Beiträge von smancke

    Ich bin zwar kein Mediziner, aber trotzdem hier mal mein primitives Verständnis, wie die unterschiedlichen Medikamente wirken. Damit kein falsches Verständnis vom alleinigen Nutzen eines Pen entsteht:


    Allergie funktioniert so:

    1) Der Körper denkt, er müsse sich verteidigen und schüttet zu viel Histamin aus.

    2) Das Histamin bindet sich an einer Menge stellen im Körper fest

    3) Dadurch treten Symptome wir Reizungen und Schwellungen auf

    4) Gibt es zu viele solcher Symptome, dann macht der gesamte Kreislauf schlapp


    Gegen 1) kann man nichts machen.


    Gegen 2) hilft Ceterizin, indem es alle Stellen an denen Histamin etwas anrichten könnte selber bindet, so dass das Histamin daran nichts mehr tun kann. Cetirizin wirkt bis zu 24 Stunden und verhindert in der Zeit, dass die Symtome schlimmer werden. Das Medikament scheint recht unbedenklich zu sein, da nicht mal verschreibungspflichtig und von vielen Allergikern prophylaktisch genommen.


    Gegen 3) hilft das Cortison, indem es abschwillend wirkt und schon bestehende Symptome zurück nimmt. Cortison ist zwar verschreibungspflichtig, aber nach meiner Einschätzung gut verstanden und bei gelegentlicher Einnahme ungefährlich.


    Gegen 4) hilft der Pen mit Adrenalin, indem er Blutgefäße verengt und die Pumpe höher drehen lässt. D.h. die einzige Aufgabe des Pens ist es die akute Kreislaufschwäche zu überwinden. Das gefährliche ist aber, dass der Pen nicht lange wirkt (glaube ~10min) und nichts an der eigentlichen Problematik ändert.


    Warum erzähle ich das:

    Cetirizin und Cortison sind ungefährlich und können, wenn sie früh genommen werden eine Verschlimmerung des Zustanden wirklich verhindern. Der Pen alleine kann zwar das Leben um kurze Zeit verlängern und dafür sorgen das der Körper es so lange schafft bis andere Maßnahmen wirken. Ohne die anderen Medikamente und Maßnahmen ist man nach der Wirkung des Pen aber nicht besser dran.


    D.h. als Allergiker würde ich nach einem Stich sofort Cetirizin nehmen (auch ohne Symptome) und bei zunehmenden Symptomen als nächstes Cortison (bei kleines Symptomen erst wenig, wenn es schlimmer wird schnell mehr). Der Pen ist so etwas wie die eiserne Reserve und unbedingt zusammen mit der 112 anzuwenden.

    Hallo in die Runde,


    ich habe diese Jahr mal bei einem Volk die letzte Drohnenwabe eingefroren und anschließend die Zellen nach Varroamilben abgesucht. Das ganze ging effizienter als ich dachte und ich hatte den Eindruck, dass es recht genau ist und ich wenig übersehe. Im Ergebnis hatten ca. 4% der Maden je eine Milbe - denke, das ist zur aktuellen Zeit OK?!?


    Leider konnte ich nirgends eine klare Hochrechnung finden, wie sich das zu der Anzahl Milben im Volk verhält und wie sich daraus eine Schadschwelle berechnen lässt. Ludgar hatte in dem Rase-Video-Kanal etwas von 10% der Maden als Schadgrenze erwähnt, aber leider ohne Herleitung.


    Meine grobe Hochrechnung:

    4% in der Drohnenbrut bedeutet 0,5% in der Arbeiterinnenbrut (Liebig schreibt irgendwo was von Faktor 8 höherer Belastung der Drohnenbrut)

    Die Königin in dem Volk schafft ca. 1.500 Brutzellen pro Tag. Damit habe ich etwa => 20.000 verdeckelte Zellen (4-5 Waben DN).

    Das würde dann 100 Varroamilben insgesamt in der Brut bedeuten, ggf. nochmal die Hälfte davon auf den Bienen, also: 150 Insgesamt.


    Nach meiner Hochrechnung wären auch die obigen 10% Milben in den Drohnen noch relativ harmlos (450 Milben gesamt, was 1-2 Milben pro Tag in der Windel entsprechen würde).

    Jetzt habe ich also zwei Fragen:

    1. Warum wird das Zählen in den Drohnenzellen so wenig praktiziert?

    2. Wie wäre eine korrekte Hochrechnung?

    3. Wie ist die Herleitung einer Schadschwelle der Anzahl Milben im Volk für die entsprechenden Monate?


    VG

    Sebastian

    Hallo bee_in_hamburg


    ich hatte mal ein paar Ableger auf einem Garagendach stehen und fand das schon sehr nervig. Aktuell ist mein Standplatz auch wieder etwas vom Weg entfernt, was ähnlich unpraktisch ist. Man kann sich etwas damit behelfen, wenn man das meiste Material/Werkzeug am Platz lagert und nicht immer mit nehmen muss .. aber man muss schon oft etwas hin und her schleppen.


    Doch lass Dich davon nicht beirren, wenn Du Lust darauf hast, mach es einfach :)


    Ein Kollege von mir betreut die Bienen auf einem Rathaus-Dach:



    Die kannst Du sicher mal nach Ihren Erfahrungen fragen - sie haben ihre Kontaktdaten auf: http://www.rheinland-imker.de


    Viele Grüße

    Sebastian

    Hallo,

    ich habe mir aus einem schwächeren Volk ein Pflegevolk gebildet. Es besteht aktuell aus einer vollen Zarge DNM.

    Morgen werde ich den Zuchtstoff geben. Ziel ist es ca. Königen zu bekommen. Das Pflegevolk mit den neuen Königinnen und ggf. etwas zusätzlicher Bienenmasse vom Schröpfen der anderen Völker möchte ich dann in Ablegervölkchen aufteilen. Die meisten kommen direkt auf normales Wabenmaß, ein paar möchte ich jedoch in Begattungskästchen setzen und zum Umweisel oder Abgeben verwenden, sobald sie in Eilage sind.


    Nach dem üblichen Vorgehen, welches überall beschrieben ist werden die Weiselzellen ja ein paar Tage vor dem Schlupf verschult, schlüpfen im Pflegevolk und werden anschließend aufgeteilt. Alternativ wäre es aber doch ebenso möglich die Ableger 1-2 Tage vor dem Schlupf zu bilden und je eine verdeckelte Weiselzelle in den neuen Ableger hinein zu hängen, oder?


    Obwohl sich das sehr einfach anhört scheint das fast niemand zu machen. Welche Nachteile hat das? Reicht die Temperatur etwa nicht mehr aus, um die Zelle sicher schlüpfen zu lassen?

    Mittags haben wir die Beuten getauscht

    Wirklich die Beute oder nur die Zarge? Wo ist der bisherige Boden hin? Wichtig ist bei so einer Aktion, dass der Boden dort bleibt, wo die Flugbienen wieder hin sollen!

    Ahh, danke - daran könnte es gelegen haben. Wir hatten in der Tat die ganz Beute getauscht. (Nächstes mal bin ich schlauer).


    Insgesamt hat es aber anscheinend gut geklappt: Inzwischen ist anständiger Flugbetrieb und es wird ordentlich Pollen eingetragen.

    Mit einer kompletten Durchsicht wollte ich aber noch ein paar Tage warten um nicht unnötig zu stören.

    Hier nochmal ein kleiner Zwischenstand, wie es bei uns lief:

    Der Flugling hat nicht so wirklich funktioniert: Mittags haben wir die Beuten getauscht und die Königin hinein gesetzt. Abends war aber nur eine Hand von Bienen in der Beute.

    Wie haben dann die Königin nochmal raus genommen und eine ausreichende Menge Bienen von Hand in die Beute gefegt bzw. geschüttelt. Nach ca. einer Stunde abwarten ist dann offensichtlich eine Weiselunruhe eingetreten und wir haben die Königin unter Futterteig wieder hinzu gesetzt. Bisher sieht alles gut aus.


    Den Fehler beim Flugling könnte ich mir aus dem Zusammenspiel von folgenden Einflussparametern erklären:

    • An dem Tag war nur mittleres Flugwetter.
    • Wir hatten zunächst einen Fluglochkeil in der neuen Beute. Die alte Beute hatte das Flugloch ganz offen. Der Unterschied hat die Bienen wohl irritiert.
    • Ein paar Tage vorher mussten wie die Beuten leider auf dem Grundstück etwas versetzen (war unvermeidlich). Hierdurch waren die Bienen evtl. noch nicht ausreichend an die neue Stelle gewöhnt.

    (Evtl. hilft die Auflistung ja jemandem, nicht die selben Fehler zu machen)

    Ok, eine Frage hätte ich noch:

    Schaffen die Bienen es noch problemlos eine ganze Zarge Mittelwände auszubauen?

    Ich hatte mal gelesen, dass die Bauaktivität nach der Sommersonnenwende stark zurück gehen würde.

    Wenn das kein Problem ist, würde ich die Honigzarge dann zur Wabenerneuerung im Altvolk aufsetzen und diesem in ein paar Wochen dann den unteren Brutraum entfernen. Oder soll ich dem Ableger lieber noch Leerwaben aus dem Honigraum geben?