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    Ich arbeite mit Zander Zargen für 10 Waben. Brutraum auf einer Zarge mit 9 Waben und einem Schied mit halber Wabenbreite. Das Schied dient nicht zum "schieden" sondern nur zur Arbeitserleichterung. Es ist einfacher ein Schied herauszunehmen, abzuklopfen und auf den nächsten Deckel zu legen als eine bienenbesetzte Wabe herauszufieseln und diese dann mit gebotener Vorsicht irgendwo abzustellen, bis das Volk durchgesehen ist.


    Der eine Brutraum reicht völlig. Nervig ist allerdings der Drohnenbau an den Unterträgern. Deshalb arbeite ich neuerdings vom Frühjahr bis nach dem Abschleudern mit einer Bausperre. Für den Drohnenbau hänge ich ein Leerrähmchen ein.


    Nach dem Abschleudern reduziere ich bei starken Völkern die Waben auf 8 + Schied und setze eine zweite Zarge auf mit 8 Waben + Schied auf. Das reicht bei mir für Brut und Winterfutter. Bei den meisten Völkern reichen auch jeweils 7 Waben oben und unten.

    Ich habe zwar noch keinen Honig umarbeiten lassen, war aber bei einer Ausstellung der Nachbar vom Apivinum-Stand. Habe dort nahezu alle Sorten probiert und einige erstanden. Ich schätze die Qualität als sehr gut ein. Sehr zu empfehlen ist auch der Essig.

    Ich wollte damit sagen, dass es bei der Applikation der Ameisensäure nicht nur die Wetter/Temperaturproblematik gibt, sondern dass auch unter baugleichen Verdampfern wesentliche Unterschiede bezüglich der eingebrachten Menge existieren und diese Unterschiede beachtet werden müssen wenn man definiert behandeln möchte.

    Man muß sich mit der Thematik insgesamt auseinandersetzen und bei der Säure ist das unter anderem:

    Wetter (inkl. Luftfeuchte), Futterzustand, Volksstärke, Volumen der Beute, Verdunsterutensilien, eigene Erfahrung, Befallszustand... und wenn man es kann, klappt es sehr gut damit!

    LG Rudi

    Naja, Sebastian Feiß ist letztes Jahr rum gefahren und hat bei seine Verdunster tagsüber alle zu geschraubt, weil es viel zu heiss war und bei Einbruch der Dunkelheit alle wieder auf gemacht. Seine Meisterarbeit ging über AS Verdunster. Ich würde meinen der hat sich mit der Thematik insgesamt auseinander gesetzt und „sehr gut klappen“ würde ich das trotzdem nicht nennen.

    Hier die Dokumentation einer Überprüfung von Abtropfmengen.


    https://bv-besigheim.de/news/w…mit-statistik-zu-tun.html

    Ich nutze die vertikalen Halbzargen als Honigräume und als Ablegerkästen.


    Alle Halbzargen vom gleichen Hersteller kaufen, in der Hoffnung, dass dann auch alle gleich hoch sind und in gleicher Weise schwinden. Dann passen die Ganzzagendeckel.


    Wenn die Halbzargen als Einzel-Ablegerkasten verwendet werden sollen, Halbzargen ohne Ausfräsung für die Rutschleisten kaufen und aus den Rutschleisten der Ganzzargen, die eventuell auf Halbzargen aufgesetzt werden sollen, ein Stück heraussägen*.


    Ich habe mir Böden und Deckel für Ablegerkästen gebastelt. Das ist aber nicht unbedingt erforderlich. Ich nutze inzwischen Viererböden oder normale Böden mit Beutentrenner als Boden für zwei Ableger in den vertikalen Halbzargen. Man muss dazu jeweils eine ca. 5 mm hohe Leiste auf den mittleren Trennsteg nageln*, damit die zwei entstehenden Abteile auch ohne Schied getrennt sind. Dann passen ebenfalls die Ganzzargendeckel und die Blechdächer.


    Beim Aufstapeln der Halbzargen ist etwas mehr Sorgfalt als bei den Ganzzargen notwendig, damit sie so sitzen, dass keine Bienen durch Spalte schlüpfen können. Außerdem braucht man mehr Abstellfläche wenn man die bienenbesetzten Halbzargen abstapelt.


    Die ganze Sache erfordert etwas mehr Sorgfalt, mein Rücken dankt mir aber die Umstellung und ich habe nur ein Rähmchenmaß.


    * Ist auch für Grobmotoriker machbar.

    Der Wassergehalt ist dieses Jahr allgemein sehr hoch (siehe Link Seite 3). Aber Honig mit hohem Wassergehalt ist immer noch besser als kein Honig (siehe Seite 4 Großraum Stuttgart)


    Ich nehme als Ursache für den hohen Wassergehalt das Wetter während der Haupttrachtzeiten an. Dieses war nur jeweils wenige Tage richtig gut für Nektarproduktion und Bienenflug. Deshalb waren die Völker stark und nicht abgearbeitet. In den kurzen Schönwetterphasen haben die Bienen dann mehr eingetragen als sie zu Trocknen im Stande waren. Wenn die Wabenzellen voll sind, wird auch der feuchte Honig verdeckelt.


    https://www.bienenkunde.rlp.de/Internet/global/Themen.nsf/B9ECDCCE0BE2E809C125872200356F33/$FILE/Infobrief%202021_21%20Varroabehandlung%20und%20Ergebnisse%20Fr%C3%BChtrachternte.pdf

    Du kannst das drohnenbrütige Volk mit einem Zwischenboden mit Flugloch und Riechgitter über das Weiselrichtige aufsetzen. Unter dem Einfluss des Königinnenpheromons von unten bilden sich die Drohnenmütterchen im oberen Volk in etwa einer Woche zu normalen Arbeiterinnen zurück. Eine Brutwabe ins drohnenbrütige Volk zu hängen, verbessert die Situation noch weiter.


    Nach etwa einer Woche kannst Du dann entscheiden, ob Du die Völker vereinigen willst oder ob die Bienenmasse für 2 Völker reicht. Gegebenenfalls kannst Du dann eine legende Königin einweiseln.


    Ob sich die Sache zu dieser Jahreszeit noch lohnt, ist eine andere Frage. Du gewinnst aber auf jeden Fall Erfahrung und das ist ja auch etwas Wert.

    Die Wassermoleküle bleiben doch alle im Honig. Der Wasseranteil bleibt gleich, das einzige das sich verändert ist das Verhältnis zwischen gebundenem und freiem Wasser, d. h. die Wasseraktivität sinkt. Das ist aber der Normalfall bei der Invertierung von Saccharose und die findet nach meinem Kenntnisstand weitgehend im Bienenstock statt. Im geschleuderten Honig, der sich im Eimer befindet, ist diese Sache doch sehr weitgehend gelaufen.


    Beim Wassergehalt, der nach dem Brix-Wert bestimmt wird (Refraktometer), spielt auch das Verhältnis zwischen freiem und gebundenem Wasser keine Rolle.

    Wenn die Bienen den Honig in die Wabenzellen einlagern dürfte die Invertierung weitgehend abgeschlossen sein. Schließlich ist der Honig ja längere Zeit in den Wabenzellen. Vom Einlagern bis zum Schleudern vergehen normalerweise Wochen.

    Ich nehme an, dass der durch die Bienenflucht verzögerte Kontakt zwischen den Bienen und der Königin wichtig ist. Die Bienen im Honigraum haben Zeit, den Verlust der alten Königin zu registrieren und riechen dann anfänglich nur schwach die neue Königin. Dann gehts langsam durch die Bienenflucht zur neuen Königin. Ich habe bisher immer zum Schutz der Königin den Hofstaat aus dem Begattungskästchen auf den Waben aus dem Begattungskästchen dabei gelassen. Es dürfte auch eine wesentliche Rolle spielen ob die neue Königin bereits längere Zeit legt, oder ob sie gerade erst angefangen hat.


    Wenns aber auch ohne Ausfresskäfig und Hofstaat funktioniert, um so einfacher.

    Im Bienenjournal 7/2021 kommt eine Anleitung von René Schieback. Das funktioniert so bei mir seit mehreren Jahren gut (ohne die Anleitung zu kennen). Der Kunstschwarm bleibt am Stand.


    Ich setze die Waben mit einer legenden Königin aus dem Kieler-Begattungskästchen in eine Kieler-Aufsetzzarge und diese über dem vorbereiteten neuen Brutraum in eine Leerzarge. Darauf dann über eine Bienenflucht die Honigräume. Nach einem Tag nehme ich die Honigräume weg. Die Fluglöcher bleiben 4 Tage zu. In den vorbereiteten neuen Brutraum hänge ich eine oder 2 Futterwaben oder eine Futtertasche mit Sirup. In den hohen Boden stelle ich eine Schale mit Wasser und Schwimmhilfe.


    Nach den 4 Tagen öffne ich das Flugloch. Wenn sich die Bienen eingeflogen haben entnehme ich die Aufsatzzarge, mache noch brutfrei die Varroabehandlung uns setze eine Futterzarge auf.