das Handy unter die Beute halten kann und mit Hilfe der Kamera einen Blick von unten auf das Bodengitter und wenn dieses frei ist, die Unterseite der Rähmchen werfen kann. Ich mache dabei keine Aufnahmen sondern sehe auf dem Display wie es im Bodenbereich aussieht, ohne die Bienen auch nur im geringsten zu stören. Dieser Blick von unten ist zwar nicht unbedingt ein bestimmender Faktor, jedoch ein angenehmer Nebeneffekt.

    Da ich kein facebook-Fan bin, schreib doch mal, wie das auf die Var. wirken soll oder "man" fragt, den, der es in Südamerika nutzt und damit zufrieden ist - wie kommt das "Zeug" zur Milbe interessiert mich - sollen die alle über das getränkte Tuch laufen oder verteilt sich Oxalsäure auch ohne erhitzt zu werden und ohne vernebelt zu werden...

    Ich kenne Experimente von Simon Hummel. Er hat Oxalsäure Dihydrat in erwärmtem Glyzerin aufgelöst. Dann hat er ein Tuch auf die Oberträger gelegt und dieses mit der Glyzerin/OS Mischung getränkt. Mitten auf das Tuch kam ein Kleks Futterteig. Die aufgelegte Folie wurde mit Hölzchen soweit distanziert, dass die Bienen über das Tuch laufen und den Futterteig holen konnten. Dabei haben sie an den Beinen Oxalsäureanhaftungen aufgenommen und diese durch Belaufen in einem gewissen Umfang im Stock verteilt. Die Reduzierung der Milben mit dieser Maßnahme allein war nicht ausreichend. Man konnte damit aber im Herbst, wenn es für die AS zu kalt war, die Milbenpopulation eindämmen. Vorhergehende Versuche mit ins Volk gehängten Streifen ohne Lockfutter waren weniger erfolgreich. Das Glyzerin war dazu da die Oxalsäure so weich zu halten, damit eine Anhaftung an den Bienenbeinen erfolgen konnte. Versuche mit in Wasser gelöster Oxalsäure waren nicht erfolgreich, da die Oxalsäure austrocknete und keine Anhaftung mehr zustande kam. Da Simon Hummel leider verstorben ist, wurden die Versuche nicht weitergeführt.

    Ich führe interessierten Mitimkern die Funktion der Stövchen auf dem Fensterbrett bei geschlossenem Fenster vor (geht nur bei wenig Wind und einem Blechwinkel als Windschutz). Dabei dauert es ca. 3 Minuten, bis das Wasser verdampft und dann nochmal ca. 3 Minuten, bis der Kristallstaub sichtbar abdampft. Wenn dabei die die Oxalsäure in AS und CO/CO2 zerlegt würde, hätte ich keinen Oxalsäureniederschlag an dem Blechwinkel, den ich als Windschutz verwende. Ebenfalls hätte ich keine Oxalsäureniederschläge in der Leerzarge, in der ich bei der Behandlung der Bienenvölker das Stövchen stehen habe und die Oxalsäure sublimiere. Der von Dir geschilderte Zerfall der Oxalsäure mag vorkommen, wenn das Oxalsäuredihydrat nicht langsam erwärmt wird, sondern auf eine sehr heiße Oberfläche geschüttet wird. Ich kenne aus meiner praktischen Erfahrung keine derartige Situation. Allerdings kann ich mir das bei der einen oder anderen in diesem Forum beschriebenen Verdampfungseinrichtung durchaus vorstellen.

    14301 Bernd: wie genau machst/empfiehlst Du die Anwendung der Teelichter? Stellst Du sie direkt auf die Oberträger und dann Leerzarge drauf und fertig? ASG dazwischen? Weitere Vorrichtung, damit auch die Arbeiterinnen nicht nach oben an das Teelicht gehen, z.B. Gase (Material?) ?


    Gruß, Jörg

    Hallo Jörg,


    Die Sublimation der OS mit Teelichtverdampfern erfolgt (nach meiner Empfehlung) in einer auf die oberste Zarge aufgesetzten Leerzarge. Zwischen die oberste Brutzarge und die Leerzarge kommt ein Absperrgitter. Dieses muss bienendicht sein. Ein Königinnenabsperrgitter reicht nicht. Die Bienen dürfen nicht zu dem Verdampferstövchen gelangen, sonst bilden sie eine Traube über dem Stövchen und löschen die Teelichtflamme durch Sauerstoffentzug. Als Absperrgitter eignet sich z. B. Armierungsgewebe (für Außenanwendung), wie es von den Gipsern verwendet wird. Man bekommt dieses im Baumarkt (10 m lang/ 1 m breit) pro Rolle für etwa € 20.- und kann es mit einer normalen Haushaltsschere zuschneiden. Auf dieses Absperrgitter wird als Hitze- und Auslaufschutz ein Blumentopf-Untersetzer aus Keramik oder ein Kaffetassen-Unterteller gestellt. Darauf stellt man das Teelicht, zündet dieses an und stellt und über das Teelicht dann das mit 1,5 - 2 g OS bestückte Stövchen. Nun dauert es einige Minuten, bis die Sublimation beginnt. In dieser Zeit schließt man die Beute und bearbeitet das nächst Volk. Wenn man gegen den Wind arbeitet, wird der nach ca. 10-15 Minuten aus den Beuten austretende Oxalsäure-Kristallnebel von einem abgetrieben und man kommt überhaupt nicht mit lungengängiger Oxalsäure in Kontakt. Die bedampften Beuten werden frühestens am Folgetag wieder geöffnet.


    Das Armierungsgewebe wird nach einiger Zeit von den Bienen durchgebissen. Es hält aber normalerweise eine Saison. Es ist ja verhältnismäßig günstig. Ich spare mir die Reinigung und verwende jedes Jahr ein neues Gitter.

    Selbstverständlich ist die Absperrung auch mit Bodengitter aus Kunststoff oder Edelstahlgewebe möglich.

    Eine ausführliche Anleitung und ein Bedampfungskonzept findest Du auf meiner Webseite.