Beiträge von 14301

    Hallo Bienerich,


    Die gängigen Schadschwellenzahlen sind auf Wirtschaftsvölker ausgerichtet. Meines Erachtens kann man einen Umrechnungsfaktor ermitteln indem man die Brutwaben ins Verhältnis setzt.

    Ich würde mich aber nicht auf eine einzelne dreitägige Auswertung verlassen. Wenn Du nach mehrmaliger Gemülldiagnose eine Überschreitung der Schadschwelle ermittelst, würde ich Ableger im Juli und August nur mit bienen- und brutunschädlichen Mitteln behandeln. Blockbehandlung mit Oxalsäure, dampfen oder sprühen.

    Hallo,

    der Milbenfall weicht nach einer Bedampfung für 14 bis 16 Tage deutlich vom natürlichen Milbenfall ab. Viele Milben sterben durch die Bedampfung nicht augenblicklich. Einige retten sich schon geschädigt in die Zelle einer Bienenlarve, werden mit dieser verdeckelt, sterben dann aber in der Zelle während dem Verdeckelungszeitraum. Diese Milben werden dann entweder ausgeräumt oder fallen beim Schlupf der Biene als Milbenleiche aus der Zelle und verfremden damit den natürlichen Milbenfall für den oben genannten Zeitraum deutlich. Herr Dr. Liebig schreibt in seinem Buch "Einfachimkern", dass vom Oxalsäuredampf getroffene Milben mit bis zu bis zu 4 Wochen Verzögerung fallen.

    Also 14 bis 16 Tage deutliche Erhöhung, bis zu 4 Wochen leichte Erhöhung gegenüber dem natürlichen Milbenfall.


    Ich verlasse mich nach einer Bedampfung 4 bis 5 Wochen nicht auf die Windeldiagnose sondern prüfe mit Puderzucker oder CO2.

    Hallo,


    der Liebig-Dispenser ist ein Tellerverdunster, d. h. die Flasche mit der Ameisensäure steht in einem kleinen Teller, der in dem Kunststoff-Unterteil des Dispensers ausgeformt ist.

    Die Verdunstung der 60% Ameisensäure ist abhängig von der Luftfeuchtigkeit im Stock, der Temperatur und der Verdunstungsfläche.

    Der Dampfdruck der Ameisensäure in dem Gemisch aus 60% Ameisensäure und 40 % Wasser ist höher als der Dampfdruck des Wassers.

    Wenn nun ein Zustand vorliegt, der dazu führt, dass die Ameisensäure noch einigermaßen gut verdampft, das Wasser aber eher schlecht, sinkt die Konzentration der Ameisensäure im Docht und im Teller immer weiter und irgendwann steht die Flasche mit der Öffnung im Wasser und dieses blockiert den weiteren Nachfluss der 60% Ameisensäure ganz oder nur für eine gewisse Zeit.

    Dieser Zustand muss nicht auftreten, ist aber nicht selten. Deshalb arbeiten viele Imker weiterhin mit der 85% Ameisensäure. Am besten wäre die Sache mit der reinen Ameisensäure ohne Wasser zu lösen. Das ist aber nicht zulässig.

    Der Wassergehalt der eingesetzten Ameisensäure ist für die Wirkung auf die Milben völlig unerheblich. Hier zählt einzig und allein die Konzentration der Ameisensäure in der Stockluft.

    Die 60 % Ameisensäure kann m. e. in Verbindung mit Liebig oder Nassenheider Dispensern funktionieren, ist aber in so großem Umfang von Störgrößen beeinflusst, dass die Wirksamkeit der Anwendung nicht als hinreichend sicher betrachtet werden kann.

    In der "Bienenpflege" (Zeitschrift des Landesverbandes der Württembergischen Imker) kam vor einigen Monaten ein Test der Nassenheider Verdunster. Eine Abweichung von 50% Abtropfmenge unter gleiche Bedingungen (Laborbedingungen) führte zu der Empfehlung, die Verdunster mit den entsprechenden Dochten vor dem Einsatz mit Wasser auf die Abtropfrate zu testen.

    Ich verwende die 60% Ameisensäure im Wabenlager gegen Wachsmotten.

    Hallo,


    Ich gebe meinen "Wachskuchen" aus dem ich Mittelwände gießen will in den Dampfwachsschmelzer und heize mit 13 kw ein. Mein Wachs wird verflüssigt und bei Bedarf auch nochmal gereinigt (Strumpfhose, Filterflies etc.) Das flüssige Wachs läuft in einen Wachseimer. Diesen stelle ich in einen temperaturgeregelten Einkochtopf und gieße Mittelwände.


    Viele Grüße

    14301

    Hallo,


    1. es könnte sein, dein Honig hat einen zu hohen Wassergehalt und beginnt zu gären. Das halte ich aber mit 16% Wassergehalt nach so kurzer Zeit eher für unwahrscheinlich.


    2. es könnte sein, dass der Anteil an Löwenzahnblüte relativ hoch ist. Löwenzahnhonig schmeckt gut, Der Geruch ist aber "gewöhnungsbedürftig". Ein unumstritten Honigsachverständiger aus dem schwäbischen sagt zu dem Geruch von Löwenzahnhonig, er "seichelet".

    Nachträgliches Trocknen ist sicher mit Aromaverlust verbunden, vor allem bei so einem offenen System, wie hier angepriesen wurde. Wenn es sein muß, dann sollte es schon möglichst schnell und effizient in einem geschlossenen System passieren.

    Und nicht perfekt ist der Trend, den ich merke, sondern Natur.

    Über 19% Wassergehalt sind aber auch nicht nur "nicht perfekt" sondern nicht verkaufsfähig. Das hat nichts mit Naturbelassen zu tun. Der Trend geht auch nicht dorthin solche Plörre zu verkaufen.


    Glücklich ist, wer auch viel Honig um die 16% Wassergehalt geerntet hat, und eine schöne Mischung mit max. 17,5% daraus machen kann, denn das verbessert sogar den Geschmack. Der trockene Honig bekommt dadurch mehr Aroma, finde ich jedenfalls.:P

    Hallo,


    kannst Du mir erklären, wodurch sich ein offenes und ein geschlossenes System bezüglich des Aromaverlustes, falls es diesen geben sollte, unterscheidet.


    Der Unterschied liegt bei einem offenen System an der Gefahr, Staub in den Honig einzutragen. Deshalb empfehle ich, wenn jemand trocknen will, das Ganze nur in picksauberen Räumen und mit picksauberen Gerätschaften durchzuführen, dann funktioniert es gut und es ist kein Staubeintrag feststellbar.


    Ich bin (aus Zeitgründen) Standimker und schleudere normalerweise Anfang Juni und Ende Juli. Da ist der Wassergehalt kein Thema. Es gibt aber Imker, die Sortenhonig haben wollen und da ist der Wassergehalt durchaus ein Thema.


    Das Wasser gehört in angemessenem Umfang in den Honig, ist aber kein qualitätsbestimmendes Merkmal. Wer Honig mit mehr als 17 % Wassergehalt verkaufen will, kann das doch tun. Ich gehe davon aus, dass getrockneter Honig mit 16,5 Prozent Wassergehalt den Ruf des Honigs und der Imkerei weniger schädigt, als Honig der mit 18% nach DIB Richtlinien oder 20% nach der Honigverordnung verkauft wird.


    Was passiert denn mit dem Aromaverlust und all den nachgesagten unguten Veränderungen mit dem Honig, der mit hohem Wassergehalt (über 20 %) von den Bienen in die Honigraumwaben eingetragen wird. Er wird dort mit einer großen Oberfläche gelagert und von den Bienen über Luftaustausch getrocknet. In der Stockluft. Die hat auch keine Reinraumqualität und was passiert dort mit dem Aromaverlust. Bei Massentracht wird teilweise sogar Honig mit über 20% Wassergehalt verdeckelt.

    Ich schrieb Aromaverlust, nicht Annahme von Fremdgerüchen.

    Ich wette, dass ich den Honig blind von dem ungetrockneten der gleichen Charge unterscheiden kann.


    Wolfgang

    Dass Honig mit 19 % Wasseranteil gegenüber Honig mit 16,5 % Wasseranteil einen Geschmacksunterschied aufweist ist klar. Ob das ein Aromaverlust oder eine Aromaveränderung ist, ist Ansichtssache.


    Der Honig erfährt durch den Trocknungsprozess mit dem Plattentrockner, bei dem in den allermeisten Fällen nur 1 - 2 % Wasser entzogen werden keine thermischen, mechanischen oder sonstige Beeinträchtigungen, die die Qualität oder den Geschmack mehr beeinflussen als die gängigen Prozesse wie Schleudern, Rühren, Auftauen etc.

    Na, dann ist Dein Maschinzchen aber ein echter Aromakiller. 1% Luffeuchte weniger, aber 20% Geschmack?


    Wolfgang

    Ich weiß ja nicht wie es bei Dir riecht. Bei mir und den mir bekannten Anwendern gibt's keine Geschmacksbeeinträchtigung. Das Gerät dient eher dazu Geschmacksbeeinträchtigungen durch Gärprozesse zu verhindern.

    Der Honig wird durch die trockene Luft entfeuchtet. Er muss also mit der Luft in Kontakt kommen und kann deshalb nicht abgedeckt werden.

    Auf die Sauberkeit und Staubfreiheit des Raumes und des Luftentfeuchters wird explizit hingewiesen.

    Hallo allerseits,


    den Honigtrockner gibt's inzwischen auch in einer Ausführung, bei der ein Heizeinsatz (Melitherm o. ä. für Behälterdurchmesser ca. 300) eingebaut werden kann. Der Heizeinsatz ist nicht Bestandteil des Lieferumfangs.


    Im oberen Bild sieht man die Befestigung des Heizeinsatzes in der Honigwanne. Die Achse, die Scheiben und die Antriebseinheit sind bei diesem Bild nicht eingebaut.

    Ich könnte Dir Verdampferstövchen empfehlen.

    Und was entsteht bei den >500 °C aus Oxalsäuredihydrat ?

    Ich würde erwarten Ameisensäure ! Da kannst gleich das Schwammtuch nutzen....

    Hallo,


    bei der Verdampfung von Oxalsäuredihydrat kann Ameisensäure, Wasser, und Kohlendioxyd entstehen. Allerdings habe ich bei der konkreten Anwendung noch nie erlebt, dass die Bienen und die Bienenbrut in irgendeiner Weise geschädigt wurden, wie dieses bei Ameisensäurebehandlungen sichtbar ist. Auch bei vielfacher Anwendung konnte ich bisher keinerlei Schäden an Bienen und Bienenbrut feststellen. Die Temperatur der Flamme ist ja nicht die Temperatur des Stövchens.


    Ich staune immer wieder, mit welcher Dreistigkeit substanzlose Behauptungen in den Raum gestellt werden.

    Hallo,


    Du fragst u. A. nach anderen Tipps.


    Ich könnte Dir Verdampferstövchen empfehlen.

    Anzumerken wäre, dass das zitierte Honigbuch vergriffen und nur antiquarisch zu stolzen Preisen zu beschaffen ist.


    Von Dr. Dr. Horn und Dr. Lüllmann ist inzwischen ein neues Honigbuch erschienen.


    Titel:

    Der Honig

    Imker / Analytik / Gesetz / Gesundheit


    ISBN: 978-3-9810012-8-0

    Preis: € 49,?? evtl. + Versandkosten

    Zu bestellen bei:

    immehorn@gmx.de

    Hallo,

    mein angekündigter Honigtrockner ist zu haben.



    Antriebseinheit abnehmbar, dadurch sehr gut zu reinigen.


    ca. 60 kg Honig pro Füllung.

    10 Platten a Durchmesser 400 mm

    ca 1 % Wasser in 6 -8 Stunden

    ca. 1 Umdrehung pro Minute