Beiträge von Elbdorfbiene

    Hallo Resl,


    Wenn du diese Wochen schon gesehen hast, dass die neue Königin geschlüpft ist, dann wird voraussichtlich nächste Woche die Begattung stattgefunden haben. Ameisensäure ist für eine junge Königin immer schlecht, andererseits ist beim Verdunster die Konzentration längst nicht so hoch wie beim Schwammtuch.


    Wenn ich du wäre würde ich die übrigen Völker in jedem Fall wie geplant behandeln, und beim Umweiselungsvolk noch eine Woche warten, auch wenn das einen zusätzlichen Aufwand bedeutet.


    Wenn du das Auffüttern mit allen Völkern um eine Woche verschiebst bist du Mitte August, was doch ein guter Zeitpunkt ist :)


    Beste Grüße


    Peter

    Auch auf die Gefahr hin, mit harten Worten beworfen zu werden: Was verstehen wir eigentlich unter "mau", "so lala", oder eben "Totalausfall" ?


    Mir ist schon klar geworden, dass die Nennung von Zahlen recht kritisch betrachtet wird, aber Vergleichswerte des Honigertrags für Lindenstandorte in diesem Jahr wären doch schon recht spannend.


    Meine Wirtschaftsvölker habe ich alle kurz vor der Blüte der Sommerlinde am 09.06. geschleudert, und am 14.07. abgeschleudert. Der geschleuderte Honig ist hell mit dem deutlich klinischen Mentholgeschmack von Lindenhonig.


    Der durchschnittliche Ertrag pro Wirtschaftsvolk aus dieser Schleuderung liegt bei mir bei 12,5 Kg, wobei ich denke, dass ein paar wärmere Tage das Ergebnis deutlich gesteigert hätten.


    Insgesamt bin ich mit dem Honig dieses Jahr zufrieden, besonders wenn man bedenkt, dass im fast gesamten April keine Biene bei uns fliegen konnte, und der Juni nicht besonders warm war. So stehe ich wieder einmal in tiefer Ehrfurcht vor meinen Bienen, die trotz widriger Umstände unglaubliches geleistet haben.


    Beste Grüße


    Peter

    Linde hier war so lala, es gab zwar etwas, aber der Juni war einfach zu durchwachsen. An Regen hat es zwar nicht gemangelt, aber ein paar mehr warme Tage haben einfach gefehlt.

    Flüssigfütterung im Verhältnis 1:1 oder 3:2 (3 Kilo Zucker zu 2 Litern Wasser) sind möglich. Alternativ Sirup, den zu beschaffen aber etwas aufwändiger ist, Zuckerlösung ist einfach herzustellen.


    Zuckerlösung hat aber die folgenden Nachteile:


    - Riecht für die Bienen stärker --> Räubereigefahr. Wenn du fütterst solltest du das Flugloch entsprechend verkleinern


    - Das Anrühren dauert etwas


    - Beim Anrühren kann es leicht zu kleinen Sauereien kommen (ist nicht schlimm, aber wenn man es vermeiden kann...)


    - Zuckerwasser hält sich nicht lange und schimmelt bereits nach wenigen Tagen



    In jedem Fall mit der Fütterung erst zum Ende des Flugbetriebs am abend beginnen. Wenn du Sirup nimmst kannst du auch größere Mengen (4-5 Liter) geben. Falls du mit Zuckerlösung fütterst würde ich kleine Mengen (2 Kg Zucker, dann Wasser mit dem jeweils gewünschten Mischverhältnis hinzufügen) verwenden. Lieber in mehreren kleinen Schüben füttern, als in wenigen großen, dabei die Abnahme alle paar Tage kontrollieren.


    Bedenke aber, dass die Winterbienen hauptsächlich im August erbrütet werden, dafür muss noch ein ausreichend großes Brutnest angelegt werden. Deshalb solltest du bei Trachtarmut jetzt etwas anfüttern, und dann ab Mitte/Ende August mit der eigentlich Auffütterung beginnen, die Mitte September abgeschlossen sein sollte.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Tobias,


    die fehlenden Rähmchen würde ich in der Brutraumzarge ergänzen. Wenn das Volk jetzt auf acht Waben sitzt sollten die bei Fütterung die restlichen Mittelwände zügig annehmen und ausbauen. Ohne Fütterung werden die neuen Mittelwände wohl erstmal einmal nur zögerlich belaufen, aber trotzdem langsam ausgebaut - die Fütterung (vor allem wenn du auf Flüssigfutter setzt) aktiviert nochmal den Bautrieb der Bienen, auch später im Jahr.


    Was das Füttern angeht würde ich dir raten, auf den aufgesetzten Eimer mit Stroh zu verzichten, und stattdessen lieber eine(n) Futtertrog/Futterwanne zu verwenden, das kontaktfreie (Nach)Füttern erspart Bienen wie Imker unnötigen Stress.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo zusammen,


    ich wollte nur kurz erzählen, wie es gelaufen ist:


    Zuerst habe ich den Honigraum abgenommen und eingepackt, dann den alten Brutraum verstellt, und einen neuen mit zehn Mittelwänden und einer ausgebauten Wabe aufgestellt. In diesen habe ich die neue Königin zum Ausfressen eingehängt.


    Ich nutze jetzt die ausgebaute Wabe als Fangwabe. Das liegt daran, dass ich noch etwas "Störfeuer" in Form von vor vorhandener offener Brut warnenden Stimmen erhalten habe. Dieses Volk ist mir persönlich sehr wichtig, da ich es zum Anfangen von meiner in diesem Jahr verstorbenen Imkerpatin erhalten habe, und möchte darum jedes Risiko ausschließen.


    Am Sonntag ergab die Beobachtung regen Flugverkehr, sowie den regelmäßigen Eintrag von hellgelbem Pollen, vermutlich Winterlinde. Ich werte das zunächst als gutes Zeichen, das Volk selbst bleibt bis zum Abschleudern völlig ungestört.


    Am 16. schleudere ich alle Völker ab, und werde dann bei diesem die Fangwabe entnehmen. Dann berichte ich gerne, wie es abschließend gelaufen ist.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Ludger,


    da es bei mir morgen, am letzten halbwegs trockenen Tag der Woche, losgehen soll, habe ich folgende Überlegung:


    Ich verzichte auf die Fangwabe, und befülle den neuen Brutraum mit Mittelwänden und einer ausgeschleuderten Honigwabe. In diese leere Honigwabe dürfte die Königin ja ihre Eier zuerst ablegen, so dass sich diese Wabe dann zur Entnahme der restlichen Varroen eignen würde. Über Absperrgitter verbleibt der Honigraum noch zwei Wochen bis zur Abschleuderung auf dem Volk. Direkt danach wird die ausgeschleuderte Honigwabe mit dann verdeckelter Brut entnommen.


    Ist das eine sinnvolle Vorgehensweise ?


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Ralf und Uwe,


    ich verstehe euren Einwand absolut, die anderen drei Völker am Stand (zwei habe ich noch im Garten) werden allerdings erst Mitte/Ende Juli abgeschleudert. Durch Linde, reichlich Brombeeren, Schneebeeren etc. herrscht hier auch noch gute Tracht, so dass ich die Räubereigefahr derzeit als nicht so groß einschätze. Wenn die Aktion dann noch am nachmittag durchgeführt und das Flugloch eingeengt wird sollte das Risiko doch recht gering sein, oder ?


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Peter,

    der Imkerverein Aurich bietet unter seinen Downloads zur Bienengesundheit eine Checkliste "Totale Brutentnahme inkl. Umweiselung" an. Dort findest du eine ziemlich präzise Arbeitsanweisung.


    viel Erfolg

    Ludger

    Hallo Ludger,


    und vielen Dank für die hilfreichen Checklisten. Bei "Totaler Brutentnahme inkl. Umweiselung" sehe ich, dass doch mit Fangwabe gearbeitet werden kann, allerdings eben nur, wenn gleichzeitig die neue Weisel mit in den neuen Brutraum kommt ?

    Da stehe ich jetzt irgendwie auf der Leitung.


    Die TBE ist DIE GEEGENHEIT die Behandlung sehr effektiv und sehr bienenschonend durchzuführen.

    Das wäre ein Jammer, dort AS reinzugeben. Dann haben die doch gerade die neue Brut im Neubau angelegt und dann bekommt die mittels AS erneut eine Keule bzw. hat sie die ja bereits auch vorher schon durch die Milben

    Hallo Marion,


    dem umgeweiselten Volk, das den ausgeschleuderten Honigraum als Brutraum erhält, will ich die Ameisensäure ja ersparen, darum auch meine Frage zur Fangwabe :)


    Der verstellte, alte Brutraum mit alter Königin, der soll im Wochenabstand drei- bis viermal mit Ameisensäure behandelt werden. Sobald das Wetter dazu gut genug ist.



    Viele Grüße


    Peter

    Hallo Peter.

    Bin selber noch Neuling und habe mich daher bislang noch nicht an diese Methode herangetraut. Was mir noch nicht ganz in den Sinn geht - oder ich habe da was falsch verstanden - wenn die neue Kö mit zurück gekehrten Flugbienen in der Zarge auf dem alten Platz steht und daneben die Brutwaben mit den Ammen vom Altvolk, wird denn das dann noch ein starkes Volk bzw. zwei, um sicher über den Winter zu kommen? Oder müssen beide Völker zwangsläufig wieder vereint werden? Ich hätte Angst, das dann nicht genug Winterbienen da sind, oder?

    Hallo Darena,


    letztes Jahr habe ich am 26.07. mit dem hier besprochenen Volk noch einen Treibling gebildet und beweiselt. Dieses ist allerdings etwas schwach aus dem Winter gekommen und hinkt den anderen Völkern gut drei Wochen in der Entwicklung hinterher, weshalb ich so spät nicht nochmal ein Jungvolk bilden würde. Anfang bis Mitte Juli sollte aber noch gut funktionieren.


    Viele Grüße


    Peter

    Hallo zusammen,


    und vielen Dank für das tolle Input !


    Ich nehme im Wesentlichen mit, dass die Königin gleich zugesetzt werden sollte, um Räuberei und größere Schwierigkeiten bei der Annahme zu vermeiden.


    Schade, ich hatte mir erhofft, so auch gleichzeitig das Thema Varroa-Sommerbehandlung erledigen zu können - was aber nun nur sicher machbar erscheint, wenn man die alte Weisel behält.


    Da ich erst nächstes Jahr mit der Zucht eigener Königinnen beginnen will, bin ich auf mir bekannte Züchter angewiesen. Diese liefern aber absolut verlässlich, bzw. sind bei mir im Verein und einfach erreichbar.


    Ich werde nun wie folgt vorgehen:


    Wie beschrieben werde ich am Wochenende ernten. Der abgeschleuderte Honigraum ersetzt den alten Brutraum, der am Stand verstellt wird. Die neue Königin wird in die Wabengassen gehängt, ein Absperrgitter und der verbleibende Honigraum aufgesetzt. Nach zwei weiteren Wochen wird der zweite Honigraum abgeschleudert.


    Das Altvolk im Brutraum wird zeitnah per Ameisensäure mit Schwammtuch von oben 3-4 Mal behandelt, und als Reservevolk eingewintert, und nächstes Jahr zwei Wochen vor Schleuderung der Frühtracht einer eigenen TBE unterzogen (um versuchsweise für die Spättracht eingesetzt zu werden), in der Hoffnung, dass die alte Königin noch bis zum September 2018 durchhält.


    Nochmal vielen Dank an alle für die Beiträge, ich werde berichten wie es gelaufen ist !


    Beste Grüße

    Peter

    Hallo zusammen,


    Da dies mein erster Beitrag ist eine kurze Vorstellung: Ich heiße Peter, und bin derzeit in meinem dritten Bienenjahr, imkere mit Segeberger Beuten und einem Brutraum. Mittlerweile verfüge ich über sechs Bienenvölker.


    Eines meiner Völker hat eine Königin, die mittlerweile in ihrem dritten Jahr ist, das Wabenwerk aus dem Brutraum ist mittlerweile auch schon recht dunkel. Auf dem Volk befinden sich zwei Honigräume, einer ist zu zwei Drittel gefüllt und wird dieses Wochenende geschleudert, der andere ist zu etwa einem Drittel gefüllt.


    Dabei habe ich mir folgendes überlegt, und ich würde mich über eure Einschätzungen freuen:


    1. Der größtenteils volle Honigraum wird dieses Wochenende abgeschleudert


    2. Am späteren nachmittag des Schleudertages wird der Brutraum vom Platz der Beute am Stand verstellt.


    3. Der geschleuderte Honigraum wird an den Platz des Brutraumes gestellt, das Absperrgitter aufgesetzt, und der zweite Honigraum aufgesetzt. Der geschleuderte Honigraum enthält einen ausgebauten aber noch nicht verdeckelten Drohnenrahmen als Fangwabe.


    4. Nach einigen Tagen wird die Fangwabe entfernt und eine neue Königin zugehängt


    5. Etwa zwei Wochen später wird der zweite Honigraum geschleudert


    6. Der verstellte Brutraum wird entweiselt, mit Ameisensäure gegen Varroa behandelt und nach dem Schlüpfen aller Brut aufgelöst (Nach dem Abschleudern am Stand)



    Ziele mit dieser Vorgehensweise sind:


    - Erneuerung des Wabenwerks und der Königin


    - Wirksame Varroabekämpfung



    Wegen des Umweiselns bin ich mir etwas unsicher, da die Flugbienen des Altvolkes ja auch zurückkehren und möglicherweise mit der neuen Königin nicht einverstanden sind.


    Ist die von mir beschriebene Vorgehensweise erfolgversprechend ?