Beiträge von 14301

    Als erste Maßnahme, die nicht immer aber oft ausreicht, setze ich einen gut mit Bienen besetzten Honigraum des schwarmtriebigen Volkes über eine Bienenflucht auf den oder die Honigräume eines schwachen Volkes oben auf. Das ganze eine Nacht oder wenn es die Temperaturen zulassen auch einen Tag. Damit habe ich auf einfache Weise einen Teil der Jungbienen, die in dem Spendervolk für die Schwarmlust zuständig sind, aus dem Volk entfernt und den Schwächling verstärkt. Dann setze ich den nahezu bienenleeren Honigraum wieder zurück.


    Wenn ich keine Buchführung über den Honigertrag der einzelnen Völker betreibe geht die Sache auch ohne Bienenflucht und der Honigraum bleibt auf dem Schwächling.

    .........................- Du hast wohl 2 Weiselzellen übersehen gehabt, ein Fehler den Du hoffentlich nicht noch einmal machst ;-) ...

    Wenn Du diesen Fehler ernsthaft nicht mehr machen willst, musst Du aufhören zu imkern.

    wenn ich von einem Volk vermehre, das (genetisch betrachtet) vermehrungswürdig ist.

    Nun, so ein Volk hat keine Schwarmzellen, oder sind meine Ansprüche zu hoch? ;-)

    Das Volk würde normalerweise keine Schwarmzellen ziehen, weil es ja schwarmträge ist.


    Dadurch, dass ich dem Volk aus dem ich vermehren möchte von anderen Völkern Brutwaben (möglichst mit schlupfreifer Brut) zuhänge (ich schröpfe zur Dämpfung des Schwarmtriebes in den Spendervölkern), steigere ich in dem Empfängervolk die Anzahl der Ammenbienen auf ein Maß, bei diese nicht mehr alle mit der Brutpflege beschäftigt sein können. Die überproportionale Anzahl der Ammenbienen im Empfängervolk führt dann dazu, dass auch schwarmträge Völker zum Ansatz von Schwarmzellen getrieben werden, wobei die Genetik der Königin aus diesen Schwarmzellen aus der Genetik der schwarmträgen (vermehrungswürdigen) Königin stammt. Die Sache habe ich aus dem Buch von Karl Pfefferle. Sie wurde und wird von mir und einigen, denen ich sie schon empfohlen habe, mit Erfolg betrieben. Die "Basisimker" arbeiten auch mit der Methode.


    Ob ich als "Kleinimker" überhaupt vermehrungswürdige Völker habe, beziehungsweise ob ich die Qualität meiner Völker überhaupt objektiv einschätzen kann, ist eine andere Baustelle. Bei Reihenaufstellung sind vorzugsweise die Völker am Rand die stärksten. Das kommt aber nicht unbedingt von einer guten Königin, sondern es daher, dass diese Völker die meisten Bienen, die sich verfliegen einsammeln.


    Ob ich als Kleinimker nicht besser Krabbelzellen oder Königinnen von einem Züchter meines Vertrauens kaufe, ist nochmal eine andere Baustelle.

    Die Vermehrung über Schwarmzellen geht (nach Pfefferle) relativ sicher und führt zu guten Ergebnissen, wenn ich von einem Volk vermehre, das (genetisch betrachtet) vermehrungswürdig ist.


    Da das vermehrungswürdige Volk schwarmträge ist und freiwillig keine Schwarmzellen ansetzt, hänge ich dort solange bienenfreie Brutwaben zu, bis sich die Ammenbienen auf die Füße treten und trotz eigentlicher Schwarmträgheit Weiselzellen ansetzen. Mit diesen bilde ich dann Ableger.


    Für kleinere Imkereien ein einfaches und relativ sicheres Verfahren. Voraussetzung ist natürlich, dass ein vermehrungswürdiges Volk am Stand ist.

    Alljährlich stelle ich auch fest, dass Völker welche im Hochsommer keinen nennenswerten Varroadruck hatten, plötzlich im Spätsommer (September) vereinzelt eine starke Zunahme der Varroa aufweisen.

    Vom Frühjahr bis zum Hochsommer nimmt der Brutumfang zu und die Varroen nehmen zu. Die zunehmenden Varroen verteilen sich auf die zunehmende Brut und die Parasitierungsrate bleibt im Rahmen. Der Varroabefall wird wenig auffällig, auch wenn er relativ hoch ist.


    Im Hochsommer hat ein Volk (um einfach zu rechnen) 30 000 Bienen. Diese leben im Hochsommer etwa drei Wochen. Es fliegen also pro Woche etwa 10 000 Bienen zum Sterben aus der Beute. Wenn nur jede hundertste eine Varroa mitnimmt, werden im Monat 400 Varroen aus dem Volk mit den sterbenden Bienen hinausgetragen.


    Nach der Sommersonnwende und dem Trachtende (Mitte / Ende Juli) vermehren sich die Varroen weiter, die Bienen werden aber langlebiger, es werden weniger Varroen ausgetragen und die Brut wird weniger, die Parasitierungsrate steigt an. Der Varroabefall wird ganz plötzlich viel besser sichtbar und wirkt sich viel mehr aus.


    Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, unmittelbar nach dem Trachtende die Anzahl der Varroen im Volk unverzüglich und deutlich zu reduzieren. Wer hier auf Mittel oder Verfahren setzt, die nicht effektiv und zuverlässig wirken, kann im Herbst abräumen. Ich meine damit nicht brachial wirkende Chemie. Man hat in den letzten Jahren viel dazugelernt und mit Brutentnahme etc. auch effektive biologische Verfahren erarbeitet. Manchmal hilft es auch auch, wenn man nur die Urlaubsplanung etwas am Bienenwohl orientiert.


    Die Imker, die definitiv Spättrachten nutzen, brauchen dafür eine speziell zugeschnittene Betriebsweise mit dafür ausgeklügelten Verfahren.


    Deshalb zählt Ende Juli und Anfang August jede Woche mit effektiven Maßnahmen um den Großteil der Varroen loszuwerden. Die moderat wirkenden Mittel oder Verfahren kann man ja einsetzen um die die Hauptbehandlung überlebenden Varroen im Herbst einzudämmen.


    Mit dem Einsperren von Königinnen in kleinen Käfigen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Völker dann oft umweiseln. Vermutlich, weil sie die Königin als minderwertig betrachten, wenn sie wenig legt, was ja in dem kleinen Käfig zwangsläufig der Fall ist. Wenn man sowieso umweiseln will, ist egal. Wenn man die Königin behalten will, geht's mit Wabentaschen besser.

    Immer Besen mit hellen Haaren kaufen. Bei Besen mit dunklen Haaren meinen die Bienen der Bär kommt uns sie müssten Diesen abwehren.


    Mindestens 2 Besen (je nach Völkerzahl auch mehr) dabeihaben. Bei Volltracht, wenn der frische Nektar trieft ist der Besen schnell mit Nektar verschmiert und nicht mehr zum abfegen zu gebrauchen. Dann diesen auswaschen und mit glattgestrichenen Haaren zum Trocknen auslegen.


    Eine Feder ist ein bisschen mager. Besser ist eine getrocknete Handschwinge mit mehreren Federn dran. Ich finde keinen Vorteil der Feder gegenüber dem Besen. Vermutlich ist es Gewohnheitssache.

    Der Verbrauch ist bei meinem Volk mit der Waage derzeit auch in dieser Größenordnung und beim Nachwiegen von anderen mit der Kofferwaage zeigen sich ähnliche Tendenzen. Seit hier Pollen rangeschafft werden konnte, ist offensichtlich der Startschuss für die Vorbereitung auf die Obstblüte gefallen.

    Ausgleich von Futterwaben ist wieder die Religionsfrage. Ich mache das auch, weil ich davon ausgehe, dass meine Völker gesund genug sind, um nix schlimmeres zu verteilen und mich die vollen Futterwaben beim Lagern oder Ausschmelzen nerven. Für andere ist der Tausch von Waben zwischen Völkern ein no-go, weil man damit natürlich auch alles andere aus dem Stock übertragen kann.

    Nachdem ich meine Völker gewogen und einen ersten Blick ins Innere der Kisten geworfen habe, bin ich weiterhin sicher, dass die Bienen auch ohne Zutun des Imkers einen nicht unerheblichen Futteraustausch betreiben. Teilweise sogar mit fremden Ständen.

    Bei der Zulassung eines Behandlungsmittels geht es ja immer um das Mittel an sich und um die Applikation des Mittels zur Behandlung.


    Meines Erachtens gibt's da etliche sonderbare Umstände. Zum Beispiel sind für die Ameisensäurebehandlung einige "Verdunster" zugelassen. Gibt's denn auch eine Zulassung für das Schwammtuch, den Bierdeckel (MoT) oder die Illertisser Milbenplatte. Diese waren alle schon vor den zugelassenen Verdampfern in erheblichem Umfang im Einsatz. Wenn ja, wer hat diese Zulassung beantragt? Sind diese Applikationen heutzutage überhaupt noch erlaubt? Welche Parallelen kann man daraus für die Oxalsäuresublimation ableiten?


    Wenn jemand Kenntnis darüber hat, bedanke ich mich im Voraus für die Information.

    Hallo Peter,


    mein Beitrag war keinesfalls als Anleitung gedacht. Ich entnehme den Trester nach jedem Durchgang aus dem Wabenkasten. Wenn ich mit der Schmelzerei fertig bin nehme ich den Wabenkasten aus der Wachswanne und reinige mit der Kelle alle Teile des Kastens innen. Die äußeren Edelstahlflächen wische ich mit warmem Wasser mit Soda ab. Dann lasse ich die Teile trocknen und stelle sie mit offenem Deckel zur Aufbewahrung zusammen. Die Innenflächen sind nicht blitzblank, es ist aber auch keine wirklichen Beläge mehr vorhanden. Und der ganze Kasten bleibt offen und ist trocken. Wenn ich dann zwischendurch mal den Hochdruckreiniger (beheizt) in Betrieb habe, dampfe ich den Kasten aus.


    Meinen Wabenkasten und den Dampftopf habe ich auf einer Edelstahlkassette stehen, fahrbar mit Rollen. Ich schmelze in einem Lagerraum, weil der bienendicht ist. Im letzten Jahr hatte ich alle Waben ausgeschmolzen, den Trester entnommen und den Deckel offen gelassen. Nur die oben beschriebene Endreinigung war noch nicht erfolgt. Da der Schmelzer im Weg stand, hat Ihn ein Mitarbeiter aus dem Weg geschafft, und in eine Ecke gestellt. Dort wurde er einige Zeit vergessen. Als ich ihn dann Endreinigen wollte, habe ich gesehen, dass sich die Wachsmotten darin eingerichtet hatten. Es waren aber keine Wachsmotten mehr drin, nur leere Kokons. Die Innenflächen waren von den Wachsmottenlarven sauberer abgenagt, als ich das mit meiner Kelle zustande gebracht hätte. Die Wachsreste habe ich mit der Kelle entnommen, den Wachsmottenkot mit Pressluft weggeblasen und die Kokons entfernt.


    Die Sache ist keinesfalls als gängiges Verfahren zu empfehlen. Interessant finde ich aber, dass die Wachsmotten ihre Aufgabe als Destruktoren auch unter ungewöhnlichen Umständen erfüllen.

    Wenn ............ der Deckel offen bleibt, dann schimmelt da nichts.

    Das passiert nur, wenn man nach dem Schmelzen mit dem ganzen Schwitzwasser drin den Deckel drauf macht und da drin 100 % Luftfeuchtigkeit herrschen.

    Wenn man dann den Schmelzer in der warmen Jahreszeit für die Wachsmotten zugänglich stehen lässt, besiedeln ihn diese und fressen den ganzen Schmodder weg. Man muss dann vor dem nächsten Gebrauch nur die leeren Kokons entfernen und den Schmelzer mit dem Handfeger auskehren.

    Als Trennmittel funktioniert auch dünnes Honigwasser. In einem Honigglas, gefüllt mit warmem Wasser, einen Löffel Honig auflösen.

    Das Honigwasser mit einer Kaffeefiltertüte filtern, sonst verstopft ständig die Sprühdüse.

    Die Mittelwände bekommen von dem Honigwasser nach längerer Lagerzeit braune Ränder. Meine Bienen störts nicht.