Beiträge von 14301

    Wenn Du ein weiselrichtiges Volk neben (oder in direkter Nähe) stehen hast, kannst Du den drohnenbrütigen Ableger diesem Volk über einen Zwischenboden mit Flugloch und Riechgitter aufsetzen. Nach 8 - 10 Tagen haben sich die Eierstöcke der Drohnenmütterchen unter dem Pheromoneinfluss der Königin aus dem unteren Volk so weit zurückgebildet, dass sie sich nicht mehr als Königin fühlen und Du kannst den Ableger wieder zurückstellen und eine Königin oder Krabbelzelle zusetzen. Eine Brutwabe aus einem anderen Volk in den Ableger gehängt, verbessert die Situation, da dadurch wieder junge Bienen ins Volk kommen. Du musst allerdings vor dem Zusetzen der Königin oder der Krabbelzelle die Nachschaffungszellen brechen.


    Einen Zwischenboden mit Flugloch und Riechgitter zu basteln oder zu kaufen lohnt sich. Das Ding ist immer wieder nützlich. Man kann auch aus einer Bienenflucht mit wenig Aufwand ein Universalgerät basteln.

    des DIB zu nutzen und echten deutschen Honig zu verkaufen.

    Echten, deutschen Honig verkaufe ich auch, aber ich muss es nicht drauf schreiben, weil es bei mir eine Selbstverständlichkeit ist. Beim DIB scheint das nicht so zu sein ;-)

    Die Bezeichnung "Echter deutscher Honig" wäre heute für ein neu auf den Markt gebrachtes Produkt nicht mehr zulässig, da die Aussage "Deutscher Honig" die "Echtheit" beinhalten muss.


    Da der DIB die Bezeichnung schon lange führt und schon vor der aktuellen Gesetzeslage geführt hat, genießt er für die Bezeichnung Bestandsschutz.

    Hallo,

    ich kenne mehrere Imker, die den Varroa Controller nach ihrer Aussage erfolgreich anwenden. Alle aus Österreich. In Graz, bei der Tagung der österreichischen Erwerbsimker 2019 habe ich mir die Anlagen angeschaut. Ich habe ohne eigene Erfahrungen damit, den Eindruck, dass die Sache funktioniert. Die Argumentation der Hersteller empfinde ich einleuchtend.


    Die Imker, die ich kenne und die damit erfolgreich arbeiten sind alle seriös und sachlich. Die Frage der Wirtschaftlichkeit und des Zeitaufwandes im Vergleich zu anderen Verfahren kann ich nicht beantworten, da ich keine eigenen Erfahrungen habe. Meine aktuelle Einschätzung ist die, dass das Verfahren relativ zeitaufwendig, nicht ganz billig, aber erfolgreich ist.

    Honigeimerdeckel vor dem Abnehmen am Rand mit dem Haarfön anwärmen. Der Kunststoff gibt dann besser nach, ist elastischer und bricht nicht so schnell.

    Ist natürlich nur was für kleine Mengen.

    Hallo,

    zu meinem Erstaunen habe ich bei der Messung der Feuchtigkeit des Honigs in den Honigräumen heute festgestellt, dass ein Volk alle Waben total verdeckelt hat, aber der Honig hat 20% Feuchtigkeit!

    Wie ist das möglich?

    "Trocknet" der überhaupt noch in verdeckelten Zellen?

    MfG
    Aloha

    Kann es sein, dass ein Teil des Honigs bereits kristallisiert ist. Das beginnt meistens oben in den Wabenecken und am oberen Wabenrand. Es kristallisiert nahezu ausschließlich die Glukose. diese gibt bei der Kristallisation Wasser in die Fruktose ab und der Wasseranteil der Fruktose, die in diesem Fall den flüssigen Teil des Honigs in der Wabe darstellt steigt.


    Ich war diese Woche bei einem Imker, der hat Waben geschleudert, bei denen oben ein ganzer Streifen kristallisiert und nicht schleuderbar war. Der schleuderbare Resthonig hatte im Eimer gemessen 20,4 % Wassergehalt. Der Effekt war mit im Grunde bekannt. Dass die "Verwässerung" aber mehrere Prozent ausmachen kann, hätte ich nicht erwartet.

    Ich habe ein Handrefraktometer, dessen Anzeige ich immer mit einem gewissen Mißtrauen begegnet bin. Vergleichsmessungen mit den Refraktometern von Imkerkollegen ergaben oft erhebliche Abweichungen. Daraufhin habe ich ein kalibriertes Digitalrefraktometer von der Fa. Kern angeschafft, das Handrefraktometer aber nicht ausgemustert, sondern mit beiden gemessen.


    Das Digitalrefraktometer hat zwar eine Temperaturkompensation, man kann es aber nur bei exakt 20°C eichen. Wenn man das mit dem Handrefraktometer auch macht, wird der Abstand der Messergebnisse kleiner.

    Wenn man das Handrefraktometer nicht im Schleuderraum bei (z. B.) 25°C aufbewahrt und damit 25°C warmen Honig misst, sondern in einem Raum, der eher bei 20°C ist, (bei mir im Keller) misst es genauer. Der wärmere Honig ist am kälteren Refraktometer nicht das große Problem, da sich die geringe Honigmenge temperaturmäßig anpasst, wenn man ihr Zeit dazu gibt. Dazu sollte man das Refraktometer zugeklappt mit dem Honig ca 10 min in einem Raum mit möglichst wenig Abweichung von 20°C lagern. Wenn man den Honig auf das Refraktometer streicht und sofort durchschaut, ist die Anzeige oft ein breiter Balken. Nach 10 Minuten ist der breite Balken zu einem schmalen Stich geworden der das Ergebnis mit einer wesentlich geringeren Abweichung anzeigt, als er dieses tat, bevor ich die Erfahrung mit der Temperatur hatte.


    Die Erkenntnis ist, dass die Problematik oft von Temperaturdifferenzen verursacht wird und die oft als temperaturkompensiert angebotenen Refraktometer diese Kompensation nicht in dem Ausmaß leisten, wie es sich die Anwender vorstellen. Insbesondere ist die Kompensation überfordert, wenn schon die Eichungstemperatur nicht nahe bei 20°C liegt.

    Der alte Fuchs meinte vermutlich, du sollst nicht vor, sondern nach dem nächsten Regen schleudern, weil dann der Wassergehalt am niedrigsten wäre.


    17 bis 17,5 % Wasser sind auch hoch. Die Frage ist, ob es besser wird wenn Du wartest. Wenn der Honig kristallisiert, steigt der Wassergehalt eher an, als dass er sinkt. Ich war letzte Woche bei einem Imker, da war der Honig in den Waben in den Ecken und am oberen Rand kristallisiert und der dann noch geschleuderte Honig hatte über 20 % Wasser.


    Das kommt daher, dass fast nur die Glukose kristallisiert, beim Kristallisationsvorgang Wasser an den flüssig bleibenden Honig abgibt und dieser dadurch verdünnt wird. Dieser Effekt ist so ganz einfach zu erklären und wenig bekannt. Wenns dich näher interessiert, komm mal bei mir vorbei, dann erklär ich es. (Vorher Termin abstimmen).

    Ich würde schleunigst schleudern.


    Im Filstal war letzte Woche schon ein Teil des Honigs in den oben Wabenecken kristallisiert und das nicht nur bei Rapstracht.


    Da kristallisiert dann vorzugsweise die Glukose. Diese gibt beim Kristallisationsvorgang Wasser in den Resthonig ab und der Wassergehalt des noch schleuderbaren Honigs steigt.

    Der helle Honig ist vermutlich kristallisierte Glukose. (Dichte Glucose 1,562 g / cm³)

    Der dunkle Honig ist vermutlich Fructose (Dichte Fructose 1,59 g / cm³)

    Außerdem ist noch Wasser dabei (Dichte 1 g / cm³)


    Die Glucose ist im reinen Zustand leichter als die Fruktose. Die Tatsache, dass die Glukose trotzdem fast immer unten im Glas ist, kommt daher, dass sie bei der Kristallisation Wasser abgibt, das dann die Fruktose verdünnt. Die Fruktose-(viel)Wasser-Mischung ist dann leichter als die Glukose-(wenig)Wasser-Mischung und setzt sich oben im Glas ab.


    Wenn sich die Fruktose unten absetzt, kann ich mir das nur dadurch erklären, dass der Honig sehr wasserarm ist oder, dass die Glukose noch nicht komplett kristallisiert ist.


    Wenn allerdings viel Luft eingerührt ist, wird die Diagnose schwierig.

    Hallo Bernd.

    im Plastiksack würde der Honig nach deiner Theorie auch selbstständig aktiv werden.

    Die Einladung nehme ich gerne an. Werde noch einen Kollegen mitbringen. Wenn es dir nichts ausmacht noch den Vorstand.


    Remstalimker

    Hallo Remstalimker,


    das freut mich, du kannst Kollegen und den Vorstand gerne mitbringen.

    Schreib mir eine Mail mit einem Terminvorschlag und deinen Kontaktdaten. Dann melde ich mich.

    Da sich im Eimer der Zucker, der ja schwerer ist als das Wasser nach unten absetzt, kann man nach einiger Lagerzeit eine Differenz beim Wassergehalt zwischen Honig vom Eimerboden und Honig von der Eimeroberfläche messen. Das kann mehrere zehntel Prozent Wasser ausmachen.


    Rapshonig hat einen hohen Glukosegehalt. Die Glukosemoleküle binden im flüssigen Honig Wassermoleküle. Bei der Kristallisation geben sie diese frei. Die freigegebenen Wassermoleküle verdünnen den Fruktoseanteil des Honigs der ja nicht kristallisiert und die Gärungsgefahr steigt. Den Wasseranteil der Fruktose kann man ja nicht messen, wenn die Glukose bereits kristallisiert ist. Es sei denn, die Phasentrennung hat bereits eingesetzt.


    Temperaturabhängig verdunstet aus dem Honig Wasser. Dadurch wird die Luft über dem Honigspiegel mit Wasser angereichert. Wenn die Aufnahmefähigkeit der Luft für über dem Honigspiegel für Wasserdampf erreicht ist, kondensiert das Wasser an der Honigoberfläche. Wenn nun an der Honigoberfläche eine Blase ist, wird der Honig, der diese Blase bildet stark mit Wasser angereichert und bildet den Starter für den Gärprozess. Wenn die Honigoberfläche mit Rapsschaum bedeckt ist, wird dieser Effekt noch erheblich verstärkt. Temperaturschwankungen beschleunigen diesen Prozess ebenfalls.


    Die aufgeführten Effekte ergeben sich innerhalb des Honigeimers, ohne dass Wasser von außen dazukommt. Wenn nun durch undichte Behälter und Temperaturschwankungen auch noch ein Austausch mit der Außenluft stattfindet, kann dadurch weiteres Wasser in den Honig gelangen. Die Sache mit dem Plastiksack verhindert dieses weitgehend. Die Empfehlung zum Einsatz des Plastiksackes habe ich aus einem Vortrag von Dr. Dr. Horn.


    Wenns dich weitergehend interessiert, kommst mal bei mir vorbei (vorher anrufen). Ich habe einen Vortrag zum Thema Wasseraktivität im Honig und deren Veränderung bei der Kristallisation. Wenn ich mal Zeit habe mach ich ein Youtube Filmchen zu dem Thema.